Taxifahrer zeigt 120 Falschparker an

Bohlweg in Braunschweig

[Der Bohlweg in Braunschweig. Hier wirkt Klaus-Peter HAMMER.]

Braunschweig nennt sich Großstadt, ist aber eins der ekligsten Provinznester Deutschlands. Die Stadt Braunschweig machte Adolf Hitler zum deutschen Staatsbürger; nur so konnte er Reichskanzler werden. Heute regiert in Braunschweig der Oberbürgermeister Gert Hoffmann. Der war erst bei der NPD, wechselte aber – politisch folgerichtig – zur CDU.

Doch vielleicht erwächst gerade aus dem dunkelsten Loch Heil.

In Braunschweig taugt nichts etwas. Gefährliche Polizei, rechtsbeugerische Gerichte. Auf den Straßen herrscht Chaos. In dieser niederdrückenden Lage hat ein heldenhafter Kleinunternehmer, Klaus-Peter Hammer, 120 Falschparker angezeigt.

Aus einem Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 10.12.2009:

„Täglich muss ich mir meinen Arbeitsplatz erkämpfen“, sagt der Taxifahrer und erzählt, was viele Parksünder vermutlich nicht wissen: „Ich kann einen Auftrag von der Zentrale nur vermittelt bekommen, wenn ich direkt auf einem Halteplatz stehe, da das Fahrzeug sonst nicht von der neuen Funktechnik erfasst wird.“ Der 49-Jährige betont: „Ich habe jedes Mal einen finanziellen Verlust, wenn ich nicht auf einen Halteplatz fahren kann. Mir gehen Aufträge verloren. Das ist Existenzklau!“

Hammer hat festgestellt: „Mitbürger, die schnell etwas essen wollen oder noch einen Weg erledigen müssen, stellen ihr Fahrzeug auf einen Taxenhalteplatz. Auch beim Weg in die IHK oder zur Bank werden die Plätze gern genutzt.“ Sogar Polizei-Fahrzeuge und Krankenwagen würden sich auf den Halteplatz am Bohlweg stellen, um Essen zu holen, erzählt der Braunschweiger, der seit elf Jahren als selbstständiger Taxi-Unternehmer sein Geld verdient.

Was ihn stört: Wenn er einige Falschparker auf ihr Fehlverhalten hinweise, werde er oft beschimpft. Hammer sagt: „Seit August habe ich 120 Ordnungswidrigkeiten weitergeleitet. Stellen Sie sich vor, 120-mal würde Ihnen jemand den Zugang zu Ihrem Arbeitsplatz nicht ermöglichen? Wie würden Sie sich fühlen?“

120 Parksünder bei der Stadt angezeigt – fühlen Sie sich nicht als Querulant oder Denunziant, Herr Hammer? „Ich mache das wirklich ungern“, beteuert der 49-Jährige: „Aber die Halteplätze sind mein Arbeitsplatz – und den brauche ich.“

Die Polizei verletzt selbstverständlich besonders unverfroren Gesetze. Die Behörden taugen allesamt nichts. Die Wirtschaft geht dabei kaputt. Die Zukunft liegt nur bei Individuen mit Rückgrat.

Bei der schikanösen Hausdurchsuchung am 4.1.2007 und dem, was die Generalstaatsanwaltschaft heute einen „besonders schweren Fall der gemeinschaftlichen Nötigung in Tateinheit mit gemeinschaftlicher Körperverletzung im Amt“ nennt, habe ich die Autos der Polizisten fotografiert, bevor sie mich niederschlugen. Allesamt widerrechtlich abgestellt. Hier sind die Fotos:





(Klicken Sie drauf, wenn Sie sie groß sehen wollen.)

Natürlich habe ich die Polizeibeamten nicht nur wegen Körperverletzung, sondern auch wegen Falschparkens angezeigt.

Ulrich Brosa

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2 Antworten to “Taxifahrer zeigt 120 Falschparker an”

  1. Andreas E. Says:

    Domain-Adresse hat sich nochmal geändert, da wir zwischenzeitlich kleinere technische Probleme hatten. Nun läuft das Blog nur noch auf der Hauptadresse. Bitte korrigiere das, da er nun nur noch über unseren eigenen Server läuft!

    Und baue bitte die Suchfunktion wieder ein – die war manchmal echt nützlich – zudem konnte ich dadurch Trackbacks erzeugen ^^

    lg
    Andreas

  2. LeserIn Says:

    Seit 2004 macht Horst-Werner N. (57) Jagd auf Falschparker, schrieb mehr als 20000 (!) Anzeigen … Jetzt hat der selbsternannte Hilfssheriff sein „Betätigungsfeld“ auf andere Verkehrssünder ausgedehnt: „Knöllchen-Horst“ legt sein Augenmerk neuerdings auch auf Autofahrer, die während der Fahrt mit dem Handy telefonieren!

    Und: Er hat sein Jagdrevier erweitert – auch Autofahrer in Herzberg und Bad Lauterberg müssen jetzt vor dem Frührentner zittern…

    BILD 21.03.11

    Es ist einfach und es macht Spaß sich über Horst-Werner N. abfällig zu äußern. Letztlich zeigt er das Versagen der Polizei und massenhaftes Fehlverhalten der Gesellschaft an. Das Handy-Verbot beim Steuern ist vernünftig und wird trotzdem von vielen missachtet. Vielleicht ist Hans-Werner N. sogar ein Modell für die Zukunft.

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