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Wahrsager-Kugel als Waffe des Terrors

26 Juli 2012

Glut aus der Wahrsager-Kugel

Stellen Sie sich vor: Sie sind islamistischer Selbstmord-Terrorist und planen einen vernichtenden Anschlag. Bösartig und perfide wie Sie sind, soll gleich ein ganzer Kindergarten in Glut schwimmen. (Ich meine „Glut“, nicht „Blut“). Wie sollen Sie das anfangen? Der deutsche Ober-Ober-Ober-Polizist Klaus-Peter Friedrich ist wahnsinnig schlau und dann hat er die Verfassungsschmutz-Agenten, die alles rauskriegen, und dann noch die superschlauen Staatsanwälte… Wenn Sie da mit Schießeisen und Sprengstoff ankommen, werden Sie gleich detektiert.

Hier ist mein Vorschlag: Sie verkleiden sich als Magier aus dem Morgenland und gehen mit einer Wahrsager-Kugel, die ich erfunden habe, zum Kindergeburtstag. Die Wahrsager-Kugel ist nur aus Glas. Kein Metall-Detektor oder Sprengstoff-Hund wird anschlagen. Sie schmeißen die Kugel. Die Kugel zerbricht und alles verglüht.

Im Ernst: Solch eine Kugel habe ich wirklich erfunden. 2011 erschien bei arxiv.org der erste Preprint, 2012 wurde in der Zeitschrift für Naturforschung die fertige Arbeit veröffentlicht. Es ist tatsächlich eine Kugel, die nur aus Glas besteht, allerdings aus mehreren Glas-Sorten, die in bestimmter Weise zusammengesetzt werden müssen.

Die Kugel speichert elektrodynamische Energie – solche, wie sie von der Sonne kommt – und unterscheidet sich somit fundamental von bekannten Geräten wie Kondensator, Batterie und Akkumulator, die elektrostatische Energie speichern; es gibt bisher nichts Vergleichbares. Dass das Ding funzt, obschon theoretisch konstruiert, steht außer Frage. Die Frage ist nur, wie viel Energie in die Kugel gefüllt werden kann, bevor sie selbst kaputtgeht. Die Geschichte mit dem verglühenden Kindergarten ist übertrieben; voraussichtlich zuckt nur ein Blitz durch den Raum, wenn die Kugel platzt.

Die Arbeit ist über elektromagnetische Wellen in variabler Materie. Materie ist fast überall variabel: z.B. Luft. Deshalb erscheint die Omega-Sonne

Bild: Omega Sonne

und die Fata Morgana

Bild: Fata Morgana

mit dem falschen Wasser, das in Wirklichkeit gespiegelter Himmel ist. Aber auch alle organischen Augen – wie die des Menschen – sind aus variabler Materie und sogar die Technik kommt seit etwa dreißig Jahren allmählich darauf, dass man mit variablen Materialien viel mehr machen kann als mit den homogenen Klötzern aus Glas und Metall.

Z.B. Tarnkappen. Es ist tatsächlich möglich Zylinder (oder Kugeln) aus variablen Materialien so zu konstruieren, dass Licht, welches vorn auf den Zylinder fällt, um diesen herum- und hinten so herausgeleitet wird, als sei gar nichts gewesen. Der Zylinder und das, was drin ist, z.B. ein Mensch, bleiben unsichtbar. Der Haken dabei ist nur, dass diese Tarnkappen von der Farbe des Lichts abhängen. Z.B. könnte man eine Tarnkappe bauen, die bei gelbem Licht gut funktioniert, aber bei blauem weniger, so dass bei weißer Beleuchtung das zu tarnende Objekt wie ein lila Zombie erscheint. Tarnkappen anderer Art werden manchen Militär-Flugzeugen aufgesetzt:

Bild: Tarnkappen-Bomber

Die Flugzeuge werden mit Materialien beschichtet, die Radar-Strahlung absorbieren, was den Vorteil hat, dass sie von der Radar-Überwachung nicht erkannt werden, aber den Nachteil, dass sie nicht schnell und nicht bei Regen fliegen können, weil die strahlungsabsorbierenden Materialien ziemlich weich sind.

Z.B. Dielektrische Spiegel. Über mehrere tausend Jahre wurden Spiegel aus Metall hergestellt. Noch heute sind die meisten Spiegel Glasscheiben, auf deren Rückseiten Aluminium aufgedampft ist, also ein Metall. Viel besser sind aber Spiegel, die nur aus Glas bestehen, allerdings aus verschiedenen Glas-Sorten, die in bestimmter Weise übereinander gelegt werden:

Bild: dielektrischer Spiegel

Diese werden bisher fast nur in Forschung und Technik verwendet, aber es gibt sie auch schon für den Haushalt. Wer auf sich hält, hat einen solchen Spiegel in der Garderobe hängen und reibt allen Besuchern unter die Nasen, dass das kein banaler, sondern ein dielektrischer Spiegel ist.

Z.B. Lichtleiter, wie sie zur Nachrichten-Übermittlung verwendet werden. Der gewöhnliche Lichtleiter besteht aus einem inneren Glasfaden mit hohem Brechungsindex. Um diesen Faden (core) wird ein Glasmantel (cladding) mit niedrigem Brechungsindex gelegt:

Bild: Bestandteile eines Lichtleiters

Schließlich kann man um das Ganze noch Staniol-Papier wie um Schokolade wickeln, aber das ist nicht wesentlich. Vor ein paar Jahren sind Leute darauf gekommen, dass die Zwei-Schichten-Glasfaser nicht das Beste ist, dass man viel bessere Lichtleiter bekommt, wenn man den Wechsel vom hohen zum niedrigen Brechungsindex nicht sprungweise, sondern kontinuierlich gestaltet.

Im Unterschied zur strahlungsenergie-speichernden Kugel habe ich Tarnkappen, dielektrische Spiegel und Lichtleiter nicht erfunden. Doch wie man das und mehr genau ausrechnet und optimiert steht in „Electromagnetic Waves in Variable Media“. Ich meine, das ist neu; denn mehrere spezialisierte Berichterstatter haben über meiner Arbeit gesessen und sich darüber erregt („arrogant author!“), bevor sie in der Zeitschrift für Naturforschung veröffentlicht wurde.

Ich habe das alles analytisch gemacht, d.h. nur mit ein paar Stück Papier, einem Schreibstift und dem angeborenen Stroh-Computer; ein externer Halbleiter-Computer war nicht erforderlich. Die Grundlagen sind eindeutig definiert und die Folgerungen absolut streng (nicht so ein Scheiß wie in der Justiz).

Zum Schluss zurück zum mordgierigen Selbstmord-Islamisten: Ich habe noch einen anderen Tipp für ihn als den mit strahlungsenergie-speichernden Glas-Kugel. Er soll sich als Neonazi ausgeben! Dann bekommt er regelmäßig ein hübsches Monatsgehalt vom deutschen Staat, Sprengstoff von der Bundeswehr und kein Verfarcungsschutz-Agent, Polizist oder Staatsanwalt stört ihm beim Ballern oder beim Bomben-Schmeißen.

Ulrich Brosa

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