Ortsdiener Fritz ist jetzt katholischer Obermessdiener

SS-88 in der Praxis

[Die SS-88 gilt überall als eindeutiges Abzeichen der Neonazis. Überall – sogar beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Überall? Außer bei einigen hessischen Staatsanwälten und Richtern. Doch die sind selbst Neonazis.]

Genau die SS-88, wie im Spiegel vom 13.9.2010 gezeigt, ist Abzeichen der Berger-88- in Amöneburg. Über die Berger-88- schrieb die Oberhessische Presse am 28.6.2006:

Gleich mehrere Zeitzeugen, ehemalige Stiftsschüler und ein Stadtallendorfer, berichten von rechtsradikalen Tendenzen, die es in den Gründerjahren gegeben haben soll.

Die Burschen seien als Clique in Bomberjacken, Springerstiefeln und mit kurz geschorenen Haaren aufgetreten; sie hätten verbotene Musik gespielt und rechtsradikale Lieder gesungen. „Die Berger 88 waren als Schlägertrupp bekannt und auf Discos gefürchtet“, sagt ein 30 Jahre alter Amöneburger.

und am 30.6.2006:

… Ein weiterer Zeitzeuge … erinnerte an einen Vorfall, der sich bei einer Veranstaltung der Kirchengemeinde in Rüdigheim ereignete. Dort sei ein Jugendlicher von zwei anderen aus der Amöneburger Gruppe zu Boden gerissen und durch Springerstiefel so stark am Kopf verletzt worden, dass er in der Marburger Universitätsklinik stationär behandelt werden musste.

Die Oberhessische Presse ist unter Garantie kein antifaschistisches Blatt.

Gegründet wurde der Berger-88-e.V. von einem, der Christoph Aschenbach heißt. Er nennt seinen wirklichen Namen allerdings nur, wenn er sich selbst in der Öffentlichkeit vorteilhaft darstellen will. Z.B. als Dirigent heimatvertriebener Blasmusik. Ja, da marschieren die Roßdorfer Musikanten! Gleich denkt man an die Ekeländer Musikanten unter Ernst Mosch.

Berger-88-Gründer Aschenbach dirigiert mehr als heimatvertriebene Blasmusik. Doch wenn er Gewalttaten beschönigt, hetzt und verleumdet, nennt er seinen wirklichen Namen nicht. Dann nennt er sich beispielsweise Ortsdiener Fritz. Er hat auch, wieder mit anderem Pseudonym, Morddrohungen verschickt. Er war als Frau im Internet unterwegs. Einen, obgleich eingeschränkten, Überblick über Aschenbachs Leistungsfähigkeit gibt ein Urteil des Richters Pierre Brandenstein. Dieser Richter war indes eine Ausnahme. Im Regelfall genießt Aschenbach umfassende Protektion durch Staatsanwalt- und Richterschaft, besonders wenn er Straftaten begeht. Sein bekanntester Schutzpatron ist Rainer Franosch, der derzeit als Ankläger im Darmstädter Kinderporno-Prozess agiert.

Nun tritt Aschenbach wieder mit seinem wirklichen Namen auf, und zwar als katholischer Obermessdiener Amöneburgs. Auf einer Internetseite, die dem zuständigen Bischof in Fulda gehört:

Ziel ist es, den Kindern einen tieferen Einblick in die Liturgie und in die Festkreise zu gewähren, um die Wichtigkeit ihres Dienstes zu kräftigen. Symbole des Gottesdienstes werden näher erläutert (z.B. Weihrauch, Wasser, Brot…etc.). Natürlich soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Deshalb gehören Spaß und Spiel genauso dazu, wie das gemeinsame Gebet.

Gebet und Spaß und Spiel! Vielleicht erklärt Aschenbach den Kindern Neonazi-Symbole, wie man anonyme Morddrohungen verschickt ohne sich erwischen zu lassen, wie man falsche eidesstattliche Erklärungen abgibt und dergleichen.

Messdiener und Messdienerinnen in Amöneburg
[Wem zeigt der Messdiener einen Vogel? Geschieht das im Auftrag des Bischofs von Fulda?]

Eine erneute Drohung ist

[…] Klappern vor Ostern […]

Wer das einmal erlebt hat, begeistert sich für die morgendlichen Rufe der Muezzine von den Minaretten. In der Woche vor Ostern werden Kinder um sechs Uhr morgens mit Geräten, die Radau machen, durch die Straßen Amöneburgs geschickt. Was das mit Christentum und dem lieben Jesulein zu tun haben soll, ist mir unbegreiflich.

Weiter unten auf der bischöflichen Internetseite steht Aschenbachs aktuelle Adresse (er zieht oft um) und eine seiner E-Mail-Adressen (auch davon hat er viele).

Als hätte die katholische Kirche – besonders in Amöneburg – nicht schon genug Skandale:

Und jetzt noch den straftätigen Gründer einer Neonazi-Organisation als Obermessdiener. Herzlichen Glückwunsch!

Ulrich Brosa
_____________

Nachtrag 21.9.2010:

Das ging schnell: Aschenbachs Name ist aus der Messdiener-Datei getilgt. Falls das auf Veranlassung des Bischofs von Fulda geschah, sei ihm gedankt. Beweismaterial und Zeugen sind selbstverständlich gesichert.

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59 Antworten to “Ortsdiener Fritz ist jetzt katholischer Obermessdiener”

  1. R. Meier Says:

    Ich kenne die Drohung vom Orstdiener Fritz. Sie stehen auf der Seite eines Schweizer Vereins. Adressbuch-Betrüger wollten vor einiger Zeit diesen Verein juristisch hinrichten bzw. ausschlachten durch Deutsches Gesetz, aber der besagte Verein wurde in der Schweiz gegründet nach Konstitution der Schweiz. Das heißt für Deutsche Juristen ist dieser Verein unantastbar, jedoch versuchten sie diesen anzutasten …

    Der alte Fritz (Friedrich der Große) würde sich im Grab umdrehen. Fussvolk soll nicht einen Adelmsnamen gar Adelsspitznamen annehmen. Zu dem sind mir die Beweise zu Ortsdiener Fritz und seiner Nachverfolgung geläufig.

    Wer versuchen will den Autoren hier juristisch anzutasten, wird auf unzählige gesammelte Beweise des Autorens treffen, welche er zur Absicherung anlegte. Seht es ein, dieser Artikel ist real.

  2. urs1798 Says:

    Das passt, bin ich froh aus Fulda wegzusein, ich denke an den unbehinderten Neonaziaufmarsch 1993 vorm Fuldaer Dom, die Gegendemo später, bewacht und überwacht von unserer „Staatpolizei“ mit Übergriffen, schön schwarz gekleidet , mit Schlagstöcken bewaffnet und im Einsatz nicht ziemperlich. Die Sonnwendfeiern in der Rhön am Simmelberg….Bischoff Dyba und seine Entgleisungen. Ich hatte gehofft, Fulda hätte gelernt….

    • bloegi Says:

      bin ich froh aus Fulda wegzusein

      Das ist das größte Problem dieser Gegend: Alle Leute, die ein bisschen Verstand haben, verschwinden von hier. Übrig bleiben die Trümmer des Pfarrers Gutmann, TSV 1888, Berger-88-, Gewalt, Stumpfsinn und Ortsdiener Fritz.

      • R. Meier Says:

        Das größte Problem, ich kann es als Tourist der Rhön- / Fulda-Region bezeugen.
        2006 war ich dort. Ein blindes treffen einer Dietzenbacherin. Wir sind durch die Ortschaften. Einige kahlgeschorene Personen folgten schon seit Minuten.Es kommt zum gespräch. Sie bezeichnen mich als Herrenmenschen und die Freundin als Rasse-Weib mit ihren blonden Haare und blauen Augen. nie wieder …

  3. LeserIn Says:

    In der Bundesrepublik sind seit der Wiedervereinigung mindestens 137 Menschen bei Angriffen von Neonazis und anderen rechten Gewalttätern ums Leben gekommen. … Die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt ist demnach fast dreimal so hoch wie von Bundesregierung und Polizei bislang gemeldet. … Für das Jahr 1994 und den Zeitraum von 2003 bis 2007 wird offiziell kein einziges Todesopfer rechter Gewalt genannt. Tagesspiegel und „Zeit“ kommen hingegen allein für diese Jahre auf insgesamt 21 Tote.

    In den Statistiken der Polizei, die an die Bundesregierung weitergegeben werden, fehlen selbst spektakuläre Fälle rechtsextremistischer Gewaltkriminalität. …

    Tagesspiegel 15.09.2010

    Die Polizeien bestehen zu einem beträchtlichen Teil aus Rechtsextremen, die Justizapparate auch. Das löst das Rätsel um die unterschlagenen Toten.

  4. bloegi Says:

    Angelika Ribler scheint etwas von der Szene zu verstehen:

    Rechtsextreme missbrauchen Sportvereine für ihre Zwecke

    Bei den Fällen, die ich bearbeitet habe, war es teilweise so, dass die Rechtsextremen Gewalt angewendet und ganze Orte terrorisiert haben. Die Vereine sind insofern betroffen, als dass Rechtsextreme in den Mannschaften spielen, als Funktionäre und Trainer Jugendmannschaften betreuen oder Sportveranstaltungen für die Verbreitung ihrer Ideologie missbrauchen.
    […]
    Der Hessische Fußball-Verband hat deshalb die 88 im Spielbetrieb verboten.

    FAZ 8.9.2010

    ‚Ortsdiener Fritz‘ hat selbstverständlich auch versucht beim TSV 1888 ein großes Rad zu drehen.

  5. bloegi Says:

    BAMS (BILD am SONNTAG) ist die Steigerungsform von BILD:

    19.09.2010

    Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen) – Nach der Festnahme des dicken Kinderschänders, der zwei Mädchen missbrauchte und die Bilder davon ins Internet stellte, berichtet die BILD am SONNTAG jetzt: Der Mann (27) ist Diakon und Erzieher in einer kirchlichen Einrichtung! Sein Name: Dominik S. Er lebte zuletzt bei seiner Großmutter.

    Alles stimmt. Großmutter, kirchliche Einrichtung. Der hl.Dominikus predigte ein diszipliniertes geistliches Leben.

    Problem aller dieser religiösen Organisationen ist die Heuchelei, der sie Vorschub leisten.

  6. Ulrich Brosa Says:

    Es steht jetzt fest:

    Aschenbachs Name wurde auf Veranlassung des Bischofs von Fulda aus der Messdiener-Datei gelöscht.

  7. R. Meier Says:

    Die Frage stellt sich mir, ob er noch Messdiener wäre?

  8. R. Meier Says:

    Bloegi, ich finde Ihre Interpretation der Grafik super. Die Fulderaner Pastoren werden sich aufregen. Eventuell werden die versuchen Ihnen den Gebrauch für Ihren Blog zu untersagen. Das ist schon bald der Fall, sobald sie diesen Blog lesen.

    Die Interpretation mit Gott haben wir nichts am Hut. Den verbannen wir in ins Hinterzimmer ist eine meine persönliche Meinungsäußerung.

    Lest euch die Beschreibung zu St. Johannes Amöneburg durch. Bei der Spaß soll nicht zu kurz kommen, bleibt man hängen. Das erinnert an Flaggen schwenken, Mollis im Naturschutzgebiet, Hass, Hetzjagd, Einführung in andere Ideologie als Kirche erlaubt und wunderschön gegen Gott.

    1258 erfindet die Kirche die brennende Hexe.😉

    • bloegi Says:

      Alles ist relativ. Ich habe so grauenhafte Erfahrungen mit der hessischen Polizei und der hessischen Justiz gemacht, dass ich von dem Fuldaer Bischof Algermissen schwärme. 2003 hatten einige Schüler der Stiftsschule St.Johann nach einem Oberstufenball in der Amöneburger Oberstadt randaliert und waren bei mir mit Hitler-Gruß und satanistischen Gesten vorbeigezogen. Ich hatte mich darüber beim Bischof beschwert. Es ist seitdem nicht wieder geschehen, dass Stiftsschüler bei mir mit Hitler-Gruß und satanistischen Gesten paradieren.

      Der Schulleiter hieß „Gottschlich“ – ideal für eine religiöse Schule. Den Schulleiter hatte ich vor dem Bischof angeschrieben. Doch der Schulleiter hat mir nicht geantwortet.

      Hitler-Gruß und Satanismus sind fotografisch dokumentiert. Ich muss das alles publizieren, aber es ist so viel und die physikalische Forschung wäre eigentlich viel wichtiger.

  9. LeserIn Says:

    Gute Darstellung der Neonazis im ländlichen Hessen, die aber immer noch die wirklichen Verhältnisse verkleinert, bei youtfm 25.08.10:

    Viele Rechtsextremen treten nach außen hin friedlich auf und versuchen sich in die örtliche Gemeinschaft zu integrieren. Sie sind in der Jugendarbeit in Vereinen, Sportclubs oder in der Kinderbetreuung aktiv.

    In einem Fernsehbeitrag sagt Patrick (24) von sich selbst: „Ich bin national eingestellt, aber Nazi bin ich keiner“. Auf seinem T-Shirt prangt dabei die Aufschrift: „Nicht nur sauber sondern rein! Arier“.

    Ein andere verbreitete Schutzbehauptung ist: „Ich bin kein Neonazi; ich liebe meine Heimat!“ Unten im Artikel ist der Grund zu finden, weshalb die heimische Polizei gegen Patrick (24) vorgeht:

    Nach Echzell ist Patrick vor zwei Jahren gezogen.

    Als heimischer Neonazi wäre er unantastbar.

    Im Artikel integriert Tonaufnahmen von Interviews und ein Video.

  10. LeserIn Says:

    Endlich ein wirklich guter, nicht verharmlosender Artikel über Neonazis in Hessen bei
    http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/der-mitarbeiter

    Der Artikel ist nach einem Interview mit einem Neonazi, den der hessische Verfassungsschutz angeworben hat, geschrieben.

    Selbstverständlich ist auch das so genannte Mittelhessen betroffen: Gießen, Grünberg, der Wetteraukreis usw.. Die Neonazis sind so stark, dass sie sich untereinander bekriegen können. Nach „Konzerten“ mit Gegenschlag und ähnlichen Gruppen liegt viel Geld rum. Besonders schlagkräftige Neonazis überfallen die Neonazi-Veranstalter dieser „Konzerte“ um das Geld zu rauben. Was tut der hessische Staat unter Führung des Innenministers und jetzigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier?

    Den aussagebereiten Neonazis, die an diesem Abend in Mitlechtern anwesend waren, wurde bedeutet, die Behörden würden wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung, Weiterführung einer verbotenen Vereinigung und wegen gemeinschaftlich begangenen Raubüberfalls gegen die Division 28 ermitteln. Angaben von Zeugen belasteten Michael Z. direkt. Das ist nun schon fast drei Jahre her, von einem Prozess ist nichts bekannt. Michael Z. landete für wenige Tage in Untersuchungshaft, dann machte er unbeirrt weiter.

    Die Rolle des hessischen Verfassungsschutzes:

    Sein Plan [,des Neonazi-Spitzels Frank], der Division 28 mit Hilfe der Behörden das Handwerk zu legen, ging nicht so recht auf. Zu seiner Enttäuschung zeigte sein neuer Dienstherr [,der hessische Verfassungsschutz,] wenig Interesse an den militanten Neonazistrukturen und deren Liasion mit der Halbwelt. … Untergrundnetzwerke und bewaffnete Neonazis scheint es nach behördlicher Darstellung in Hessen nicht zu geben.

    Nicht nur Frank weiß das besser. Ein weiterer Aussteiger bestätigt dies aus seiner eigenen Erfahrung: „Der Verfassungsschutz interessiert sich für das, was auf der Straße sichtbar wird, was offensichtlich ist. Das andere ist ihm nicht wichtig.“

    Die Rolle der großen Volkspartei (welcher wohl?):

    Als ihn im Frühjahr 2007 ein Journalist am Rande einer Veranstaltung als Angehörigen der extrem rechten Szene erkannte und darauf ansprach, beteuerte er, sich aus der Szene gelöst zu haben. Zur Bekräftigung zeigte er den Mitgliedsausweis einer großen Volkspartei vor.

    Die SPD ist nicht besser.

    • bloegi Says:

      Ich kann dem Neonazi-Spitzel Frank einen Tipp geben, warum die hessischen Behörden nichts gegen seinen Feind, den Neonazi-Oberschläger Michael Z., unternehmen. Michael Z. dürfte wie Frank Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes sein. Der hessische Staatsapparat ist zu einem beträchtlichen Teil mit Kriminellen besetzt. Die können natürlich nie genug Söldner bekommen, vor allen Dingen, wenn sie die Söldner nicht aus eigener Tasche bezahlen müssen.

  11. LeserIn Says:

    Spaß und Spiel weiter südlich in Hessen:

    Ein Ex-Messdiener aus Mörfelden-Walldorf hat in seiner Kirchengemeinde Kinder mit Haschisch und Alkohol gefügig gemacht. Dafür muss er jetzt mehrere Jahre in Haft.

    Der heute 31-Jährige betreute damals im Auftrag der Kirchengemeinde Film- und Theaterprojekte mit den Heranwachsenden, unter anderem drehten sie einen „Harry-Potter“-Film.

    Zu den sexuellen Übergriffen war es meist nach den Proben in der Wohnung des Angeklagten gekommen. Die Kinder und Jugendlichen mussten nach seinen Regeln Strip-Poker spielen; er gab ihnen jedes Mal reichlich Alkohol zu trinken, einmal buk er Cannabis in Plätzchen. Er schaute sich mit ihnen gemeinsam Pornofilme an …

    Frankfurter Rundschau 04.10.10

  12. LeserIn Says:

    Braune Unterwanderung des Sports

    Rechtsextreme schleusen sich als Trainer oder Funktionäre in Sportclubs ein, organisieren Freizeitangebote für Jugendliche oder gründen eigene Vereine, wie der Soziologe Gunter Pilz herausgefunden hat. Der Rechtsextremismus versuche Fuß zu fassen und sei längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

    „Das ist kein Ost-Problem“, betonte Pilz. Die Entwicklungen seien in den alten Bundesländern ebenso zu beobachten, wenn auch versteckter. Durch die große Aufmerksamkeit für den Fußball sei das Problem hier am meisten präsent. …

    FOCUS 18.01.11

  13. ricalb Says:

    @Frage an bloegi

    Ist das Ihrer Kenntnis/Erfahrung nach so eine typisches rechtsextrem(istisch)e Netzadresse, die angegeben wird, um so zu tun als postete Mann nicht anonym?
    Denn da -> http://www.perspektive2010.org/blog/ steckt ja nix hinter, kann auch nicht
    e-adressiert werden? Oder lieg ich da falsch?

    Freundliche Grüße

    RicAlb

  14. bloegi Says:

    http://www.perspektive2010.org/blog/ ist zur Zeit außer Betrieb. Wer dahinter steckt, weiß ich nicht. Nach dem Wenigen, was ich dort gelesen habe, steckt wohl kein Neonazi dahinter, eher einer, dem die wirtschaftliche Rücksichtslosigkeit übel aufgestoßen ist.

  15. Richard A l b r e c h t Says:

    @ blögie

    INFODANK

    best;-) RicAlb

  16. bloegi Says:

    Finde die 88 Unterschiede!

    Die NPD hat ein Wahlplakat mit der Aufschrift „GAS geben!“ gedruckt und unter anderem vor dem jüdischen Museum in Berlin geklebt. Die Komik-Partei DIE PARTEI hat ihrerseits ein Plakat mit der Aufschrift „GAS geben!“ gedruckt. Sie fordert alle national Fühlenden auf, Unterschiede zwischen den zwei Plakaten zu entdecken:

  17. LeserIn Says:

    Merkwürdigerweise reitet just die WELT antiklerikale Kampagnen:

    Autos von deutschen Bischöfen verpesten die Luft

    Umweltschützer haben die deutschen Kirchenoberhäupter für ihre Dienstwagen scharf kritisiert. Laut einer Befragung durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) liegen fast alle Fahrzeuge der katholischen und evangelischen Bischöfe über dem EU-Richtwert von 140 Gramm Kohlendioxidausstoß pro gefahrenen Kilometer.

    Die Dienstwagen mit dem höchsten CO2-Ausstoß haben laut Befragung der katholische Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen) und der evangelische Landesbischof Ralf Meister (Hannover) mit 224 g pro Kilometer. …
    WELT 26.10.11

    Auf die Tatsache, dass die katholische Kirche viel Geld mit Pornos verdient, indem sie Schmutz und Schund durch ihren WELTBILD-Verlag verhökern lässt, wurde an anderer Stelle schon hingewiesen.
    WELT 25.10.11

    Die LeserInnen dieser Zeitung müssen solche Artikel goutieren.

  18. LeserIn Says:

    Frommer Hokuspokus kostet was.

    „Dieser Pfarrer will mich abzocken.“

    Er will die Rechnung des Pfarrers nicht bezahlen: Boris Becker musste am Freitag vor dem Kantonsgerichts im schweizerischen Zug aussagen. Dort stritt sich der Ex-Tennisprofi um das Honorar für die Dienste von Pfarrer Brent Fisher bei seiner Hochzeit in St. Moritz im Juni 2009.

    Becker, der mit verletztem Fuß und auf Krücken gestützt vor Gericht erschien, begründete den Prozess damit, dass es ihm ums Prinzip gehe. Er wolle diese Rechnung in Höhe von 9600 Franken (fast 7900 Euro) nicht bezahlen, weil der Pfarrer ihm in einem Voranschlag mitgeteilt habe, dass eine Trauung bei ihm rund 2000 Franken (etwa 1600 Euro) koste.

    STERN 28.10.11

  19. bloegi Says:

    Seit gestern werden meine Domains mit Fragen nach „Frank Ludwig“ beballert. Schaut man bei Google nach

    http://www.google.de/search?q=frank+ludwig

    stehen in der Tat von mir beschriebene Internet-Seite weit oben. Es geht auf ihnen um den langjährigen Führer der neonazistischen Berger-88- und Polizistensohn Frank Ludwig, den Freund des Ortsdieners Fritz.

    Angeblich gibt es einen zweiten Frank Ludwig, der ebenfalls hier in der Gegend wohnt, gleichaltrig mit dem hiesigen ist und sich in der NPD betätigt.

    http://www.abgeordnetenwatch.de/frank_ludwig-243-14560.html

    Dieser gerät wegen seiner NPD-Mitgliedschaft gelegentlich in den Fokus angeblich antifaschistischer Gruppen, nämlich bei Aktionen wie dieser aktuellen,

    http://de.indymedia.org/2011/11/319407.shtml

    so dass die Namenssuchen nicht verwunderlich sind.

    Nehmen wir an, es gebe wirklich zwei Frank Ludwigs. Dass dann beide auf der rechten Kante turnen, besagt viel über den gesunden Volkszorn in Hessen.

    • Tilman Says:

      Der Autor vom gestrigen „Tatort“ hat velleicht hier gesurft? Denn es ging um einen Polizistensohn der an einer Schlägerei beteiligt ist, und irgendwie fällt es den Polizisten sehr schwer, den Mann zu identifizieren.

  20. LeserIn Says:

    Noch ein Berger 88

    Drei Polizisten erschoss der Dortmunder Rechtsradikale Michael Berger im Juni 2000, dann tötete er sich selbst. Noch immer halten sich Gerüchte, der Täter habe als V-Mann für die Sicherheitsbehörden gearbeitet. … Bei anderer Gelegenheit hatte er sich in die Haare des Hinterkopfs zwei Achten einrasieren lassen – das Geheimsymbol der Neonazis.

    SPIEGEL 21.11.11

    „Geheimsymbol“ ist lächerlich.

  21. LeserIn Says:

    Die katholische Kirche vernichtet sich selbst:

    Papst Benedikt XVI. beruft Bischof Gerhard Ludwig Müller zum obersten Glaubenshüter im Vatikan. Der Karrieresprung befördert den früheren Professor auf Platz drei der katholischen Kirche – hinter Papst und Kardinalstaatssekretär.

    Die Personalie passt haargenau zur Art, wie Benedikt in seiner Umgebung die wichtigsten kurialen Posten besetzt: Männer seines Vertrauens müssen es sein, ihm ergeben, gut berechenbar. Menschliche Qualitäten? Nicht gar so wichtig – im Zweifel ersetzt die Weihegnade, woran es der Natur gebricht. Doch das funktioniert nicht immer – was die Regensburger Laiengremien nach Müllers Bischofsweihe 2002 ebenso leidvoll erfahren mussten wie gemaßregelte Theologen, und Journalisten sowieso. Die unkontrollierten Ausbrüche des 64-Jährigen sind legendär. …

    FR 03.07.12

    Ausgerechnet Müller!

  22. LeserIn Says:

    Weidner ist ‚Schriftleiter‘ (nicht Chef-Redakteur) der „Burschenschaftlichen Blätter“ und hat z.B. verkündet, dass das Todesurteil der NS-Richter gegen Dietrich Bonhoeffer eigentlich ganz o.k. war, weil Bonhoeffer das Vaterland verraten hätte.

    Über Norbert Weidner, der den Raczeks zu Bonn angehört, darf gesagt werden, er sei „höchstwahrscheinlich einer der Köpfe der rechtsextremen Bewegung, die aus Burschenschaftern, NPD und Kameradschaften besteht“. Dies entschied das LG Bonn am Mittwoch. Das Landgericht (LG) erlaubte zudem die Äußerung, er strebe die Gründung einer „rechtsextremen Studentenpartei“ an. Beide Aussagen seien vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt und überschritten nicht die Grenze zur Schmähkritik (Urt. v. 11.07.2012, Az. 9 O 213/12). Beckers dritte Äußerung, Weidner habe eine Mail gehackt, wertete das Gericht dagegen als Tatsachenbehauptung und untersagte diese.

    Legal Tribune Online 11.07.12

    Kostenteilung wahrscheinlich 2/3 zu 1/3, womit Becker seine Äußerungen immer noch teuer bezahlen muss.

    Nach Einschätzung von Becker sind etwa 1.500 der 10.000 Burschenschaftsmitglieder in Deutschland rechtsextrem. Nur wenige Mitglieder würden dagegen aufbegehren. „Das ist ein Armutszeugnis für uns Burschenschaften“, sagte er.

    WELT 11.07.12

    Es sind mehr als 15%.

  23. bloegi Says:

    Großes Tütata um einen Prozess in Gießen gegen den „Schlitzer“ Patrick Wolf. Z.B.

    http://www.fr-online.de/rhein-main/landgericht-giessen-prozess-gegen-neonazi–schlitzer-,1472796,16895864.html

    http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Echzell/Artikel,-Prozess-gegen-den-Schlitzer-beginnt-_arid,361532_regid,3_puid,1_pageid,78.html

    Echzell ist ein Dorf in der Wetterau ca.50 km von hier – ein typisch hessisches Dorf; nur dadurch ungewöhnlich, dass ein paar Bewohner aufgemuckt haben.

    Wolf hat sich mit großen Mengen Drogen, die andere auch gern hätten, erwischen lassen. Sonst hätte weitermachen können wie bisher. Was er so tut? Eine realistische Schilderung auf
    http://antinazi.wordpress.com/2010/08/23/echzell-und-seine-nazis-patrick-schlitzer-wolf-die-old-brothers-und-eine-gaskammer-als-partygag/
    Das Übliche: Sonnenstudio 88, Combat 18, beißfreudige Hundchen, echt germanisches Tattoo-Studio, Gaskammer-Parties; das kennen wir alles. Typisch ist auch

    In der Nacht vom 30. auf den 31.11.2009 werden die AnwohnerInnen der Wiesengasse gegen 01:15 Uhr aus dem Schlaf gerissen, eine Personengruppe zieht von Wolfs Anwesen ausgehend pöbelnd und Parolen schreiend durch die schmale Straße. Eine Anwohnerin öffnet ihr Fenster, bittet um Ruhe. Der Mob beschimpft die Frau, randaliert an ihrem Hoftor. Es ist zu hören, wie eine Person aus der Gruppe in ein Handy spricht und den vermeintlichen Gesprächspartner auffordert, Benzin zu besorgen, man müsse jetzt ein Haus anzünden.

    Anwohner rufen die Polizei, es dauert beeindruckende 45 Minuten, bis ein Streifenwagen mit zwei BeamtInnen eintrifft. Diese werden sofort von der randalierenden Neonazi-Meute angepöbelt und beschimpft. AnwohnerInnen werden von den PolizistInnen aufgefordert, sich von den Fenstern zu entfernen und nicht weiter zu provozieren, die PolizistInnen verlassen dann die Straße, sie hielten ihre Mission wohl für erfüllt.
    Kaum ist der Streifenwagen verschwunden, eskaliert die Situation. Der Mob dringt in den Hof der Frau ein, die anfangs um Ruhe gebeten hatte. Ihr Mann tritt auf seinen Hof, dort wird er von vier Personen, darunter Patrick Wolf, fesgehalten und zusammengeschlagen.

    Wer wissen will, wie der „Schlitzer“ aussieht:

    Aber das wäre alles nicht tragisch gewesen, wenn Wolf nicht vier Kilo Amphetamin und ein Pfund Marihuana besessen hätte.

  24. LeserIn Says:

    Die katholische Kirche als Elite-Schule für Heuchler:

    Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist erster Klasse nach Indien geflogen, um dort soziale Projekte zu besuchen. Sowohl auf dem Hin- wie auf dem Rückflug saßen Tebartz-van Elst und sein Generalvikar Franz Kaspar auf Premium-Plätzen. Sie hätten mit ihrer Reise nach Bangalore und Umgebung unter anderem Kindern helfen wollen, „die in Steinbrüchen tätig sind“, teilte der Bischof dem SPIEGEL mit. Ticketpreis und Meilenupgrade für Hin- und Rückflug entsprechen einem Wert von rund 7000 Euro pro Person.

    Katholiken in seinem Bistum kritisieren Tebartz-van Elst wegen des Umgangs mit dem Vermögen der Kirche. Die Kritik entzündete sich bislang insbesondere am neuen Bischofssitz direkt neben dem Limburger Dom, der mindestens 5,5 Millionen Euro kostet. …

    SPIEGEL 19.08.12

    Nur bei der Justiz lernt man noch besser heucheln.

  25. LeserIn Says:

    Herr Bischof Dr. Tebartz-van Elst fordert strafbewehrte Unterlassungserklärung und 1890,91 Euro Anwaltskosten.

    Katharina Kasper von den „Armen Dienstmägden Jesu Christi“ aus seinem Bistum zu einer Heiligen ernennen zu lassen, ist ein derzeitiges Lieblingsprojekt des Bischofs. Dafür mag es Bonuspunkte beim Papst geben.

    War es aber dazu nötig, erster Klasse nach Indien zu fliegen? „Nein, wir sind nicht erster Klasse geflogen, sondern Business-Klasse!“

    Ist ein Bischof, der die Moral der Kirche vertritt, der Wahrheit nicht besonders verpflichtet? Der Limburger Bischof bekommt die Fragen zur Reise noch einmal über seine Pressestelle schriftlich zugesandt. Die Antworten aber kommen nicht von der Pressestelle, sondern von einer Anwaltskanzlei in Frankfurt am Main. Sie umfassen zehn Seiten und unter anderem auch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu fünf Punkten. Es dürfe unter anderem nicht mehr in der Öffentlichkeit verbreitet werden: „Herr Bischof Dr. Tebartz-van Elst ist erste Klasse mit dem Flugzeug nach Indien geflogen.“

    Beigefügt war eine Rechnung für die anwaltliche Abmahnung über 1890,91 Euro. Zum Punkt Fliegerei lautete die Begründung der Anwälte, die Bischof Tebartz-van Elst beauftragt hatte: „Diese Behauptung ist unwahr.“ Der Mandant sei „Business geflogen“.

    Es folgt eine weitere schriftliche Nachfrage. Die Business-Class unterscheidet sich bereits erheblich von der Standard-Klasse, dort ist bequemes Reisen und Schlafen bei Langstrecken recht gut möglich. Im Jumbo-Jet nach Indien gibt es darüber hinaus aber noch die erste Klasse. Sie befindet sich im Oberdeck, ist allein über eine Treppe zu erreichen und hat nur acht Plätze. Die Gäste dort genießen eine besondere Betreuung und besonders viel Luxus.

    Einen Tag später sind der Anwaltsbrief, die Unterlassung, die hohe Rechnung Schnee von gestern. Plötzlich gilt eine neue Wahrheit. Ja, doch, die beiden Herren saßen in der ersten Klasse, ermöglicht durch eine Art Upgrade-Wunder, lässt der Bischof durch seinen Anwalt ausrichten.

    SPIEGEL 22.08.12

  26. LeserIn Says:

    Der heilige Mann ist ein Finanz-Jongleur.

    Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat ein Immobilienpaket des Bischöflichen Stuhls ans eigene Bistum verkauft. … Der Ertrag floss wiederum in die Kasse des Bischöflichen Stuhls. Darin sind für Tebartz-van Elst Erträge verfügbar, über die er keinerlei Rechenschaft ablegen muss; nicht einmal die Finanzämter nehmen Einblick. Wie viel Geld sein eigenes Bistum für diese Gesellschaftsanteile im Wert von geschätzt 6,7 Millionen Euro bezahlen musste, mochte Seine Exzellenz auf Nachfrage nicht preisgeben,

    Tebartz-van Elst lässt in Limburg zurzeit für über 5,5 Millionen Euro eine luxuriöse Bischofsresidenz für sich und seine Mitarbeiter errichten; die mehrfach gestiegenen Kosten begleicht er nach eigenen Angaben aus dem Vermögen des Bischöflichen Stuhls.

    SPIEGEL 28.08.12

    Der „Verkauf“ ist nicht mehr eine Umbuchung, damit Tebartz-van Elst sich überhaupt nicht für seinen Pracht-Palast verantworten muss.

  27. LeserIn Says:

    Bistum Limburg
    Priesteraufstand gegen Bischof

    Doch was 21 katholische Priester aus dem Bistum Limburg ihrem Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst an „Themen und Gestaltungsvorschlägen zum kirchlichen Miteinander“ dort unterbreiten, birgt Zündstoff.

    In dem Brief, der hr-online vorliegt, steckt scharfe und grundsätzliche Kritik an der Amtsführung des Bischofs: am Umgang mit Priestern und Laien, aber auch am Umgang mit strittigen Themen wie Wiederverheiratete, Geschiedene, homosexuelle Paare oder dem Zölibat. Sie gipfelt in dem Vorwurf, „dass eine Atmosphäre lähmender Furcht auf dem Bistum lastet“.

    HR 18.09.12

  28. LeserIn Says:

    Die deutschen katholischen Bischöfe hatten Christian Pfeiffer mit seinem kriminologischen Institut beauftragt Vorwürfe von Kindesmissbrauch gegen katholische Priester aufzuklären. Pfeiffer war bei der Aufklärung übereifrig und wurde gefeuert.

    Als verheerendes Signal für die Glaubwürdigkeit der Kirchenleitung sieht die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche die heute bekanntgegebene Kündigung des seit eineinhalb Jahren vereinbarten Forschungsvorhaben mit Professor Christian Pfeiffer und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN). … Die jetzige Handlungsweise der Bischöfe lässt eine neue Austrittswelle befürchten. Schon im Jahr 2010 haben 181.000 Katholiken ihren Austritt aus der Kirchensteuergemeinschaft erklärt.

    Weilburger Nachrichten 09.01.13

    Theologische Laien sehen das falsch. Theologisch richtig ist viel mehr: Je größer die Sünde, desto größer die Wahrscheinlichkeit göttlicher Vergebung, da Gottes Barmherzigkeit unendlich ist. Es ist so ähnlich wie beim Bundesverfassungsgericht, das die alltägliche Ungerechtigkeit langweilig findet.

    • Roderic Says:

      Clever war es schon, Talkshowlegende Pfeiffer (hat sich selbst gesundtherapiert durch exzessiv ausgelebte Ossiphobie) mit der delikaten Angelegenheit zu betrauen. Was ist da wieder schiefgelaufen … Hat der Self-Promoter bis zum Schluss nicht geschnallt, was seine Aufgabe ist?

  29. LeserIn Says:

    Die Priester suchen Protektion bei ihren weltlichen Kommilitonen, den Juristen. Die Juristen sollen die Behauptung, Priester verübten Zensur, zensieren.

    Nach der Aufkündigung einer Missbrauchsstudie geht die katholische Kirche juristisch gegen Zensurvorwürfe des Kriminologen Christian Pfeiffer vor. Er habe von der Kirche eine Unterlassungserklärung erhalten, sagte der Direktor des ursprünglich mit der Studie beauftragten Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) am Donnerstag in Hannover. Pfeiffer sah zunächst keinen Anlass von seiner Position abzurücken, wollte sich aber noch juristisch beraten.

    FAZ 10.01.13

    Hoffentlich findet der Prozess im katholischen Köln statt – bei Margarete Reske.

    Leute, tretet dem Islam bei! Da gibt es sowas sicher nicht.

    • Roderic Says:

      Am Anfang war das Wort … Der Islam ist Christentum und deutscher Justiz beim Zurechtbiegen ewiger Wahrheiten hoffnunglos unterlegen. Ihm bleiben in der Regel nur ohnmächtige Wutausbrüche und drakonische Strafen.

      Roms Klerus hoffte wohl, Pfeiffer liefert sein übliches Psychogeschwätz, das niemand ernst nimmt. Jetzt ziert er sich bei der Imprimatur. Naivität oder geschicktes Verlags-Marketing?

      Was hätte Pfeiffer auch Spannendes zu enthüllen/analysieren, was nicht eh alle schon wissen/ahnen/voraussetzen … PR-mäßig ist Rom im Moment nicht besonders gut beraten, gleich mit irdischem Gericht zu drohen. Das Vorgehen gegen Titanic war dagegen nur ein harmloser Lacher.

      siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Nihil_obstat

  30. LeserIn Says:

    Faule Fische im Netz der katholischen Kirche

    Der Rücktritt Papst Benedikts XVI. könnte nach italienischen Presseberichten mit einem geheimen Homosexuellennetzwerk im Vatikan zu tun haben. … Kardinal Julián Herranz … habe gegenüber Benedikt XVI. bereits am 9. Oktober 2012 das Wort „Homosexualität“ geäußert. Zwei Tage nach dem Gespräch mit Herranz hielt der Papst im Oktober eine pessimistische Rede, in dem er die Metapher von „faulen Fischen“ verwendete, die im Netz der Kirche gefangen würden.

    Nicht zum ersten Mal werden Behauptungen um ein homosexuelles Netzwerk innerhalb des Vatikans laut. Schon im Jahr 2007 wurde ein hochrangiger Priester suspendiert, nachdem er vom italienischen Fernsehen mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurde, wie er sich einem jüngeren Mann in eindeutiger Weise annäherte. Er erklärte anschließend, er habe für ein Buch über Homosexualität und katholische Priester recherchiert. … 2010 wurde ein Chorsänger des Petersdoms entlassen, weil er angeblich männliche Prostituierte für ein Mitglied des päpstlichen Hofstaates organisiert hatte. Kurz darauf filmte ein Nachrichtenmagazin mit versteckter Kamera Priester beim Besuch von Schwulenbars und -diskotheken.

    Berliner Morgenpost 22.02.13

    Priester sind Spezialisten für Sündigkeit. Die Ausrede „er habe für ein Buch über Homosexualität und katholische Priester recherchiert“ ist aber nicht besonders originell.

    • Roderic Says:

      Nach Mose liegt die Sache relativ klar:

      „Und Gott […] schuf sie als Mann und Weib. (1.BM1,27)
      […]
      Und […] sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei: ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. (1.BM2,18)
      […]
      Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. (1.BM2,24)“

      Wahrscheinlich hat Roms Ex-Bischof Ratzinger wirklich als einziger nichts mitbekommen. Luther stieg aus diesem Männerbund aus. Aber wo sind wir mit ihm hingeraten …

  31. Berger-88-BUMS-Treffen muss ohne Jägermeister-Trophäe stattfinden | bloegi Says:

    […] Christoph Aschenbach alias Suesse Sandy will beim BUMS-Treffen am 13.4.2013 ganz groß auftreten. Aschenbach ist fetter als jemals und sitzt jetzt im katholischen Pfarrgemeinderat. […]

  32. LeserIn Says:

    Was unterscheidet die katholische Kirche von Sodom und Gomorrha?

    Italienische Medien berichten, dass in Rom ein Prostitutionsring für Priester aufgeflogen ist. Für 150 bis 500 Euro sollen den Geistlichen minderjährige, männliche Prostituierte aus Osteuropa zur Verfügung gestellt worden sein. Für den Sex trafen sie sich offenbar in Kirchen.

    Der „Corriere della Sera“ geht davon aus, dass nicht nur einfache Pfarrer, sondern auch ranghohe Vertreter der katholischen Kirche in Rom in den Fall verwickelt sind.

    Der Ring, der den Namen „Die Schönen und Verdammten“ trägt, …

    FOCUS 26.06.13

  33. LeserIn Says:

    heilig — heilig — heilig

    Ein Bischof, ein Spion, Schwarzgeld: Eine neue Affäre erschüttert den Vatikan. Der kleine Staat wird sein Image als schmutziger Finanzplatz nicht los.

    Ein Priester beauftragt einen Geheimagenten damit, 20 Millionen Euro Schwarzgeld in einem Privatflugzeug von der Schweiz nach Italien zu schmuggeln. Das Geld soll an eine befreundete Familie gehen, die in der Schifffahrt aktiv ist. Für den Kurierdienst bezahlt der Geistliche 400.000 Euro. Doch am Ende fliegt alles auf. Der Priester, der Geheimagent und ein dritter Komplize landen hinter Gittern. Glaubt man der Finanzpolizei und der Staatsanwaltschaft in Rom, dann ist das alles nicht Fantasie, sondern hat sich wirklich so abgespielt. Am Freitag wurden Nunzio Scarano, der Prälat der vatikanischen Vermögensverwaltung Apsa, Giovanni Maria Zito, Ex-Mitarbeiter des Geheimdienstes, und der Finanzbroker Giovanni Carenzio festgenommen.

    WELT 28.06.13

    Im WELT-Artikel ist ein Bild des frommen Nunzio, Bischof und Prälat der vatikanischen Vermögensverwaltung. Er sieht aus wie ein älterer Bruder des Oberstaatsanwalts Rainer Franosch.

  34. LeserIn Says:

    Regina Coeli ist die Königin des Himmels, also die Heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria. Einer der Knäste in Rom heißt Regina-Coeli-Gefängnis.

    Rom – Bei einer richterlichen Vernehmung hat der wegen Geldwäsche verhaftete Vatikan-Priester Nunzio Scarano Hausarrest beantragt. Laut seinem Anwalt Silverio Sica fühlt sich der Geistliche im „Regina Coeli“-Gefängnis in Rom nicht wohl.

    SPIEGEL 01.07.2013

    Gerade erst wurde ein hochrangiger Geistlicher festgenommen. Jetzt erreicht der Skandalsumpf die Spitze des Instituts: Generaldirektor Cipriani und sein Stellvertreter (Tulli) sind zurückgetreten.

    FOCUS 02.07.13

    Investieren Sie bei der Vatikan-Bank! 100% Rendite pro Jahr garantiert. Ausgezahlt wird im Paradies, in das Sie allerdings sowieso nicht kommen.

  35. LeserIn Says:

    So straft Gott die sündigen Pfadfinder:

    In Baden-Württemberg hat das Unwetter ein Zeltlager der katholischen Pfadfinder verwüstet.

    http://www.wetteronline.de/?day=05&gid=DL&month=08&pcid=pc_wotexte_special&pid=p_wotexte_feature&sid=DailyTopics&token=sc&year=2013

  36. LeserIn Says:

    Die Heil bringende Kraft des Gebets

    Bei einem Selbstmordanschlag während einer Beerdigung in der pakistanischen Stadt Quetta sind mindestens 23 Menschen getötet worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden zudem etwa 40 Menschen verletzt. Die meisten der Opfer sind Polizisten. Der Täter zündete seinen Sprengsatz, während die Sicherheitskräfte Gebete für einen ermordeten Kollegen sprachen.

    dradio 08.08.13

    Wahrscheinlich besteht der Erfolg des Gebets darin, dass 23 Polizisten unverzüglich ins Paradies aufgenommen wurden und sich jetzt mit den Paradies-Jungfrauen vergnügen dürfen. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen nicht zu beten und dafür etwas besser aufzupassen.

  37. LeserIn Says:

    Bischof Tebartz-van Elst sollte umgehend heilig gesprochen werden. Was er für die Vernichtung der katholischen Kirche tut, ist mit Geld nicht zu bezahlen.

    In Frankfurt formiert sich Protest gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. In einem offenen Brief kritisieren die Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken sowie Priester und Laien die Führung des Bistums unter dem Geistlichen. „Die Bistumsleitung muss umgehend einen anderen Weg einschlagen“, heißt es in dem Schreiben. „Mit großer Sorge“ sehe man, dass sich die Vertrauenskrise im Bistum Limburg immer weiter zuspitze. … Der Brief wurde am Sonntag am Ende des Festgottesdienstes zum Stadtkirchenfest im Frankfurter Dom verlesen. Anschließend brandete Beifall auf.

    SPIEGEL 25.08.13

  38. LeserIn Says:

    Der vorige Papst hat Franz-Peter Tebartz-van Elst zum Bischof gemacht, weil Tebartz immer so viel vom Glauben redete, auf den es am meisten ankäme. Die Leute sollten ihm glauben.

    Der Protzbau, der Erste-Klasse-Flug, der autoritäre Führungsstil: Viele Katholiken haben genug vom umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. … Nach Informationen des SPIEGEL hat die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Limburg angesichts des anhaltenden Skandals um den Bischof erheblich zugenommen; das zeigen die Zahlen mehrerer Amtsgerichte. Insgesamt haben seit seinem Amtsantritt zum Jahresbeginn 2008 bis Ende vergangenen Jahres rund 25.000 Katholiken die Limburger Kirche verlassen. So war die Zahl der Austritte beim Amtsgericht Limburg im Jahr 2012 mehr als doppelt so hoch wie 2004, als Tebartz-van Elst noch nicht im Amt war.

    Bei Gericht legte der Bischof sogar eine eidesstattliche Versicherung vor und ließ dann durch eine Anwaltskanzlei mitteilen, es dürfe unter anderem nicht mehr in der Öffentlichkeit verbreitet werden: „Herr Bischof Dr. Tebartz-van Elst ist erste Klasse mit dem Flugzeug nach Indien geflogen.“ … Einen Tag später erfolgte dann das Eingeständnis, ja, doch, es war die erste Klasse. Später gingen bei der Staatsanwaltschaft Limburg Anzeigen gegen den Bischof ein. Der Vorwurf: Er habe eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben. Anfang Oktober sollen die Ermittlungen abgeschlossen sein.

    Spiegel 29.09.13

    Die Staatsanwaltschaft Limburg wird Tebartz schon nichts tun. In ihr sitzen Leute, die als Tebartzens Seelenverwandte gelten können: Staatsanwalt Herrchen, Staatsanwalt Mies usw..

  39. LeserIn Says:

    Es reicht nicht, wenn Bischof Tebartz-van Elst „glaubensstark“ ist. Die Anderen müssen oder sollen ihm glauben.

    Tebartz-van Elst gönnte sich 31-Millionen-Euro-Bau
    Palazzo Protzo in Limburg „überhaupt nicht genehmigt“

    Jochen Riebel, Mitglied im Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls in Limburg, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Ich kann es mir nur so erklären, dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist.“ Auf die Frage, welche Konsequenzen Tebartz-van Elst ziehen sollte, antwortete Riebel: „Wenn der Bischof ein Ehrenmann wäre, wäre die Entscheidung klar.“

    Obwohl er mehrfach dazu aufgefordert worden sei, habe der Bischof weder Haushalte für 2012 und 2013 noch Einzelprojekte zur Genehmigung vorgelegt, wie es seine Pflicht gewesen wäre, sagte Riebel, ehemals Leiter der hessischen Staatskanzlei ..

    In Anspielung auf die zehn Gebote projizierte der Lichtkünstler Oliver Bienkowski am Dienstagabend die Worte „Du sollst nicht stehlen“ auf das Domportal.

    FOCUS 09.10.13

    Schöne Fotos im Focus-Artikel. Auf den Innenhof hat der fromme Tebarts ein Denkmal setzen lassen, das einen Lufthansa-Flieger im Lande-Anflug zeigt.

  40. LeserIn Says:

    Die HAMBURGER (nicht die Limburger) Staatsanwaltschaft hat einen Strafbefehl gegen Bischof Tebartz-von Elst beantragt.

    Verstoß gegen das Achte Gebot

    … Die Regel, dass man kein falsches Zeugnis wider seinem Nächsten ablegen soll, zählt auch nicht unbedingt zu den obskursten Vorschriften der päpstlichen Religion. Die meisten Kinder lernen sie bereits in der Grundschule. Trotzdem wirft die Staatsanwaltschaft Hamburg dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst jetzt vor, dass er zwei unwahre eidesstattliche Versicherungen abgab, um vor dem Landgericht Hamburg einen Maulkorb für die Presse zu erwirken. …

    Telepolis 11.10.13

    Zuerst ‚bearbeitet‘ die Staatsanwaltschaft, bei der eine Anzeige eingegangen ist, diese Anzeige. Geschädigter der falschen eidesstattlichen Erklärungen war der SPIEGEL. Die SPIEGEL-Verantwortlichen haben ihre Anzeige an die Staatsanwaltschaft Hamburg geschickt, weil der SPIEGEL seinen Geschäftssitz in Hamburg hat.

    Wenn eine Staatsanwaltschaft kein Interesse an einer Verfolgung hat, aber den Anzeigeerstatter nicht brüskieren will, stellt sie das Verfahren nicht ein, sondern ‚gibt‘ das Verfahren an die ‚zuständige‘ Staatsanwaltschaft ‚ab‘. Die angebliche Zuständigkeit wird aus dem Wohnort des Beschuldigten oder dem ‚Begehungsort‘ abgeleitet. Im vorliegenden Fall ist also die Staatsanwaltschaft Limburg ‚zuständig‘.

    In Wirklichkeit gibt es diese ‚Zuständigkeiten‘ nicht. Besonders klar wurde das im Fall Michel Friedman, als der Berliner Generalstaatsanwalt Karge (der sich selbst „Panzerkreuzer“ nannte) ein besonderes Interesse an der Verfolgung Friedmans hatte und die Berliner Staatsanwaltschaft (nicht die Frankfurter) das Strafverfahren durchführte.

    Weiter im Telepolis-Artikel:

    Falls Tebartz-van Elst rechtskräftig bestraft wird, dann wird er das für etwas, was unter Behördenleitern, Politikern, Managern und Gewerkschaftsfunktionären mittlerweile durchaus üblich ist. Und zwar deshalb, weil die Medienrechtsprechung der Landgerichte Köln und Hamburg geradezu zu solch einem Verhalten einlädt: Wer lügt, der kann heute mit Abmahnungen und einstweiligen Verfügungen sehr viel mehr erreichen als derjenige, der ehrlich bleibt. Das Risiko, beim Lügen erwischt zu werden, ist für Abmahner verhältnismäßig gering.

    Der Autor des Telepolis-Artikels, Peter Mühlbauer, hat mit der deutschen Zensur-Justiz anscheinend selbst schon Erfahrungen gemacht. Er verfügt über tief reichende Kenntnisse.

  41. LeserIn Says:

    Burda (FOCUS) nennt Tebartz-van Elst einen „Prass-Prediger“. Andere nennen ihn einen „Protz-Bischof“.

    Schwarze Ledermöbel und ein Glastisch, die Wände aus grobem, historischem Gemäuer; eine weiße Designer-Badewanne, natürlich freistehend, an beiden Seiten Nackenstützen; große, goldene Wappen an den Wänden; ein weiter Lichthof mit Säulen und Brunnen: Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich einen sichtlich weltlichen Wohntraum erfüllt. Eine einfache Stube mit Holztisch, Bibel und Kniebank, das wäre wohl nichts für ihn. Sein Bischofssitz ist prachtvoll, die meisten reden von Protz. Was die Kosten angeht, stimmt das: Die neue Unterkunft sorgte für Rechnungen in Höhe von 31 Millionen Euro.

    Der „Bild“-Zeitung ist es gelungen, eine etwas detailliertere Aufstellung der Posten zu erlangen. Die Zahlen wurden dem Blatt auch von Jochen Riebel, einem Mitglied des zuständigen kirchlichen Vermögensverwaltungsrates, bestätigt. Demnach ließ Tebartz-van Elst sich seine Privat-Wohnung inmitten des Anwesens fast 3 Millionen Euro Kirchengeld kosten. Allein die Inneneinrichtung hat 478.000 Euro gekostet – mancher baut gleich zwei Häuser dafür.

    Sein Garten: vom Feinsten. Auch preislich: 783.000 Euro. Der schon angesprochene Lichthof schlug mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Deutlich teurer noch die neue Kapelle: 2,67 Millionen Euro. Andere Details erzeugen nur Ehrfurcht: Ein Konferenz-Tisch etwa kostete 25.000 Euro, Einbauschränke – selbstredend maßgeschneidert – schlugen mit 350.000 Euro in den Klingelbeutel ein. Eine Randnotiz: Das Anbringen eines Adventkranzes brachte den Handwerkern mal rund 100.000 Euro ein. Für das gute Stück musste schließlich glatt das neue Dach durchlöchert werden.

    n-tv 11.10.13

    Bei den Handwerkern ist Tebartz bestimmt sehr beliebt. Auf seine Schäfchen wirkt Tebartz segensreich:

    50 Katholiken hätten seit Mittwoch ihren Austritt erklärt, teilt der zuständige Sachbearbeiter am Amtsgericht laut epd mit. Üblich seien im Jahresschnitt ein bis zwei Austritte täglich.

    SZ 11.10.13

  42. LeserIn Says:

    Komischer Weltuntergangsartikel in der FAZ 13.10.13

    Der Skandal um den Bischof zu Limburg hat in der deutschen Nachkriegsgeschichte nicht seinesgleichen. Es ist furchtbar. Es ist furchtbar.
    ….
    Der Schreiner soll ihm sogar als Obermessdiener behilflich gewesen sein …

    Es hat halt auch weltliche Vorteile, wenn man mal Obermessdiener war (siehe den Titel dieses Thread). Man sichert sich nicht nur für die Zeit nach dem Ableben einen Platz zur Rechten Gottes. Schon im Diesseits zahlt es sich aus.

    Insgesamt referiert die FAZ viele Details der bischöflichen Planung. Tebartz hat überall in die Decken unsichtbare Lautsprecher einbauen lassen. Wahrscheinlich wollte er so Gott aus der Höhe sprechen lassen und alle Gläubigen erschauern vor Ehrfurcht.

    Noch mehr Weltuntergang:

    Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, sagte am Montag im Deutschlandfunk, das Spendenaufkommen für seine Organisation gehe wegen des Skandals zurück.

    Sächsische Zeitung 10.10.13

  43. LeserIn Says:

    Die WELT 19.10.13 will auf folgende Weise Verständnis für den Bischof Tebartz-van Elst erwecken:

    Die Frisur des Bischofs, seine athletische Erscheinung und jene stets etwas zu dunkelroten Lippen erregen die Gemüter jener protestantischen Kargheitsdogmatiker …

    „athletische Erscheinung“? Eher sieht Tebartz wie ein verrücktes Äffchen aus.

    Weiter in der WELT am oben angegebenen Ort:

    So wie die roten Prada-Schuhe von Papst Benedikt jene dem Kirchenfürsten und noch viel mehr dem Stellvertreter Gottes angedichtete Demutsverpflichtung unterliefen.

    Der Teufel trägt Prada.

    WELT a.o.a.O.:

    Die schwarze Kapelle sieht aus wie das Bethaus von Darth Vader

    Tebartz‘ Kapelle wird zum Kultbau der Satanisten werden.

    WELT:

    Dass dieser Bischof mit dem romanhaften Namen bei Oldtimerrallyes auch kostbare BMW-Cabrios segnet … Sein unbeholfenes Vorstadt-Dandytum raubt der städtebaulichen Intervention ein brillantes Finish. … Das Etui des Bischofs ist nicht das eines Hirten und Dieners, sondern eines verschreckten Lammes ….

    Die Springersche ‚Qualitätszeitung‘ macht auf SPIEGEL.

  44. LeserIn Says:

    Nun hasst sogar die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung F.A.S. den Bischof:

    Aus internen Unterlagen geht hervor, dass der Bischof von Limburg mehr als 100.000 Euro allein für einen Mann mit Hund ausgab, der die Baustelle auf dem Domplatz bewachte, nach eigener Auskunft eine Waffe mit sich führte und unter anderem einen Fotografen der F.A.S. bedrohte und vertrieb. Der Mann hatte behauptet, er werde zum Schutz vor der Presse und gegen Personen, „die den Bischof hassen“, eingesetzt …

    FAZ 19.10.13

    Man sollte noch eruieren, inwiefern sich der Mann mit Hund schon als Neonazi betätigt hat.

  45. LeserIn Says:

    Der Papst lässt den Tebartz Bischof bleiben; er darf aber nicht so bald wieder nach Limburg. In Regensburg (Bayern) jedoch ist Tebartz willkommen.
    http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/tebartz-van-elst-bistum-regensburg-laedt-limburger-bischof-3181479.html

    Die folgende Meldung ist nicht frisch, enthält aber ein sehr wichtiges Detail, das man verstehen muss, wenn man verstehen will, wie Tebartz Bischof werden konnte:
    theologische Tiefe und katholische Ausrichtung.

    Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst verteidigt. … Die Medien hätten sich geradezu gegen den Limburger Bischof verschworen. … Wahrscheinlich gehe es einzig und allein um die theologische Haltung von Tebartz-van Elst und seinen Stil der Verkündigung. Dessen Predigten, Aufsätze und pastorale Modelle spiegeln nach Ansicht Meisners „eine theologische Tiefe und eine katholische Ausrichtung“, die vorbildlich sei.

    merkur 13.09.13

    Joachim Meisner ist jetzt achtzig Jahr alt. Seit vierundzwanzig Jahren ist er Erzbischof in Köln. („Erz“ abgeleitet von „Arch“ bedeutet „herrschend“). Ohne Meisners Unterstützung wäre Tebartz niemals Bischof geworden.

    Was gefällt Meisner an Tebartz? „Theologische Tiefe“ und „katholische Ausrichtung“. Mit anderen Worten: Tebartz ist ein Opportunist, die immer das geschwafelt hat, was seine Oberen von ihm hören wollten.

  46. LeserIn Says:

    Mehr über den heiligen Tebartz:

    Skandalbischof: Kommission präsentiert Beweise gegen Tebartz-van Elst

    Die kirchlichen Ermittler waren bei ihrer Spurensicherung zunächst Hinweisen auf eine Geheimregistratur nachgegangen, die in den eigens angemieteten Räumen einer Art konspirativen Wohnung in Limburg lagerten. … Einige bislang unbekannte Finanzierungspapiere tragen beweiskräftig die bischöfliche Unterschrift. Die bisher auf 31 Millionen Euro geschätzten Baukosten des Limburger Bischofshauses liegen demnach wesentlich höher. Zudem wurde aus mindestens einer kirchlichen Stiftung im Bistum Geld herausgezogen, um das aufwendige Bauvorhaben zu finanzieren. … Auf mehreren Versammlungen von Katholiken im Bistum wurde in den vergangenen Tagen eine rasche endgültige Absetzung Tebartz-van Elsts angemahnt. „Jeder Tag, den er länger im Amt bleibt, geht jetzt auch auf Kosten der Glaubwürdigkeit von Papst Franziskus“, …

    SPIEGEL 09.02.14

    Das Argument der katholischen Kirche ist, sie habe die Borgia-Familie überstanden; deshalb werde sie auch Tebartz-van Elst überstehen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cesare_Borgia

    Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln und Tebartz-Mentor, geht demnächst in den ‚wohlverdienten‘ Ruhestand.

    http://www.bild.de/regional/koeln/meisner-joachim/super-bischof-34409908.bild.html

  47. LeserIn Says:

    Franziskus ist kein Kuschel-Papst.

    Papst Franziskus hat die österreichische Vorsitzende der katholischen Reformbewegung „Wir sind Kirche“ exkommuniziert. … Die pensionierte Religionspädagogin Heizer (67) und ihr Mann hatten regelmäßig in ihrem Privathaus im österreichischen Absam (Tirol) Messen gefeiert, gemeinsam mit anderen Gläubigen, allerdings ohne geweihte Priester.

    WELT 22.05.14

    „Ich“, so meint der Papst, „und meine Heiligen Unter-Hirten bestimmen, wer Priester sein darf.“

  48. Caesar Says:

    Gerade bin ich auf diese Seite gestoßen:

    http://www.christophaschenbach.de/index.php

    Man möchte lachen angesichts dieser frommen Vorteilhaftigkeit, mit der Aschenbach sich hier im besten Licht darstellt.

    Von seiner Gründung der Berger-88- und was er sonst noch so veranstaltet hat, davon steht natürlich nichts in seiner Biographie.

    Möchte der fromme Kirchenorganist vielleicht noch heilig gesprochen werden?😉

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