Psychiater (männlich) will entbunden werden

[Ist das Udo Pohlmann einen Psychiater terrorisierend?]

In Bielefeld läuft ein Strafprozess gegen Udo Pohlmann. Zu den Verhandlungen wurde ein Psychiater hinzugezogen, der attestieren soll, dass Pohlmann verrückt ist. Der Psychiater bekommt dafür Geld (typischerweise zwischen 1000 und 10000 Euro), das Pohlmann bezahlen muss, wenn er verurteilt wird. Dieses Geld ist sicheres Geld. Denn zunächst rechnet die Staatskasse mit dem Gutachter ab. Der Gutachter bekommt also seine Knete, selbst wenn Pohlmann Pleite geht. Dennoch will dieser Psychiater Herrn Pohlmann nicht mehr begutachten. Warum? Das schildert der Psychiater in dem folgenden Brief:



[Name und Adresse des Psychiaters]

Amtsgericht Bielefeld
z.Hd. Herrn Richter Krämer
Geschäfts-Nr.: 10 Ds 52-Js 357/09-412/09
Gerichtstr.6

33602 Bielefeld            16.05.2011

Strafsache gegen Pohlmann - Geschäfts-Nr.: 10 Ds 52 Js 357/09-412/09

Sehr geehrter Herr Richter Krämer,

in der o.g. Angelegenheit trete ich heute mit der Bitte an Sie heran, mich von dem Gutachtenauftrag zu entbinden. Der Anlass meiner Bitte besteht darin, dass Herr Pohlmann mit seinen Sachbeschädigungen trotz scheinbaren Einlenkens in der Verhandlung fortgefahren hat. Dass ein Praxisschild entwendet worden ist, hatte ich Ihnen bereits mitgeteilt. Von mir provisorisch aufgehängte Schilder werden täglich entfernt. Außerdem ist die Klingel unkenntlich gemacht worden, und dies so gründlich, dass eine Generalüberholung der Türklingelanlage erforderlich ist. Auch am Briefkasten wird ständig mein Name entfernt. Heute wurde zu allem Überfluss ein schwarzes Kreuz auf das an der Haustür hängende Schild gemalt. Vor wenigen Tagen wurde Herr Pohlmann von meiner Mitarbeiterin gesehen, wie er im Hausflur fotografierte und erneut versuchte, ein noch hängendes festes Praxisschild zu entfernen.

Ich bin vor allem für die Sicherheit meiner Mitarbeiterinnen und meiner Familie verantwortlich. Andere Obliegenheit müssen manchmal dahinter zurückstehen, welches jetzt auch für den Gutachtenauftrag in der Strafsache gegen Pohlmann gilt. Da Herr Pohlmann auch im Internet gegen mich hetzt, nimmt die Angelegenheit mittlerweile ein existenzgefährdendes Ausmaß an.

Seit ich als Gutachter bestellt bin, haben die Aktivitäten des Probanden eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Er macht jetzt vor direkten Sachbeschädigungen nicht mehr Halt. Außerdem ist er gegenüber meinen Mitarbeiterinnen schon äußerst bedrohlich aufgetreten. Meine Hauptmitarbeiterin, die ich sehr schätze, ist in Anbetracht der dargestellten Sachlage schon mit dem Anliegen einer Auflösung des Arbeitsvertrages an mich herangetreten, welches ich von ihrer Warte sogar verstehen kann.

Ich rege an, in dieser Sache einen nicht ortsansässigen Sachverständigen zu bestellen, der am besten so weit entfernt residiert, dass er zumindest vor den direkten Nachstellungen, des Probanden geschützt ist.

Mir ist den letzten Monaten bereits ein erheblicher Vermögens- und Image-Schaden entstanden, der sich noch auszuweiten droht. Ich hoffe, dass Sie für meine Entscheidung Verständnis haben. Den mit Herrn Pohlmann bereits vereinbarten Termin werde ich aufgrund der aktuellen Ereignisse absagen.

Für eine telefonische Erörterung der Situation stehe ich natürlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
[Unterschrift]
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie


Pohlmann hat von diesem Brief, der großes öffentliches Interesse verdient, Kopien gemacht und im Internet verschickt. „Psychiater in Not!!! Viel Spaß beim Lesen.“ schreibt Pohlmann im Betreff.

Den Brief mit dem Entbindungswunsch hat Pohlmann nicht nur an mich geschickt. Er hat allenthalben Entsetzen ausgelöst:

Sollte es stimmen, daß Sie Sachen beschädigt und Menschen geängstigt haben, so bitte ich Sie, damit aufzuhören.
Das bringtt nämlich auch Ihnen nichts Gutes, schlimmstenfalls ein Verfahren und Ihre Kamfunfähigkeit.

erwiderte „W m“. Verfahren hat Pohlmann genug. Wenn man sich an den Aktenzeichen 52 Js 357/09-412/09 orientiert, müssten es 412-357+1=56 sein. Da kommt es auf eines mehr oder weniger nicht an. Ein anderer Empfänger „HSW-48“ des Entbindungsbriefs distanziert sich so:

iuchbae keine Wahrnehmung dazu und kann das nicht Beurteilen weilche geschehnisabläufe es real gibt oder welche Wahniddeen

Ich bin da nicht involviert

Pohlmann bezeichnet die Behauptungen des Psychiaters als „Erfindungen ohne Ende“, gesteht also nicht. Tatsächlich liefert der Psychiater in seinem Brief keine Beweise. Am deutlichsten ist er noch mit „Vor wenigen Tagen wurde Herr Pohlmann von meiner Mitarbeiterin gesehen, wie er im Hausflur fotografierte und erneut versuchte, ein noch hängendes festes Praxisschild zu entfernen“. Doch „fotografierte“ und „versuchte zu entfernen“ reicht als Beweis für eine Straftat nicht aus.

Dennoch habe ich nicht vor den Psychiater seinerseits als neurotisch oder hysterisch zu brandmarken. Ich gehe davon aus, dass an seiner Praxis tatsächlich randaliert wurde. Ich halte den Psychiater sogar für vernünftig. Denn er vertraut der Polizei nicht. Dieser Psychiater weiß: Sobald Kriminelle ihn ins Visier nehmen, steht er schutzlos da. Bald wird er nicht mehr stehen, sondern liegen.

Wirklich ist die Polizei die größte Gefahr. Beispiele:

1) Die so genannten Döner-Morde werden wohl niemals aufgeklärt werden. Einer zog quer durch Deutschland, betrat Lädchen, die von Fremden aufgemacht worden waren, tat so, als wühle er in einer Plastiktüte, und erschoss die Fremden durch die Tüte hindurch. Verdächtig – meines Erachtens dringend verdächtig – ist ein Beamter des hessischen Amts für Verfassungsschutz – also das, was früher Gestapo hieß. Dass die Polizei in diesem Fall an Aufklärung nicht interessiert ist, versteht sich.

2) Doch nicht einmal ihre eigenen Leute kann die Polizei schützen. Man knallt ein paar Polizisten ab, die auf einem öffentlichen Parkplatz herumwuseln, knöpft den Leichen das ab, was man selbst noch gebrauchen kann, und geht gemütlich nachhause. So etwa geschah es beim Polizistenmord von Heilbronn, der trotz gigantischen Aufwands unaufgeklärt blieb. Verbrechen ist einfach, besonders wenn man Beamter ist.

3) Hans-Dietrich Genscher hat neulich geplauscht, was die Elite-Polizisten taten, die ihn bewachen sollten, als er Außenminister war. Genscher:

Einmal rief mich meine Frau an, ich bereitete gerade den Parteitag in Kiel vor. Sie berichtete mir von einer Tragödie bei uns zu Hause. Zwei BGS-Beamte hatten wohl ausprobieren wollen, wer von ihnen die Pistole schneller ziehen konnte. Dabei hatte sich ein Schuss gelöst, ein junger Polizist hatte den Kommandoführer tödlich getroffen. Meine Frau sagte weinend: »Bei uns liegt ein toter Mann auf der Terrasse!«

Nebenbei: Besonders intelligent kann Frau Genscher nicht gewesen sein. Sie hatte keinen Grund zu weinen. Vielmehr hatte sie Grund sich zu freuen, da sie nicht tödlich getroffen wurde. Traumberuf aller Sadisten ist Polizist sein. Den meisten Polizeibeamten macht es Spaß, anderen Gewalt anzutun, und bodenlos dumm sind sie auch.

Alle sollten endlich, bevor es für sie selbst zu spät ist, kapieren, dass innere Sicherheit eine Gemeinschaftsaufgabe ist und dass die Polizei, so wie sie jetzt ist, je schneller desto besser aufgelöst werden muss.

Mangelnder Schutz durch die Polizei: Das war es auch, was Pohlmann in Konflikt mit der Staatsmacht brachte. Ihm wurden Möbel entwendet, deren Eigentümer er unstreitig war. Pohlmann war und ist überzeugt, dass er den Richtigen als Täter angezeigt hat, und hat gehofft, dass die Polizei ihm helfen würde seine Möbel zurückzubekommen. Vergeblich. Insofern ist der Psychiater klüger als Pohlmann, weil sich der Psychiater von Anfang an keine Illusionen über die Qualifikation der Polizei machte.

Ulrich Brosa

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12 Antworten to “Psychiater (männlich) will entbunden werden”

  1. BunteS Says:

    @ blögi

    Der Brief verdient großes öffentliches Interesse in mehrfacher, auch strafrechtlicher, Hinsicht, § 164 StGB, schad, daß der Briefschreiber keinen Namen hat …

  2. R. Meier Says:

    Das klingt wieder wie, ich habe eine Dienstwaffe und bin Beamter, deshalb darf ich alles.

    Wenn Udo Pohlmann 56 Prozesse laufen hat, sitzt er mehr an der Abwendung dieser Prozesse, als zu vandalieren. Irgendjemand anderes will Herrn Pohlmann beseitigen. Irgendein anderer Proband ist extrem sauer auf den Psychiater. Dieser versucht dem Psychiater das Leben schwer zu machen.

    Soweit-😉

  3. R. Meier Says:

    Keine Beweise gegen Pohlmann und Untätigkeit der Staatsanwaltschaft den Psychiater zu schützen …

  4. Bernd Schreiber Says:

    Nun gibt es hier einige Sachen, die nicht gehen, Die zu weit gehen, wenn sie denn stimmen. Aber genau darin liegt das Problem.

    Wer glaubt (schon noch) einem gerichtlich bestelltem Gutachter, besonders einem Psycho. Die Gutachter bestätigen zu häufig nicht, was Sache ist, sondern was sie bestätigen sollen, wofür sie bezahlt werden. Das ist doch spätestens seit dem (angeblichen) Querulanten-Verfahren gegen die Frankfurter-Finanzbeamten bekannt.
    Und die Psychos brauchen doch besonders häufig dringend ärztliche Hilfe.

    Mit so dünnen Beweisen solch eine Behauptung aufzustellen ist doch wohl als Frechheit zu bezeichnen. Üble Nachrede?
    Beinahe sämtliche Justizopfer können bestätigen, dass sie mit deutlich besseren Beweisen schon Verfahren verloren haben.

    Aber dieser gerichtlich bestellte Gutachter ist in dieser Woche nicht der einzigste, der vom Gericht entbunden werden will. Auch ein Professor der UNI-Klinik Erlangen teilte nun dem Gericht mit, dass er gerne von seiner Aufgabe entbunden werden möchte. Wurde der Prof etwa auch bedroht? Nein, der Professor hat einfach nur Bockmist gebaut.

    Hat er einer männlichen Leiche attestiert, dass die im 8 Monat schwanger war? Nicht ganz, aber nah dran. Oder positiv ausgedrückt, vielleicht konnte er nicht glauben, dass die Justiz aus einem Opfer (Helmut Karsten) einen Täter gemacht hatte und aus einem Täter ein Opfer. Und wenn die Justizmafia aus einem Opfer (Helmut Karsten) einen Täter macht, dann machen die aus dem Opfer ein weiteres Opfer, ein Justizopfer eben. Und wenn man aus einem Gewaltopfer ein Justizopfer macht, dann blickt irgendwann mal einer nicht mehr durch, selbst wenn er Prof. ist, und macht nun aus dem zweifachen Opfer ein dreifaches Opfer, nämlich noch ein Gutachteropfer (immer noch Helmut Karsten). Nennt man das schon Gewohnheitsrecht?

    Der Prof. hatte die simple Aufgabe einen mehrfach vorbestraften und stark tätowierten Gewalttäter zu begutachten. Diesen 100 Kg Alkoholiker verwechselte er leider mit dem zweifachen Opfer (Helmut Karsten). Mit dem Ergebnis, dass der nichttätowierte Helmut nun an irgendjemand (vermutlich den Täter) Schadensersatz bezahlen soll, für die Verletzungen, die Helmut von dem Täter beigebracht wurde.

    Also durch das Gutachten des Herrn Prof. hätte Helmut für seine eigenen Verletzungen bezahlen dürfen und zwar an die Person, der er die Verletzungen zu verdanken hat.

    Darüber berichtete ich auf meinem Blog und sparte auch nicht mit den nötigen Hohn. Jetzt teilte der Gutachter dem Gericht mit, dass er gerne von seiner Aufgabe entbunden werden möchte. Ist klar, wer so viel Bockmist baut, ist für diese Aufgabe nicht geeignet. Schön, dass der Herr Prof. das einsieht.

    Leider ist dem nicht so. Nicht seine unqualifizierte Arbeit ist Grund für die gewünschte Entbindung von der Aufgabe, sondern die Tatsache, dass darüber im Internet berichtet wurde. Dies findet der Prof. diffamierend.

    http://beamtendumm.wordpress.com/2011/05/28/ein-vogel-lernt-das-fliegen/
    https://beamtendumm.wordpress.com/2011/03/20/so-damlich-war-noch-nicht-einmal-unser-ex-dr-von-schlechtenberg/

    • bloegi Says:

      Die Gerichtsgutachter sind praktisch alle korrupt. Sie bekommen Geld für ihr im Grund leeres Geschwafel und wollen zugleich, dass sie bald wieder einen Auftrag erhalten, damit sie wieder Geld für leeres Geschwafel einnehmen. Wer bestimmt, welcher Gutachter in einem Prozess beauftragt wird? Ein Staatsanwalt oder ein Richter.

      Die beauftragten Gutachter bekommen die Akte, bevor sie ihr Gutachten schreiben, und können leicht daraus ablesen, welches Urteil Staatsanwalt und/oder Richter wünschen. Demzufolge formulieren die Gutachter ihr Gutachten so, dass sie damit die Staatsanwaltschaft und/oder das Gericht unterstützen. Praktisch alle Gerichtsgutachten sind scharlatanesk. Das gilt besonders für Gutachten aus den Bereichen

      * Psychologie (Jede dressierte Ziege kann Psychologie ausüben.)
      * Anthropologie
      * Linguistik

      Ich will damit nicht behaupten, dass alles an Psychologie, Anthropologie und Linguistik falsch sei. Doch ist in diesen Fächern nichts bestimmt. Man kann mit einer Behauptung genauso gut ihr Gegenteil verkünden, ohne die Regeln dieser famosen Wissenschaften zu verletzen.

      Mit den Rechtswissenschaften ist es übrigens auch so. Bernd Rüthers, der das in Hinblick auf die NS-Justiz kritisierte, hat es die unbegrenzte Auslegung genannt. http://sci.althand.com/gummi.html

      Ganz klar: Das darf nicht so bleiben. Befunde müssen nachprüfbar sein und die daraus zu ziehenden Folgerungen dürfen nicht von den Launen machtgeiler Justizangehöriger abhängen.

  5. Richard Albrecht Says:

    @ blögi

    Meine konkret-operative Erfahrung deckt sich weitgehend mit Ihrer Bewertung.

    (1) 2001/05 habe ich als Bürgerrechtler etwa ein halbes Dutzend Gutachten- und Gutachter-„Fälle“ selbst recherchiert und JustizKritikern Hinweise gegeben. Herauskamen drei wissenschaftliche Anti-Gutachten, von denen eins an ein Gericht ging. Eine Stellungnahme in Briefform wurde veröffentlicht und soll, weil dort auf einen Formalmangel hingewiesen wurde[1], etwas bewirkt haben: Die Nichtbegutachtung …

    (2) Seitdem habe ich m.E.n. drei forensische oder Gerichtsgutachten über „Probanden“ gelesen, die von Anlage, Inhalt und Form nach gediegen sind. Von denen war nur eins gerichtlich angeordnet. Das zweite war privat von Michel Hickman veranlaßt und nicht abstrakt-allgemein. Sondern argumentierte ausgiebig unter Einbezug auch sprachlicher Muster. Vor diesen wenigen (Ausnahme-) Gutachtern habe ich Respekt.

    (3) Weil ich weder so pauschalistisch auf „die Gerichtspsychologie“ noch auf „die Atomphysik“ draufhaun tät hier zwei Hinweise auf kurze PsychoKritiken: 3.1. Winfried Rasch: Gefährliche Psychiatrie (forschung 2002)[1], 3.2. Wilma Ruth Albrecht: Irre (kritiknetz 2010)[2]; 3.3. Letztgenannte Autorin veröffentlichte unterm Titel PSYCHOLOGIE OHNE LOGOS (2009) ihre philosophisch begründete Kritik der Menschenbilds der gegenwärtigen Psychologie, welcher es schon lange nicht mehr um „lebende Menschen in ihrer ganzen Subjektivität“ (Paul Feierabend) geht.

    [1] auch veröffentlicht im unabhängigen online-Magazin rechtskultur: http://rechtskultur.de
    [2] http://www.kritiknetz.de/wissenschaftrezensionen/826-irre

    Mit freundlichem Gruß

    Dr. Richard Albrecht, 290511
    http://ricalb.files.wordpress.com/2011/05/cv3.pdf

    • bloegi Says:

      Richard Albrecht schrieb:

      weder so pauschalistisch auf „die Gerichtspsychologie“ noch auf „die Atomphysik“ draufhaun tät

      Zwischen der Psychologie allgemein und der Atomphysik existiert ein entscheidender Unterschied: Gewisse Eigenschaften der Atome können durch Messungen festgestellt werden. Jeder, der nur einigermaßen fleißig ist, kann diese Messungen selbst durchführen und sich überzeugen, dass diese Eigenschaften tatsächlich vorliegen. In der Psychologie existiert nichts Vergleichbares. Gibt es die menschliche Seele? Also dass es die Hunde-Seele oder die Katzen-Seele gibt, das könnte ich mir vorstellen, aber die Menschen-Seele? Um so weniger sind eindeutig feststellbare Eigenschaften der Menschen-Seele bestimmt. Den Psychologen muss man schon dankbar sein, wenn sie die Taten des „Probanden“ aufzählen, von welchen sie ihr Urteil ableiten. Die meisten tun es nicht, sondern schwafeln nur.

      Die Diskussion um die Unterschiede zwischen Natur- und Geisteswissenschaften kehrt immer wieder – aufgebracht von Geisteswissenschaftlern, die um ihre Existenzberechtigung zittern. Der entscheidende Unterschied ist MESSUNG, und zwar reproduzierbare Messung.

  6. LeserIn Says:

    Seit Monaten wird gegen den Frankfurter Psychiater Thomas H. ermittelt, weil er, so der Vorwurf der Ärztekammer, nach der Untersuchung mehrerer Steuerfahnder „Gefälligkeitsgutachten“ für das Land ausgestellt haben soll. Der Fall hat hohe Wellen geschlagen, da die Fahnder, als krankhafte Querulanten dargestellt, den Dienst quittieren mussten. … Dessen ungeachtet hat das Frankfurter Landgericht den Psychiater als Gutachter bestellt – und zwar im Zivilprozess des im Juli 2003 verurteilten Kindermörders Magnus Gaefgen (34) gegen das Land Hessen …

    op-online 10.11.09

    Alte Freundschaft rostet nicht. Nachdem Psychiater Thomas H. der hessischen Landesregierung einen so beträchtlichen Dienst erwiesen hat, muss er natürlich weiter mit Aufträgen und daraus folgenden Einkünften versorgt werden.

  7. bloegi Says:

    Udo Pohlmann (P.) hat eine Frau interviewt, die von Polizei und andren Behörden in der üblichen Weise beharkt wurde. Leider ist die MP3-Datei riesig (150 MB). Darum hier ein geschriebener Auszug:

    …Das war ja auch noch das Allerschlimmste, wie ich in die Psychiatrie kam. Ich bin hier auf der Straße gewesen und wollte einkaufen gehen und plötzlich ein Haufen Männer und überfällt mich und ich schrei schon „Hilfe! Hilfe!“, weil ich dachte, ich werde überfallen. Dabei war das Zivilpolizei. Die Betreuerin muss das in Angriff genommen haben, die einfach vor meine Nase gesetzt wurde. Die kannte ich ja nicht einmal, die Frau. Mitten auf der Straße wurde ich dann überwältigt und in Handschellen gelegt. In der Todesangst denk ich: Hoffentlich kommt jetzt endlich mal die Polizei und rettet mich und dann kam ein Polizeiwagen an und dann stopfen die mich in den Polizeiwagen in Handschellen wie ein Schwerverbrecher. Ich bin noch nie in meinem Leben mit solchen Dingen konfrontiert worden.
    Dann haben die das Ganze noch ins Lächerliche gezogen. Und dann mit Handschellen im Rücken in die Psychiatrie abgeführt mit Zwangsmedikation. Mir ist nichts begründet worden, gar nichts.
    Ich bin mittlerweile nicht mehr unter Betreuung, ich war auch nicht kooperativ mit denen. Man lässt mich zwar in Ruhe, aber für mich ist nichts geklärt worden.
    Man hat mir Schizophrenie vorgeworfen, und dass ich Zwangsmedikation erhalten muss, weil ich nicht einsehen will, dass ich schizophren bin.
    Ich kenne ja die Hintergründe, um die es hier geht. Ich habe damals in Scheidung gelebt. Mein Mann ist Deutscher und ich bin Türkin. Mein Mann hat damals Angst gehabt, dass ich die Kinder in die Türkei entführe. Ich war 2 Jahre entmündigt und 4 Monate weggesperrt. Er ist sehr gewaltbereit. Ich habe versucht über die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn zu bewirken. Man hat für mich gar nichts getan.
    Richtig kommt man davon nicht mehr weg. Ich habe mich gefühlt im falschen Film.
    Man hat mich damals voll gepumpt mit Chemikalien. Ich nenne das Folter. Ich konnte nicht mehr reden, mich kaum noch bewegen und keine Gedanken mehr fassen. Mein Körper war wie unter Strom gestanden. Man hat mich in den Zustand versetzt, in dem man mich sehen wollte. So richtig unter Drogen gesetzt gegen den Willen. Es gab kein Urteil, dass man das machen durfte. Die nennen das in Gewahrsam nehmen.
    Weil ich nicht kooperativ war hat man mir nahegelegt zu gehen. Da sagte der eine Pfleger, dass er glaubt, dass ich dort fehl am Platz wäre.
    Ich war bei so vielen Anwälten danach. Meinen Sie ich habe einen Anwalt gefunden, der für mich tätig werden wollte?
    Ich kenne mich doch nicht aus. Woher soll ich wissen, was ist richtig.
    Es kann nicht sein, dass ich in einem Land lebe, wo ich hoffe, dass es demokratische Grundwerte hat, und dass es hier nicht so ist.

    P.: Aber man darf doch die Wahrheit sagen außer in China und Russland.

    Aber in Deutschland ist das doch nicht anders. Die eine Ärztin hat mir dann noch gedroht in einem Ton: „Vergessen Sie ihre Kinder sonst kommen Sie hier nie raus“. Dass ich Kinder habe, habe ich dort gar nicht erzählt gehabt.
    In Karlsruhe habe ich dann eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt und dann wurde dort ein Psychiater hinzugezogen und erklärt, die Frau gehört in die Psychiatrie. Meine Strafanzeige ist gar nicht zu Protokoll genommen worden.
    Und in der Psychiatrie haben dann mit mir ein kurzes Gespräch geführt und haben mich dann auch gleich wieder freigelassen. Irgendwann stand in Künzelsau ein Mann vor der Tür und erklärte, er wäre der Medizinalrat von Künzelsau und wollte mit mir sprechen und ich erklärte, aber ich will aber nicht mit Ihnen sprechen. Der hat hinter meinem Rücken dann veranlasst, dass ich eine Betreuerin erhalte. Es kam permanent eine Frau, die mit mir reden wollte, und ich wollte aber mit ihr nicht reden.
    Anscheinend hat die Betreuerin bei einem Richter hier in Künzelsau eine Blankounterschrift geholt, dass ich unter Betreuung gestellt werden soll.
    Einen gerichtlichen Beschluss habe ich erst in der Psychiatrie erhalten. Gegen diesen habe ich Beschwerde eingelegt. Fast 4 Wochen später kamen dann 3 Richter in die Psychiatrie um mich anzuhören. Als ich dann erzählte, was man mit mir gemacht hat, hieß es im allerdings erfolglosen Urteil, dass die Vorgehensweisen gegen mich sehr bedenklich sind. Aufgrund dessen hat die Betreuerin ihr Amt niedergelegt, weil sie das in die Wege geleitet hat, dass ich verschleppt werde. Ich glaube aber, dass diese meinen Fall abgeben musste.
    Mir wurde der Führerschein entzogen. Ich hatte einen LKW Führerschein. Nach einer MPU habe ich den PKW Führerschein zurückerhalten mit dem Deal, dass wir auch dem Amt gerecht werden und ich 2 Jahre lang alle 3 Monate zum Hausarzt gehe und mir bestätigen lasse, dass ich nicht psychisch gestört bin. Um meinen LKW wieder zurückzuerhalten müsste ich eine große MPU machen, die 700 EUR kostet und danach würde dann im Einzelfall darüber entschieden ob ich den wieder erhalte.
    Ich war nicht gestört aber ich wurde gestört gemacht.
    Ich habe kein Vertrauen mehr in dieses Rechtssystem. Ich habe absolut kein Vertrauen zu unserer Regierung, dass diese überhaupt etwas tun.
    Wie kann ich in einem Land existieren, in dem ich nicht einmal Schutz vor der Polizei habe. Hier wurde ich wie Dreck behandelt.

    P.: Hat man Ihnen ihre Wohnung ausgeplündert?

    Ja, natürlich, und da stand die Polizei dabei, wo man mich vor meiner Wohnung ferngehalten hat.

    P.: So ähnlich war das bei mir auch. Ich war auch anwesend als man mich bestohlen hatte und die Polizei kam und hat mir einen Platzverweis erteilt. So konnte man mir das ganze Lager leer räumen. Anschließend sollte ich einen Geldkoffer auf einem Parkplatz abstellen um mein Eigentum zurückzukaufen. Als ich das Geld nicht bezahlte gab es nach ein paar Monaten eine Androhung: „Da hat jemand einen Kopfschuss bekommen“, vielleicht wäre ich der nächste. Die Polizei steckt dahinter.

    Natürlich. Mein Mann steht hinter den Polizisten und ruft auch noch ausländerfeindliche Parolen gegen mich „Scheiß Türken“ aber die Polizisten hören das gar nicht.

    P.: …Das wurde dann umgedeutet, dass ich mich damit einverstanden erklärt habe eine Therapie zu machen, weil ich einen Wahn hätte, weil ich es ernst genommen habe, dass man mir mit einem Kopfschuss drohte. Der Herr hat gute Beziehungen. In seinem Elternhaus wohnt ein Polizeibeamter, seine Stiefmutter wohnt mit der Staatsanwältin im selben Haus, die für seinen Fall damals zuständig war. Sein Haus hat er im Rohbau von einem CDU-Ratsmitglied gekauft, ein zweites CDU-Ratsmitglied wohnte bei ihm zur Miete.

  8. Michael von Fugler Says:

    An alle Leser, bitte unterstützen Sie Udo Pohlmann. Alles was Sie hier gelesen haben, entspricht leider den Tatsachen. Es ist unglaublich aber leider wahr.

    Die Zustände in der deutschen Justiz sind genau so kriminell, wie im deutschen Reich und in der früheren DDR. Es gibt unzählige Justiz- und Banken – Geschädigte in der Bundesrepublik Deutschland, die nicht nur ihr Vermögen, sondern auch ihre Gesundheit, ihre Familien und teilweise sogar ihr Leben verloren haben.
    Udo Pohlmann hat den Mut, der deutschen Verbrecher Jusitz die Stirn zu zeigen. Für mich ist er ein wahrer Held. Vor seinem Kampf kann man nur den Hut ziehen. Seine Arbeit ist gewaltfrei und nicht zu beanstanden.

    Darum unterstützen Sie Udo Pohlmann, einen der letzten wahren Helden dieses Rechtsbeugerstaates!

    24. Mai 2012

    Karl Michael von Fugler

    • bloegi Says:

      Meinetwegen können Sie den letzten wahren Helden dieses Rechtsbeugerstaates unterstützen. Ich rate aber dringend ab ihm Geld zukommen zu lassen. Vielleicht mal einen Euro, aber nicht mehr. Belljangler (Winfried Sobottka) schreibt beispielsweise an Susanne Buchmann:

      Was Ihre Erfahrungen mit Udo Pohlmann angeht, so tragen Sie selbst Schuld. […] Wenn Sie dem Pohlmann mehr als 10 Mille für dessen untaugliche PR-Versuche zukommen lassen konnten, dann werden Sie bestimmt auch in der Lage sein, dafür zu sorgen, dass Sie sehr bald wieder einen Internetanschluss haben? […] Ich kann Ihnen bedeutend mehr geben als der auch in meinen Augen fragwürdige Pohlmann, und ich will kein Geld von Ihnen.

      http://belljangler.wordpress.com/2011/04/23/was-ist-dem-brd-staat-alles-zuzutrauen-strahlenterror-staatsterror-christian-schaffer-womblog-mikrowellen-terror-ss-satanismus-dr-mengele/

      Der ganze Thread ist zum Totlachen. Sobottka hat wegen der Klarheit seiner Äußerungen viel in meiner Achtung gewonnen.

      Insgesamt ist die Lage entsetzlich: Buchmann hat sich in Christian Schäffer verliebt – nach dessen Selbstmord. Das hat Pohlmann kapiert und der Buchmann in ihrer Liebestollheit 10000 Euro aus der Nase gezogen. Könnten die JustizkritikerInnen Buch- und Pohlmann das gegenwärtige Justizpersonal ersetzen? Besser nicht! Andererseits ist das gegenwärtige Justizpersonal auch grauenhaft. Wo ist die Lösung? Ich befürchte, es läuft doch auf den RoboRichter, den RoboStaatsanwalt etc. hinaus.
      https://bloegi.wordpress.com/2011/07/20/der-robostaatsanwalt-bezwingt-die-machte-des-bosen/
      Das ist sogar schon so gut wie sicher.

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