Archive for Dezember 2011

Der Jurist Christian Wulff

20 Dezember 2011

Die aktuellen Skandale finden Sie in den letzten Kommentaren zu diesem Artikel. Überhaupt ist mit den Kommentaren die Entwicklung der Wulff- und Gauck-Affäre nachvollziehbar.
Bild: Christan Wulff glücklich im Strandkorb
[Bundespräsident der Besserverdiener. Ein Titelbild der Hamburger Mopo.]

Bei der Diskussion um den gegenwärtigen Bundespräsidenten wird das Wichtigste vergessen. Er ist Volljurist (2.Staatsexamen 1990).

Warum studiert einer Jura? Einige wenige Heranwachsende könnte es geben, die Jura studieren, weil sie glauben, das hätte etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Diese sind stark selbstmord-gefährdet. Denn wenn sie entdecken, was Jura in Wirklichkeit ist, wollen sie nur noch den Tod. Die anderen studieren mit solchem Gedankengut:

Selbstverständlich machen wir
die krummen Dinger auch.
Aber wenn WIR es machen,
ist es LEGAL.

Wulff wird vorgeworfen, er habe einen supergünstigen Kredit über 500000 Euro (1 Million DM) angenommen, als er Ministerpräsident in Niedersachsen war. Wulff erklärt dagegen, er habe das Geld nicht von einem Unternehmer, sondern von dessen Gattin bekommen, und lässt stolz den Kreditvertrag mit der Unterschrift der Frau vorzeigen. Das ist der springende Punkt. Denn in Wahrheit hat doch der Mann den Kredit gegeben und seine Frau unterschrieb nur formal. Unternehmer und Wulff haben sich juristisch angestrengt, um ihrem Deal das Mäntelchen der Pseudo-Legalität umzuhängen.

Die zunehmende Armut auch und besonders in West-Deutschland wäre leichter zur ertragen, wenn nicht immer wieder Leute aufträten, die mit unmäßigem Reichtum protzen. Wulff erscheint als Diener dieser Leute. Er erledigt für sie das politische Geschäft. Zur Belohnung darf er auch mal an den Lutschern des Reichtums lecken.

[Christan Wulff zu Gast auf Mallorca bei Carsten Maschmeyer. Hier im Bild Maschmeyers bescheidene Finca.]

Woher hat Maschmeyer sein Geld? Er schickte Vertriebsbeauftragte los, so genannte Drücker, die den Menschen, welche noch etwas Geld hatten, dieses abdrückten. Das geschah mit dem Versprechen, Maschmeyer müsse wie ein heiliger Goldesel vorn mit ein wenig Geld gefüttert werden, um es hinten – wundersam vermehrt – von sich zu geben; alle Produkte des Goldesels werde man den Bedrückten überlassen. Indessen zeigt das Bild mit der bescheidenen Finca, wo das abgedrückte Geld gelandet ist. Natürlich kann man sagen: Wer so dumm ist, dass er auf derartige Versprechungen reinfällt, dem geschieht Recht. Insgesamt aber wird das soziale Klima auf diese Weise vergiftet und es verbessert die Stimmung nicht, wenn ausgerechnet der Bundespräsident daran partizipiert.

Zwei Forderungen:
1) Geld darf in großen Mengen nur für soziale Belange ausgegeben werden. Wer trotzdem in Luxus schwelgt, dem muss es abgeknöpft werden.
2) Der Bundespräsident ist überflüssig. Das Amt des Bundespräsidenten ist zu streichen.

Ulrich Brosa


Nachtrag 8.1.2012

Das Micky-Maus-Magazin enthüllt:
Hundespräsident Wuff heiratete Zweit-Gattin wegen ihrem Vornamen.

Bild: Hundespräsident Wuff bellt ins Telefon
(Zum Vergrößern auf dem Bild klicken!)

Bellina Wuff wird stets von den erlesensten Modefirmen eingekleidet.


Nachtrag 8.2.2012

Aus der Titanic:
Der nächste Bundespräsident muss eine Frau sein!
Bundespräsidentin Sylvia

Bild: Bundespräsidentin Sylvia vor dem Schloss Bellevue

[Sylvia vorm Schloss Bellevue]


Nachtrag 21.2.2012

Rosenmontag 2012 nach dem Rücktritt Wulffs

Bild: Bundespräsident Wulff als gerupfter Bundesadler hat eine Bruchlandung hingelegt

[Der gerupfte Bundesadler hat eine Bruchlandung hingelegt.]

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Dumm gelaufen

16 Dezember 2011

Höchste Würdenträger, allen voran die Bundeskanzlerin, verurteilen die Taten der Zwickauer Zelle als Schande für Deutschland. Dabei wird vergessen, dass diese drei jungen Menschen mit einem Quäntchen Glück geachtete und geehrte Bürger unseres demokratischen Rechtsstaats hätten werden können.


Nach bestandenem erstem juristischem Staatsexamen bewarb sich Beate Z. als Praktikantin beim BAMF. Dort fiel sie sofort den Vorgesetzten angenehm auf wegen des Fleißes, mit dem sie Abschiebungsanordnungen ausfertigte. „Ausländer raus!“ sagt Beate Z.. „Dafür mache ich Überstunden.“ Die korrekte, nunmehr unkündbare Verwaltungsangestellte darf sich über ein schönes Gehalt mit Leistungszulagen freuen und sieht einer krisenfesten Altersversorgung entgegen.


Polizeioberkommissar Uwe B. wird von seinen Vorgesetzten gern in kritischen Situationen eingesetzt. „Diese Türken sind alle Verbrecher“, sagt POK B., „und gefährliche dazu. Ein Polizist darf mit der Notwehr nicht fackeln.“ Der sympathische Beamte hat eine neue Dienst-Schusswaffe beantragt, weil seine bisherige abgenutzt ist. Währenddessen wird über den Einsatz des tüchtigen Beamten als Major der Bundeswehr in Afghanistan nachgedacht.


Die Doktorarbeit des Einser-Juristen Uwe M. „Rechtsstaatliche Bekämpfung des Linksterrorismus“ wurde mit „summa cum laude“ benotet und erregte höchste Anerkennung im Justizministerium. Als Richter am Amtsgericht griff Dr.M. scharf durch, wenn die Ehre von Amtsträgern verletzt wurde. Er verhängte abschreckende, generalpräventive Strafurteile. „Unter drei Jahren Gefängnis für Beamten-Beleidigung läuft bei mir gar nichts“, erläutert Dr.M.. Nach seiner Beförderung an das Landgericht hat er sich dem Zivilrecht und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte zugewandt. „Es ist Schmähkritik“, judiziert Dr.M., „wenn Volksgenossen, die an der Auferstehung des Deutschen Volkes mitwirken, als Neonazis verunglimpft werden“. Er verbietet derartige Äußerungen umfassend und macht den Beklagten klar, dass sie mit zwei Jahren Haft rechnen müssen, wenn sie das Verbot übertreten.