Gleichgewicht des Grauens


(Ich habe den Leitenden Oberstaatsanwalt Koeppen so porträtiert, als wäre ich Wahlkampf-Designer der CDU: süßlich.)

27.9.2009 Sie haben die Wahl:
dilettantische oder professionelle Verbrecher.

SPD

Besonders in Hessen ist die Niedertracht der SPD bestens bekannt. Die SPD verschuldete den Helaba– und den Henrichs-Skandal und zerstörte die Gewaltentrennung. Unter der SPD blieb die hessische Justiz das, was sie vor 45 war: ein nationalsozialistisches Dreckloch. Insgesamt ist die SPD die Partei der schmierigen Vorteilsnehmer und der Pfuscher. Viele von ihnen sind dilettantische Kleinkriminelle, die sich möglichst dick Staatsknete unter die Nägel kratzen wollen.

CDU

Volker Bouffier, Roland Koch und die meisten anderen Mitglieder der Hessen-CDU verachten die SPD und tun Recht daran.

Kriminalität ja, so meinen die CDU-ler, aber professionell!

Parteiverrat, wissentlich einen falschen Rechenschaftsbericht unterschrieben – keinen dieser Typen hat es den Posten gekostet. Das nationalsozialistische Dreckloch hat die CDU mit eigenem Personal vollgestopft. Werner Eisenberg, der versoffene Präsident des Landgerichts Kassel, war noch dilettantisch, doch Johannes Remmel, der Präsident des Verwaltungsgerichts Kassel mit Kinderporno-Allüren, kein Pfuscher mehr. Karin Wolski aber, Richterin im Staatsgerichtshof, hat professionelle Klasse.

Professionelle Klasse hat auch der gegenwärtige Leitende Oberstaatsanwalt Arndt Peter Koeppen in Marburg. Sein Untergebener, Rainer Franosch, zweifelsohne ein Krimineller, ist zwar gebremst, darf aber noch als Staatsanwalt agieren. Koeppen war verpflichtet Franosch zu suspendieren und unverzüglich Ermittlungsverfahren gegen ihn einzuleiten. Selbstverständlich ist einer, der Kriminelle protegiert, selbst kriminell.

Das Beste, was bei den Wahlen 2009 herauskommen kann, ist ein Gleichgewicht des Grauens, in dem die Kriminellen sich gegenseitig – wie der Seemann sagt – bekneifen. Ungefähr so, wie wenn Höllenengel, Bandidos und MC Gremium sich untereinander prügeln.

Dass diese Strategie erfolgreich ist, zeigt die Kandidatur eines Jura-Studenten im Landkreis Marburg-Biedenkopf für die CDU. Dieser im Amöneburg heimische Jura-Student, dessen Name „Hinterteil“ bedeutet, wirbt offen für Alkohol: „Politik und Wein“ , was bei einem Jura-Studenten nicht überrascht. Eine Überraschung, die frösteln lässt, ist jedoch ein Plakat, auf dem der Jura-Student mit einem minderjährigen Mädchen zu scherzen scheint. Sein Gesicht ist dabei CDU-artig gestylt (siehe oben); in Wirklichkeit sieht er anders aus. Im Landkreis des Kinderporno-Gerichtspräsidenten Remmel war das keine gute Idee.

In der unteren Hälfte des Plakats lässt der Jura-Student sehr geschickt – wie er wohl meint – Schwarz-Rot-Gelb in Braun übergehen: „Die Stimme unserer Heimat“ . Man sieht jedenfalls, dass auch die CDU an intellektueller Auszehrung verreckt.

Und nun noch etwas Werbung für die FDP

Der Justizmörder Prof. Dr. Erich Schwinge, Herrscher in der Marburger Uni seit 1948, war stellvertretender Landesvorsitzender der FDP. Winand Koch, Rechtsanwalt des Berger-88- Vorsitzenden Frank Ludwig, ist jetzt Mitglied des hessischen Landesvorstands der FDP.


Nachtrag November 2009: Ein Plakat des CDU-Kandidaten zwischen Kirchhain und Rauschenberg wurde von den Kameraden des Nationalen Widerstands beklebt. Bemerkenswert ist der Aufkleber oben: „Das ganze Deutschland soll es sein! Zum ungeteilten Vaterland durch die CDU“ auf einer Karte des deutschen Reichs von 1937 mit Schlesien, Hinterpommern und Ostpreußen. Das ist die Reproduktion eines Wahlplakats, mit dem CDU um 1950 herum auf Stimmenfang ging.

Die Rechtsextremen, die nicht bei der CDU untergeschlüpft sind, verübeln es der CDU, dass die CDU ihnen die vielen hessischen Nazi-Wähler weggeangelt hat. Früher bekamen NPD, REPs und dergleichen 10% der Stimmen und mehr. Jetzt sind es weniger als 5%.

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9 Antworten to “Gleichgewicht des Grauens”

  1. Tilman Says:

    Dass CDU und FDP unwählbar sind, brauch ich nicht auszuführen, dass ist auch so ohne diesen blog🙂
    Die SPD waren für mich irgendwie früher (in den dunklen Kohl-Zeiten) „die Guten“, aber seit Schröder ist dies nicht mehr der Fall, und die Partei wird sich hoffentlich nie wieder davon erholen. Einige Stichworte:

    Hartz 4
    Abschiessen von Passagier-Flugzeugen
    „Heuschrecken“ ermöglicht
    Zeitarbeit erweitert
    Niedriglohnsektor stark erweitert
    Bela Anda (AWD)
    Gerhard Schröder (Gazprom)
    Wolfgang Clement (RWE, Adecco)
    Heimliche Unterstützung vom Irak-Angriffskrieg
    Ulla Schmidt
    Frank-Walter Steinmeier (Der „007“ der Schröder-Regierung, Bush-Unterstützer)
    Brigitte Zypries
    Jörg Asmussen
    Rasterfahndung (mit NULL Ergebnis!)
    Otto Schily (Cicero-Affäre u.a.)
    Lutz Diwell (Online-Durchsuchungen)
    Vorratsdatenspeicherung
    Zensur-Infrastuktur zusammen mit Zensursula
    Werbung der Tabakindustrie in Parteizeitung „Vorwärts“
    Menschenhandel dank Volmer-Erlass

    Die Grünen sind nichts anderes als die FDP in anderer Farbe: Mehrheitsbeschaffer der *alles* mitmacht, ansonsten sind die Leute genauso schamlose Selbstbediener wie alle andere Politiker. (Hunzinger-Versteher Özdemir ist ein super-Beispiel für diese Mentalität!)

    Ich werde dieses Mal die Piratenpartei wählen. Die sind noch unverdorben, und können in der Opposition viel erreichen. Ähnlich wie die Grünen in uralten Zeiten. Es ist erstaunlich, wie mächtig Oppositionsparteien sind.

  2. bloegi Says:

    Stereotypen wie der oben gezeigte süffisant-idiotisch lächelnde Blonde, der seine angebliche Überlegenheit…

    Die erörterte Person sieht in Wirklichkeit kaum so aus wie auf dem Werbeplakat. Vielmehr ähnelt er Renate Künast.

  3. Ric Albrecht Says:

    lieber Dr C[…],

    wie Sie wissen schätze ich Ihr Engagement. Nur bringt`s bürgerrechtlich wenig(er als wenig), wie offentlichtlich inzwischen bei großen ganzdeutschen Justizgegner üblich, auch in Ihrem e-Rundbrief wieder mal allgemeine Schimpfkaskaden von Jott & die Welt über Leitkultur bis zum faschistischen Nationalsozialismus´ zu lesen – das ist erstens nur formal ermüdend & zweitens bloß inhaltlich zum Abgewöhnen.

    Was ich meine – könnte deutlich werden an zwei Kürzesttexten, die ich Ihnen hier in Linkform spendiere … der historische meines geschätzten Kollegen Gerhard Zwerenz (~ 1948 – da gehts konkret um das, was „die Nazizeit“ ausmachte, Text ist nun mit dessen Einverständnis endlich copyleft) und mein act. Text ist´s eh …

    best;-) RicAlb

    Gerhard Zwerenz´ BALLADE VOM HOLZHAUFEN [~ 1948]
    http://ricalb.files.wordpress.com/2009/09/holzhaufenballade.pdf

    Richard Albrecht, GEWALTENTRENNUNG [2009]
    http://www.saarbreaker.com/2009/09/gewaltentrennung/#more-3105

  4. Ric Albrecht Says:

    @bloegi

    Tscha … da kann ich mal wieder – weil ich nix kenn´ tu von Mathe, sondern nur bisserl was von Statistik unnd Binär-, Triple-. und Multi-Logik (vulgo Dialektik) – n i c h t folgen, weil da halt zwei links halt mehr sind als ein link und „Singularität“ sich nie auf zwei beziehn kann, macht aber nix, noch darf ich ja alles essen+trinken;-) und muß nicht alles wissen …

    Das berühmte fachdidaktische Beispiel ist wennde als Schülerlie schnell raus willst ausser Anstalt mussde immer die Lehrerin direkt fragen: Wieviel ist zwei Packen weniger einpacken damitse EINPACKEN sagt;-)

    in diesem – präsisen – Sinn grüßt Richard Albrecht/26.09.09

  5. LeserIn Says:

    In Marburg und Umgebung ist das äußerste Grauen nicht eingetreten. Der oben genannte Jura-Student, dessen Namen „Hinterteil“ bedeutet, ist nicht direkt gewählt worden und wird auch nicht über CDU-Liste in den Bundestag einziehen.

    Sören Bartol SPD, 38,9%
    Stefan Heck CDU, 35,6%
    Jörg Behlen FDP, 8,3%
    Henning Köster DIE LINKE, 8,2%
    Matthias Knoche GRÜNE, 7,8%
    Manuel Mann NPD, 1,3%

    Nicht nur der CDU-, nein, auch der NPD-Kandidat hat in Amöneburg seine politischen Sporen verdient.

    Zweitstimmen in % 2009 +- Veränderung zu 2005
    SPD 28,7 -10,2
    CDU 31,1 -0,8
    FDP 13,1 +3,7
    GRÜNE 12,7 +2,6
    DIE LINKE 9,9 +3,7
    NPD 1,0 -0,1
    REP 0,6 -0,7
    Die Tierschutzpartei 0,8 +0,1
    BüSo 0,1 +0,0
    MLPD 0,0 +0,0
    DVU 0,1 +0,1
    PIRATEN 2,0 +2,0

    Der ungewöhnlich niedrige Zuwachs der FDP fällt auf.

    Quelle: HR-Online 28.08.09

  6. bloegi Says:

    Der CDU-Kandidat hat sofort nach der für ihn ungünstig verlaufenen Wahl die Domains stefan-heck.net und erststimme-heck.de löschen lassen. Demzufolge erscheint sein Plakat mit dem minderjährigen Mädchen nicht mehr und einer der Links geht ins Leere. Mit Derartigem muss man rechnen und im Voraus Beweismittel sammeln.

    Lustig das Ergebnis einer Umfrage der Oberhessischen Presse:

    Thema Vertrauen: Würden Sie – ganz privat – von Stefan Heck ein gebrauchtes Auto kaufen?

    So haben unsere Leser abgestimmt (243 Stimmen):

    Ja, das würde ich jederzeit tun, ohne ein mulmiges Gefühl zu haben. (102) 42%

    Ich kann das nicht so recht sagen. (13) 5%

    Nein, da hätte ich Angst, dass er mich übers Ohr haut. (128) 53%

    und

    Unabhängig davon, ob Sie ihn wählen würden: Wie sympathisch finden Sie Stefan Heck?

    So haben unsere Leser abgestimmt (237 Stimmen):

    Er ist mir sympathisch, macht einen netten Eindruck. (89) 38%

    Ich kenne ihn nicht und kann es deshalb nicht beurteilen. (12) 5%

    Er ist mir unsympathisch. (136) 57%

    Die CDU-Prominenz (Volker Bouffier, Franz-Josef Jung) und die Oberhessische Presse haben intensiv für Heck geworben. Die CDU wurde stärkste Partei sogar in Marburg-Biedenkopf. Trotzdem hat es für Heck nicht gereicht.

  7. bloegi Says:

    Den Artikel (siehe oben) mit eigenen Fotos vom Wahlkampf im Landkreis Marburg-Biedenkopf ergänzt.


  8. Des Prügel-Pfarrers geistliche Söhne « bloegi Says:

    […] Jurist Stefan Heck (CDU) wollte bei den letzten Wahlen in den Bundestag. Er warb mit einem Plakat, das ihn grinsend dicht […]

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