Splittergranate mit dem Streifenwagen in die Polizeifestung geschmuggelt

Polizeidirektion Marburg

[Offiziell wird die Polizeifestung Marburg Polizeidirektion genannt. Das Wichtigste daran ist die hermetische Absperrung durch hohe Zäune ringsum.]

Am 16.10.2010 spülten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Allna die heimischen Bäche – etwa so, wie es die Wasserspülung beim WC tut. Dabei kam ein länglicher verrosteter Gegenstand zum Vorschein, Durchmesser 75 mm. Die Kameraden glaubten, das sei ein Teil einer landwirtschaftlichen Maschine, bis ein Spaziergänger aufklärte, dass es eine USA-Granate aus dem 2.Weltkrieg ist. Die Kameraden riefen die Polizei. Ein Streifenwagen kam. Die Beamten ergriffen die Granate und verbrachten sie in die Polizeifestung Marburg. Professionell war das nicht. Eigentlich hätte der Kampfmittelräumdienst gerufen werden müssen. Der hätte die Granate entschärfen und den Sprengstoff in das Depot in Cyriaxweimar bringen müssen.

Nicht auszudenken sind die tiefe Bestürzung und die herzliche Trauer des ganzen Landkreises, wenn die Granate in der Polizeifestung explodiert wäre. Wäre die Granate indes im Streifenwagen losgegangen, hätten auch unschuldige Passanten, die sich zufällig in der Nähe des Polizeiautos aufhielten, zu Schaden kommen können. Darauf wies der stellvertretende Wehrführer Marco Wagner von der freiwilligen Feuerwehr Allna die heimische Presse hin.

Polizei-Pressesprecher Ahlich wollte das nicht auf der Polizei sitzen lassen. Er konterte, es sei erfahrener Kollege gewesen, der die Granate in den Streifenwagen gepackt hätte. Der Polizeisprechers Konter rief aber nur noch heftigere Widerworte des Wehrführers hervor:

Die Polizisten seien nur fünf Minuten vor Ort gewesen und hätten gesagt, sie wüssten auch nicht, worum es sich bei dem Gegenstand handele. Um so irritierter seien die Kameraden gewesen, als die Beamten die Granate ohne Weiteres mitgenommen hätten.

Die Episode zeigt, dass sogar in einem hinterwäldlerischen Landkreis, wie es Marburg-Biedenkopf ist, die Autorität der Polizei zerbricht. Das ist gut so. Denn die Dummheit und Verlogenheit der Beamten gefährdet die Allgemeinheit. Polizeisprecher Martin Ahlich beispielsweise hätte längst von seinem Posten entfernt werden müssen.

Polizei-Pressesprecher Martin Ahlich

Beispiele seiner Fehlleistungen:
Die Polizei – dein Feind und Hetzer
Der Überfall mit dem Beil
NPD-Nazis sind Schlachtschweine der Staatsnazis

Die Missstände bei der Polizei sind nicht neu. Neu ist nur, dass sie nicht mehr unter dem Teppich gehalten werden können. Sogar die heimische Presse hat entdeckt, dass sich mehr Abonnenten für polizeikritische Artikel interessieren als für die alte Unterwürfigkeit unter die Polizeiführer.

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5 Antworten to “Splittergranate mit dem Streifenwagen in die Polizeifestung geschmuggelt”

  1. R. Meier Says:

    Hallo Bloegi,

    das ist größter Unsinn, was sich da ein, bis mehrere, P-Beamter / en erlaubte/ en. Ein erfahrener PB wisse, wie man richtig eine Granate transportiere, ist der größte Unsinn. Fakt ist die Polizei hält keine Ausrüstung zur Granaten- / Bomentransportation bereit. Daher ist es der Polizei verboten Granaten und Bomben zu transportieren und gar zu detonieren. Die Transportation ist höchst fahrlässig, wenn das nicht vom Kampfmittelräumdienst geschieht. Die Bombe könnte detonieren innerhalb des Fahrzeugs. Deshalb würde es Haftstraße und Entlassung für den PB geben, wäre etwas geschehen.

    Es ist üblich eine Granate oder Bombe vor Ort zu sprengen, wenn möglich. Ansonsten besteht diese Durchführug auf dem vorgesehenen Platz des Kampfmittelräumdienstes.

    Die Jungs unserer Polizei sorgen selber für demnächst verschärfte Gesetze gegen sich. Jetzt erhielten sie vorerst Gesetze, welche ihnen erlauben jede Person leichter zu kriminalisieren.

    • bloegi Says:

      Das Bedauerliche ist gerade, dass die Gesetze zum Schutz VOR der Polizei NICHT verschärft werden, obwohl immer deutlicher wird, dass sich in der Polizei Massen dummer und gewalttätiger Personen sammeln. Vielmehr werden diejenigen Gesetze verschärft, mit welchen die Menschen, die sich gegen diese Dummköpfe und Gewalttäter verteidigen, bestraft werden sollen. Vor ein paar Tagen hat das Bundeskabinett die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§ 113 StGB) heraufgesetzt:
      http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/symbolgesetz-fuer-vollstreckungsbeamte/
      Das sind selbstverständlich Maßnahmen der Panik, aber sie werden vielen Leuten beträchtliche Stücke ihres Lebens kosten – und die Polizei wird immer mehr verhasst.

  2. LeserIn Says:

    Wie die so genannten Fahndungserfolge der Polizei zustande kommen:

    Der vergangene Woche im Saarland festgenommene Terrorverdächtige ist laut Saarländischem Rundfunk (SR) offenbar von einem V-Mann der Polizei zu seinen Taten angestiftet worden. Wie der Sender berichtete, habe der 18-jährige nach Darstellung seines Anwalts seine Drohvideos auf Drängen einer Person aufgenommen, die laut Ermittlungsakten ein V-Mann der Polizei sei.

    Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hatte den jungen Mann aus Kamerun am vergangenen Freitag nach monatelanger Observation in Neunkirchen festgenommen. Zuvor hatte er in drei auf der Internetplattform Youtube eingestellten Videoclips mit Bombenanschlägen gedroht, falls der zu zwölf Jahren Haft verurteilten islamistische Terrorist Daniel Schneider, ein Mitglied der „Sauerland-Gruppe“, nicht freigelassen werde.

    Tagesschau 11.11.10

    Mit anderen Worten: Monatelang hat der verkleidete Polizeibeamte den Kameruner belaschert, bis der endlich die Straftat beging, der er begehen sollte.

  3. LeserIn Says:

    Noch eine Heldentat der Polizeidirektion Marburg:

    Rund anderthalb Stunden verzögerte sich am Mittwoch der sogenannte „Bremsspur-Prozess“. Grund: Die Polizei hatte vergessen, einen der Angeklagten aus der JVA Rockenberg abzuholen und zur Verhandlung ins Landgericht zu fahren.

    OP 23.02.11

    „Rockenberg“ passt. Ursache des „Bremsspur-Prozesses“ ist ein Todesfall in der rechtsextremen Rocker-Szene Marburgs. „Unser“ Samuel wurde angeblich „von Zigeunern aus dem Waldtal bestialisch abgestochen“, und das vor dem Club-Lokal „Bremsspur“ des MC Gremium. Doch nach Ansicht des Leichenbeschauers stürzte „Samuel“ bei einer Schlägerei unglücklich. Es geht also um Körperverletzung mit Todesfolge.
    https://bloegi.wordpress.com/2008/12/15/bilderbuch-uber-die-sudstaatenflagge/#comment-2222

  4. LeserIn Says:

    Noch mehr Heldentaten der hessischen Polizei:

    Gepanzertes Polizeiauto überfährt Unfallzeugin

    Im gepanzerten Zivil-Fahrzeug hat ein Polizist in Osthessen eine Frau auf einem Autobahn-Standstreifen überfahren und schwer verletzt. Die 64-Jährige war am Sonntag auf der A 66 bei Schlüchtern ausgestiegen, nachdem sich dort mehrere Unfälle ereignet hatten. Sie wurde dann vom gepanzerten Mercedes erfasst, den ein Polizist aus Frankfurt lenkte. Der 27-Jährige erlitt einen Schock, während das Opfer mit Gehirnerschütterung und Prellungen ins Krankenhaus gebracht wurde.

    Der Polizist habe sich allein auf einer „normalen Fahrt“ befunden, sagte am Montag Henry Faltin von der Polizei in Offenbach. Weitere Details wollte er nicht nennen.

    FR 7.3.2011

    „Der 27-jährige (Polizist) erlitt einen Schock.“ Das ist ein gängiger Trick, wenn Polizeibeamte schwere Schäden angerichtet haben und nicht darüber nicht aussagen wollen/sollen. Sie begeben sich dann in psychiatrische Behandlung, wobei ihnen der befreundete Arzt Vernehmungsunfähigkeit bescheinigt, bis die Polizeibeamten oder ihre Vorgesetzten eine Ausrede gefunden haben.

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