Polizeipräsident Manfred Schweizer unterstützt Verleumder


(Wie sein Ex-Chef, der ehemalige Landespolizeipräsident Eberhard Pilz, liebt es Polizeipräsident Schweizer sich mit Damen aus eigener Behörde zu umgeben.)

Eigentlich sollte am 9.10.2009 einmal mehr über mich gerichtet werden – im Landgericht Marburg wegen Beleidigung des Oberstaatsanwalts Willanzheimer und wegen übler Nachrede über den Staatsschützer KOK Peter Seim. Der Termin wurde am 16.6.2009 vom damaligen Vorsitzenden der 8.Strafkammer Dr.Wolf festgesetzt. Am 1.7.2009 wurde der Geschäftsverteilungsplan des Landgerichts geändert. Neuer Vorsitzender der 8.Strafkammer (Aktenzeichen 8 Ns!) wurde der neue stellvertretende Landgerichtspräsident Winter. Der hat kurzfristig beschlossen den Termin vom 9.10.2009 aufzuheben. Ich habe deswegen heute, am 8.10.2009, Post von einer Justizfachangestellen des Landgerichts bekommen.

Wegen Beleidigung des OStA Willanzheimer hätte sowieso nicht verhandelt werden können, weil Willanzheimer seinen Strafantrag zurückgezogen hat. Es wäre nur noch um den Staatsschützer Seim gegangen. Ihm soll ich übel nachgeredet haben, indem ich an seinen Vorgesetzten Konrad Stelzenbach, jetzt Chef der Marburger Polizeidirektion, schrieb:

Ich [habe] miterlebt, wie er zwei spektakuläre rechtsextremististische Propaganda-Delikte bagatellisierte und Gewalt gegen Personen ausübte, von denen keine Gewalt ausging.

Nach einer Hausdurchsuchung am 4.1.2007 hatte Seim mich in die Polizeifestung Marburg-Cappel vorgeladen. Zuvor hatte ich schlechte Erfahrungen mit Seim gemacht. Mit meinem Brief an Stelzenbach habe ich mir verbeten weiter von Seim traktiert zu werden.

Stelzenbach gab meinen Brief an KHK Jakobi weiter. KHK (Kriminalhauptkommissar) ist mehr als KOK (Kriminaloberkommissar). Jakobi ist meines Wissens Chef des Marburger Staatsschutzes und damit unmittelbarer Vorgesetzter des KOK Seim. Beide zusammen kungelten ein Ermittlungsverfahren gegen mich aus. Jakobi schrieb am 5.6.2009 die Strafanzeige, Seim stellte am 6.6.2009 den Strafantrag. Üble Nachrede ist ein so genanntes Antragsdelikt, das ohne Erklärung des angeblich Verletzten: Ja, ich will, dass mein Verletzer bestraft wird nicht verfolgt werden kann.

PDFs der Originaldokumente auf www.althand.de/beleidi.html.

KOK ist für einen Kriminalen sehr wenig. In Seims Alter drückt dieser Titel sogar Geringschätzung aus. Auch KHK ist nicht viel. Jakobi überlegte, wie er seinem Ermittlungsverfahren mehr Nachdruck verleihen könnte, und hatte am 15.6.2007 die Lösung gefunden: Bei Amtsträgern dürfen nicht nur die Verletzten Strafantrag stellen, sondern auch deren Vorgesetzte. Jakobi bekniete den Polizeipräsidenten Schweizer. Der sollte Strafantrag gegen mich stellen. Kein Richterlein würde wagen einem Polizeipräsidenten zuwiderzuhandeln. Schweizer ließ sich beschwatzen, tat das tatsächlich am 21.6.2007 und wurde damit – wie schon Jakobi – zum Unterstützer eines Verleumders.

Es steht jetzt schon fest, dass die eine Hälfte meiner Behauptung

Gewalt gegen Personen ausübte, von denen keine Gewalt ausging

stimmt und dass Seim das wusste, als er Strafantrag gegen mich stellte.

Im Amtsgericht Kirchhain wurde schon 2004 über mich gerichtet, und zwar auch schon wegen angeblicher falscher Verdächtigung des KOK Seim. In einer Verhandlungspause traten Jörg, Simone und Espi aus der Projektwerkstatt Saasen vor die anderen Zuschauer. Sie zogen ein Stück Stoff auseinander, so dass es wie der Rahmen eines Fernsehers aussah, und wollten Mars-TV spielen: Jeweils zwei halten den Rahmen gespannt, während einer als Fernsehsprecher vom Mars den Marsianern den Irrsinn auf dem Planet Erde erklärt. Am 4.11.2004 hatten Simone, Espi und Jörg noch nicht den Rahmen gespannt, als der damalige Amtsgerichtsdirektor Laudi, ein Gerichtswachtmeister und der Zeuge Seim über sie herfielen und sie mit Knüffen, Zerren und Stoßen bearbeiteten. Dragan Pavlovic fotografierte die Szene. Als Dragans Blitz blitzte, wandten sich Laudi, Seim und der Gerichtswaldmeister von den Projektwerkstättlern ab und fielen über Dragan her, bis sie seinen Fotoapparat hatten und das Prügel-Bild von sich löschen konnten.

Der Vorgang ist wegen des irrsinnigen Verhaltens der daran beteiligten Justiz- und Polizeiangehörigen weithin bekannt geworden. Jörg Bergstedt als Verletzter zeigte ihn der Staatsanwaltschaft an. Weder Staatsanwaltschaft noch Generalstaatsanwaltschaft stellten in Abrede, dass Seim Gewalt gegen Personen ausgeübt hatte, von denen keine Gewalt ausging. Es gab und gibt zu viele Zeugen. Die Staatsanwaltschaften behaupteten nur, Seim und seine Komplizen hätten nicht rechtswidrig gehandelt, was übrigens auch noch rechtsbeugerisch ist.

Es ist also jetzt schon aktenkundig, dass Polizeipräsident Manfred Schweizer einen Verleumder, nämlich den Staatsschützer Peter Seim, unterstützt hat.

Man konnte von Schweizer nichts andres erwarten. Schweizer diente unter dem sächsischen Landespolizeipräsidenten Eberhard Pilz als Polizeipräsident von Dresden. Als die Polizeiführung in Sachsen unhaltbar wurde, verschaffte Volker Bouffier (CDU) dem Ex-Hauptstadt-PP einen Posten in der hessischen Provinz. Schweizer seinerseits zeigte alsbald auch hier, was in ihm steckt. Er formierte eine „Einsatzgruppe“ um die Gießener Innenstadt zu reinigen – von missliebigen Menschen, versteht sich.

(Einsatzgruppe bei der Arbeit)

Ursache des Konflikts war die Hausdurchsuchung am 4.1.2007

bei mir. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat sich nach zweieinhalbjährigen Auseinandersetzungen entschlossen den Widerstand der Marburger Staatsanwälte Zmyj-Köbel und Ungefuk zu brechen, deren Einstellungsbescheide aufzuheben und Anklage gegen zwei Polizeibeamte der Operativen Einheit Marburg zu erheben, die die Hausdurchsuchung bei mir am 4.1.2007 durchführten, besonders gegen den Chef der Operativen Einheit Marburg KHK Rink.

Ursprung dieses Konflikts wiederum waren unaufhörliche Randalen in Amöneburg/Hessen, von denen viele betroffen waren. Als ich nachsah, wer das tat, geriet ich an Mitglieder heimischer Vereine – Gewalttäter e.V., die (neo)nazistische Symbole vorzeigen, und mit krimineller Skrupellosigkeit von der heimischen Polizei und Justiz unterstützt wurden. Staatsschützer Jakobi ermittelte in der Polizistensohn-Affäre.

Ulrich Brosa

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16 Antworten to “Polizeipräsident Manfred Schweizer unterstützt Verleumder”

  1. MA pol Dragan Pavlovic Says:

    Es zeigt sich wieder aktuell dass die Justiz in Italien selbst unter Berlusconi unabhängig arbeitet, in Deutschland ist die Unabhängigkeit der Justiz nicht gewährleistet.

    Dazu führt der Richter Udo Hochschild auf der Internetseite http://www.gewaltenteilung.de unter „Das Problem“ auf warum Deutschland die Kriterien für einen Rechtsstaat nicht erfüllt.

    Gutes Indiz dafür ist, dass Helmut Kohl nicht einmal vorbestraft aus der Spendenaffähre herauskam.
    http://www.news.at/articles/0104/10/7979/bei-zahlung-geldbusse

    Beim Jugoslawienkrieg hat sich das ganze deutsche Parlament schuldig gemacht, indem es sich an einem Angriffskrieg beteiligte und dabei die 2+4 Verträge, das Grundgesetz und die Nato-Statuten brach.
    Siehe auch „zweite Todsünde“ unter:
    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/aktuell/todsuenden.html
    passiert ist deswegen nichts. Eine Organklage dazu wurde abgelehnt. Zur Organklage nimmt auch ein Professor für öffentliches Recht Stellung:
    http://www.frieden-und-zukunft.de/friedensjournal/archiv/texte/jahr2000/paech01.html

    In Deutschland kann die Politik die Richterkarrieren bestimmen, daher fällt die Judikative als Gegenmacht zu Regierung und Exekutive aus.

    MA pol D. Pavlovic

  2. Ric Albrecht Says:

    Betr. „Gewaltenteilung“

    mir´s kein-e Bürgerrechtler/JustizKritiker-in bekannt, die/der einen öffentlich von GEWALTENTEILUNG schwadronierenden ganzdeutschen Berufsrichter als Juristen Ernst nimmt

    http://ricalb.files.wordpress.com/2009/08/gewaltentrennung.pdf

    http://www.saarbreaker.com/2009/09/gewaltentrennung/#more-3105

    http://bertjensen.ch/gewaltentrennung

    Mit freundlichem Gruß

    Ric Albrecht

  3. MA pol Dragan Pavlovic Says:

    Sehr geehrter Herr Albrecht,

    ich habe auf ihrer Internetseite die Quellenlage zum Thema Begriffsklärung Gewaltentrennung/Gewaltenteilung gelesen.

    Tatsächlich spricht Montesquieu von Gewaltentrennung (séparation versus division).

    Zum Glück ist die Übersetzung auf „Teilung“ nicht so sinnentstellend wie es bei anderen Übersetzungen schon mal passiert.

    Danke für den Hinweis!

  4. Ric Albrecht Says:

    Gern geschehn … GewaltenTRENNUNG [séparation] ist halt qualitativ was Andres als ArbeitsTEILUNG [division] … auch wenn dumdumdum-Promiuristen wie z.B. Ernst Forsthoff & Carlo Schmid meinen, eine demokratische Verfassung auszeichnete sich durch G.teilung, was Dummsinn ist & bleibt … bleibt die Frage -> warum dies ?

    Gruß;-) Richard Albrecht (10.10.09)

  5. bloegi Says:

    Der berühmte Artikel über die sächsische Polizei unter dem Landespolizeipräsidenten Eberhard Pilz

    Wie bei Bohlens unterm Sofa
    Sachsens Polizeiführer liefern sich seit Wochen eine öffentliche Schlammschlacht auf unterstem Niveau

    ist im Internet lesbar. Auszüge:

    […] Polizeireformer Pilz fand sich auf den Titelseiten der Boulevardzeitungen wieder. „Trinkt Polizeichef Pilz manchmal zu viel Pils?“ fragte die eine. „War da was auf dem Ausflug, Herr Pilz?“ die andere. Es ging um Saufgelage und angebliche sexuelle Belästigungen von Polizistinnen. […] Pilz wurde beschuldigt, nebenbei und unrechtmäßig im Aufsichtsrat einer Versicherung zu sitzen und seinen Dienstfahrer dazu angehalten haben, bei ihm zu Hause den Garten zu pflegen und das Wohnzimmer zu tapezieren. Dann stand in einer Zeitung, der Herr Pilz sei schon vor seiner Zeit in Sachsen als bayerischer Polizist eine dubiose Person gewesen, angeblich ein Kollegen-Mobber und sogar Spion für die Tschechoslowakei und CSU-Mitglied. […] „Bumsfidele Polizeischüler-Ausbildung“, stand in einer Zeitung, und darunter ein Artikel, wonach einer der Bautzener Polizeiausbilder und Pilz-Kritiker in flagranti dabei erwischt worden sein soll, wie er mit männlichen Schülern Sex gehabt habe. […]

    Angeblich ertappte eine Putzfrau den Polizeiausbilder.

    Deutlich gegen Manfred Schweizer spricht, dass er im im besten Alter durch einen anderen Polizisten ersetzt wurde: Dieter Hanitsch. Die Dresdener Presse kritisierte Schweizer bei dessen Abgang.

    Damit die Zeit nachvollziehbar ist: Am 21.12.2004 erteilte der sächsische Polizeiminister Thomas de Maizière dem LPP Pilz einen Verweis. Am 31.1.2005 schied Pilz aus. Wenige Monate danach verschwand Schweizer aus Dresden. Am 1.8.2005 wurde Hanitsch neuer PP in Dresden.

  6. LeserIn Says:

    Puffjeh feuert den Polizeipräsident Henning

    Henning habe sich große Verdienste erworben, insbesondere für die Polizei in Nordhessen, ließ Bouffier in einer Pressemitteilung verlauten. „In jüngster Zeit haben sich jedoch unterschiedliche Auffassungen über die Führung der Behörde ergeben.“ Henning soll bereits im November erfahren haben, dass er an der Spitze der Polizeibehörde nicht mehr erwünscht ist. Dem Vernehmen nach soll der Minister Henning vorgeworfen haben, dass es in Nordhessen „zu viel Unruhe“ gebe.

    HNA 10.02.10

    Am interessantesten sind die Kommentare unter dem HNA-Artikel. Es war wirklich so: Die SPD hat in Hessen, besonders in Nordhessen, ihre Spezies mit Staatspöstchen versorgt. Das war den HessInnen eines Tags über. Sie haben CDU gewählt und sind so vom Regen in die Traufe geraten.

  7. LeserIn Says:

    Bernard Kerik, New Yorks Expolizeichef, wurde wegen Korruption zu vier Jahren Haft verdonnert.

    … Bernard Kerik muss sich unverwundbar gewähnt haben, als er mit New Yorks Bürgermeister Rudy Giuliani im September 2001 in den Trümmern der Twin Tower gestanden ist. Wenige Minuten vor dem Einsturz des zweiten Turms war der bullige Polizeichef am Ort der Katastrophe eingetroffen, und in der Folge wurde er im Gespann mit dem Bürgermeister zum Symbol für die Unverwüstlichkeit der Metropole. Der Hüne mit dem Schnauzer und dem charakteristischen Glatzkopf wurde zum Prototypen des amerikanischen Helden. Dass der ehemalige Drogenfahnder Karate- und Taekwando-Meister war, fügte sich ins Bild des harten Kerls. …

    Die Presse 20.2.10

  8. LeserIn Says:

    Orientierungslose Affenhorde

    … Anlass für den Auftritt des Regierungschefs (Roland Koch), der den Debatten seit Monaten sonst eher teilnahmslos folgt, war die Aktuelle Stunde, in der SPD und Grüne heftig mit seinem Parteifreund und Innenminister Volker Bouffier ins Gericht gingen. „Affären, Skandale und kein Ende“ hatte die SPD das Thema getauft. Ihr erstes Beispiel: die umstrittene Besetzung des Chefpostens der Bereitschaftspolizei …
    Zum Zweiten erinnerte die SPD an die Berufung des Vize-Landespolizeipräsidenten Hermann-Josef Klüber. Sie sorgte vor einigen Wochen für Schlagzeilen, da bei dieser Personalie auch Bouffiers Gießener Kanzleipartner, der frühere Thüringer Innenminister Karl-Heinz Gasser (CDU) eine Rolle spielte.
    Drittens wurde erwähnt, dass Bouffier seinem Freund Gasser vor Kurzem das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz überreichte hatte. …
    Den Zorn der Koalitionsfraktionen CDU und FDP zogen sich SPD und Grüne aber vor allem zu, weil sie auch ein Gerücht weiterdrehten, das von einer Frankfurter Zeitung trotz offizieller Dementis kolportiert worden war: Bouffier habe angeblich darüber nachgedacht, einen Verwandten zum Chef des Verfassungsschutzes zu machen …
    Holger Bellino (CDU) verglich die Opposition deshalb mit einer „orientierungslosen Affenhorde“, Wolfgang Greilich (FDP) warf ihr vor „Menschen vernichten“ zu wollen und Koch rief erregt: „Ein Teil des Ladens ist auf den Hund gekommen.“ …

    HNA 20.05.10

    Allmählich scheinen ein paar Leute mehr zu merken, was Bouffier tut. Wenn es nur nicht zu spät ist.

    Mit einem donnernden Auftritt im Landtag, schweren Vorwürfen und einem Kraftausdruck in Richtung Opposition hat Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Donnerstag seinem Unmut über die anhaltende Kritik an seinem Parteifreund und Innenminister Volker Bouffier Luft gemacht. Mit den haltlosen Anschuldigungen, der Minister habe sich des Rechtsbruchs schuldig gemacht und betreibe bei der Vergabe von Polizeiämtern Vetternwirtschaft, versuchten SPD, Grüne und Linkspartei mangels Argumenten, „den Menschen Bouffier zu diskreditieren“.

    Der Innenminister, so Koch, werde „kübelweise mit Dreck“ beworfen. „Da ist Ihnen jedes noch so billige Mittel recht.“ Diese Strategie, mit Halbwahrheiten, Vermutungen und Gerüchten einen der erfolgreichsten Landespolitiker der Republik zu verunglimpfen, werde sich die Regierung nicht bieten lassen, warnte der Ministerpräsident, dessen Tirade in dem von Landtagsvizepräsident Lothar Quanz (SPD) getadelten Wort „Sauerei“ gipfelte.

    FAZ 20.05.10

  9. LeserIn Says:

    Als der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) seinen Parteifreund Langecker zum Präsidenten der hessischen Bereitschaftspolizei gemacht hatte, entschied der hessische Verwaltungsgerichtshof, das Vergabeverfahren sei ‚rechtsfehlerhaft‘ gewesen. Es ist selten, dass der VGH gegen die Regierung entscheidet. Danach zeigte sich einmal mehr, dass Richter, wenn sie nicht Schauspieler der Regierung sein wollen, Hampelmänner werden. Bouffier veranstaltete, man muss sagen: zum Schein, ein zweites Vergabeverfahren und machte Langecker wiederum zum Chef der Bepo. Darum geht es jetzt in einem Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag:

    Der Staatssekretär im Innenministerium, Boris Rhein (CDU), hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Präsidentenstelle bei der hessischen Bereitschaftspolizei sei „rechtswidrig“ besetzt worden. Zwar lasse die Dokumentation des Vergabeverfahrens zu wünschen übrig …

    Im Innenministerium gab es aber offenbar auch Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens zur Besetzung der Präsidentenstelle. Das sagte die Frauenbeauftragte des Ministeriums, Antje van der Heide. Sie verwies auf ein Gespräch mit der Leiterin des Personalreferats, Stefanie Soucek, am 2. Juli 2009. Soucek habe ihr die Kabinettsvorlage gezeigt, mit der Bouffiers Favorit Langecker zum Präsidenten der Bereitschaftspolizei gemacht werden sollte. Dabei habe Soucek ihr gesagt, sie halte das Verfahren zwar insgesamt für rechtswidrig, aber der Minister wolle diese Entscheidung …

    FAZ 21.05.10

    Die Bereitschaftspolizei ist eine paramilitärische Truppe. Die Bepo-Beamten werden wie Soldaten in Kasernen gehalten. Sie sind meistens jung und verfügen über weitaus durchschlagendere Kampfmittel als die Besatzungen gewöhnlicher Streifenwagen. Bouffier muss diese Truppe unter seiner Kontrolle haben. Am liebsten hätte er wahrscheinlich den Bepo-Präsidenten-Posten mit sich selbst besetzt.

  10. Oberstaatsanwalt Willanzheimer – bösartiger und perfider denn je « bloegi Says:

    […] war die Anklage gefährlich, weil der Polizeipräsident Manfred Schweizer persönlich Strafantrag für Seim gestellt hatte. Ein Polizeipräsident ist mächtiger als ein […]

  11. harrygambler2009 Says:

    Warum haben die Gewerkschaften, Personalräte, Beauftragte bei der Polizei weggeschaut

    „Behördenstress“ hat zu dem System Mobbing bei der hessischen Polizei einen bemerkenswerten klaren und offenen Artikel geschrieben. Und er fragt sich indirekt, was bringt die Ernennung von Henning MöllerHessen zum Mobbing-Ansprechpartner bei der hessischen Polizei, wenn er sich nicht einmal so nennt und aus dem Personalrat kommt, der so lange weggeschaut hat?

    Hier der Artikel ungekürzt, weil er so wertvoll ist:

    „Polizeigewerkschaften – Skandal?

    Dienstag, 16. November 2010 So sehen die Tatsachen aus??? Versuchen die Gewerkschaften sich in ein besseres Bild zu setzen??? Sie wollen von den Vorfällen nichts mit bekommen haben??? Warum haben die Gewerkschaften, Personalräte, Beauftragte bei der Polizei alle Betroffene und Geschädigte nicht …

    http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/11/18/warum-haben-die-gewerkschaften-personalrate-beauftragte-bei-der-polizei-weggeschaut/

  12. bloegi Says:

    Psycho-Gutachter haben auch bei Machtkämpfen innerhalb der hessischen Polizei verfälschende Gutachten ausgestellt:

    Führungskräfte der Polizei sollen Druck auf Psychologen ausgeübt haben, um unliebsame Polizisten dienstunfähig zu schreiben, wie der frühere Mitarbeiter des Zentralen Polizeipsychologischen Dienstes der hessischen Polizei (ZPD) erklärte. […]
    So hätten Vorgesetzte in den Dienststellen im Vorfeld von Begutachtungen regelmäßig Unterlagen übersandt, die nicht Teil der Personalakte waren und die den betroffenen Polizisten nicht bekannt waren – sogenannte „Schwarzakten“. Durch die oft diskreditierenden Inhalte habe die Behörde die Psychologen beeinflussen wollen. […]
    In Besprechungen mit der Leitung des ZPD [zentralen polizeipsychologischen Diensts] soll massiver Druck auf ihn ausgeübt worden, erklärte der frühere Mitarbeiter. Man habe den Eindruck von „Gehirnwäsche“ gehabt. Es habe eine Atmosphäre von Angst geherrscht.

    hr-online 24.11.2010

    Das sind Machtkämpfe innerhalb von Behörden. Was die staatlichen Sicherheitskräfte Menschen antun, die nicht im Öffentlichen Dienst sitzen, kommt so gut wie gar nicht an die Öffentlichkeit. Die größte Terrorgefahr geht in Hessen jedenfalls nicht von Al Qaida aus.

  13. Johannes Thiesbrummel Says:

    „Das ist ja wie bei der Stasi!“ So lautet der neueste Vorwurf gegen die hessische Polizei. Die kommt ja wegen verschiedener Mobbingvorwürfe gar nicht mehr aus den Negativschlagzeilen raus – und jetzt auch noch das: Beamte sollen von Kollegen und Führungskräften regelrecht bespitzelt worden sein. Was da dran ist, wollte mein Kollege Benjamin Holler wissen und hat mit einem ehemaligen Polizei-Oberkommissar gesprochen, der sagt: Auch ich wurde gemobbt.

    http://www.rtl-hessen.de/videos.php?video=12257

  14. bloegi Says:

    Im Prozess um die Mobbing-Affäre im Frankfurter Polizeipräsidium hat das Gericht am Montag überraschend auf die Aussage von Polizeipräsident Achim Thiel verzichtet. […] Es komme auf eine Vernehmung von ihm nicht mehr an, sagte der Vorsitzende Richter Christoph Hefter vom Frankfurter Landgericht […] Zuvor hatte das Gericht einen Beamten der Staatsschutzabteilung zu den Einzelheiten eines Interviews befragt, das Thiel Ende 2007 der „Bild“-Zeitung gegeben hatte. Das Interview ist unter anderem Gegenstand der Klage eines Kriminalhauptkommissars. Der Beamte fordert 30.000 Euro Schadensersatz vom Land Hessen. Er sagt, er sei zu Unrecht krimineller Machenschaften beschuldigt worden – auch von Thiel. […] Der Beamte der Staatsschutzabteilung sagte allerdings, Thiel habe eine Vorverurteilung ausdrücklich abgelehnt und nur allgemein darauf hingewiesen, er werde bei Verfehlungen von Beamten „rigoros vorgehen“.

    Hessischer Rundfunk 29.11.2010

    Hoffentlich wird dieser tüchtige Staatsschutzbeamte bald befördert. Er hat den Polizeipräsident Thiel, d.h. den Staat geschützt. Die Klage des Kriminalhauptkommissars, der die 30000 Euro haben will, wird voraussichtlich zumindest teilweise abgewiesen werden.

  15. Die aktuelle Mobbingrundschau Says:

    Reinhilde R., Ex-Sekretärin und Mobbing-Opfer bei der hessischen Polizei

    Das System Mobbing in Hessen offenbart immer neue Mobbing-Opfer und zeigt ein generelles Problem unseres “ossifizierten Rechtssystem“ auf, wie können Mobbing-Opfer sich an Ermittler wenden, wenn diese selber in einem System Mobbing gefangen sind und nach und nach fertig gemacht werden.(1)

    Und offenbar bietet gerade die Ermittlungsinstanz Polizei ein ideales Umfeld für …..

    http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/12/01/reinhilde-r-ex-sekretarin-und-mobbing-opfer-bei-der-hessischen-polizei/

  16. Warum haben die Gewerkschaften, Personalräte, Beauftragte bei der Polizei weggeschaut? | behoerdenstress-NEWS Says:

    […] Polizeipräsident Manfred Schweizer unterstützt Verleumder … […]

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