Des Prügel-Pfarrers geistliche Söhne

Dr.-Josef-Gutmann-Straße in Amöneburg

[Die Dr.-Josef-Gutmann-Straße in Amöneburg zweigt vom Steinweg ab (rechts im Bild). Der Steinweg ist die Hauptstraße der Unterstadt. Rechts oben sind ein paar Häuser der Oberstadt sichtbar. Dazwischen mit dem Türmchen steht die evangelische Kapelle. Deren Bau wurde erzwungen, als Hessen preußisch wurde. Amöneburg war die katholische Speerspitze gegen das evangelische Marburg. In Amöneburg residiert dementsprechend die katholische Stiftsschule St.Johann.]

Vor etwa einem Jahr war ich bei einem KatholikInnen-Treffen, zu dem der gegenwärtige Amöneburger Pfarrer Klatt eingeladen hatte. Eine Frau, die nicht mehr in Amöneburg wohnt, fing an vom verstorbenen Pfarrer Gutmann zu erzählen, wie er Kinder verprügelt hatte. Andere Frauen bestätigten das. Bernhard Klatt verhielt sich korrekt. Ihm waren die Erzählungen offenbar peinlich. Doch versuchte er nicht die Frauen zum Schweigen zu bringen. Einigermaßen korrekt verhielt sich auch, wie wir unten sehen werden, der gegenwärtige Bischof Algermissen.

Das Problem in Amöneburg ist eine Klicke; es sind nicht einmal viele darin. Diese Klicke stellte früher sogar den Bürgermeister. Doch bei den letzten Wahlen fielen deren Kandidaten durch, erst ein gewisser Oliver Haupt, dann ein gewisser Freddy Greib. Die Männer, die stattdessen gewählt wurden, hatten nur einen einzigen Vorteil: Sie waren keine Mitglieder der Klicke.

Während also die Besetzung des Bürgermeister-Postens nicht mehr gelang, hocken etliche Mitglieder der Klicke immer noch in der Amöneburger Stadtverordnetenversammlung. Dort offenbaren sie ihr Wesen, auch im Fall des Prügel-Pfarrers Gutmann. Was folgt, ist eine Sammlung von Presseberichten darüber.

[…] Ende März berichtete diese Zeitung über brutale Gewaltakte des früheren Stiftsschulleiters und Pfarrers Dr. Josef Gutmann in den 50er und 60er Jahren. Ein weiterer Betroffener, der frühere Stiftsschüler Wigbert Wicker, schildert ähnliche Erlebnisse mit dem Priester. So soll sich Gutmann auch nicht gescheut haben, Kinder systematisch und mit großer Härte während Eucharistiefeiern geprügelt zu haben. […]

Oberhessische Presse 16.4.2010

„Eucharistiefeier“ heißt bei Evangelischen Abendmahl. Die Eucharistie ist heiliger Höhepunkt jedes christlichen Kults. Gutmann kann nicht dicht gewesen sein, da er sich nicht einmal dabei beherrschte.

Amöneburg. Die Stadtverordnetenversammlung des katholischen Bergstädtchens Amöneburg bei Marburg hat es jetzt abgelehnt, den Fall des umstrittenen ehemaligen Schulleiters und Priesters Josef Gutmann (1913-1997) zu untersuchen. […]

Hessisch-Niedersächsische Allgemeine 4.5.2010

Eine Straße in Amöneburg trägt den Namen eines ehemaligen Stiftsschulleiters. Gegen diesen wurden jüngst Vorwürfe laut, er habe Schüler bewusstlos geprügelt. Die Straße soll trotzdem weiter an ihn erinnern. Denn die Stadtverordneten haben am Montag beschlossen, nicht mehr über das Thema zu diskutieren. […]

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Heck kam für sich zu dem Schluss, dass jener Schulleiter körperliche Gewalt angewandt habe. Von einer Verurteilung distanzierte er sich jedoch. Die Vorwürfe müssten in ihre Zeit eingeordnet werden; in den 50er bis 70er Jahren sei körperliche Züchtigung gesellschaftlich breit akzeptiert gewesen, sagte er. […]

Amöneburgs Ortsvorsteher Herbert Fischer hat – mit zwei Ausnahmen – alle Bewohner der betroffenen Straße gefragt. „Alle lehnen eine Umbenennung ab, da sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist“, sagt er. Und das, obwohl unter den Anwohnern zwei Zeitzeugen seien, die von jenem Schulleiter Prügel bezogen hätten. „Aber sie bewerten das anders. Sie sagen, das hätte sie damals nicht gejuckt“, berichtet Herbert Fischer. […]

Marburger Neue Zeitung 4.5.2010.

Der Jurist Stefan Heck (CDU) wollte 2009 in den Bundestag. Er warb mit einem Plakat, das ihn grinsend dicht bei einem minderjährigen Mädchen zeigt. Heck fiel durch. Hier hat Heck Falsches von sich gegeben. Vor vierzig bis fünfzig Jahren waren Klapse und Ohrfeigen als Erziehungsmittel üblich, wenn auch nicht überall – in meiner Familie zum Beispiel nicht. Prügelorgien und öffentliche Demütigungen von Kindern waren jedoch schon damals verpönt. Sie waren wie heute Körperverletzungen.

Der Polizeibeamte Herbert Fischer (AWG) ist Wesensprüfer und Rassegutachter. Fahrzeuge, die er benutzt, sind an dem Käfig mit den dicken Stäben aus Metall erkennbar, der im hinteren Teil des Autos angebracht ist. Auch Fischer wollte einmal Bürgermeister werden. Doch löste sein Anerbieten nicht einmal bei seinen damaligen Parteigenossen Begeisterung aus, worauf Fischer aus der CDU austrat. Die AWG (Amöneburger Wählergemeinschaft) rekrutiert sich aus Vereinen wie dem TSV 1888 und den Berger-88-. Achtung: Herbert Fischer darf keinesfalls mit dem Polizeibeamten und SS-Führer Herbert Fischer verwechselt werden.

Prügelattacken des Monsignore

[…] Die Stadtverordnetenversammlung des katholischen Bergstädtchens bei Marburg hat es abgelehnt, den Fall des umstrittenen ehemaligen Schulleiters und Priesters Josef Gutmann (1913 bis 1997) zu untersuchen. […] Sie stellten sich mehrheitlich auf den Standpunkt, dass Schläge damals normal gewesen seien.

„Ich bin über diese Verharmlosungen sehr erschüttert“, sagt Dr. Bernd Greiten, der das katholische Gymnasium Amöneburgs sieben Jahre lang besuchte: „Es geht nicht um ein paar Ohrfeigen sondern um exzessive Gewalt.“ Der ehemalige Schüler berichtet von Durchprügeln bis zur Erschöpfung. Oft habe der frühere Leiter der heutigen Stiftsschule erst aufgehört, wenn er selbst nicht mehr konnte. „Wenn man die lateinisches Verb nicht wusste, hatte man gar keine Chance, seinen Prügelattacken zu entgehen – beidhändig, Vorhand und Rückhand“, sagt Greiten. Ständig seien Schüler mit geschwollenen Gesichtern aus Gutmanns Unterricht gekommen. Der promovierte Psychologe schildert den Schulleiter als „völlig unkontrollierten Priester“, der betete, Schüler schlug und wieder betete. Die Lehrerschaft habe sich damals ebenso geduckt wie die Schüler […]

Gießener Anzeiger 7.5.2010

Monsignore ist eine Auszeichnung durch den Papst etwa wie „Träger des Bundesverdienstkreuzes“.

Amöneburg. Am Donnerstag präzisierte das Bistum Fulda auf Anfrage dieser Zeitung seine Erklärung zum früheren Leiter der Stiftsschule Dr. Josef Gutmann. […] Matthias Reger, stellvertretender Bistumssprecher, wurde am Donnerstag deutlich: „Wir distanzieren uns ausdrücklich und mit aller Deutlichkeit von den schlimmen Taten, die Gutmann in Amöneburg verübt hat.“

Außerdem bestätigte der Sprecher erstmals, dass der frühere Schul- und Heimleiter 1964 auch wegen mehrerer Beschwerden in den Ruhestand versetzt worden ist. […] Primärer Grund sei allerdings Gutmanns angegriffene Gesundheit gewesen, betont Sprecher Reger.

Oberhessische Presse 20.5.2010

„Gutmanns angegriffene Gesundheit“ – stimmt: Er war nicht dicht.

Parlament protegiert Prügel-Priester

AMÖNEBURG. (hu/hpd) Mit der Mehrheit der Christlich-Demokratischen Union (CDU), der Amöneburger Wählergemeinschaft (AWG) und der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat die Stadtverordnetenversammlung von Amöneburg sich geweigert, die Umbenennung der Dr.-Josef-Gutmann-Straße überhaupt zu prüfen. […]

Als Ortspfarrer und Direktor der katholischen Stiftsschule St. Johann soll Gutmann beim sonntäglichen Gottesdienst Schüler an den Haaren aus Kirchenbänken herausgezogen haben. Die gesamte Gemeinde habe dabei tatenlos zugesehen. […]

Ein Forum der Oberhessischen Presse (OP) musste die Marburger Tageszeitung wegen zahlreicher Verstöße gegen die Foren-Regeln schon nach kurzer Zeit wieder schließen. […]

Humanistischer Pressedienst 25.5.2010

Hinter dem Satz „Ein Forum musste die Tageszeitung wegen zahlreicher Verstöße gegen die Foren-Regeln schließen“ steckt Folgendes: In Amöneburg gibt es Leute, die bei jeder wahrheitsgemäßen Berichterstattung Telefonterror verüben, E-Mails mit wüsten Pöbeleien und Morddrohungen verschicken usw. Das sind die geistlichen Söhne des Prügel-Pfarrers.

Ulrich Brosa

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17 Antworten to “Des Prügel-Pfarrers geistliche Söhne”

  1. bloegi Says:

    Das Forum, das im obigen Artikel zuletzt erwähnt wurde, ist:

    http://www.op-marburg.de/Lokales/Ostkreis/Ehemaliger-Schueler-berichtet-von-Missbrauch

    Trotz der „Schließung“ strotzt es immer noch von fremdenfeindlichen Angriffen z.B.:

    Stiftsschule Amöneburg ehemaliger Stiftsschüler – 05.03.10
    Ich halte es für höchst zweifelhaft, wenn sich gerade jetzt ein ehemaliger Stiftsschüler aus Berlin zu einem Missbrauchsvorfall äußert. Denn gerade in der derzeitigen Kritik, in welcher die katholischen Kirche aktuell seit Bekanntwerden erster Missbrauchsfällen steht, ist es ein Leichtes, „mit auf den Bock zu springen“ und ebenfalls Missbrauchsvorwürfe zu äußern. Scheinbar scheint der Betroffene sein Erlebtes seit Jahren erfolgreich verdrängt zu haben. Diese Vorwürfe sollten jedoch mit Vorsicht bedacht werden und zuerst sollte geprüft werden, ob sie sich tatsächlich halten.
    Hier besteht die Gefahr, den Ruf einer wirklich guten Schule nachhaltig zu schädigen.

    Die Stiftsschule, typisches Produkt einer geschlossenen Gesellschaft, ist nicht gut und war es wahrscheinlich nie.

  2. LeserIn Says:

    Bei einem Prozess im Landgericht Marburg geht es um einen Mann, der angeblich sadistische Sexspiele vollführte. Seine Ehefrau war wohl Komplizin. Hineingezogen wurden wohl die Schwägerin, die minderjährige Tochter des Mannes und deren minderjährige Freundin. Von diesem Mann heißt es nun, er sei als Kind ebenfalls schwer misshandelt und sexuell missbraucht worden. OP 03.06.10

    Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend Böses muss gebären. (Das ist nicht von Goethe!)

    In ähnlicher Weise könnte das Verhalten des Prügel-Pfarrers Gutmann die sozialen Verhältnisse in Amöneburg geprägt haben, zumal anzunehmen ist, dass andere Erwachsene sich ähnlich benahmen wie Gutmann.

  3. kvportal Says:

    9% aller Todesfälle gehen in Deutschland auf übermäßigen Alkoholkonsum zurück. Dies berichtet die Bundeszentrale fü …
    http://www.kvportal.de/deutschland-verzeichnet-74.000-alkoholtote-jahrlich

  4. Dirks Aufreger-Blog Says:

    Mit Erstaunen, dann Erschrecken und schließlich ein wenig Wut habe ich einen Artikel der Oberhessischen Presse gelesen, der davon berichtet, daß die 3 Fraktionen AWG, FWG und CDU des Stadtparlaments einen Antrag der SPD abgeschmettert haben, eine Straße umzubenennen, die nach einem ehemaligen Schulleiter der Stiftsschule St. Johann benannt ist, der in den 50er und 60er Jahren Schüler brutal mißhandelt haben soll (OP-Artikel von letzter Woche dazu). Absolute Ohrfeige ins Gesicht der Opfer ist ja wohl folgende Aussage von Rudi Rhiel, dem Vorsitzenden der FWG: „Ich habe auch mal Ohrfeigen bekommen, aber dass jemand……..

    http://dirks.aufreger-blog.de/2010/06/10/amoeneburger-schuetzen-einen-ehemaligen-schulleiter-der-stiftsschule-st-johann-der-schueler-misshandelt-hat/

  5. ricalb Says:

    @Leserin

    Nee, ist wirklich nicht vom Goethefaust, ist vom Schiller.

    Und ist (gleichwohl) wichtig:

    Das eben ist der Fluch der bösen Tat, /
    Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.“

    [Octavio, in: Wallenstein, Fünfter Aufzug; Schiller Werke Bd. 2: 398]

  6. Fraktion DIE LINKE im Bundestag Says:

    Pressemitteilung
    21.05.2009 – 16. Wahlperiode – Oskar Lafontaine
    Der Fluch der bösen Tat

    Zu der Meldung, dass jeder vierte neue Arbeitslose direkt in Hartz IV fällt, erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine:

    „´Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend, immer böses muss gebären.“ Dieses Goethe-Zitat beschre…

    http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1202966109

  7. bloegi Says:

    Noch ein Artikel über den „Egoisten und größenwahnsinnigen Machtmenschen“ Gutmann:

    http://www.op-marburg.de/layout/set/gallery/Lokales/Ostkreis/Mit-brutaler-Gewalt-durchgesetzt

    Dazu zwei Fragen:

    1) Wie konnte Gutmann so lange sein Unwesen treiben? Offenbar haben viele gewusst, was er wirklich ist.

    2) Ist Gutmanns Vermächtnis wirklich überwunden?

  8. Ortsdiener Fritz ist jetzt katholischer Obermessdiener « bloegi Says:

    […] durch Lehrer der katholischen Schule auf Minderjährige. Der glücklicherweise verstorbene Pfarrer Gutmann, der die Kinder bis zum Umfallen prügelte. Der glücklicherweise gescheiterte […]

  9. bloegi Says:

    Kirchenkritische Internetseite mit vielen rührenden Bildern entdeckt:

    http://www.leipziger-montagsdemo.de/informationen/daten/daten_07_kirche/kirche_informationen_02.htm

    Dort auch die einstweilige Verfügung gefunden, die der Regensburger Bischof Müller gegen Jochen Hoff erwirkt hat:

    http://www.duckhome.de/tb/uploads/einstweilige.pdf

    Ich nehme mit Vergnügen Partei für Jochen Hoff. Seine Kritik an Müller ist angebracht. Müller ist nicht erträglich.

  10. LeserIn Says:

    Kirchen helfen Neonazis sich das Mäntelchen der Wohltätigkeit umzuhängen.

    Die Familie von NPD-Chef Holger Apfel engagiert sich in Riesas (katholischer) Kirchengemeinde.

    ZEIT 23.01.12

    Apfel liebt das liebe Jesulein. Da kann er nicht schlecht sein.

    • Roderic Says:

      In deutsch-völkischen Kreisen geht man davon aus, dass Jesu Vater ein germanischer Söldner im Dienste Roms war.

      • bloegi Says:

        Folgt man der griechischen Rechtsauffassung, war Jesus von Nazareth ein Grieche, der den Juden endlich die richtige Kultur beibringen wollte und zum Dank dafür ermordet worden sei.

        Roderic schrieb:

        In deutsch-völkischen Kreisen geht man davon aus, dass Jesu Vater ein germanischer Söldner im Dienste Roms war.

        In deutsch-völkischen Kreisen heißt es: „Odin statt Jesus“. Apfels politische Karriere wird bald beendet sein.

      • Roderic Says:

        Siehe auch Deutsche Christen („Germanisierung“ Jesu). Wotan war (bisher) nur Folklore. Der Wille: Das „ewige“ arische Kulturvolk beweisen.

  11. bloegi Says:

    + + + r.i.p. + + +

    Beim Absturz eines Kleinflugzeuges im hessischen Cölbe sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die einmotorige Cessna stürzte auf ein Feld im Ortsteil Schönstadt in unmittelbarer Flugplatznähe, fing nach dem Aufprall Feuer und brannte komplett aus, wie die Polizei mitteilte. […] Bei den beiden Toten handele es sich um einen 59-Jährigen aus Amöneburg und […]

    Welt 11.02.12

    Die Details, die in der Welt beschrieben werden, stimmen eher nicht. Richtiger:

    Es war sehr kalt. Die Steuerruder hätten vor dem Start besonders sorgfältig kontrolliert und enteist werden müssen.

  12. LeserIn Says:

    Aus dem Forum der Oberhessischen Presse:

    Naja, „einen Halbkreis nach rechts“ ist die Maschine nicht geflogen! Ich habe den Absturz gesehen und auch den Notruf abgesetzt! Die Maschine ist nach dem Start fast senkrecht nach oben gezogen und dann im trudeln nach unten abgestürzt! Meine Vermutung ist das etwas mit einem Ruder nicht gestimmt hat, vielleicht war eins festgefroren!

    http://forum.op-marburg.de/showthread.php?t=177792

  13. LeserIn Says:

    Der jetzige Fuldaer Bischof Heinz J. Algermissen ist Burschenschaftler

    Algermissen spricht vor 124.Cartellversammlung – Studentenverbindung vier Tage in Fulda

    Bischof Algermissen trägt zum Kommers die Farben seiner Verbindung … Der Bischof ist als Student in Freiburg ordentliches Mitglied geworden. Er berichtet mit einem Augenzwinkern aus seiner als Zeit als Coleurstudent. „Auch wenn wir damals bis nach vier Uhr gefeiert haben, waren wir um 9.30 Uhr zur Messe da …“

    Bonifatiusbote 26.06.10

    „Feiern“ ist bei Burschenschaftlern ein altmodisches Wort für Koma-Saufen.

    Algermissen nimmt das Wort „Akademiker“ gern in den Mund. Er meint damit Verbindungsstudenten.

    Ansonsten das Übliche:

    Er ist Mitglied der K.D.St.V. Guestfalo-Silesia zu Paderborn (1964), der K.D.St.V. Wildenstein Freiburg im Breisgau (1969) und der K.D.St.V. Adolphiana Fulda (2008), alle im CV. Er ist Ritter des Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Bischof Algermissen ist Mitglied im Rotary-Club Bielefeld-Süd und des Kolpingwerkes.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Josef_Algermissen

    Er wäre sonst nicht Bischof geworden.

  14. LeserIn Says:

    SEELSORGER! Das Wort allein ist eine Zumutung.

    Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofkonferenz und hatte in dieser Funktion eine „Null-Toleranz-Linie“ gegenüber Sexualstraftätern gefordert. Nach SPIEGEL-Informationen verfährt er in der Praxis jedoch anders und beschäftigt Pädophile weiterhin als Seelsorger. In seinem Bistum sind mindestens sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer im Einsatz, darunter ein Geistlicher, der als Lehrer in einem Internat sexuelle Beziehungen zu einem seiner Schüler unterhalten haben soll, und zwei wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilte Priester.

    SPIEGEL 18.03.12

    Eine ältere Meldung, die dazu passt:

    Die katholische Kirche der Niederlande hat einem Bericht der Zeitung „NRC Handelsblad“ zufolge in den fünfziger Jahren mehrere Jungen kastrieren lassen, um deren angebliche Homosexualität „zu heilen“.

    Bekannt geworden war demnach der Fall eines Jungen, der Mitte der fünfziger Jahre in einem katholischen Internat missbraucht worden sei. Als dieser sich gewehrt habe, sei er in einer kirchengeführten psychiatrischen Klinik untergebracht und dort kastriert worden, mit dem Ziel, ihn von seinen „homosexuellen Neigungen zu befreien“.

    Laut der Zeitung gibt es Hinweise auf zehn weitere Fälle …

    SPIEGEL 17.03.12

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