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Splittergranate mit dem Streifenwagen in die Polizeifestung geschmuggelt

25 Oktober 2010

Polizeidirektion Marburg

[Offiziell wird die Polizeifestung Marburg Polizeidirektion genannt. Das Wichtigste daran ist die hermetische Absperrung durch hohe Zäune ringsum.]

Am 16.10.2010 spülten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Allna die heimischen Bäche – etwa so, wie es die Wasserspülung beim WC tut. Dabei kam ein länglicher verrosteter Gegenstand zum Vorschein, Durchmesser 75 mm. Die Kameraden glaubten, das sei ein Teil einer landwirtschaftlichen Maschine, bis ein Spaziergänger aufklärte, dass es eine USA-Granate aus dem 2.Weltkrieg ist. Die Kameraden riefen die Polizei. Ein Streifenwagen kam. Die Beamten ergriffen die Granate und verbrachten sie in die Polizeifestung Marburg. Professionell war das nicht. Eigentlich hätte der Kampfmittelräumdienst gerufen werden müssen. Der hätte die Granate entschärfen und den Sprengstoff in das Depot in Cyriaxweimar bringen müssen.

Nicht auszudenken sind die tiefe Bestürzung und die herzliche Trauer des ganzen Landkreises, wenn die Granate in der Polizeifestung explodiert wäre. Wäre die Granate indes im Streifenwagen losgegangen, hätten auch unschuldige Passanten, die sich zufällig in der Nähe des Polizeiautos aufhielten, zu Schaden kommen können. Darauf wies der stellvertretende Wehrführer Marco Wagner von der freiwilligen Feuerwehr Allna die heimische Presse hin.

Polizei-Pressesprecher Ahlich wollte das nicht auf der Polizei sitzen lassen. Er konterte, es sei erfahrener Kollege gewesen, der die Granate in den Streifenwagen gepackt hätte. Der Polizeisprechers Konter rief aber nur noch heftigere Widerworte des Wehrführers hervor:

Die Polizisten seien nur fünf Minuten vor Ort gewesen und hätten gesagt, sie wüssten auch nicht, worum es sich bei dem Gegenstand handele. Um so irritierter seien die Kameraden gewesen, als die Beamten die Granate ohne Weiteres mitgenommen hätten.

Die Episode zeigt, dass sogar in einem hinterwäldlerischen Landkreis, wie es Marburg-Biedenkopf ist, die Autorität der Polizei zerbricht. Das ist gut so. Denn die Dummheit und Verlogenheit der Beamten gefährdet die Allgemeinheit. Polizeisprecher Martin Ahlich beispielsweise hätte längst von seinem Posten entfernt werden müssen.

Polizei-Pressesprecher Martin Ahlich

Beispiele seiner Fehlleistungen:
Die Polizei – dein Feind und Hetzer
Der Überfall mit dem Beil
NPD-Nazis sind Schlachtschweine der Staatsnazis

Die Missstände bei der Polizei sind nicht neu. Neu ist nur, dass sie nicht mehr unter dem Teppich gehalten werden können. Sogar die heimische Presse hat entdeckt, dass sich mehr Abonnenten für polizeikritische Artikel interessieren als für die alte Unterwürfigkeit unter die Polizeiführer.

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Polizeipräsident Manfred Schweizer unterstützt Verleumder

8 Oktober 2009


(Wie sein Ex-Chef, der ehemalige Landespolizeipräsident Eberhard Pilz, liebt es Polizeipräsident Schweizer sich mit Damen aus eigener Behörde zu umgeben.)

Eigentlich sollte am 9.10.2009 einmal mehr über mich gerichtet werden – im Landgericht Marburg wegen Beleidigung des Oberstaatsanwalts Willanzheimer und wegen übler Nachrede über den Staatsschützer KOK Peter Seim. Der Termin wurde am 16.6.2009 vom damaligen Vorsitzenden der 8.Strafkammer Dr.Wolf festgesetzt. Am 1.7.2009 wurde der Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts geändert. Neuer Vorsitzender der 8.Strafkammer (Aktenzeichen 8 Ns!) wurde der neue stellvertretende Landgerichtspräsident Winter. Der hat kurzfristig beschlossen den Termin vom 9.10.2009 aufzuheben. Ich habe deswegen heute, am 8.10.2009, Post von einer Justizfachangestellen des Landgerichts bekommen.

Wegen Beleidigung des OStA Willanzheimer hätte sowieso nicht verhandelt werden können, weil Willanzheimer seinen Strafantrag zurückgezogen hat. Es wäre nur noch um den Staatsschützer Seim gegangen. Ihm soll ich übel nachgeredet haben, indem ich an seinen Vorgesetzten Konrad Stelzenbach, jetzt Chef der Marburger Polizeidirektion, schrieb:

Ich [habe] miterlebt, wie er zwei spektakuläre rechtsextremististische Propaganda-Delikte bagatellisierte und Gewalt gegen Personen ausübte, von denen keine Gewalt ausging.

Nach einer Hausdurchsuchung am 4.1.2007 hatte Seim mich in die Polizeifestung Marburg-Cappel vorgeladen. Zuvor hatte ich schlechte Erfahrungen mit Seim gemacht. Mit meinem Brief an Stelzenbach habe ich mir verbeten weiter von Seim traktiert zu werden.

Stelzenbach gab meinen Brief an KHK Jakobi weiter. KHK (Kriminalhauptkommissar) ist mehr als KOK (Kriminaloberkommissar). Jakobi ist meines Wissens Chef des Marburger Staatsschutzes und damit unmittelbarer Vorgesetzter des KOK Seim. Beide zusammen kungelten ein Ermittlungsverfahren gegen mich aus. Jakobi schrieb am 5.6.2009 die Strafanzeige, Seim stellte am 6.6.2009 den Strafantrag. Üble Nachrede ist ein so genanntes Antragsdelikt, das ohne Erklärung des angeblich Verletzten: Ja, ich will, dass mein Verletzer bestraft wird nicht verfolgt werden kann.

PDFs der Originaldokumente auf www.althand.de/beleidi.html.

KOK ist für einen Kriminalen sehr wenig. In Seims Alter drückt dieser Titel sogar Geringschätzung aus. Auch KHK ist nicht viel. Jakobi überlegte, wie er seinem Ermittlungsverfahren mehr Nachdruck verleihen könnte, und hatte am 15.6.2007 die Lösung gefunden: Bei Amtsträgern dürfen nicht nur die Verletzten Strafantrag stellen, sondern auch deren Vorgesetzte. Jakobi bekniete den Polizeipräsidenten Schweizer. Der sollte Strafantrag gegen mich stellen. Kein Richterlein würde wagen einem Polizeipräsidenten zuwiderzuhandeln. Schweizer ließ sich beschwatzen, tat das tatsächlich am 21.6.2007 und wurde damit – wie schon Jakobi – zum Unterstützer eines Verleumders.

Es steht jetzt schon fest, dass die eine Hälfte meiner Behauptung

Gewalt gegen Personen ausübte, von denen keine Gewalt ausging

stimmt und dass Seim das wusste, als er Strafantrag gegen mich stellte.

Im Amtsgericht Kirchhain wurde schon 2004 über mich gerichtet, und zwar auch schon wegen angeblicher falscher Verdächtigung des KOK Seim. In einer Verhandlungspause traten Jörg, Simone und Espi aus der Projektwerkstatt Saasen vor die anderen Zuschauer. Sie zogen ein Stück Stoff auseinander, so dass es wie der Rahmen eines Fernsehers aussah, und wollten Mars-TV spielen: Jeweils zwei halten den Rahmen gespannt, während einer als Fernsehsprecher vom Mars den Marsianern den Irrsinn auf dem Planet Erde erklärt. Am 4.11.2004 hatten Simone, Espi und Jörg noch nicht den Rahmen gespannt, als der damalige Amtsgerichtsdirektor Laudi, ein Gerichtswachtmeister und der Zeuge Seim über sie herfielen und sie mit Knüffen, Zerren und Stoßen bearbeiteten. Dragan Pavlovic fotografierte die Szene. Als Dragans Blitz blitzte, wandten sich Laudi, Seim und der Gerichtswaldmeister von den Projektwerkstättlern ab und fielen über Dragan her, bis sie seinen Fotoapparat hatten und das Prügel-Bild von sich löschen konnten.

Der Vorgang ist wegen des irrsinnigen Verhaltens der daran beteiligten Justiz- und Polizeiangehörigen weithin bekannt geworden. Jörg Bergstedt als Verletzter zeigte ihn der Staatsanwaltschaft an. Weder Staatsanwaltschaft noch Generalstaatsanwaltschaft stellten in Abrede, dass Seim Gewalt gegen Personen ausgeübt hatte, von denen keine Gewalt ausging. Es gab und gibt zu viele Zeugen. Die Staatsanwaltschaften behaupteten nur, Seim und seine Komplizen hätten nicht rechtswidrig gehandelt, was übrigens auch noch rechtsbeugerisch ist.

Es ist also jetzt schon aktenkundig, dass Polizeipräsident Manfred Schweizer einen Verleumder, nämlich den Staatsschützer Peter Seim, unterstützt hat.

Man konnte von Schweizer nichts andres erwarten. Schweizer diente unter dem sächsischen Landespolizeipräsidenten Eberhard Pilz als Polizeipräsident von Dresden. Als die Polizeiführung in Sachsen unhaltbar wurde, verschaffte Volker Bouffier (CDU) dem Ex-Hauptstadt-PP einen Posten in der hessischen Provinz. Schweizer seinerseits zeigte alsbald auch hier, was in ihm steckt. Er formierte eine „Einsatzgruppe“ um die Gießener Innenstadt zu reinigen – von missliebigen Menschen, versteht sich.

(Einsatzgruppe bei der Arbeit)

Ursache des Konflikts war die Hausdurchsuchung am 4.1.2007

bei mir. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat sich nach zweieinhalbjährigen Auseinandersetzungen entschlossen den Widerstand der Marburger Staatsanwälte Zmyj-Köbel und Ungefuk zu brechen, deren Einstellungsbescheide aufzuheben und Anklage gegen zwei Polizeibeamte der Operativen Einheit Marburg zu erheben, die die Hausdurchsuchung bei mir am 4.1.2007 durchführten, besonders gegen den Chef der Operativen Einheit Marburg KHK Rink.

Ursprung dieses Konflikts wiederum waren unaufhörliche Randalen in Amöneburg/Hessen, von denen viele betroffen waren. Als ich nachsah, wer das tat, geriet ich an Mitglieder heimischer Vereine – Gewalttäter e.V., die (neo)nazistische Symbole vorzeigen, und mit krimineller Skrupellosigkeit von der heimischen Polizei und Justiz unterstützt wurden. Staatsschützer Jakobi ermittelte in der Polizistensohn-Affäre.

Ulrich Brosa