Fußball – massenhafter Schwachsinn

Bild: Sebastian Schweinsteiger, Schweini genannt

[ Möchten Sie mit diesem Mann zu einer Nazion gehören? ]

Wenn irgendwelche Schweinis und Ronaldos auf einem ebenen Platz – sagen wir: am Rand einer Mülldeponie – ihre Aggressionen abreagieren, indem sie auf einen Ball eintreten, können sie das meinetwegen tun. Sie können es tun, solange sie mich damit nicht beläppern. Es gibt Schlimmeres: z.B. den Motor-Sport oder als Spitze des Schwachsinns den Schieß-Sport.

Fußball ist Massen-Verblödung. Er fördert den Rechtsextremismus, die Kriminalität insgesamt und den faschistischen Staat. Darum gehören zwei Dinge zusammen, die andernorts getrennt gehalten werden:

1) die Fußball-Europa-Meisterschaft,
2) André Sommer, der am 10.6.2012 angeschossen wurde.

Sommer wäre an sich uninteressant, wenn er nicht die Entwicklung des modernen Fußball-Sports beispielhaft vorgezeichnet hätte.

Zu DDR-Zeiten war der Berliner Fußball-Club Dynamo (BFC) ein Stasi-Verein, Erich Mielkes Liebling, und öfter deutscher Meister als Bayern München, indes in der DDR. Schon damals war der BFC ein Sammelbecken für Neonazis und somit ideal für André Sommer. Nach der Wende wurde der BFC von gewalttätigen Neonazis ganz und gar vereinnahmt. Ausgerechnet Sommer trat da als Ordner auf. Er brachte es bis zum Vorsitzenden. Passend zum BFC eröffnete Sommer die Neonazi-Kneipe „Berliner Fußball-Café“ in Berlin-Lichtenberg.

Andre Sommer als Ordner des BFC

[Rechts André Sommer im Stadion des BFC Dynamo. Der Herr links trägt die Neonazi-Mehrheitsfrisur. Sommer dagegen hält sich für Odin persönlich.]

So kommt Odin in Saasen/Hessen vor:

Bild: Odin statt Jesus

Auf den Straßen in Marburg sieht man regelmäßig Typen mit T-Hemden „Odin statt Jesus“: Dieser Jesus war ein dem kapitalistischen System verpflichteter Halbjude! Einem ächt thoitschen Volxgenossen ist das nicht zumutbar.

Zurück nach Berlin:

Bild: Odin als Bademeister

[Odin zeigt hier den Bademeister-Gang. Stolz aufrecht schreitend, weil er sonst wegen seiner Wampe nach vorn umfallen würde, watschelt er, die schwächlichen Ärmchen seitlich abgespreizt. Er muss mit den Händen in der Luft paddeln, damit er überhaupt vorwärts kommt; daher die Handrücken nach vorn. Sommer ist eine Witzblatt-Figur. Ihn abzuknallen war keine Meisterleistung. Jede Frau, die halbwegs regelmäßig Yoga übt, hätte ihn umschmeißen können.]

Bald übernahm Sommer auch den rechtsextremen Kram-Laden „Kategorie C“ am Prerower Platz.

Bild: rechtsextremer Kram-Laden Kategorie C

[„Streetwear“ sind Neonazi- und Hooligan-Klamotten]

Wer es noch nicht weiß: „Kategorie C“ ist Polizei-Jargon:

* Kategorie A umfasst konsumorientierte Fußball-Fans – Weicheier
* Kategorie B umfasst gewaltbereite Fußball-Fans – Warmduscher
* Kategorie C umfasst gewaltsuchende Fußball-Fans

Ein echter Fußball-Fan will selbstverständlich Kategorie C sein.

So sieht Kategorie C in Amöneburg/Hessen aus:

Bild: hessischer Neonazi mit RANDALE-T-Hemd

Ohne Bierflasche geht es nicht. Dass hier ein Neonazi posiert, ist an der Form der Beschriftung ersichtlich. Dazu ist Schwarz-Weiß-Rot unentbehrlich.

Zum Angebot an Neonazi-Kram gehören regelmäßig Tattoo und Piercing. Wer damit Geld verdient, missbraucht die Torheit der Unterschicht. Welcher Mensch, der noch ein wenig Verstand hat, lässt sich seine Haut freiwillig kaputtmachen?

Hier das Tattoo eines BFC-Fans:

Bild: Tattoo eines BFC-Fans

[„Meine Ehre heißt Treue“ war die Parole der SS. In der Praxis läuft sie auf die bedingungslose Unterwerfung unter einen Führer hinaus. An dieser Stelle sieht sich Odin/André.]

Damit keinerlei Zweifel über Sommers Weltanschauung aufkommen können, eröffnete er das Gasthaus „Germanenhof“ in der Zingster Straße

Bild: André Sommers Germanenhof

mit angeschlossenem Neonazi-(Online-)Shop „Odins Klinge“, wo man ächt germanische Waffen und ächt germanischen Porno kaufen kann.

Ähnliches gibt es in jedem zweiten hessischen Dorf.

Bild: TSV 1888 in Amöneburg

Die Vereine heißen FV 1919 und TSV 1888, die Gastwirtschaften „Germania“ oder „Germanenkrug“.

Zurück nach Berlin:

Als der BFC so herunterkam, dass seine Anhängerschaft zu kümmerlich wurde, trat Sommer den Hells Angels bei. Der gefürchtete President der Berliner Nomads sorgte dafür, dass auch Berliner Höllen-Engel mit einwandfreier Neonazi-Symbolik ausgestattet wurden. Z.B. das Vereinsheim in Berlin-Hohenschönhausen:

Bild: Brigade 81 der Hells Angels Nomads

Selbstverständlich Schwarz-Weiß-Rot. Unverwechselbar sind die Ziffern, die sich Sommers Brigade 81 von Combat 18 (= Kampfgruppe Adolf Hitler) ausgeliehen hat:

Bild: Combat 18 Logo

Ich zeige das Logo des bewaffneten Arms der Neonazi-Organisation Blood and Honour (= Blut und Ehre) mit größtem Widerwillen: Der Totenkopf ist der der SS-Totenkopfverbände, die Millionen wehrloser Menschen ermordet haben. Indessen gibt es keinen deutlicheren Beweis für die Beziehungen zwischen den Hells Angels, die Sommer befehligt, und terroristischen Neonazis. Der NationalSozialistische Untergrund bestand auch aus Blood-and-Honour-Fans.

Zum Zweiten trägt Sommer dazu bei, dass seine Freunde und Gesinnungsgenossen bei der Polizei immer mehr zu einer paramilitärischen Truppe aufgerüstet werden. Wie, so lautet der Vorwand, soll die Polizei sonst mit den fettbäuchig watschelnden Rockern fertig werden?

Fußball ist heute das, was Sommer und seine Kumpels beim BFC lange vor 2000 vorgeführt haben. Bei der gegenwärtigen Fußball-Europa-Meisterschaft:

Maciej schaut auf sein Bier. Er sitzt in einer kleinen Kneipe, einer Fan-Kneipe, direkt unter der Weichsel-Brücke Poniatowskiego. Es ist kurz vor 1 Uhr, viele der polnischen Fans feiern immer noch ausgelassen den Punktgewinn gegen Russland. Maciej nicht. Er denkt darüber nach, was er vor dem Spiel getan hat. Als er einer wehrlosen Frau mehrfach in den Unterleib trat, einen kleinen Jungen mit der Faust ins Gesicht schlug. […] „Sie haben es alle verdient. Das sind dreckige Russen“, sagt der 16-Jährige, der eher aussieht wie Mitte 20, ohne eine Spur von Reue. Er hat dunkel gebräunte Haut, einen großen Bizeps und breite Schultern. Sein Kopf ist bis auf wenige Haarstoppel kahl rasiert. Auf seinem linken Unterarm ist ein Hakenkreuz mit blauer Farbe tätowiert.

Spiegel 13.6.2012

Wir erkennen hier die alleinige Grundlage des Nazitums: Schwachsinn plus Aggressivität. Wenn er blödsinnig und gewalttätig genug ist, wird sogar ein Pole zum Neonazi.

Wer heute noch einen Euro für Fußball ausgibt, macht sich mitschuldig.


Nun fragt man bang: Wo sind Alternativen? Es gibt sie, doch sind sie äußerst selten.

Bild: Grigori Perelman

Das russische Jahrhundert-Genie Grigori Perelman hat sein Preisgeld von einer Million Dollar (816 000 Euro) für die Lösung eines der größten Mathe-Rätsel der Menschheit abgelehnt. Schon 2006 sollte Perelman in Spanien dafür die Fields-Medaille bekommen, eine Art Nobelpreis für Mathematik. Doch auch diese Auszeichnung hatte er abgelehnt. […] Den EMS-Preis der Europäischen Mathematischen Gesellschaft, den er 1996 zugesprochen bekam, lehnte er ab.
[…]
Einmal traf er in einem Supermarkt in Berkeley einen Kollegen aus Israel, Zlil Sela, den er von früher her kannte. Er nahm den eben erst in Kalifornien angekommenen Israeli zur Seite und redete eine halbe Stunde lang beharrlich auf ihn ein. Thema seiner Predigt: Autos seien unnötig, sollten vermieden werden, und Sela solle sich auf keinen Fall eines kaufen. Sela verbrachte die nächsten zwei Jahre in Berkeley und erlebte Perelman als zugänglichen Kollegen, der sich intensiv, aber nicht ausschliesslich mit Mathematik befasste. Er sei an vielem interessiert und durchaus nicht unkommunikativ oder unsozial gewesen. […] Seiner Abneigung gegen Autos entsprechend, ging Perelman meistens zu Fuss, seine Bücher auf dem Rücken tragend. Die Haare trug er lang, die Fingernägel liess er ungeschnitten. Dies war nicht einfach eine Marotte, sondern entsprach seiner Überzeugung, dass die Natur Haarschnitt und Nagelpflege nicht vorgesehen habe.
[…]
Einige Wintermonate verbrachte er mutterseelenallein in einer Datscha eines Freundes. Dieser kam bloss ab und zu, um Nahrungsmittel und Heizmaterial zu bringen. Perelman kam die Ungestörtheit in der bitterkalten Einöde gerade recht, denn er musste keinen Unterricht geben und hatte auch keine anderen Verpflichtungen. [… Er] wohnt er nun wieder am Stadtrand von St. Petersburg bei seiner Mutter. […] Nachdem er seine Stellung beim Steklow-Institut 2005 gekündigt hat, ist Perelman derzeit ohne feste Anstellung.[…] Mikhail Gromow, einer der bedeutendsten lebenden Mathematiker vom Institut des Hautes Études Scientifiques bei Paris, der mit Perelman eng zusammenarbeitete, versucht zu erklären: «Grigori ist über den Niedergang ethischer Normen in der Gesellschaft und in der Mathematik sehr betrübt. Da er sich nicht in Kontroversen einmischen will, hat er seine menschlichen Kontakte sehr eingeschränkt.»

Ulrich Brosa


Einige Bilder aus MOTIV RECHTS 2
Einige Zitate Perelman betreffend aus Neue Züricher Zeitung 23.7.2006, Handelsblatt 1.7.2010

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50 Antworten to “Fußball – massenhafter Schwachsinn”

  1. LeserIn Says:

    Die Potsdamer Ortsgruppe der Hells Angels hat sich aufgelöst. Auf der Internetseite der Rocker heißt es: „Das Charter HAMC Potsdam ist aufgelöst und die dazugehörigen Support Clubs.“

    Dem am vergangenen Sonntag mit sechs Kugeln niedergeschossenen Chef der Berliner Hells Angels Nomads (André Sommer) soll es inzwischen besser gehen. … Am Samstag gab es keine neuen Erkenntnisse. Auch die Höllenengel haben nach eigenen Aussagen keine Ahnung, wer auf den 47-Jährigen geschossen hat, schließen aber einen Angriff aus den eigenen Reihen aus.

    Weiter gerätselt wird auch darüber, wie ein Verbot der Hells Angels-Gruppe in der Hauptstadt vorzeitig bekannt werden konnte. … Von der Verbotsverfügung hätten im Vorfeld unter anderem Mitarbeiter der Polizeipressestelle, Mitarbeiter von Bundesinnen- und Justizministerium sowie der Innenbehörde in Brandenburg gewusst.

    Hamburger Abendblatt 16.06.12

    Verboten wurden nicht die Berliner Hells Angels Nomads, deren „President“ André Sommer ist, sondern der MC City Berlin, wo zuletzt der Türke Kadir Padir President war.

  2. LeserIn Says:

    Rassismus im Fußball

    Ärger gab es hingegen für den deutschen Nationalspieler Mesut Özil, der sich nach rassistischen Anfeindungen gegen seine Person im Internet juristisch zur Wehr setzt. „Wir haben Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Nach unserer Auffassung darf man so etwas nicht einfach stehen lassen. Wir wollen, dass der oder die Täter ermittelt werden. Schließlich soll so etwas nicht zur Nachahmung anregen“, sagte Özils Düsseldorfer Rechtsanwalt Sascha Beumer dem „Kölner Express“.

    Über ein falsches Twitter-Profil hatten Unbekannte den Mittelfeldspieler mit türkischen Wurzeln während des vergangenen EM-Gruppenspiels der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag in Lwiw gegen Dänemark (2:1) rassistisch beleidigt. Rund 3000 Einträge waren dort aufgeführt, in denen gegen den Mittelfeldspieler von Real Madrid gehetzt wurde.

    SPIEGEL 18.06.12

    3000 (in Worten: dreitausend) Einträge!

  3. publikative Says:

    …………. tobt in Aachen ein Kampf ein von organisierten Nazis und Hools angezettelter, gewalttätig geführter Kampf um die Vorherrschaft im Stadion. Kein Wort dazu vom DFB. Und am Sonntag beleidigte eine Gruppe Lauterer Rechtsradikaler den israelischen Profi Itay Shechter im breitesten Pfälzisch als “Dreggsjudä”. Um Missverständnissen vorzubeugen: Beide Vereine haben …………….
    http://www.publikative.org/2012/02/28/fusball-schwachsinn-dfb/

  4. R.Meier Says:

    Ja und manche kaufen sich zu viele Deutschlandfahnen. Sie tun sich Schriftzüge aufs Auto mit dem Inhalt: „Waffenschmiede Rüsselsheim“.

    • bloegi Says:

      Derjenige, welcher „Waffenschmiede Rüsselsheim“ auf sein Auto geklebt hat, ist unter Garantie Neonazi. Rüsselsheim (mit einer Wolfsangel im angeblichen Stadtwappen) ist Stammsitz der Opel AG. Opel wurde zur Zeit der Weimarer Republik an General Motors verkauft. Im Dritten Reich wurde General Motors enteignet. Der Betrieb in Rüsselsheim produzierte Waffen. Heute sind Opel-Fahrzeuge bei Neonazis gern gesehen, und zwar wegen des Opel-Logos, dem Opel-Blitz. Der Opel-Blitz sieht aus wie eine liegende Sig-Rune und das finden Neonazis natürlich schön.

      • R. Meier Says:

        Bloegi, brauchst mir nicht erzählen, mein Uropa war Fabrikbesitzer (ein Ingenieur) und in Rüsselsheim angelernt für das Werk Leipzig vor dem zweiten Weltkrieg. Die Familie zog es vor in Frankfurt am Main zu verbleiben.

  5. Dragan Says:

    Nun ja, es hieß schon im alten Rom „Brot und Spiele“ und wenn man nun die Bevölkerung betäuben möchte, dann investiert man viel Geld in aufwändig betriebene, öffentliche Spiele.

    Ich wurde _außerhalb_ eines Stadions, gleich daneben, der Lautstärke gewahr die IM Stadion herrschen muß (draußen war es schon unterträglich). Der Lärm ist so ohrenbetäubend, dass ich mich Frage, wie die Fußballspieler überhaupt sich konzentrieren können.

    Für einen besseren Fußball sollte eigentlich im Stadion bedächtige Stille herrschen – auf dem Tennisplatz geht es doch auch.

    Dass Fußball also etwas mit einem entgrenzenden Gruppengefühl von unendlicher Grölerei und Individualitätsverlust zu tun haben muß, ist also anzunehmen.

  6. bloegi Says:

    Das bisschen Hampeln, das diese 22 Typen unten auf dem Rasen vorführen, ist nur ein Vorwand. Zentraler Begriff des modernen Fußball-Sports ist die DRITTE HALBZEIT

    hochgeladen von „Odinssohn77“. Der hat sich nur mit Mühe verkniffen sich „Odinssohn88“ zu nennen.

  7. bloegi Says:

    Ein paar exakte Bemerkungen über die Anbindung des hessischen Fußball-Sports an das hessische Neonazitum:

    Der TSV 1888 Amöneburg e.V. lässt im Namen seiner Internet-Domain „tsv-amoeneburg.de“ schamhaft „1888“ weg. Doch wer hostet die wunderbaren Internet-Seiten? Ein Kleinst-Provider
    http://www.webattractive.de in Kirchhain. Wer ist der Inhaber des wunderbaren Unternehmens? Ein gewisser Thomas Olczak, den ich – leider – aus Amöneburg kenne.

    Schaut man mit Google nach „Berger 88“ kommt man zuerst auf
    http://www.althand.de/bumsberg.html .
    Dabei wird jedoch vernachlässigt, dass der Berger-88-e.V. eine eigene Internet-Domain hat, nämlich berger88.de. In dieser Domain gibt es nur eine öffentlich zugängliche Seite, i.e.
    http://www.berger88.de/ ,
    wo ohne Scham die „8“ von Combat 18 (= Kampfgruppe Adolf Hitler; siehe oben im Artikel) vorgezeigt wird. Deutlicher kann das Bekenntnis zum terroristischen Rechtsextremismus nicht sein.

    Wer ist laut DENIC persönlicher Inhaber der Domain berger88.de? Thomas Olczak! Es versteht sich von selbst, dass die Domain berger88.de von Olczaks Unternehmen „Webattractive“ gehostet wird.

    Die Internet-Seiten in der Domain tsv-amoeneburg.de sind selbstverständlich im dezenten Schwarz-Weiß-Rot-Design gehalten. Besonders eifrig schreibt sich dort aus „gekleindopf“, wohinter sich Gerhard Kleindopf verbirgt. (Er heißt wirklich „Kleindopf“ – keine Satire.) Kühn Spekulierende gehen nicht fehl, wenn sie vermuten, dass der Name „Kleindopf“ auch in der Vereinsakte des Berger-88-e.V. vorkommt.

    Noch eins: Das „Ladengeschäft“ von „Webattractive“ befindet sich direkt neben dem Amtsgericht Kirchhain – dort, wo bis vor kurzem die Südstaatenflagge wehte.

    Alles nachprüfbar mit DENIC und GOOGLE und der Vereinsakte des Berger-88-e.V.

    • Hardy Says:

      […] Eintracht Frankfurt ist im übrigen jener deutscher Fußballverein mit den „gewalttätigsten Fans“. Die Frankfurter Eintracht darf deswegen das 1.Heimspiel in der Saison 2012/13 nur vor 20.000 Fans (Kapazität über 50.000) austragen, was zugleich in fast 50 Jahren 1.Bundesliga ein Novum bedeutet.
      […] Der Spieler des TSV 1888 Amöneburg, Markus Braun […] gibt in seinem Steckbrief folgendes an: Wohnort: Kirchhain (…aber „Berger“). http://www.tsv-amoeneburg.de/index.php?p=Einzelsteckbrief_Quer
      Der TSV 1888 Amöneburg ist somit der einzige Fußballverein in Deutschland […]

      • bloegi Says:

        Den letzten Satz habe ich zensiert, weil er nicht belegt ist. Bitte nach Möglichkeit einen Beleg nachliefern.

        Es ist wahr und nachweisbar, dass viele Fußball-Fans in Amöneburg die Frankfurter Eintracht verehren. Es ist aber nicht klar, wie viele es sind.

  8. LeserIn Says:

    Nun auch in der Süddeutschen Zeitung 28.06.12

    Deutsche Fans verwandeln seit der WM 2006 internationale Sport- und Musikwettbewerbe in schwarz-rot-goldene Jubelfeiern. Politiker begrüßen die Meere von Nationalflaggen als Zeichen eines harmlosen und unverkrampften Patriotismus. Sozialwissenschaftler halten das für eine gefährliche Fehleinschätzung.

    „Sieg, Sieg!“ Als diese Rufe deutscher Fans ausgerechnet durch das Stadion von Lemberg in der Ukraine hallten, wurde es vielen Zuschauern unheimlich. Als noch dazu die Reichskriegsflagge auftauchte, kritisierten das auch viele Menschen in Deutschland. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zeigte sich betroffen: „Als deutscher Patriot schäme ich mich, wie diese Leute unser Ansehen in Europa und der Welt versuchen zu beschädigen.“

    „Politiker begrüßen die Meere von Nationalflaggen als Zeichen eines harmlosen und unverkrampften Patriotismus.“ Da ist wieder das Anbiedern an den Mob an der rechten Kante. Der „deutsche Patriot“ Friedrich steht selbst weit rechts. Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied zwischen „Patriotismus“ und Nationalismus.

    Anmerkung zu Lemberg: In Lemberg wohnten vor der Eroberung durch die NS-Wehrmacht viele Juden. Die wurden bis 1945 praktisch alle ausgerottet.

    Insgesamt wurden in Lemberg und der Lemberger Umgebung während der Zeit des Nationalsozialismus ca. 540.000 Menschen in Konzentrations- und Gefangenenlagern umgebracht, davon 400.000 Juden, darunter fast alle jüdischen Stadtbewohner (ca. 130.000). Die restlichen 140.000 waren russische Gefangene.

    Sowjetische Kriegsgefangene („der Iwan“) wurden sowieso wie der letzte Dreck behandelt.

  9. Hardy Says:

    Volker Bouffier fordert nachhaltig die „Singpflicht“ für Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft. „Es geht hier um den deutschen Nationalstolz.“
    http://www.fnp.de/fnp/sport/fussball/bouffier-spricht-sich-fuer-die-hymnensingpflicht-aus_rmn01.c.9959724.de.html

  10. LeserIn Says:

    Kenntnisreiche Beschreibung einer Schlägerei, bei der Fans des FC Kaiserlautern erst von Fans der Eintracht Frankfurt, dann von Fans des BFC Dynamo „auf die Fresse“ bekamen. Kinder bekamen natürlich auch „auf die Fresse“.

    „original18“ meint: „nur noch lutscher unterwegs. Erst provozieren und denken die sind eh so weit weg und dann nicht die eier in der hose…“ In Erinnerungen schwelgt „BlueEyedDevil“: „könnte ich fast meinen alten pulli rausholen.“ Darauf steht, wie er verrät: „Mein Opa ein Nazi, Mein Vater bei der Stasi und ich beim BFC Dynamo.“

    taz 31.07.11

  11. Jacky Says:

    die deutschen Kriegsgefangenen wurden auch bestialisch gefoltert und getötet.Allein das aufinden dieser verstümmelten toten ließ deutsche Lanzer zu Gewalttaten gegen Russen hinreisen. Aber es gab keine von russen an deutschen praktizierte Folterungen wie Augen ausstechen und Genitalien abschneiden durch deutsche!!
    aber bei euch sind ja immer nur die deutschen die bösen!! beschäftigt euch mal mit der geschichte und wie das alles kam, nicht nur Guido knopp und konsorten glauben!!

    • bloegi Says:

      Ich lasse das mal als Illustration meines Spruches zu, dass es keinen Sinn macht zwischen Deutschen und Nazis zu unterscheiden, weil die Ausnahmen zu selten sind. Der Autor dieses gefühlvollen Kommentars hockt übrigens in Baden-Württemberg, wo Neonazis gemäß Statistik des Verfassungsschmutzes nahezu ebenso selten sind wie in Hessen.

      Zur Richtigkeit der im Kommentar erhobenen Behauptungen:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrechen_der_Wehrmacht
      Die gleichnamige Ausstellung hat dermaßen heftige Diskussionen unter den Historikern ausgelöst, dass anfängliche Fehler mittlerweile eliminiert sind.

  12. Maik Says:

    Also der komplette Artikel über André ist das lächerlichste was ich je gelesen habe.
    Und ich sage es immer wieder:
    „Wer keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten“.
    Was die Brigade 81 angeht::: Die 81 steht für „Hells Angels“ und nicht für eine beschissene Nazizahl, denn bei den Nazis wird keine 81 benutzt.

    Im Klartext: Erst denken, dann schreiben….
    Ich hoffe der Verfasser bekommt für diesen Artikel auf die Fresse

  13. R. Meier Says:

    Rostock gegen St. Pauli endet im Massenwahnsinn.

    Blendet bitte die Polizei aus, die halten sih oft nicht an Gesetze.

  14. R. Meier Says:

  15. LeserIn Says:

    SLEIPNIR heißt das sagenhafte achtbeinige Pferd Odins.

    Auf einer Realschule in Kirchberg im Hunsrück sorgten Schüler mit ihrem Abschlusslied für Aufregung. Auf ihrer Entlassungsfeier sangen sie ein Lied der Band Sleipnir – die Gruppe wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. … Nachdem das Video bei Youtube aufgetaucht war, verbreitete sich der Skandal schnell im Internet. Laut „Rhein Zeitung“ hatte ein Schüler den Clip ins Internet gestellt, mit dem Hinweis, die Lehrer wären über die Song-Auswahl informiert gewesen. …

    Rheinische Post 27.07.12

    Alles echt germanisch.

  16. bloegi Says:

    Foto vom „Vereinsheim“ der Brigade 81 (der Schläger-Truppe der Hells Angels Nomads) mit den Ziffern 1 und 8 von Combat 18 dem Artikel oben hinzugefügt.

    Die Homepage der Hells Angels Nomads ist mit Neonazi-Symbolik überfrachtet, vgl.z.B.
    http://www.althand.de/langenstein.html

  17. LeserIn Says:

    Auch die olympischen Spiele sind nur noch Schwachsinn und Ärgernis.

    Im Siegesrausch ließ sich der ARD-Kommentator bei Jungs Doppelgold in der Live-Reportage zu einem Spruch hinreißen, der stark an Adolf Hitlers Ankündigung „Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen“ vom 1. September 1939 vor dem Angriff gegen Polen erinnerte.

    Der Hitler-Spruch bei der ARD

    Sostmeier tönte: „Seit 2008 wird zurückgeritten. Wir holen uns Gold zurück, gnadenlos.“ Er bezog sich dabei auf die olympische Vorgeschichte im Vielseitigkeitsreiten. 2004 in Athen war den Deutschen nach dem Protest von Frankreich, Großbritannien und den USA gegen Bettina Hoys Start die bereits gewonnene Goldmedaille wieder aberkannt worden war. Das hätten sich die Deutschen gemerkt, meinte der ARD-Mann.

    FOCUS 31.07.12

  18. LeserIn Says:

    Das ist ja wie in Frankfurt (am Main):

    Dynamo Dresden hat das Sachsen-Derby beim Drittligisten Chemnitzer FC 3:0 (2:0) gewonnen … Kurz vor der Pause gelang Mickael Pote, der sträflich freistand, durch eine Direktabnahme nach einer Flanke von Filip Trojan die frühe Vorentscheidung zum 2:0. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sich einige wenige Chemnitzer Fans als erbärmliche Gastgeber präsentiert: Sie hatten den Beniner Pote mit Affenlauten verunglimpft.

    rp-online 21.08.12

    „Einige wenige Chemnitzer“: Wenige können es nicht gewesen sein, sonst wäre das U-U-U-… im allgemeinen Lärm untergegangen.

  19. LeserIn Says:

    „Die Polizei ist korrupt. Sie ist keine Lösung, sie ist ein Teil des Problems“

    Gewaltbereite Fangruppen terrorisieren die Stadien. Drogen und Korruption gehören zur Tagesordnung. Der Clubfußball in Argentinien steckt in der Krise.

    Mehr als 250 Menschen fielen dieser Gewalt bisher schon zum Opfer. Fangruppen kämpfen nicht nur gegen-, sondern auch untereinander. Es geht um das „schmutzige Geschäft“ wie Nizzardo sagt. „Wer will, kann heute Drogen auf der Tribüne kaufen.“ Und die kriminellen Geschäfte der „Barras bravas“ enden nicht am Stadiontor, auch der Schwarzmarkthandel ist fest in ihrer Hand. Zur Polizei geht niemand: „Die Polizei ist korrupt. Sie ist keine Lösung, sie ist ein Teil des Problems“, sagt Nizzardo.

    Finanziell unterstützt werden die Schlägertrupps von lokalen Politikern, die sich in den Armenvierteln gerne Privatarmeen zur Durchsetzung eigener Interessen halten.

    Ausgerechnet Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner lobte jüngst die „Leidenschaft“ mit der die Fans ihre Mannschaften unterstützen.

    SPIEGEL 02.09.12

    Angela Merkel gibt auch vor Fußball-Fan zu sein.

  20. LeserIn Says:

    „Waffenschmiede Rüsselsheim“ in der Praxis

    Rund 130 Fußballfans haben sich am Samstag auf einem Autobahn-Parkplatz nahe Rüsselsheim geprügelt. Zwei Menschen wurden verletzt. Fans aus Erfurt waren dort zufällig auf Düsseldorf-Anhänger getroffen.

    HR 16.09.12

  21. Marcel Says:

    was bist denn du für ein beschissener denunziant. du führst dich auf wie Gott und gibst dir selbst die messe. noch ein falsches Wort von dir und ich schlag dir in die fresse.du kleines feiges licht hast nur im netz die große fresse. Fussball verbieten und alles andere was dir antifaschistischen drecksack nicht gefällt. wo lebst du pisser bloß? solche Ratten wie du sind der Grund für übergriffe auf Familien und Patrioten. du bist nicht mal den Dreck unterm FingerNagel wert. und falls du mal richtig in deine beschissene Studentenfresse getreten haben willst fahr nach Berlin oder Chemnitz und hab da mal so das große maul wie im Internet. ha ha antifa. wir Kriegen euch alle

    • bloegi Says:

      Das ist ein typisches Neonazi-Posting. Ich lasse es zu, damit sich diejenigen, welche noch keine praktische Erfahrung mit dem Fußball haben, wie er heute wirklich ist, vorstellen können, was da los ist.

      „Marcel“ lügt natürlich nach Strich und Faden: „Berlin“, „Chemnitz“ etc.. Das Posting wurde mit der IP-Adresse 109.47.0.77 verschickt. Das ist eine Adresse der Vodafone D2 GmbH in Tiste / Niedersachsen zwischen Hamburg-Harburg und Bremen.

      • Roderic Says:

        Außerdem: Cuius regio, eius religio. Das heißt; „Messe“ kommt zwischen Berlin und Chemnitz im Sprachgebrauch nicht vor. Sachsens NPD-Chef Apfel ist da die Ausnahme. Netter Zufall: Er stammt aus Niedersachsen.

      • bloegi Says:

        Die Neonazis in Sachsen und Niedersachsen nehmen sich nichts. Der „Marcel“-Text, so dämlich er ist, ist nur geklaut und zwar von der angeblichen Musik-Gruppe „Blitzkrieg“ und deren so genanntem Album „Wir sind wieder da“

        Du führst dich auf wie Gott
        Und gibst dir selbst die Messe
        Noch ein falsches Wort von dir
        Und ich schlag dir in die Fresse

        usw.usw. Von den Böhsen Onkelz gibt es ähnlichen Schwachsinn. Gemeinsam sind allen diesen Äußerungen die Minderwertigkeitskomplexe vor allem wegen der intellektuellen Inferiorität.

        Woher stammt „Blitzkrieg“?
        http://flimmern.blogsport.de/2006/10/24/der-chemnitzer-fussballclub-und-seine-fans/

      • Roderic Says:

        Ich mache mir keine Illusionen über das Germanentum beiderseits des Limes. Was Blitzkrieg betrifft, nun, so spielt die Kapelle (capella) dann eben keine echte nazionalsozialistisch-sächsische Volksmusik. Im gottlosen Osten sind sakrale Bezüge auch unter Rechtsextremen gemeinhin no-go. Erlaubt ist nur ein bisschen nordisch-keltische Götterfolklore. Aber ja, es gibt tausen Gegenbeispiele. Vielleicht ist Marcel auch nur Pendler.

  22. LeserIn Says:

    Traurig, aber wahr: Nur der allerletzte […] kooperiert mit der Polizei. Steffen Rauchbach, einst „President“ einer Hells Angels Brigade 81, hat der Polizei blöde Märchen über seine einstigen „Brüder“ erzählt. Die Polizei hat ihrem verlogenen Spitzel geglaubt, hat unschuldige Menschen terrorisiert, große Sachen beschädigt und einen harmlosen Hund abgeknallt. Bilder von Rauchbach sind selten. Hier eine Zeichnung aus einem Gerichtssaal:

    http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/artikel/spitzel-luegner-kronzeuge.html

    und hier mit ein Video von dem, was die Polizei ‚dank‘ Rauchbach kaputtgemacht hat:

    http://www.spiegel.tv/#/filme/hells-angels-kronzeuge-magazin/

  23. bloegi Says:

    Die Berliner Staatsanwaltschaft meint, sie hätte den Mordversuch an Andre Sommer aufgeklärt.

    Sie faseln viel von Ehre. Aber feige für viel Geld einen Auftragskiller anheuern, um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen…
    […]
    Am Mittwoch holte das SEK zwei Rocker als Mordkomplizen aus den Betten: In der Württembergischen Straße in Wilmersdorf Michael W. (63). Spitzname „Russen-Micha“, keine Angst vor großen Schlangen.
    […]
    Auf seinem Hof in Altlandsberg östlich von Berlin Holger „Hocko“ B. (51). Bis 2008 Präsident der Hells Angels Nomads (laut Polizei ausführende Gewalt des Rockerclubs). Unehrenhaft gefeuert (soll die Kassen geplündert haben).

    Die Staatsanwaltschaft ist sicher: „Hocko“ stiftete einen Killer zum Mord an seinem Nachfolger an!
    […]
    Der Killer habe nicht den vollen Lohn gekriegt. Ist er hier, um den Mord zu vollenden? Seine Auftraggeber zu bestrafen?

    BZ 21.11.2012

    Wahrscheinlich hat der Killer (, der anscheinend nicht festgenommen wurde,) sich bei der Staatsanwaltschaft über die kleinliche Bezahlung beschwert.

  24. LeserIn Says:

    Wie „Hokko“ richtig heißt, steht in der Wikipedia.

    Am 16. Mai 2011 wurde der ehemalige Präsident des Berliner Hells Angels Charters „Nomads“, Holger „Hokko“ Bossen, auf seinem Grundstück in Altlandsberg bei Berlin von Unbekannten überfallen und mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt. … Neben rivalisierenden MCs wie zum Beispiel den Bandidos oder deren Supporter-Clubs kommen auch Hells Angels als naheliegende Tatverdächtige in Frage, da Bossen im Jahr 2009 von den Hells Angels ausgeschlossen wurde, weil er Gelder aus der Clubkasse veruntreut haben soll. Er ist somit „out in bad standing“ (Freiwild) nach den Regeln der Hells Angels.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hells_Angels

  25. LeserIn Says:

    Video über Sommer, Bossen und den Russen-Micha
    http://www.spiegel.tv/filme/rockeranschlag-andre-sommer/
    Der Russen-Micha und der angebliche Schütze Oleg sollen kurz nach den Schüssen auf Sommer per Handy miteinander geredet haben. Dadurch will die Staatsanwaltschaft die Mord-Komplizen entdeckt haben.

    Dabei Bild vom Russen-Micha mit der Python um den Hals („keine Angst vor großen Schlangen“).

  26. bloegi Says:

    Über die sportlichen Erfolge des TSV 1888 Amöneburg informiert der kicker. In der Kreisliga A Marburg ist der „TSV Amöneburg“ 18. Sieger von 18. Hier die Tabelle nach dem 18.Spieltag der Saison 2012/2013:

    1 FV Cölbe
    2 VfL Dreihausen
    3 RSV Roßdorf
    4 SV Borussia Momberg
    5 SV Bauerbach II
    6 SpVgg Hassenhaus/Bellnhausen
    7 SV Kirchhain
    8 FSV Sterzhausen
    9 TSV Caldern
    10 TSV Wohratal
    11 TSV Elnhausen
    12 SSV Hatzbach
    13 FSV Schröck II
    14 TSV Speckswinkel
    15 TSV Erksdorf 1920 II
    16 SV Mardorf
    17 SV Erfurtshausen
    18 TSV Amöneburg

    Der TSV 1888 Amöneburg muss sich nur solchen Spitzen-Mannschaften wie „SV Bauerbach II“, „FSV Schröck II“ und „TSV Speckswinkel“ geschlagen geben. Die Mannschaften der Dörfer, die der Hauptstadt Amöneburg untertan sind, nämlich Roßdorf, Mardorf und Erfurtshausen, nehmen vor der Hauptstadt-Mannschaft die Plätze 3, 16 und 17 ein.

    Je kümmerlicher die Leistungen, desto lauter tönt nachts aus dem Sportheim das Grölen der Betrunknen.

    Nachdem nun alle hier in der Umgebung wissen, was „1888“ bedeutet, und diese Bedeutung, anders als die heimischen Justizangehörigen meinen, bei der Mehrheit nicht den ganz großen Jubel auslöst, tritt der Hauptstadt-Verein nur noch selten mit seinem im Amtsgericht eingetragenen Namen „TSV 1888 Amöneburg e.V.“ auf, sondern firmiert meistens mit der Abkürzung „TSV Amöneburg“.

  27. LeserIn Says:

    Die FAZ 06.10.12 äußerte sich erstaunlich deutlich über Neonazis beim Fußball:

    Neonazis unterwandern nun auch im Westen zunehmend selbst offizielle Fanklubs. Besonders betroffen von der geschickten, rechtsextremen Agitation sind Dortmund und Aachen.

    Ob die Agitation „geschickt“ ist, kann man bestreiten. Weiter in der FAZ ziemlich genau:

    Bei der Borussia mischen sich die Rechtsaußen unter Ultragruppen wie den „Desperados 1999“ oder sie versammeln sich bei „Northside“, einem Zusammenschluss der rechtsextremen „Free-Fight-Szene“. Aber auch offiziell geführte Fanklubs gehören dazu, wie die „Supporters Holzwickede“, deren Mitglieder andersdenkenden Jugendlichen gewaltsame „Hausbesuche“ abstatten.

    In dem FAZ-Artikel werden ein paar beweisende Fotos gezeigt.

    Doch dann zeigen sich die ‚Netzbeschmutzer‘-Ängste der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

    Aus einer bisher unveröffentlichten Anlage des „Jahresberichts Fußball Saison 2010/2011“ der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze geht hervor, dass es mittlerweile bei 16 Klubs aus den drei Profiligen Überschneidungen zwischen gewaltbereiten Fans und der rechten Szene gibt. Eindeutiger Schwerpunkt mit insgesamt acht Vereinen: Nordrhein-Westfalen. Auch Düsseldorf, Mönchengladbach, Oberhausen und Duisburg gehören dazu.

    Ja, Neonazis gibt es, aber nicht ‚bei uns‘! Über Eintracht Frankfurt könnte man ähnliche Artikel schreiben wie über Borussia Dortmund.

  28. LeserIn Says:

    Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden am 08.02.13:

    Von links und rechts laufen Vermummte auf die Fahrbahn und stoppen unseren Bus. Dass da auch friedliche Dynamo-Fans drin sind, interessiert sie überhaupt nicht. Die Polizei ist weit und breit nicht zu sehen. Die Randalierer springen wie die Wilden gegen den Bus. Einige schmeißen Steine und Absperrzäune gegen das Fahrzeug, andere versuchen mit Mülltonnen und sogar mit Baumstämmen die Türen aufzubekommen. … Wir haben Todesangst. Und damit sind wir nicht allein. Neben uns zersplittern die ersten Scheiben. Menschen schreien in Panik, als die Vermummten versuchen, Einzelne aus dem Bus zu ziehen. Dabei ist denen völlig egal, ob es Frauen, Kinder oder Ältere trifft. Ich glaube, dass die Leute in unserem Bus den Schock ihres Lebens erleiden. Am Ende rettet uns nicht die Polizei – sondern der Busfahrer. Denn der macht genau das Richtige: Er gibt Gas und überfährt die Barrikaden der Gewalttäter.

    SPIEGEL 13.02.13

    Fußball ist halt was fürs Gefühl.

  29. Zigeunerin Zschäpe « bloegi Says:

    […] krönenden Abschluss kommt SsS auf den Fußball zu sprechen, wo die Zigeuner hinter dem Wettgeschäft steckten. Besonders schlimm sei es bei Dynamo […]

  30. bloegi Says:

    André Sommer will sich wichtig tun:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hells-angel-andre-sommer-im-interview-a-886533.html
    Ein kümmerliches Interview. Nichts Neues. Nichts darüber, dass Sommer einen kriminellen Verein zu einer Neonazi-Kameradschaft aufgepeppt hat.

    Dieser Artikel ist seit Tagen der Renner in diesem Blog.

  31. bloegi Says:

    Polizeibeamte sind Schläger, Hools sind Schläger. Daraus folgt, dass Polizeibeamte sich auch als Hools betätigen. S.Schubert ist nicht der einzige.

    Im Beruf sollte er Recht und Gesetz schützen, in seiner Freizeit prügelte er Dutzende Männer ins Krankenhaus: Der Bielefelder Polizist Stefan Schubert tobte sich acht Jahre lang als Hooligan in Deutschland und Europa aus. Niemand hielt ihn auf.
    […]
    Die Polizei Bielefeld teilt zehn Tage nach der SPIEGEL-ONLINE-Anfrage vom 26. Februar mit, dass man seither versucht habe, den 14 Jahre zurückliegenden Fall zu rekonstruieren. Inzwischen sei klar: Schubert „wurde zu keiner Zeit von seinen Bielefelder Kollegen gedeckt“, so ein Behördensprecher.

    Spiegel 2.3.2010

    Die Dienstaufsicht wusste angeblich wieder einmal von nichts. Schubert flog auf, als er bei einer seiner Veranstaltungen vom WDR gefilmt worden war:

    • R. Meier Says:

      Schubert selber äußerte dazu auf einem ZDF-Kanal, ich meine es war die Sendung Login: „Meine Kollegen haben dazu schon den einen oder anderen lustigen Spruch gebracht.“ Man wusste bescheid, so Schuberts Ansicht.
      Wenn ich die Kollegen wäre, ich würde ihn anzeigen, falls dies eine Ausrede und Lüge ist, denn etwas von übler Nachrede und Lüge hat, wenn man dem internen Polizeibericht Glauben schenkt.

      Fußball sollte man nur noch zu Hause am Fernseher ansehen. Dann bleiben die Stadien halt leer, wenn Nazis und Hools den guten Ruf der Fußballfans zerstören. Die Einsätze zahlt schließlich der Steuerzahler und nicht die Fussball-Vereine.

      Schuberts Gewaltansichten sind noch zu Geld gemacht durch sein Buch.

  32. bloegi Says:

    Ein Beispiel für den Rechtsextremismus bei Eintracht Frankfurt:
    http://www.ultras-frankfurt.de/index.php?seite=Infos/Aktionen&saison=0102&kat=Profis&spieltag=10
    Das Foto haben die Frankfurter Ultras selbst ins Internet gelegt. Oben – aufdringlich – Schwarz-Weiß-Rot. Rechts auf der Bande „BEMBELRAVER WIESBADEN“ im von LONSDALE geklauten Design. Links daneben „Szene“ in dem von der Neonazi-Szene bevorzugten Schrifttyp. Jeder Indikator für sich allein könnte angezweifelt werden, alle drei zusammen nicht.

    „Bembelraver Wiesbaden“ (die Berserker mit den Äppelwoi-Krügen aus Wiesbaden) war ein Fanclub der Eintracht „unter der genialen Führung von Daniel Reith“. Das Führer-Prinzip gehört zu den meisten Fan-Clubs wie Adolf Hitler zur NSDAP.

  33. LeserIn Says:

    Holger Bossen wegen Anstiftung zur Ermordung Andre Sommers angeklagt


    Aus der 59-seitigen Anklage: Im Herbst 2008 sitzt der 52-Jährige (Holger B.) noch selbst auf dem Rocker-Chefsessel. Aber während er im Urlaub ist, lässt André S. ihn abwählen – er beschuldigt den amtierenden Chef, in die Vereinskasse gegriffen zu haben. … In den folgenden Monaten habe der ausgestoßene Ex-Präsident seine Rückkehr vorbereitet. Doch im Mai 2011 wird er Ziel eines blutigen Anschlags in Altlandsberg (Märkisch-Oderland): Unbekannte überfallen den Rocker, stechen ihn nieder. Er überlebt.

    Im Frühjahr 2012 soll Holger B. dann einen Bekannten mit dem Szene-Namen „Russen-Micha“ angesprochen haben, er solle ein Attentat auf den verhassten Widersacher vorbereiten. Ein weiterer Russe namens „Oleg“ soll mit einer Pistole die „Arbeit“ ausführen. Sein Killer-Lohn: 10 000 Euro!

    Am 10. Juni 2012, 2.50 Uhr versteckt sich „Oleg“ in einem Gebüsch neben der Harley-Davidson des Rocker-Chefs auf dem Parkplatz an der Zingster Straße (Berlin-Hohenschönhausen). Als der 49-Jährige aus einer Kneipe kommt und davonfahren will, eröffnet der Killer das Feuer.

    Über die Funkzellen-Auswertung von Handydaten kommen die Ermittler auf die Spur von „Russen-Micha“ und seinem Vollstrecker „Oleg“.

    BILD 16.05.13

    Andre Sommer hat seinerseits den gegen ihn gerichteten Anschlag überlebt. Das kommt davon, dass man sparen will und billige Arbeitskräfte aus Osteuropa engagiert.

  34. LeserIn Says:

    Kneipendurchsuchung bei Andre Sommer

    Rund 280 Polizisten haben am Dienstagmorgen in Berlin und Brandenburg nach Waffen der Rockergruppe Hells Angels gesucht. Die richterlich angeordneten Durchsuchungen erfolgten an 13 Orten, wie die Polizei in Berlin mitteilte. Ein Schwerpunkt war dabei die Rockerkneipe «Germanenhof» in der Zingster Straße in Berlin-Wartenberg. In der Hauptstadt wurden außerdem Wohnungen in Hohenschönhausen, Lichtenberg und Mitte durchsucht. In Brandenburg gab es Einsätze in Eberswalde (Barnim), Teltow (Potsdam-Mittelmark) und Fredersdorf-Vogelsdorf (Märkisch-Oderland). … Gesucht werde nach Schusswaffen wie Pistolen oder Schrotflinten.

    Hamburger Abendblatt 27.08.13

    In Anbetracht der traditionsreichen Beziehungen wäre verwunderlich, wenn die Sicherheitskräfte im Germanenhof etwas anderes fänden als Sommers garantiert echte Germanendolche, die er an andere Neonazis verhökert.

  35. bloegi Says:

    Hokko singt

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hells-angels-holger-hocko-bossen-sagt-bei-der-polizei-aus-a-921670.html

  36. LeserIn Says:

    Wenn man dem hessischen Verfassungsschutz und dem hessischen Innenminister glaubt, gibt es in Hessen praktisch keine Neonazis.

    Eintracht Frankfurt gegen Nachbar Kickers Offenbach. … Während des Spiels skandierte ein Teil der OFC-Anhänger antisemitische Parolen wie „Zyklon-B für die SGE“ und „Judenschweine“ … Im Anschluss an die Niederlage (der Kicker) stürmte ein Teil dieser Fans den Platz und versuchte, die Frankfurter Spieler zu attackieren. Diese flüchteten in den Spielertunnel.

    SPIEGEL 17.09.13

    OFC: Fans der Kickers
    SGE: Fans der Eintracht

    Die „Judenschweine“ haben türkische Namen:

    Ein Polizeiaufgebot wie bei einem Bundesligaspiel (600 Beamte) hatte es nicht geschafft, rund 30 Kickers-Fans daran zu hindern, eine kurze Jagd auf die Eintracht-Mannschaft zu veranstalten. „Sie haben versucht uns zu treten“, schilderte Stürmer Ugur Albayrak. Zum Glück habe er eine Warnung bekommen, „dann bin ich ohne Wenn und Aber in die Kabine gerannt“. Aykut Özer, der Keeper der kleinen Eintracht, fand deutliche Worte: „Die sind bekloppt. Die haben so etwas nur gesucht.“ Sein eigenes Verhalten wird er aber ebenso überdenken müssen. … Schon vor dem Abpfiff hatte eine Stimmung in der Luft gelegen, die nur noch einen kleinen Funken zur Explosion brauchte. Özer lieferte ihn. Nachdem er mit Gegenständen beworfen und auf das Übelste beleidigt worden war, ließ sich der Deutsch-Türke zu aufreizenden Jubelposen vor dem Kickers-Block hinreißen. …

    FR 15.09.13

    Wenn Özer „mit Gegenständen beworfen und auf das Übelste beleidigt worden“ ist, darf er jubeln. Überhaupt darf er jubeln. Jubeln ist mit dem gemeingefährlichen Schmeißen von Gegenständen nicht gleichzusetzen.

  37. bloegi Says:

    Sportvereine erziehen Kinder zu Alkoholikern.

    Hinweis von Dragan Pavlovic:

    Vereinssport fördert Gesundheit und Psyche von Kindern und Jugendlichen. Stimmt nicht, sagt der Soziologe Wolf-Dietrich Brettschneider. Seine neue Studie offenbart, dass die Vereinswelt sogar schädlich sein kann – vor allem wenn es um Alkohol geht.
    […]
    Den Sportvereinen konnten die Soziologen nur geringfügig Positives nachweisen: Ein positiver Einfluss auf die Entwicklung sei selbst bei einer zehnjährigen Vereinsmitgliedschaft kaum zu finden. „Kein durchgängig positiver Effekt“ heißt es zu so zentralen Themen wie psychische Gesundheit, Gewalt und Persönlichkeitsentwicklung.

    Zwar rauchen sportliche Jungen und Mädchen deutlich weniger als ihre Altersgenossen, beim Alkoholkonsum ist das aber ganz anders: „Wir haben festgestellt, dass Kinder, die in den Verein kommen und länger bleiben, dort den Umgang mit Alkohol im negativen Sinne lernen“, sagt Brettschneider. „Und er wird sogar stabilisiert. Diejenigen, die aus dem Sportverein aussteigen, konsumieren anschließend wieder deutlich weniger Alkohol.“

    Spiegel 2.10.2013

    Wer den TSV 1888 Amöneburg kennt, wundert sich nicht. Dieser Verein, bei dem so gern gefeiert wird, spielt in der Kreisliga B. Kreisliga C oder D gibt es hier nicht.

  38. LeserIn Says:

    Das Freizeitangebot hessischer Fußball-Vereine ist attraktiv.

    Massenschlägerei und Kopftritte: Zwei Fußballspiele abgebrochen

    Benjamin Fraoui und Stefan Sostmann, Spieler des CSC 03, sollen gegen 16.15 Uhr von Spielern des FC Bosna Herzegovina Kassel gegen den Kopf getreten worden sein, als sie bereits am Boden lagen. Der 26-jährige Fraoui verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

    Eine gute Stunde zuvor war es auf dem Nachbarplatz nach einer Massenschlägerei bei einem Spiel zwischen N.K. Hajduk Kassel und der SVH Kassel (Fußball-Kreisoberliga) zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Ein Disput zwischen Albanern ist wohl der Auslöser für die Schlägerei gewesen, sagt Zoran Zeljko, Trainer von Hajduk Kassel.

    Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner prügelten zwei Angreifer, ein 27-Jähriger aus Kassel und ein 24-Jähriger aus Niestetal, auf einen 24-jährigen Abwehrspieler von Hajduk Kassel mit einem Teleskopschlagstock ein. Mit einem Unterarmbruch wurde der junge Mann ins Krankenhaus gebracht.

    HNA 04.11.13

    Der CSC 03 heißt ausnahmsweise nicht CSC 1888, aber war 1939 und 1940 Meister der Gauliga Hessen und ist ein typisch hessischer Schwarz-Weiß-Rot-Verein. Die SVH Kassel – nicht ganz so erfolgreich – ist ebenfalls ein typisch hessischer Schwarz-Weiß-Rot-Verein. „Hajduk“ heißt Bandit.

    Wer sich freiwillig in eine solche Gesellschaft begibt, muss hochgradig schwachsinnig sein.

  39. LeserIn Says:

    Ergebnis der ‚Bestrafungsaktion‘ des Holger Bossen:

    Wegen Anstiftung zu versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung ist ein ehemaliger Anführer der Hells Angels in Berlin zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sah es als erwiesen an, dass der 52-jährige Holger Bossen 2012 den Mord an seinem Nachfolger bei dem Hells-Angels-Charter Nomads in Auftrag gegeben hatte. Das Opfer André Sommer überlebte den Anschlag schwer verletzt. Neben Bossen wurde sein 64-jähriger Komplize Michael W., ein russischer Mafioso, wegen der selben Straftatbestände zu acht Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Tat wurde laut Gericht von Oleg C. ausgeführt, der flüchtig ist. … Die Angeklagten hatten vor Gericht ausgesagt, es habe sich um eine Bestrafungsaktion gehandelt, nicht um einen Mordkomplott. Dem Opfer habe lediglich das Knie zertrümmert werden sollen.

    SPIEGEL 20.12.13

    Wenn Bossen und der Russen-Micha aus dem Knast rauskommen, werden sie vielleicht von anderen Hells Angels ‚bestraft‘.

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