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Die durchschnittliche Juristen-Dreckschleuder Peter Beuth

11 Februar 2010


[Als Dritter von links neben dem Kundus-Kriegsminister Franz-Josef Jung steht der Jurist Peter Beuth, Abgeordneter im hessischen Landtag, Generalsekretär der hessischen CDU, gewählt auf dem Landesparteitag 2009 in Marburg mit 93,1%.]

Am 11. Februar 2010 wurde der neue Untersuchungsausschuss zur hessischen Steuerfahnder-Affäre konstituiert. Vier eifrige Steuerfahnder sind, als sie Fälle möglicher Steuerhinterziehung nicht ununtersucht lassen wollten, im Auftrag der hessischen Landesregierung (CDU) in verleumderischer Weise für „paranoid-querulatorisch“ erklärt und aus dem Staatsdienst entfernt worden.

„Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, sagte der Obmann der CDU-Fraktion, Peter Beuth, vor der konstituierenden Sitzung. Es habe sich um „querulatorische, sich selbst überschätzende Durchschnittsbeamte gehandelt“. Quelle: Hessischer Rundfunk am 11.2.2010.

„Querulant“ ist das Wort der Juristen für Untermensch. Im Dritten Reich wurden „Personen mit querulatorischen Neigungen“ durch das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 1.1.1934 erfasst und konnten nach dem Gesetz über die Behandlung Gemeinschaftsfremder vom 1.1.1944 als Personen, die „aus Unverträglichkeit oder Streitlust den Frieden der Allgemeinheit hartnäckig stören (Störenfried)“ polizeilich überwacht, in Anstalten untergebracht und sogar mit Todesstrafe bestraft oder unfruchtbar gemacht werden.

Die Gesetze sind 1945 aufgehoben worden. Nichtsdestoweniger wird das Q-Wort bis auf den heutigen Tag vorzugsweise von Juristen gebraucht um Menschen verächtlich zu machen, die ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausüben. Für die Einsperrung in psychiatrischen Krankenhäusern, Entmündigung und Existenzvernichtung reicht es noch heute. Fast alle, die gewagt haben mit der teuren Obrigkeit nicht ganz zufrieden zu sein, sind mit dem Q-Wort bedacht worden.

Ist Peter Beuth ein Untermensch? Nein. Seine Diffamierungen soll er in kleinerer, doch wahrer Münze bezahlt bekommen: Er ist eine durchschnittliche Juristen-Dreckschleuder.

Ulrich Brosa