Für Karin Wolski wird es eng

In diesem Thread sind die Kommentare unter dem Artikel wichtiger als der Artikel selbst. Wir versuchen möglichst alle relevanten Nachrichten über Rechtsanwalt Michael Wolski und seine Gattin, die Staatsgerichtshofrichterin Karin Wolski, zusammenzustellen.


(Eine Frau, die einen Ferrari und weitere Protz-Karossen besitzt, kann einen über-50-jährigen Gatten entbehren.)

Karin Wolski ist eine der höchsten Richterinnen Hessens: Vizepräsidentin des Verwaltungsgerichts Darmstadt und Richterin des Staatsgerichtshofs, also des hessischen Verfassungsgerichts. Sie hat einen Gatten, der in den letzten Jahren viel Geld, Millionen, verdient hat, Rechtsanwalt Michael Wolski. Allerdings anders, als man bei einem Rechtsanwalt denkt: M.Wolski, selbst Mitte fünfzig, hat sich mit Margit C. angefreundet. Es gibt Fotos von Wolski, die zeigen, wie er nackt das Schlafzimmer der Über-80-Jährigen stürmt. Die angeblich immer noch rüstige Margit ihrerseits hat vor langer Zeit den steinreichen Frankfurter Immobilienhändler Ignaz C. geheiratet, Jude, der leider verstarb, als die Liebe zwischen Margit und Michael aufflammte.

Margit darf sich so viele Jungs mieten, wie sie Geld hat. Die Jungs – in diesem Fall Michael Wolski – müssen aber ihre Einnahmen versteuern, sei es als Geschenk oder als Honorar. Außerdem darf Margit nur ihr eigenes Geld ausgeben.

Ignaz C. hat eine Erbengemeinschaft hinterlassen. Margit und Michael wollten zuletzt eine Wohnung in Cannes, die sehr wertvoll ist, sich ganz unter ihre eigenen Nägel reißen. Sie flogen nach Cannes und erzählten dem französischen Notar, Ignaz C. sei nicht tot, nur so krank, dass er nicht selbst erscheinen könne; jedenfalls wolle er, dass seine Wohnung seiner lieben Margit und ihrem lieben Michael überschrieben werde. Der Betrug flog auf und, was für die hessische Justiz katastrophal ist, Richterin Wolski hängt mit drin. Die Frankfurter Rundschau hat ein Interview mit der Frau veröffentlicht, die bei der Betrügerei in Cannes als Dolmetscherin mitwirken sollte.

Ehebruch ist in modernen Staaten nicht strafbar. Die Wolskis aber geben vor christlich zu sein (CDU!). Für Christen gilt das 6.Gebot

Du sollst die Ehe nicht brechen!

Natürlich ist das, was Herr Wolski tut, Ehebruch. Wenn Frau Wolski sich deswegen scheiden ließe, wäre das angemessen. Karin W. aber lässt sich entschädigen – mit dem Geld Dritter, versteht sich. Margit C. kauft ihr extrem teure Klamotten und Autos. Karin hält die Klappe und beteiligt sich bewusst, wie die Dolmetscherin sagt, am finanziellen Sex-Erfolg ihres Gatten. Für ihre Integrität als Richterin, für ihre Resistenz gegen Korruption spricht das nicht.

Die Geschichte ist so schmierig, als sei sie aus Der Stürmer abgeschrieben, bloß dass die Täter dem Dunstkreis einer Partei angehören, die sich christlich nennt. Indes ist der Fall Wolski aus einem anderen Grund interessanter – wegen Janusz Pomer. Darüber werde ich schreiben.

Ulrich Brosa



Nachtrag: Oberlandesrichter Pasker und Staatsanwältin Pasker

Juristen-Dynastien

Jemand hat mich darauf aufmerksam gemacht: Zwischen dem Juristenehepaar Wolski und dem Juristenehepaar Pasker bestehen Ähnlichkeiten. Ursache ist, dass vorwiegend Leute bestimmter Art Jura studieren.



Noch’n Nachtrag März 2010: Ein paar Bilder von Karin Wolski.

Karin Wolski = hessische Justiz


[Karin Wolski im hessischen Staatsgerichtshof; die Frau in der Mitte rechts vom Mann mit dem Bart. Richter und Richterinnen machen Männchen um Eindruck zu schinden. Noch edler würde es wirken, wenn sie alle dabei „Wau-Wau“ machten. Imponier-Bilder dieser Art kommen normalerweise aus dem Bundesverfassungsgericht.]


[Nochmals K.Wolski im Staatsgerichtshof. Sie grinst befriedigt, weil sie gerade eine Rechtsbeugung verkündet: „Studiengebühren sind verfassungskonform!“ . Rechts neben Wolski der Vorsitzende heißt Lange, glaube ich, gehört zur SPD-Richtung.]


[Haarfarbe hier: so genanntes Aschblond. Haarfarbe ganz oben: so genanntes Tizian-Rot. Haarfarbe unten: Brigitte-Bardot-Blond (fast).]


[Haare färben ist ihr Hobby. Die wahre Haarfarbe? Nur gegen erbitterten Widerstand der Karin W.!]


[K.Wolski als menschliche Richterin. Wahrscheinlich denkt sie gerade an ihren Ferrari oder ihr Haus in Neu-Isenburg. Wer auf derartige Auftritte reinfällt, wird es tief bereuen. Juristen sind Heuchler von Berufs wegen.]

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144 Antworten to “Für Karin Wolski wird es eng”

  1. bloegi Says:

    Der hessische Justizapparat kämpft mit Krallen und Zähnen um den Skandal unter dem Teppich zu halten:

    Schutzengel der bedrängten Richterin

    Gegen Michael Wolski und Margit C. sowie Frankfurter Notare läuft nun ein Verfahren wegen Betrugs. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt führt die Ermittlungen. Nicht ermittelt wird gegen Karin Wolski, doch auch die Aussichten auf eine Anklage der anderen Beteiligten scheinen gering zu sein. Denn die makabre Erweckung des Toten beim Notar wäre nach Ansicht der Ermittler nur strafbar, wenn sich jemand einen „Vermögensvorteil“ damit verschafft hätte. Dies sei aber nicht der Fall, weil die Wohnung bereits Witwe C. gehört habe und sie damit tun könne, was sie wolle, argumentiert die Sprecherin der Anklagebehörde, Doris Möller-Scheu. …
    Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat Ignaz C. seiner Frau die Wohnung im Jahr 2004 geschenkt. Gegen diese Annahme spricht die jetzt bekannt gewordene Schenkungsurkunde vom 11. Oktober 2004. Darin übertrug Ignaz C. zwar „sein gesamtes gegenwärtiges Vermögen“ auf seine Frau; jedoch fehlt die 2,5-Millionen-Euro-Wohnung in Cannes in der Liste der Vermögensgegenstände, die übertragen wurden. Sie umfasst 48 Immobilien und acht Gesellschaften, aber nicht das Domizil an der Côte d´Azur…

    Frankfurter Rundschau 27.08.2009

  2. bloegi Says:

    Aus der CDU-Postille FAZ vom 28.8.2009:

    Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Christean Wagner, lobt Wolski als „hervorragende Juristin und hervorragende Mitarbeiterin im Justizministerium“, das er einst leitete.

    Ausgerechnet Christean Wagner! Dass K.Wolski mit seiner Hilfe Karriere machte, spricht mehr gegen sie als alles andere.

    Ähnlich äußert sich FDP-Fraktionschef Florian Rentsch: Auch für Frau Wolski gelte das Prinzip „In dubio pro reo“.

    Rentsch ist studierter Jurist. Auch er unterstützt meine These, dass Juristen nicht einmal ihren eigenen Kram kennen. „In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten“ gilt im deutschen Recht nicht. Im deutschen Recht gilt die freie Beweiswürdigung.

  3. Ric Albrecht Says:

    „§ 261 StPO [StrafprozeßOrdnung]
    Freie Beweiswürdigung
    Über das Ergebnis der Beweisaufnahme entscheidet das Gericht nach seiner freien, aus dem Inbegriff der Verhandlung geschöpften Überzeugung“

    „§ 286 ZPO [ZivilprozeßOrdnung]
    Freie Beweiswürdigung
    (1) Das Gericht hat unter Berücksichtigung des gesamten Inhalts der Verhandlungen und des Ergebnisses einer etwaigen Beweisaufnahme nach freier Überzeugung zu entscheiden, ob eine tatsächliche Behauptung für wahr oder für nicht wahr zu erachten sei. In dem Urteil sind die Gründe anzugeben, die für die richterliche Überzeugung leitend gewesen sind.
    (2) An gesetzliche Beweisregeln ist das Gericht nur in den durch dieses Gesetz bezeichneten Fällen gebunden“

    Jeder Amts/Verwaltungsrichter als Untere Gottheit? Oder als was sonst?

    fragt RicAlb

  4. Tilman Says:

    Aus der Geschichte könnte man ein Super-Drehbuch für einen 6-Teiler machen, ich habe mir schon mal eine google alert gelegt. Wobei Frau W. nach den bisherigen Presseberichten eher eine Randfigur ist, die Vorwürfe sind gegen ihren Mann und Frau C.. Soweit ich verstehe, ist der Vorwurf 1) dass sie „was gewusst“ haben soll, 2) dass sie einen Ferrari bekommen haben soll, und dass sie wegen dieses „Gschmäckle“ 3) ungeeignet als Richterin sein soll. Was aber fehlt, ist ein Vorwurf dass sie ihr Amt missbraucht haben soll, bzw. konkret in Straftaten involviert sein soll. „Wissen“ was der Ehemann tut und es nicht verhindern ist m.W. keine Straftat. „Profitieren“ wäre vermutlich nur dann eine Straftat wenn sie gewusst hat dass dieser konkreter Vorteil (also z.B. der Ferrari) aus einer konkreten Straftat stammte. Das müsste man aber wiederum nachweisen. (Das ist zwar sicherlich nicht was man hier hören möchte, aber ich versuche halt gerne als advocatus diaboli zu denken :-)) Auch sicher ist dass alleine durch die Absetzung von Frau W., Herr J.P. nicht zu seinem Recht kommt.

  5. bloegi Says:

    Tilman schrieb:

    Was aber fehlt, ist ein Vorwurf dass sie ihr Amt missbraucht haben soll, bzw. konkret in Straftaten involviert sein soll.

    Nach dem, was die Dolmetscherin aus Cannes sagt (Interview mit der FR, siehe oben) hat Frau Wolski Beihilfe zum Betrug geleistet – strafbar. Ferner hat Frau Wolski in beträchtlichem Maß von den Zuwendungen profitiert, für die ihr Mann – laut Anklageschrift – Steuern hinterzogen hat. Wenn Frau Wolski mal eine Tafel Schokolade geschenkt bekommen hätte, könnte man ihre Mitwisserschaft anzweifeln, nicht aber, wenn sie viele hunderttausend Euro für sich persönlich vereinnahmt hat.

    In der hessischen Justiz herrscht Panik, nicht nur wegen der Wolskis, aber auch ihretwegen, eben weil die Geschichte schmierig ist und deswegen von den Massenmedien gern verkauft wird. Justizministerium und Staatsanwaltschaften kämpfen erbittert das mediale Interesse zu dämpfen. Dazu noch

    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1903406

  6. Tilman Says:

    Die „Beihilfe“ laut Interview soll sein, dass sie „ihre Daten“ weitergegeben haben soll. Das ist merkwürdig – wusste Herr W. nicht das Geburtsdatum der Frau Gemahlin? (Spass beiseite, vielleicht waren es Namen und Geburtsdatum der Eltern) Und auch wenn – das wäre nur strafbar wenn bewiesen werden kann, dass sie gewusst hat, dass sie ihr Geburtsdatum weitergibt für einen Betrug. Er kann ihr ja auch was anderes gesagt haben. Sie muss auch nicht mal sagen, was ihr Mann ihr gesagt hat, sondern sich einfach durch Schweigen verteidigen. Sie muss nicht „ihre Unschuld beweisen“, sondern umgekehrt muss die Staatsanwaltschaft ihre Schuld beweisen. Dass sie mit den Vorwürfen, die gegen ihren Ehemann gemacht werden, in der Öffentlichkeit schlecht aussieht, ist eine andere Sache.

  7. Ric Albrecht Says:

    Meine so subjektive wie scheinbar rechtsirrige Meinung: Ich hoffe sehr, daß es für Frau VG-Berufsrichterin Karin Wolki (DA/F/WI) verdammpt eng, genauer: Enger als eng wird. Freilich politisch. Und vor allem weil sie Hess. Verfassungsgerichtlerin ist. Strafrechtlich, das auffiel mir (wie dem Herrn Tilman Blog über mir) auch nach nochmaliger Lektüre der FR-Texte von PvB nix, was ihr „anzuhängen“ ist, weil i) auch für Fr. K.W. die Unschuldsvermutung gilt, ii) sie weder gegen ihren Herrn Gatten RA Michael Wolksi aussagen noch c) im jur. Sinn ihre Unschuld muß,

    Gruß RicAlb

  8. bloegi Says:

    Die entscheidende Passage aus dem Interview mit der Dolmetscherin ist:

    Frau Wolski hat ihre Daten an die Frau C. weitergegeben. Sie wusste über das Geschäft Bescheid. Das war vor dem Termin bei dem französischen Notar. Der Notar hatte mich angefragt, um die Papiere bereit zu machen. Ich habe Frau C. angerufen, und sie sagte mir: Den Herrn Wolski kann ich nicht erreichen, ich rufe meine Freundin, die Karin, an.

    Es gibt also mindestens eine Zeugin.

    Um es nochmals zu schreiben: Auch die Steuerhinterziehung ist nicht von Pappe. K.Wolski hat in großem Maßstab davon profitiert, dass ihr Gatte keine Steuern gezahlt hat. An gestohlenem Gut erwirbt man kein Eigentum.

    Tilman schrieb:

    Sie muss nicht „ihre Unschuld beweisen”, sondern umgekehrt muss die Staatsanwaltschaft ihre Schuld beweisen.

    Das ist ein frommer Spruch, den der Autor kaum selbst glauben kann. Justizangehörige besonders in den Staatsanwaltschaften haben nicht die geringste Hemmung Straftaten durch beweislose Behauptungen zu konstruieren, wenn sie einem an den Karren fahren wollen. In der Praxis muss der Beschuldigte seine Unschuld beweisen. Er muss das öffentlich – außerhalb der Gerichte – tun und sogar so, dass er genug Aufmerksamkeit für seine Beweise bekommt. Nur ein paar Beispiele in
    http://www.althand.de/joerg.html

  9. LeserIn Says:

    Süddeutsche Zeitung vom 25.08.2009

    Beim anstehenden Steuerprozess soll es um ein Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro gehen, darunter hohe mutmaßliche Zuwendungen und Schenkungen von Margit C. an Michael Wolski. Dessen Ehefrau Karin scheint in vielen Fällen die stille Nutznießerin gewesen zu sein.

    So hat Margit C. nach den Erkenntnissen der Frankfurter Kripo nicht nur private Steuerschulden und Darlehen des Ehepaares Wolski getilgt, sondern auch Handwerkerrechnungen an deren Privathaus gezahlt, ihnen Zuschüsse gegeben, oder bisweilen flotte Luxusautos vor die Tür gestellt. Einen Ferrari zum Beispiel, der explizit auf Karin Wolski zugelassen wurde.

    Bei dem anstehenden Steuerstrafverfahren bleibt Karin Wolski jedoch außen vor. Man billigt ausgerechnet der Top-Juristin offenkundig die sogenannte Hausfrauenregelung zu, weil nach den Vorstellungen der Darmstädter Staatsanwaltschaft Einkommensteuererklärungen offenbar reine Männersache sind.

  10. bloegi Says:

    Mal wieder Herbert Landau:

    In einer Aktuellen Stunde debattierte das Parlament über das umstrittene Gespräch zwischen dem Offenbacher CDU-Kreisvorsitzenden und Staatskanzlei-Chef Stefan Grüttner und Justiz-Staatssekretär Herbert Landau (CDU) über Karin Wolski. Grüttner hatte sich dabei vergewissert, dass die von ihm zeitweise für die Offenbacher Oberbürgermeister-Kandidatur favorisierte Richterin nicht von Ermittlungen gegen ihren Ehemann betroffen war.

    Nach Auffassung von SPD, Grünen und FDP war Landau zu einer solchen Auskunft nicht befugt: Der Vorgang zeige, dass die CDU nicht mehr zwischen Staat und Partei unterscheide. Justizminister Christean Wagner (CDU) sah das Vorgehen seines Staatssekretärs dagegen im Einklang mit dem Gesetz.

    Die Meldung ist alt: Hessischer Rundfunk 27.1.2005. Landau, der bereits seinem Parteigenossen Bouffier gute Dienste erwiesen hat, wurde am 1.10.2005 Bundesverfassungsrichter.

    Allerdings wird es für K.Wolski wirklich eng. Die BILD-Zeitung kümmert sich um sie 2.9.2009

    Die Richterin an Hessens Staatsgerichtshof, Karin Wolski, ist bislang nicht von den Ermittlungsbehörden zu den Vorwürfen gegen sie und ihren Mann vernommen worden. Sie sei weder als Zeugin noch als Beschuldigte befragt worden, da kein Anfangsverdacht gegen sie bestanden habe, sagte Justiz-Staatssekretär Rudolf Kriszeleit (FDP)[…]

  11. Ric Albrecht Says:

    Hallo BlogBloegi,

    Herr Landau´s mir noch als BVerfG-Richter (Beisitzer, 2. Senat, 2006) erinnerlich … aber das mit der „Untreue“, auf die BILD Ffm. gestern anspielte, versteh ich nicht: Das Fremdgehn des Herrn RA Michael Wolkski ist doch kein Straftatsbestand, folglich nicht strafbar … oder sollte ich (wieder mal) irren? Erbitte Aufklärung … Gruß RicAlb

    • bloegi Says:

      Untreue im Strafgesetzbuch bezieht sich nicht auf Sex, sondern auf Geld:

      § 266 StGB
      Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, mißbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

      Die alte Margit C. wird verdächtigt, sie habe Vermögen der Erbengemeinschaft veruntreut und M.Wolski habe ihr dabei geholfen.

      ————-

      Herbert Landau als hessischer Justiz-Staatssekretär war schlimm genug – aber als Bundesverfassungsrichter? Das ist eine Geschichte, die aufgearbeitet werden muss!

  12. Tilman Says:

    1)
    Die Anmeldung des Ferrari auf die Richterin könnte einen recht harmlosen Grund haben: Kenner der Verfahrensweisen von Bussgeldbehörden, die gerne eilig unterwegs sind (kann mit einem Ferrari ja mal „passieren“), melden das Auto immer auf den Partner an. Wenn der Anhörungsbogen kommt, muss der eine Partner den anderen nicht verpetzen (§52 StPO); dazu kommt sogar dass sich der Partner nach 2 Wochen nicht mehr erinnern muss, wer das Auto gefahren ist. Es droht dann zwar ein Fahrtenbuch, aber auch dafür gibt’s Regeln.

    Das kann man sogar kostenlos lernen:
    http://www.kanzlei-hoenig.de/emailkurs/einleitung.html

    2)
    Eigentlich verstehe ich nicht, dass J.P. sich hauptsächlich auf Richterin W einschiesst. Sogar wenn sie zurücktreten würde, hätte dies keinen Einfluss auf sein Verfahren. Seine richtigen „Gegner“ sind Frau C. und Rechtsanwalt W.

  13. bloegi Says:

    Tilman sagte:

    1)
    Die Anmeldung des Ferrari auf die Richterin könnte einen recht harmlosen Grund haben: Kenner der Verfahrensweisen von Bussgeldbehörden, die gerne eilig unterwegs sind (kann mit einem Ferrari ja mal „passieren“), melden das Auto immer auf den Partner an. Wenn der Anhörungsbogen kommt, muss der eine Partner den anderen nicht verpetzen (§52 StPO); dazu kommt sogar dass sich der Partner nach 2 Wochen nicht mehr erinnern muss, wer das Auto gefahren ist.

    Harmlos ist das nicht. Juristisch ist das die Vorbereitung einer Täuschung, volkstümlich ausgedrückt ein Betrug. Das ist doch gerade unser drückendstes Problem, dass fast alle nur noch daran denken, wie sie andere austricksen können. Ich kenne einen, der mit einem Ferrari „eilig unterwegs“ war und dabei eine Frau totgefahren hat. StVO-Verstöße möchte ich nicht bagatellisieren.

    Speziell bei Karin Wolski hat es die Nummer mit ‚ihrem‘ Ferrari in sich:

    Prominentestes Geschenk war zweifellos ein Ferrari Maranello im Wert von 135 000 Euro, den Margit C. im September 2001 bezahlte und der auf Karin Wolski zugelassen war, pikanterweise auf eine Scheinadresse in Frankfurt. Dabei wohnte die Richterin im Landkreis Offenbach.

    Wiesbadener Kurier 5.8.2009
    Einerseits wollte Karin W. die Karre haben, andererseits wusste sie, dass es deswegen Ärger geben würde. Ein naives Heimchen am Herd ist sie nicht.

    Tilman sagte:

    2)
    Eigentlich verstehe ich nicht, dass J.P. sich hauptsächlich auf Richterin W einschiesst.

    Seit etwa 10 Jahren wird gestritten. Dr.Pomer hat sich zuerst auf Rechtsanwalt Wolski „eingeschossen“, d.h. Strafanzeigen gegen ihn erstattet, musste aber erleben, dass gegen RA W. erst überhaupt nicht ermittelt, später angeblich ermittelt, aber keine Anklage erhoben wurde. Pomer hat sich überlegt, woran das liegt. Woran wohl?

    Der Fall Wolski hat auch den Landtag beschäftigt, im vergangenen Jahr auf Grund einer Anfrage der SPD, bei deren Beantwortung der damalige Justizminister Jürgen Banzer (CDU) einräumen musste, dass ihm über das Ermittlungsverfahren gegen Wolski „in monatlichen bis vierteljährlichen Zeitabständen“ zu berichten ist.

    siehe Wiesbadener Kurier wie oben.
    Der so genannte Kampf um das Recht ist ein Kampf um Publizität. Janusz Pomer ist interessant, weil er das besser als viele andere verstanden hat.

  14. Ric Albrecht Says:

    Hallo Tilman, Bloegi u.a.

    wer sich hier wann & warum & wie an wen „einschießt“ ist mir wursch. Formal/aspekthaft
    hat m.E. Herr Timan Recht. Der entscheidende Punkt freilich ist m.E. bei der Frau Hohe Berufsrichterin K.W. ihre pol. Funktion: Hess. Verf.gerichterin. Und da kann´s m.E. gar
    nicht genug Publizität geben, weshalb ich die Beiträge der Herren PvB (FR-Druck) und U.
    B. (Netz hier) gut & wichtig finde,

    Gruß RicAlb

  15. bloegi Says:

    Noch übler als das Absahnen der Erbschaft des Herrn C. war Karin Wolskis Beteiligung am Urteil des Staatsgerichtshofs vom 11.6.2008 wegen der Studiengebühren. Eine unverfrorene Rechtsbeugung. Studiengebühren dürfen in Hessen wegen der Verfassung nicht erhoben werden. Ich habe die gesetzlichen Grundlagen und das Urteil selbst ganz oben auf
    http://www.althand.de/jesum.html#wolski
    zusammengestellt.

    Von dem Urteil waren viel mehr Menschen betroffen und das umzusetzende Vermögen war weitaus größer als im Erbschaftsstreit. Dennoch hat dieses Urteil weniger öffentliche Aufmerksamkeit provoziert als der nackte Rechtsanwalt Wolski und seine Ferrari-Verfassungsrichterin.

  16. LeserIn Says:

    Die heute 87-jährige Margit C., die ihrem Anwalt auch persönlich zugetan sein soll, beglich zum Beispiel Steuerschulden des Ehepaars Wolski in Höhe von 240 000 Euro, mal schoss sie 150 000 Euro für den Kauf einer Immobilie zu. … Bereits 2001 wurde auch Karin Wolski beehrt – mit einem schwarzen Ferrari 550 Maranello. 135 000 Euro ließ sich das Ehepaar C. diesen Gunstbeweis kosten. Der Wagen wurde – wie fünf weitere – auf eine Frankfurter Adresse und den Namen der Richterin zugelassen, obwohl die Familie im Landkreis Offenbach wohnt. Als die Schenkung 2005 ruchbar wurde, zog Karin Wolski ihre Bereitschaft zur OB-Kandidatur zurück. Gleichwohl bestritt sie damals, Besitzerin des Sportwagens zu sein. Er sei Eigentum ihres Mannes, versicherte sie laut Medienberichten. Doch auch ihr Ehemann behauptete in einer Erklärung, dass ihm der Wagen nicht gehöre.

    Morgenweb 03.September 2009

  17. bloegi Says:

    Natürlich hat auch Karin Wolski Steuern hinterzogen – Schenkungssteuern. Seit dem 1.1.2009 betrüge ihr Freibetrag 20 000 Euro. In der Zeit davor war ihr Freibetrag viel niedriger: 5 200 Euro, siehe z.B.

    http://www.wf-kanzlei.de/wf-info/artikel/erb-und-erbschaftsteuerrecht/schenkungssteuer-und-erbschaftssteuer-freibetraege.html

  18. LeserIn Says:

    Ausschnitt aus einem HR-Film bei Youtube

    Andernorts unbekannte Bilder von Janusz Pomer und von Karin Wolski (sie sieht „nett“ aus) und wie K.Wolski mit Margit C. shoppen geht. Ganz klar: K.Wolski hat auch abbekommen.

    Dass Karin Wolski „nett“ aussieht, ist sehr bemerkenswert. Viele Richter und Richterinnen, die es faustdick hinter den Ohren haben, sehen „nett“ aus. Ihre Opfer fallen fast immer darauf rein.

  19. Ric Albrecht Says:

    Mühsam(st) durchklickte ich mich in Sachen angebliche „TOP-Richterin“ über ´ne „dierichterin.com“-Seite auf dieses frankfurter Freispruchsurteil -> http://www.die-richterin.com/urteil_201a.pdf

    Es mag sein daß ich als Bürgerrechtler nach der Veröffentlichung von mehr als zwanzig Büchern und gut 800 Aufsätzen, darunter auch´n paar rechts- und justizkritisch bedeutsamen, kritisch-hermeneutisch „versaut“ bin – aber wenn ich so´n Text lese kann ich nicht anders als vermuten:

    Muß ´ne verdammte Menge Dreck sein, der hier umtern hessischenJustizteppich lagert.

    Oder nicht?

    Gruß Richard Albrecht

  20. LeserIn Says:

    Die Richterin am Staatsgerichtshof, Karin Wolski, hat von Zuwendungen der Unternehmersgattin Margit C. mehr profitiert als bislang bekannt. Diesen Rückschluss legt ein Bericht des Hessischen Rundfunks (HR) nahe. Danach gehört ihr inzwischen ein Mehrfamilienhaus in Neu-Isenburg allein, das sie vor acht Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Michael Wolski gekauft hatte. Nach Ermittlungen der Polizei steht fest, dass Margit C. im Oktober 2001 der Familie Wolski 300 000 Mark für den Kauf dieses Hauses überwies, das insgesamt 540 000 Mark gekostet hatte.

    Wiesbadener Kurier 17.09.09

    Für den Grünen-Politiker Andreas Jürgens ist „das Maß voll“. Die Richterin Karin Wolski sei eine „unerträgliche Belastung des Staatsgerichtshofs“

    Der Linke Ulrich Wilken höhnte mit Blick auf das CDU-Mitglied Karin Wolski: „Es gibt keinen schwarzen Filz – und es hat auch nie schwarze Kassen gegeben.“ Die Richterin sitzt auf Vorschlag von CDU und FDP im Staatsgerichtshof. Vorher hatte sie der Union im Untersuchungsausschuss zu schwarzen Kassen der CDU beigestanden.

    Frankfurter Rundschau 17.09.09

    Quelle der Mainstream-Medien sind „Recherchen“ des hessischen Rundfunks.

    Die rechtspolitische Sprecherin der SPD, Heike Hofmann, sagte, diese Informationen bestätigten ihre Vermutungen. Wenn die Richterin von unversteuerten Schenkungen profitiert habe, sei auch gegen sie ein Anfangsverdacht gegeben.

    HR 16.09.09

    bloegi war auch in dieser Angelegenheit allen anderen voraus. Dass K.Wolski offensichtlich Schenkungssteuern hinterzogen hat, darauf wurde hier schon am 5.9.2009 hingewiesen. Es ist nicht das erste Mal, dass Mainstream-Journos sich Ideen bei bloegi beschaffen. Das andere Mal, wo das – sogar in großem Maßstab – geschah, war „Althaus die Pistensau“ .

  21. LeserIn Says:

    Offenbar liegen aber auch die mit dem Fall befassten Staatsanwaltschaften bei der Beurteilung weit auseinander. 2,6 Millionen Euro hat Michael Wolski an Geldzuwendungen von der Frankfurter Millionärsfamilie erhalten, ohne dass er darauf aus seiner beratenden Tätigkeit als Anwalt einen Anspruch hatte, stellt die Staatsanwaltschaft Darmstadt fest. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt behauptet in einem Schreiben vom Februar das Gegenteil: Es seien keine rechtsgrundlosen Schenkungen erfolgt, es habe sich um Rechtsanwalts- und Beraterhonorare gehandelt.

    HR 16.09.09

    Versteuert werden muss beides, Schenkung und Honorar, nur sind die Steuersätze verschieden. Mit der Schenkungssteuer soll verhindert werden, dass Einkünfte als Schenkungen getarnt werden, die abgabenfrei transferiert werden können.

  22. Gleichgewicht des Grauens « bloegi Says:

    […] Remmel, der Präsident des Verwaltungsgerichts Kassel mit Kinderporno-Allüren, kein Pfuscher mehr. Karin Wolski aber, Richterin im Staatsgerichtshof, hat professionelle […]

  23. LeserIn Says:

    Um Karin Wolski scheint eine Abmahn- und Unterlassungsschlacht im Gang zu sein. Die Frankfurter Rundschau hat ihren Artikel vom 20.8.2009

    Die Immobilienmaklerin packt aus
    „Frau Wolski wusste Bescheid“
    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1889789_Die-Immobilienmaklerin-packt-aus-Frau-Wolski-wusste-Bescheid.html

    aus dem Internet genommen. Der Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 16.9.2009

    Hessen Steuerprozess
    Rücksicht auf eine Richterin
    http://www.sueddeutsche.de/politik/959/485386/text/

    kommt mit einer Gegendarstellung:

    sueddeutsche.de schrieb in einem Artikel unter der Überschrift „Justizministerium: ‚Kein Kommentar“‘:

    „Eine Zeugin sagte, die alte Frau und der Anwalt hätten versucht den französischen Notar auf bizarre Weise zu täuschen. Sie hätten behauptet, Magrit C.’s Ehemann sei zu krank, um seine rechtlich notwendige Zustimmung zu erklären. Tatsächlich war Ignaz C. längst verstorben. Die Zeugin behauptet, Karin Wolski habe davon gewusst.“

    Hierzu stelle ich fest, dass ich von dem behaupteten Sachverhalt keine Kenntnis hatte.

    Frankfurt a. M., den 7.9.009

    Karin Wolski

    „Hierzu stelle ich fest …“ ist JuristInnen-Jargon, der hier nicht angebracht ist. Richterin Wolski äußert sich als betroffene Person, nicht als Gericht. Sie kann schreiben „Hierzu behaupte ich…“ oder „Hierzu erkläre ich…“, aber nicht „Hierzu stelle ich fest…“, als habe sie als Richterin (in eigener Sache!) Beweise ausgewertet.

    Man könnte so tun, als glaube man Frau Wolski. Wenn Sie nicht einmal in ihrem persönlichen Umfeld kapiert, was geschieht, wie will sie dann als Richterin Fälle verstehen, in die sie sich erst mühsam einarbeiten muss?

  24. LeserIn Says:

    Ab Mittwoch 28.10.09 Prozess im Landgericht Darmstadt gegen Rechtsanwalt Michael Wolski wegen Steuerhinterziehung. Wer wissen will, wann und wo genau, kann im Landgericht anrufen:
    06151 9920
    http://www.lg-darmstadt.justiz.hessen.de/

    Elf Verhandlungstage sind geplant. Margit C., die rüstige Geliebte Wolskis, soll am 03.11.09 aussagen.

  25. LeserIn Says:

    Die CDU-freundliche Frankfurter Allgemeine Zeitung (hier vom 27.10.09) ist eben doch eine Qualitätszeitung

    Auf der anderen Seite der in Genf lebende und angeblich als Zuhälter verurteilte Sohn des Ehepaars C., Daniel Ceszkowski, sowie der Schwiegersohn Janusz Pomer, Orthopäde in Frankfurt. Die beiden werfen Michael Wolski unverblümt vor, sein „unkonventionelles Mandantenverhältnis“ mit der Frau ihres Vaters genutzt zu haben, um sich gewaltige Vermögenswerte zu erschleichen.

    und

    Weil [Karin] Wolski angekündigt habe, als Ehefrau des Angeklagten von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen zu wollen, hat das Gericht die ursprünglich vorgeladene Zeugin nach Auskunft seiner Sprecherin Christa Pfannenschmidt wieder ausgeladen.

  26. bloegi Says:

    Berichte vom 1. Prozesstag

    FR 28.10.2009

    Verteidiger greifen Gericht an

    Rechtsanwalt Hanno Durth kritisierte zu Beginn der Verhandlung, die 9. Strafkammer unter Vorsitz von Rainer Buss sei nicht objektiv, sondern spiele sich als Ankläger auf. „Die Richter haben sich an die Stelle der Staatsanwaltschaft gesetzt. Sie sind damit Ankläger und Richter in einer Person.“

    BILD bringt ein Bild von Rechtsanwalt Wolski, das verständlich macht, weshalb seine Gattin doch lieber einen Ferrari wollte.

    Und nochmal FR 28.10.2009

    Frankenstein-Phantasien

    Freiwillig und mit guten Gründen habe sich der reiche Mann [Ignaz C.] von seinen Söhnen losgesagt.

    Die Wolski-Anwälte verteilten eine Eidesstattliche Erklärung von Ignaz C., die er 2004 unterschrieben hatte. Er sei „grenzenlos enttäuscht über die Hinterhältigkeit und Heimtücke“ seines Schwiegersohns und seines Genfer Sohns Daniel, heißt es darin. Beide bespitzelten ihn. Zudem habe er dem Schwiegersohn Pomer große Summen Geldes zukommen lassen. Ignaz C. nennt den Schwiegersohn in der Eidesstattlichen Erklärung einen „Mitgiftjäger“.
    […]
    Besonders makaber ist die scharfe Auseinandersetzung um die Gesundheit des alten Ignaz C., der von den Nazis als Jude ins Konzentrationslager gesperrt worden war. In seiner Eidesstattlichen Erklärung heißt es, sein Schwiegersohn Pomer habe ihm „sogar eine Öffnung in meinen Schädelknochen gelegt, die sich heute als völlig überflüssig erweist“. Pomers Anwalt Fischer empört sich darüber. Die Passagen seien „Frankenstein-Phantasien“ von Michael Wolski, die dieser Ignaz C. untergeschoben habe.

  27. bloegi Says:

    Prozessbericht in der Süddeutschen Zeitung vom 28.10.2009

    Wolski selbst machte keine Angaben. Seine Verteidiger stellen die Zahlungen [der Margit C.] als privates zinsloses Darlehen dar. Das Geld habe Wolski gemäß einem Vertrag vom 31. Mai 2001 zunächst leihweise erhalten […]

    Doch es gibt erhebliche Zweifel, ob der Darlehensvertrag echt ist. Von einer „üblen Urkundenfälschung“ spricht Jürgen Fischer, der Anwalt eines Sohnes und des Schwiegersohnes von Margit C. […] Was den Darlehensvertrag angeht, hegt auch das hessische Finanzgericht „ernsthafte Zweifel“ an der Echtheit und vermutet, er sei angesichts der Ermittlungen gegen Wolski erst nachträglich verfasst worden. So ist es in einem Beschluss des Finanzgerichts vom 30. März 2009 nachzulesen. Dieses ließ auch keinen Zweifel daran, dass die Verfassungsrichterin Karin Wolski Nutznießerin der dubiosen Geldflüsse war. […]

    Wolskis Verteidiger Hanno Durth stellte zum Prozessauftakt Befangenheitsanträge gegen die Richter. Sie hätten die Staatsanwaltschaft zu einer Ergänzungsanklage gedrängt, so sein Vorwurf. Der zufolge soll Wolski wenigstens wegen Schenkungsteuer-Hinterziehung verurteilt werden, falls es für eine Verurteilung wegen Einkommen- oder Umsatzsteuerhinterziehung nicht reicht.

  28. Ric Albrecht Says:

    @bloegi und andere …

    Zunächst mal: Ich find´s gut, daß es noch, wenngleich viel zu wenig/e, Recherchejournalisten wie PvB bei der FR (Hesenteil) gibt, PvB hat von Anfang an seriös berichtet und auch mit Geschädigten gesprochen. Da freilich könnt das justitielle Problem liegen: O h n e nachgewiesenen Vermögensschaden kein „Betrug“, folglich -> „Freispruch“ weil/wenn „Betrug“ nicht beweisbar.

    Daraus wiederum folgt m.E.: Wenn´s um Frau Vorsitzende Richterin und/ als Mitglied des hess. Staatsgerichtshofs geht (ein „akademischer“ Lehrer, Wolf Abendroth/PU Marburg, war dies weiland auch -> http://www.forced-labour.de/archives/559 [und] -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/07/politische-soziologie.pdf ) gilt der Vorrang politischen Handelns („Primat der Politik“). Das wissen die derzeit Regierenden in Hessen auch.

    Vermutlich wird in der zweiten Hälfte dieses Jahrhundert mal´n/e Historiker/in, die/der diesen Namen verdient, „den Nachgeborenen“ (Brecht) die Geschichte bequellt und mit angemessener Deutung, warum ess. CDU-Führungsfungsfunktionäre so/zu lange an Frau Wolski politisch festhielten, erzählen …

    Gruß;-)

    (Richard Albrecht/29.10.09)

    P.S. Mir bitte Tippfehler nach- und stattdessen mal hier reinsehn …
    ( -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/10/wahrheitsluege.pdf )

  29. LeserIn Says:

    Genauerer Prozessbericht:

    Richter Buss sagte, Zahlungen der Unternehmersgattin Margit C. seien „unmittelbar auch an Frau Karin Wolski gegangen“. Er nannte „die Begleichung von Steuerschulden und die Begleichung von Kaufpreisschulden“….

    Aus einigen Dokumenten geht hervor, dass Karin Wolski, die seit 2003 Richterin am hessischen Staatsgerichtshof ist, Nutznießerin von Überweisungen gewesen sein soll.

    So soll sie im Jahr 2000 gemeinsam mit zwei anderen Personen, aber ohne ihren Mann, eine Ferienwohnung auf Mallorca für 500 000 Mark (255 000 Euro) erworben haben. Das gehe aus einem auf spanisch verfassten Kaufvertrag hervor, sagte der Vorsitzende Richter….

    Um die steuerrechtlichen Fragen zu bewerten, soll in dem Verfahren geklärt werden, ob die Zuwendungen von Margit C. und dem Unternehmen C. an Michael Wolski Schenkungen oder Honorare für seine anwaltliche Tätigkeit waren. Eine Rolle spielt ein Vertrag über ein angebliches Darlehen von Margit C. an Michael Wolski „bis zu einem Gesamtwert von vier Millionen Mark“, der von 2001 datiert. Dem stünden aber Selbstauskünfte Wolskis für Banken gegenüber, bei denen er in den Jahren 2003 „keine Steuerschulden und keine Darlehen“ angegeben habe, sagte Richter Buss.

    FR-ONLINE 29.10.09

    Was Karin Wolski betrifft, gibt es mindestens zwei Informationen, die in diesem Blog bisher nicht erörtert wurden:

    1) Karin Wolski war in die Schwarzgeld-Affäre (die „jüdischen Vermächtnisse“) der hessischen CDU verwickelt.

    2) Die Gewaltentrennung hielt sie für lästig.

    Dazu

    Aber da gibt es doch im Landkreis Offenbach noch eine Richterin beim Staatsgerichtshof, die bürgerliche Ehrenwertigkeit symbolisieren kann. Außerdem hat sie schon einmal ihrem Minister, ihrer Fraktion und ihrer Partei gedient im Schwarzgeld-Untersuchungsausschuss. Nun ja, sie musste Ende 2000 erst durch einen Beschluss des Staatsgerichtshofs daran erinnert werden, dass ihre Tätigkeit für die erste und zweite Gewalt ihre Mitwirkung als stellvertretende Richterin in Verfassungsstreitigkeiten ausschließt. Aber was sind schon kleinliche Verfassungsprinzipien, wenn es um Loyalität zur Schwarzgeld-Partei geht. Immerhin war sie dafür ja auch mit dem Amt der Vizepräsidentin des Verwaltungsgerichts belohnt worden und ist inzwischen ordentliches Mitglied des Staatsgerichtshofs.

    Quelle: Mathias Wagner, ein hessischer Bündnisgrüner

  30. Ric Albrecht Says:

    @Leser/in & andere

    Höchst interessant der sarkastische Kommentar des weiland B´Grünen aussm Jänner 2005. Damaliger hess. JM-Staatssekretär Herbert Landau, mit dem´s 2003/04 auch Herr Dr. Ulrich Brosa & ich mal zu tun hätten soll´n, ist ja nun – tscha, ja was wohl: BUNDESVERFASSUNGSRICHTER …
    „honni soit qui mal y pense“ [nur´n Schelm denkt an Böses …], oder, frei
    nach Stephan Remmler: Jaja, das s´hier doch üblich, jaja …

    Schön´ Tach´ noch

    (Richard Albrecht/291009)

    P.S. Mir bitte Tippfehler nach- und staattdessen mal hier reinsehn

    -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/10/wahrheitsluege1.pdf

    -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/10/regierungsmehrheit8.pdf

  31. Ric Albrecht Says:

    @bloegi u.a. JustizGegnerInnen

    Betr. BVerfGeRichter HERBERT LANDAU

    Am 040909 schrieb ich hier: „Herr Landau´s mir noch als BVerfG-Richter (Beisitzer, 2. Senat, 2006) erinnerlich“. Sie antworteten gleichentags: „Herbert Landau als hessischer Justiz-Staatssekretär war schlimm genug – aber als Bundesverfassungsrichter? Das ist eine Geschichte, die aufgearbeitet werden muss!“

    Zustimmung. Nur – wer machts, genauer fängt wenigstens mal an?
    Ich selbst diesmal gewiß nicht … da solln mal ´jüngere Kräfte´ ran …

    Freundliche Grüße

    Dr.rer.pol.habil.Richard Albrecht, PhD.
    richard.albrecht.editor@rechtskultur.de

    P.S.

    Mir bitte Tippfehler nach- und stattdessen mal hier reinsehn
    -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/10/wahrheitsluege1.pdf
    -> http://ricalb.files.wordpress.com/2009/10/regierungsmehrheit9.pdf

    • bloegi Says:

      Nur – wer machts, genauer fängt wenigstens mal an? Ich selbst diesmal gewiß nicht … da solln mal ´jüngere Kräfte´ ran …

      Ogottogottogott. Tun Sie was, Dr.Dr.Albrecht! Dokumentieren Sie den Prozess, über den Sie sich beschweren! Zeigen Sie den Wisch vor, den Ihnen Laudau hat schicken lassen!

  32. Ric Albrecht Says:

    @ bloegi

    Besten Dank für Ihre gut gemeinte Aufforderung;-) – nur liegt m.E. hier eine doppelte Doppelfehleinschätzung vor: Erstens war/ ist „mein Ding“ n i c h t die der meisten Weblogs mit ihrer subjektiven und meist kurz(fristig)en Betroffenheitsprosa. Sondern professionelle qualitätsjournalistische Recherche und, auf dieser Grundlage, wissenschaftliche Publizistik.

    Zweitens veröffentliche ich auch nicht erst seit gestern – allein in den letzten fünf Jahren erschienen unter anderem nicht nur (m)eine Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde/n im GRIN-Netzwerk http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/110332.html [311205] und http://www.grin.com/e-book/110333/menschenrechtsbeschwerde-2006-an-den-europaeischen-gerichtshof-fuer-menschenrechte [310806]. Darüber hinaus wurden nicht nur als weitere bürgerrechtlich-justizkritische Gratistexte im Netz placiert -> „Beleidigung“ als justitielles Konstrukt von Verfolgerbehörden. Forschungsbericht und Material/ien zum Stand der Dinge in der Bundesrepublik Deutschland, Anfang 2005 [”Insult” within Current Germany, 2005. A radical look on a petty crime], 17 Seiten -> http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/jul/25339.html -> ‘nullum crimen sine lege, nulla poena sine lege’: ‘Insult’ – On the state of the art in current Germany, 16 p. -> http://www.grin.com/e-book/110710/nullum-crimen-sine-lege-nulla-poena-sine-legeinsult-on-the-state -> „Beleidigung“ in Deutschland, Sommer 2005. Beiträge zur Rechtskultur, 72 Seiten -> http://www.beleidigungsfarce.de -, sondern dazu auch seit 2005 vier Bücher veröffentlicht -> StaatsRache – Justizkritische Beiträge gegen die Dummheit im deutschen Recht(ssystem). München: GRIN Verlag für akademische Texte, ²2007, ISBN 978-3638705011 -> Bürgerrechte – Staatspflichten – Rechtsprechung – Bürokratie (= Justizkritik 1). München: GRIN, 2008, ISBN 978-3638889261 -> ´Beleidigung´ – Materialien zur Kritik eines justiziellen Phantomdelikts (= Justizkritik 2). München: GRIN, 2008, ISBN 978-3638889629 -> SUCH LINGE. Vom Kommunistenprozeß zu Köln zu google.de. Sozialwissenschaftliche Recherchen zum langen, kurzen und neuen Jahrhundert (= Berichte aus der Sozialwissenschaft), Aachen: Shaker, 2008, ISBN 978-3-8322-7333-0.

    Teil 2 soll folgen …

  33. Ric Albrecht Says:

    @ bloegi Teil 2

    Drittens habe ich nicht nur Materialien zum realexistierenden ganzdeutschen „Staatsterrorismus“ und zum justiziellen ganzganzdeutschen Phantomdelikt „Beleidigung“ gesammelt, sondern diese auch für spätere Bearbeiter/Forscher/Autoren geordnet und selbst zum letztgenannten Bereich einen (nächstens gedruckt vorliegenden) neuen Aufklärungbericht in Form einer, auch praktisch bedeutsamen, wissenschaftlichen Dokumentation erarbeitet.

    Viertens schließlich veröffentlichte ich Anfang 2008 m.W. nicht nur den bisher einzigen kritischen Kommentar gegen das, den Bonner Rechtsadvokaten Claus Plantiko (und dessen Klienten) betreffende, m.E. rechtsbrüchige und verfassungswidrige „Arbeitsverbot für einen Rechtsanwalt“ in Form des Lizenzentzug durch die Kölner Rechtsanwaltskammer (im 1. Jg. des unabhängigen online-Magazins -> „www.mozart1.de“ – bei indymedia (vermutlich „aus Gründen“) innert weniger Stunden versenkt -> http://de.indymedia.org/2008/02/207007.shtml – hingegen von der Projektwerkstatt Saasen -> udT. „Gegen offensive VerteidigerInnen“ -> http://www.recht-extremismus.de.vu übernommen).

    Mit freundlichem Gruß

    (Richard Albrecht)

    P.S. Mir bitte Tippfehler nach- und stattdessen mal hier reinsehn
    -> http://www.forced-labour.de/wp-content/uploads/2009/10/regierungsmehrheit.pdf
    -> http://www.kritiknetz.de/images/stories/texte/Die_WahrheitsLuege.pdf

    • bloegi Says:

      „www.mozart1.de“ verursacht als Link Hang-Ups. Ich habe den Link deshalb deaktiviert. Sollen die Leute die URL selbst in die Adress-Zeile ihres Browsers eintragen und schauen, was geschieht.

      Wo auf http://www.recht-extremismus.de.vu ist ein Link auf Ihre Arbeit gesetzt?

      Zur Sache: Sie veröffentlichen Eigendarstellungen, nicht die gegen Sie gerichteten Behörden-Edikte: Verfügungen, Bescheide, Beschlüsse, Urteile usw.. Viele Leute machen das so. Sie wundern sich, weshalb ihre Wirksamkeit gering bleibt. Auf die Qualität Ihrer Produkte, die mitunter ausgezeichnet ist, bezieht sich dieser Hinweis nicht. Wesentlich ist nur: Sie sind Eigendarstellungen.

  34. LeserIn Says:

    Nicht der geringste Grund ist ersichtlich, weshalb die Namen Ignaz Ceszkowski und Margit Ceszkowski geheim gehalten werden sollten. Der erste hat hunderte Millionen Euro bewegt, die zweite ist noch heute Geschäftsführerin der Ceszkowski Group Germany.

    Im Spiegel vom 19.05.1975 wurde ein Artikel mit der Überschrift

    Die Großen der Cash-und-Carry-Branche bleiben unter sich: Sie vereitelten die Versuche des Vielzweckpolitikers Siegfried Zoglmann, in das lukrative Geschäft einzusteigen.
    und darin

    Doch Beisheim klemmte sich hinter die Vermieter der Duisburger Hallen, die Frankfurter Bauspekulanten Ignaz Ceszkowski und Abraham Wollbandler, die mit Zoglmanns Intra einen Vertrag auf 25 Jahre abgeschlossen hatten.

    veröffentlicht. Cash-und-Carry-Branche bedeutet in Deutschland die METRO AG. Deren Chef Otto Beisheim war Angehöriger der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler, also der Elite-Division der Waffen-SS.

    Abraham Wollbandler heißt in Wirklichkeit Abraham Wollhändler. Über ihn schrieb der Spiegel am 05.06.1978 unter der Überschrift

    Die Norddeutsche Landesbank bediente sich bei einem Konkursfall in Hessen fragwürdiger Methoden.
    und darin

    Die „Ceszkowski, Turbiner, Wollhändler Grundstücksgemeinschaft“ avancierte im Alphabet zur „Objektgemeinschaft Ceszkowski“.

    Jan Turbiner, Abraham Wollhändler und Ignaz Ceszkowski: Glücklich stellt man fest, dass ein kleines galizisches Schtetl in Frankfurt a.M. überlebt hat. Alle drei waren groß auf den Immobilienmärkten der BRD. Zugleich gerät der Zug damit auf ein Gleis mit äußerst ausgeschlagenen Schienen. Wer dächte nicht an Joseph Martin (Joschka) Fischer, als der sich in jungen Jahren zwecks politischer Karriere bei Frankfurter Hausbesetzern anbiedern musste? Oder an Rainer Werner Faßbinder, als der sich mit seinem Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ als Meisterschüler des William Shakespeare erweisen wollte?

  35. LeserIn Says:

    2. Verhandlungstag am 3.11.2009: Margit Ceszkowski verweigerte die Aussage, da gegen sie wegen Untreue ermittelt wird. Im Wesentlichen wurde diskutiert, ob ein Vertrag, in dem Wolskis Einnahmen als zinsloser Kredit deklariert werden, nachträglich fingiert wurde:

    Die Eheleute [Ceszkowski], so Wolski, hätten sich für seinen Einsatz erkenntlich zeigen und ihm hohe Summen schenken wollen. Dies habe er aus rechtlichen Gründen abgelehnt; daraufhin sei man auf das Modell von abrufbaren Darlehen bis zu vier Millionen Euro verfallen, die er im Erfolgsfall – bei Vermeidung einer Insolvenz – nicht zurückzahlen sollte. Darüber existiere auch ein im Jahr 2001 geschlossener Vertrag.

    Tatsächlich wurde ein solcher Vertrag von der Steuerfahndung bei einer Durchsuchung im September 2005 in Wolskis Geschäftsräumen gefunden. Merkwürdig sei, so der Fahnder im Zeugenstand, dass bei einer ersten Durchsuchung im Juni 2004 wegen eines Untreue-Vorwurfs das Dokument nicht aufgetaucht sei.

    Die Fahnder fanden auch die elektronische Fassung des auf 2001 datierten Darlehensvertrags auf Wolskis Rechner. Das Dokument DarlVer.doc war allerdings, das zeigten interne Computerdaten, viel später verfasst worden: am 18. August 2004, also nach der ersten Durchsuchungsaktion. Als Autor wird im Rechnerprotokoll ein Codename genannt: „Fossi Bär“. Unter „Company“ steht: „Muppet Show“.

    Der Steuerfahnder folgerte, dass der Vertrag nachträglich verfasst worden sei, um die Zuwendungen an Wolski in Millionenhöhe als Darlehen erscheinen zu lassen, die erst später steuerpflichtig würden. Auch Listen mit Zahlungen an Wolski seien rückdatiert worden. …

    Vor Gericht wurden Briefe verlesen, die Hinweise auf eine Liebesbeziehung zwischen beiden Personen [Margit Ceszkowski und Michael Wolski] gaben. Weitere in den Prozessakten genannte Beweisstücke, „die unter schwerwiegendem Bruch der Intimsphäre“ des Angeklagten gewonnen wurden, werde das Gericht nicht verwenden, sagte Richter Rainer Buss.

    Echo-Online 03.11.09

    Mit letztem meinte Buss wahrscheinlich die Fotos vom nackten Rechtsanwalt Wolski.

  36. bloegi Says:

    Ein Steuerfahnder berichtete als Zeuge, aus seinen Unterlagen gingen keine Zahlungen des Frankfurter Ehepaares an Karin Wolski hervor. „Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass sie für das Unternehmen tätig gewesen ist.“ Allerdings deuten aus Sicht des Gerichts Belege an, dass Michael Wolski Geld des reichen Ehepaares per Banküberweisung direkt an seine Ehefrau weiterleitete.

    Morgenweb 4.11.2009

    Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 3.11.2009 wurden „maximal 381000 Euro“ weitergeleitet. Das ist etwa tausendfach HartzIV.

  37. Echo Online Says:

    Richter fassungslos über Verhalten der Finanzämter

    Landgericht: Fall Wolski: „Warum wurde die Steuerpflicht nicht durchgesetzt?“

    Trotz fehlender Steuererklärungen haben die Finanzämter den wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagten Anwalt Michael Wolski allem Anschein nach nicht zur Kasse gebeten. „Hier ist vermutlich strukturell …………

    • LeserIn Says:

      Richter fassungslos über Verhalten der Finanzämter

      Es könnte sein, dass Richter Buss auf mildernde Umstände oder sogar auf einen Freispruch für Rechtsanwalt Wolski hinarbeitet. Ein Satz in der Urteilsbegründung könnte werden:

      „Da der Angeklagte von dem zuständigen Finanzamt nicht an seine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärungen erinnert wurde, konnte sich bei ihm das Bewusstsein rechtswidrigen Verhaltens nicht entwickeln…“

      Und dann holt Buss den § 15 StGB aus der Kiste.

  38. LeserIn Says:

    Rechtsanwalt Wolski war gestern krank. Der Prozess gegen ihn soll frühestens am Donnerstag, 19.11.2009, fortgesetzt werden. Zum Trost haben Richter und Staatsanwalt Geschichten erzählt

    Richter Buss sagte, dass die Kammer den „Schlüssel“ zu dem Fall in den „erbrechtlichen Beziehungen der Beteiligten“ suche. Wolski versuche möglicherweise, „ruinöse Herausgabeansprüche“ der Tochter der reichen Dame zu vermeiden, indem er die Zuwendungen nicht als Schenkungen deklariere, sondern sich „in die Umsatzsteuer flüchtet“. … Der Richter verwies auf das Gesetz, nach dem ein Erbe die „Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung“ verlangen kann, wenn „der Erblasser in der Absicht, den Vertragserben zu beeinträchtigen, eine Schenkung gemacht“ hat.

    Die „Tochter der reichen Dame“ Margit Ceszkowski ist die Gattin des Dr.Janusz Pomer. Es geht jetzt also doch darum, ob die Pomers von den Wolskis ein paar Millionen zurückholen können.

    Am Rande der Verhandlung begründete Staatsanwalt Gerhard Pfeil, warum er keine Ermittlungen gegen Karin Wolski betreibt. Zwar habe auch sie jahrelang keine Steuererklärung abgegeben; dies habe, anders als bei ihrem Mann, bei Karin Wolski aber „keine Hinterziehungsfolgen“ gehabt. Deshalb handle es sich „um eine Pflichtverletzung, aber nicht um Steuerhinterziehung“. … Auch eine Hinterziehung von Schenkungssteuern liege nicht vor, sagte der Staatsanwalt.

    Letztes ist nach dem, was in dem Prozess schon zu hören war, nicht wahr. Wenn Michael Wolski Geld, das er von Margit Ceszkowski bekommen hat, sofort an Karin Wolski weiterleitet, ist Karin W. die Beschenkte. Und das waren an die 381000 Euro.

    Prozessbericht aus der Frankfurter Rundschau 11.11.09

  39. LeserIn Says:

    Nachdem die Zeitungen ihre Artikel über die Auferstehung des toten Herrn Ceszkowski und seine teure Wohnung in Cannes gelöscht haben, ist eine Mitschrift von einer Sendung des SWR besonders wertvoll:

    http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/-/id=5544982/property=download/nid=660174/6o3yeb/swr2-leben-20091029.pdf

  40. Tilman Says:

    Übrigens, zur ggf. Strafmassbemessung hilft folgendes BGH Urteil:
    http://www.tagesschau.de/inland/steuerhinterziehung106.html

    Wer Millionen Euro am Finanzamt vorbeischleust, muss künftig in aller Regel ins Gefängnis. In einem Grundsatzurteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Strafen für Steuerhinterzieher deutlich verschärft. Werden Steuern in Millionenhöhe hinterzogen, sind danach im Normalfall Strafen von mehr als zwei Jahren fällig – ab dieser Grenze scheidet eine Aussetzung zur Bewährung aus.

    • bloegi Says:

      Aktenzeichen 1 StR 416/08. Wenn man das hat, holt man die Homepage http://www.bundesgerichtshof.de/, klickt darauf „Entscheidungen“ an und bekommt damit eine Suchmaske „Dokumentensuche“ auf dem Bildschirm links unten. Dort trägt man das Aktenzeichen ein und klickt „Suchen“ an. Dann wird das Urteil zum kostenlosen Download angeboten.

  41. LeserIn Says:

    Je genauer man sich in der Wolski-Affäre auskennt, desto öfter fällt man in Ohnmacht. Auf http://www.die-richterin.com/notare.htm hat Janusz Pomer diejenigen Dokumente veröffentlicht, mit welchen bei der Umschreibung der Wohnung in Cannes suggeriert werden sollte, dass Ignaz Ceszkowski noch lebt. Dabei ein Dokument von Jan Turbiner am 6.12.2007 unterschrieben:

    … daß ich aus vielen Gesprächen mit meinem Freund Ignaz Ceszkowski weiß, dass er grundsätzlich alle privaten und geschäftlichen Dinge in bestem und vollem Einverständnis mit seiner Ehefrau Margit Ceszkowski regelt

    Das Präsenz wird bestätigt: „… daß es ohne jeden Zweifel seinem festen Willen entspricht…“.

    Ignaz Ceszkowski starb am 21.8.2006.

  42. HörerIn Says:

    Fossi-Bär von der Muppet-Show (Rechtsanwalt Michael Wolski) habe sich am 11.11.09 Pulsadern in den Armbeugen aufgeschnitten. Er befinde sich jetzt in den Horst-Schmidt-Kliniken und gehe seinen Geschäften vom Krankenbett aus nach. Das Gericht erwäge den Wolski-Prozess ganz ohne Wolskis fortzusetzen.

    Quelle: Hessischer Rundfunk II, Nachrichten 15 Uhr.

  43. bloegi Says:

    Ja, wirklich ganz großes Kino. Ich habe in einem Artikel des HR, der inzwischen verschwunden ist, gelesen, Karin Wolski habe ihren Gatten nach zwei Litern Blutverlust im gemeinsamen Wohnhaus gefunden und seine Einlieferung in eine Klinik veranlasst. Nun aber wieder die Frankfurter Rundschau, die die Wolskis anscheinend nicht leiden kann:

    […] Zu Beginn der Verhandlung vor dem Darmstädter Landgericht platzt dem Vorsitzenden Richter Rainer Buss der Kragen: Die Ehefrau des Angeklagten, die Richterin am hessischen Staatsgerichtshof, Karin Wolski, habe ihn angerufen und mitgeteilt, dass Michael Wolski einen Selbstmordversuch unternommen habe […] Seitdem beschäftige sich die Kammer mit der Frage, wie die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten wieder hergestellt werden könne und ob er wirklich verhandlungsunfähig sei – doch die behandelnden Ärzte in den Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden würden die Klärung behindern: „Ein derartiger Grad von Missachtung des Gerichts durch Ärzte ist mir noch nicht untergekommen“, schimpfte Richter Buss […] Er habe „aus gut unterrichteter Quelle gehört, dass Herr Wolski vom Krankenbett aus die Veräußerung eines Immobilienkomplexes betreibt“, sagte der Richter. […] Staatsanwalt Gerhard Pfeil äußerte sich am Rande der Verhandlung noch deutlicher: „Man kann den Vorgang auch so denken, dass Herr Wolski alles getan hat, um sich dem Verfahren zu entziehen“ […] Der Suizidversuch sei jedoch nicht im Zustand schwerer psychischer Krankheit oder fehlender Steuerungsfähigkeit geschehen, sondern aus „rationaler Abwägung“, sagte der Gutachter […] Fazit: Wolski habe „schuldhaft“ und mit „bilanzierendem Verstand“ Hand an sich gelegt […]

    Am Donnerstag entschied das Landgericht: Der Prozess wird ohne den Angeklagten fortgesetzt.

    FR-Online 27.11.2009

    Dass ein Jurist richtig bilanzieren kann, wage ich aber anzuzweifeln.

  44. bloegi Says:

    Der Wolski-Prozess ging am 10.12.2009 ganz ohne Wolskis weiter. Der angeklagte Rechtsanwalt Michael Wolski ist angeblich verhandlungsunfähig. Aus dem Prozessbericht der Frankfurter Rundschau:

    Der in der Affäre um die geschassten Steuerfahnder bereits unter Druck geratene hessische Finanzminister Karlheinz Weimar kommt jetzt auch noch im Fall Wolski in Erklärungsnot: In dem Prozess vor der Darmstädter Landgericht, in dem sich die Beteiligten erbittert juristisch beharken, sind sich Gericht, Anklage und Verteidigung erstaunlicherweise in einem Punkt einig: Weimars Finanzverwaltung hat im Fall Wolski eklatant versagt.
    […]
    Bislang war Wolski nur Justiziar einer Versicherungsgesellschaft, jetzt wird er mehr und mehr der Manager des riesigen Vermögens, sogar der Teilhaber von Gesellschaften – und der überaus Vertraute der alten Dame Margit C. Von Liebesbriefen ist im Prozess die Rede, von Bildern, die nach Aussage des Richters so intim sein sollen, dass sie im Verfahren außen vor bleiben müssten.
    […]
    Die fast täglichen Überweisungen werden nun im Gerichtssaal an die Wand projiziert: „Blitzüberweisung“, heißt es oft. Mal 10.000 Euro, mal 100.000 Euro, Unterschrift: Margit C., Empfänger: Michael Wolski.
    […]
    Das Chaos, das Wolski fortan anrichtet, versucht derzeit das Darmstädter Landgericht aufzuklären: Es geht um riesige Versicherungssummen, Darlehen, internationale Geschäfte, unklare Firmenkonstruktionen. Es geht laut Anklage um Briefkastenkanzleien und Scheinfirmen, um dubiose Verträge mit unterschiedlichen Datumsangaben, um Rechnungen, deren Echtheit im Prozess bezweifelt wird und vieles mehr. Warum merkte Weimars Finanzverwaltung nichts? […] Ein Finanzbeamter soll privat in seiner Nebentätigkeit als Steuerberater ausgerechnet bei dem Büro gearbeitet haben, das die Firmengruppe der Witwe C. hauptsächlich beriet. […]

    Frankfurter Rundschau 10.12.2009

  45. bloegi Says:

    Der wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagte Rechtsanwalt Michael Wolski soll nach Aussage einer Zeugin eine enge Beziehung zu einer vermögenden Mandantin gehabt haben.

    BILD 10.12.09

    BILD zeigt immer Gruselbilder von Wolski.

    Es läuft also immer mehr darauf hinaus, dass Rechtsanwalt Wolski keine Einkommens-, sondern Schenkungssteuer hinterzogen hat. Die Gattin des Dr.Pomer müsste/könnte nach einer Verurteilung Wolskis die Wolskis zivilrechtlich verklagen. Grundlage könnte vielleicht § 2018 BGB sein:

    Der Erbe kann von jedem, der auf Grund eines ihm in Wirklichkeit nicht zustehenden Erbrechts etwas aus der Erbschaft erlangt hat (Erbschaftsbesitzer), die Herausgabe des Erlangten verlangen.

  46. Tilman Says:

    Wolski ist zahlenmässig gar nichts gegen die Vorwürfe bei L’Oreal:
    http://www.stern.de/panorama/neue-klage-in-loreal-affaere-mutter-und-tochter-fetzen-sich-weiter-1528767.html

  47. bloegi Says:

    BILD ist zum Organ der Justizkritik geworden. Wer BILD zwischen 1965 und 1980 erlebt hat, reibt sich die Augen. Titel heute:

    Fall Wolski: Jetzt wird’s schlüpfrig

    darunter

    Intimste Details – dafür wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Sein Foto – auf ihrem Nachtisch. Eifersuchts-Szenen, weil Wolski angeblich eine Geliebte hatte. Rita H.: „Sie sagte: ‚Jetzt hab‘ ich ihm die Wohnung auf Mallorca gekauft, jetzt verlässt er mich!´“

    „Sie“ ist Margit Ceszkowski. „Er“ ist Rechtsanwalt Wolski. Rita H. ist Margit C’s Haushälterin. Und:

    Karin Wolski, Richterin am Staatsgerichtshof und Ehefrau des Angeklagten, wurde laut Zeugin H. zur „besten Freundin“ der Margit C.

    Das könnte man noch mit dem bekannten Widerwillen der BILD-Redaktion gegen Volker Bouffier und seine Koland-Roch-Truppe erklären. Karin Wolski gehört dazu. Neulich hat ja BILD den ebenfalls zur Truppe gehörigen Kriegsminister Franz-Josef Jung abgeschossen. Doch auf der gleichen Seite heute:

    Anklagen wegen Betrug, Geldwäsche, Drogenhandel: Was ist nur mit unseren Juristen los? 3 Juristen angeklagt

    und

    Nach Randale Suff-Anwalt muss 6000 Euro Buße zahlen

    Grund ist natürlich, dass BILD am Umsatz orientiert ist. Sehr viele Leute sind mittlerweile auf die Justiz sauer. Sie freuen sich alle, wenn sie in ihrer Lieblingszeitung Bestätigung finden, und greifen erneut zu BILD.

  48. bloegi Says:

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung entwickelt sich zur BILD-Zeitung des 3.Jahrtausends. Am 11.12.2009:

    Drei „michigeschädigte“ Damen

    „Was mache ich nur, wenn der Ignaz [Ceszkowki] aus dem Krankenhaus kommt. Da kann der Michi [Wolski] ja nicht mehr kommen?“, habe die Chefin [Margit Ceszkowski] sich gesorgt. Schließlich habe man ihn [Margits Gatten Ignaz] in einem Pflegeheim untergebracht, wo er 2006 auch verstorben sei.
    […]
    Etwa im Jahr 2001 habe Wolski dann noch eine 35 Jahre alte Freundin in Hofheim gehabt. Als Margit C. das erfahren habe, so die Zeugin, sei es „ganz schlimm“ mit ihr geworden. „Ich werde ihn so mit Geld überschütten, dass er merkt, wer die Siegerin ist“, zitierte T. ihre frühere Chefin.

    Auf Außenstehende wirkt das eher komisch und ist juristisch nur von Bedeutung, weil daraus folgt, dass die Geld-Transfers Schenkungen waren.

    Knaller aber ist

    Etwa seit der Jahreswende 2003/2004, nachdem Wolski angezeigt worden war, ging die intime Beziehung zu Margit C. jedenfalls nach außen hin zu Ende. Seither habe Wolskis Frau [Karin] Margit C. an seiner Stelle nach Cannes begleitet oder zu Festspielen in Salzburg oder Verona. Beide Frauen seien zu „besten Freundinnen“ geworden.

    weil daraus folgt, dass das Ehepaar Wolski kollusiv (Wort der Juristen für verschwörerisch) gehandelt hat: Karin Wolski als Platzhalterin ihres Gatten, damit die Pomer-Ceszkowski-Familie nicht wieder Zugriff auf Margit Ceszkowski bekam. Margit C. war eine der Frauen, bei denen Michael Wolski fremdging. Normalerweise hätte Wolskis Gattin Karin alle Gründe gehabt von ihr Abstand zu halten. Beteuerungen Karin Wolskis, sie habe von den Geschäften ihres Gatten Michi nichts gewusst, sind von nun an völlig unglaubwürdig.

  49. LeserIn Says:

    Neue Zeugenaussagen im Strafprozess gegen Michael Wolski vor dem Darmstädter Landgericht lassen jetzt irritierende Vorgänge aus der Frankfurter Finanzverwaltung publik werden: Der Finanzbeamte Otto W. sei für die steuerliche Prüfung des zeitweise mit 200 Millionen D-Mark veranschlagten Immobilienimperiums der Eheleute Margit und Ignaz C. zuständig gewesen, berichten zwei Zeuginnen übereinstimmend. Doch das sei nicht alles gewesen: Nachmittags habe der Finanzbeamte freiberuflich ausgerechnet für das Steuerbüro Hohl gearbeitet, welches die Buchhaltung und sogar die komplette Steuerberatung der großen Firmengruppe bearbeitete.

    Frankfurter Rundschau 15.12.09

    Der wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe angeklagte Rechtsanwalt Michael Wolski ist von Donnerstag an möglicherweise wieder verhandlungsfähig. …

    Eine ehemalige Mitarbeiterin sagte zudem aus, zwischen Wolski und der Frau sei es oft zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. ,,Er schrie dann rum, dass er sie verlassen werde. Daraufhin musste ich eine Überweisung von meiner Chefin auf das Konto von Herrn Wolski vorbereiten.“

    Echo-Online 16.12.09

    Zum Vergleich Giacomo Casanova:

    Bisweilen setzte Casanova auch seine Ausstrahlungskraft und Potenz ein, um seine durch ganz Europa führenden Reisen zu finanzieren. So auch bei einer recht alten Herzogin, die von ihm geschwängert werden wollte. Casanova schwante Böses: „Die Herzogin war schön, aber alt, und es konnte mir zustoßen, dass ich das Werk nicht vollenden konnte. Ich war 38 Jahre alt und begann zu merken, dass ein solches Unglück nicht ausgeschlossen war.“ Doch ein kleiner Trick half: Seine schöne und junge Gefährtin Marcolina bot ihm heimlich „durch ihre schönen Formen und Berührungen“ wärend der Begattung der Herzogin ihren Beistand. Es half und Casanova wurde königlich mit Diamanten und Gold entlohnt.

    Heutzutage braucht es keine Marcolinas mehr. Es gibt Viagra und Levitra.

  50. bloegi Says:

    Am 22.12.2009 war Rechtsanwalt Wolski wieder im Gerichtssaal. Hauptsächlich ging es um die Frage, wer im Finanzamt ihn trotz Millionenumsätzen von der Umsatzsteuer befreit hatte.

    Geladen ist die Finanzbeamtin Inka S. Acht Jahre lang war sie durchgängig im zuständigen Finanzamt Offenbach Land beschäftigt, Computerkennungen weisen sie als Wolskis zuständige Sachbearbeiterin aus.
    […]
    Warum Wolski von der monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung befreit wurde, will der vorsitzende Richter Rainer Buss wissen. Die Finanzbeamtin sagt, das wisse sie nicht.
    […]
    Richter Buss fragt nach, warum seitens des Finanzamtes nichts geschah, obwohl Wolski dann jahrelang gar keine Steuererklärung abgab. Das könne sie nicht erklären, sagt die Beamtin.

    „Können Sie erklären, warum in den ganzen Akten des Finanzamtes nichts zu finden ist zu dieser Frage“, fragt Richter Buss und hält die orangefarbene Steuerakte von Wolski hoch. „Ich kann es nicht erklären“, sagt die Finanzbeamtin, „im Normalfall wird so etwas dokumentiert“.

    Richter Buss ist fassungslos: „Wir fragen uns, ob uns die Akten des Finanzamtes vollständig vorgelegt wurden“, so der Richter. „Wir finden in den Akten nichts zu diesem Vorgang.“ Die Akte des Finanzamts enthalte „teilweise Originale“, teilweise „Kopien“ und es fehlten viele Dokumente, die eigentlich enthalten sein müssten. […]

    Dass Akten manipuliert werden, ist bei hessischen Behörden nicht außergewöhnlich. Man könnte die Staatsanwaltschaft Marburg zum Schulungsinstitut für Akten-Manipulation erheben und das Landgericht Marburg für Akten-Schlamperei.

    Karins Sohn Nico Wolski, der ohnehin ein Ceszkowski-Stipendium von 1000 Euro pro Monat bekam, sollte ganz in die Fußstapfen seines Vaters treten:

    Für den Sohn Nico Wolski war laut Prozessakten eine ganz besondere Rolle vorgesehen: Das Gericht zeigt einen Vermerk des Finanzberaters Markus R., wonach die vermögende alte Dame Margit C. eine „Stiftung mit der Familie Wolski“ gründen wollte, in die das ganze Vermögen fließen sollte.

    Das Vermögen wurde zeitweise auf 200 Millionen D-Mark geschätzt. Der Stiftung vorstehen sollte Michael Wolski. Und später: „Der Sohn von Herrn Wolski“, weil er in den Augen der alten Dame „so ein netter“ und „anständiger“ Junge sei. Nico Wolski sitzt für die CDU Neu-Isenburg im Stadtparlament.

    Frankfurter Rundschau 22.12.2009

  51. Hessen – eine Bananenrepublik. Brutalstmögliche Aufklärung mal wieder. « Ergenzingers Blog Says:

    […] Blog, des darüber berichtet. […]

  52. Rainer Hoffmann Says:

    http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/der-hessen-berlusconi/

    29.12.2009
    System Koch
    Der Hessen-Berlusconi

    Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) ist immun gegen Skandale geworden. Doch wie korrupt ist der 51-Jährige wirklich? Fünf Fälle aus einem CDU-Staat …

  53. LeserIn Says:

    Was ist das System Koch? Seine Freunde zu bezahlen, aber nicht mit eigenem Geld, sondern mit dem Geld seiner Feinde. Karin Wolski, die Wolski-Familie insgesamt hat davon profitiert. Aber auch andere Gutbetuchte mussten keine Steuern zahlen. Vier hessische Steuerfahnder, die dabei nicht mitmachen wollten, wurden für verrückt erklärt und außer Betrieb gesetzt.

    Für Hessens Finanzminister (Karlheinz Weimar) wird es brenzlig. …

    Zwei der vier zwangspensionierten Steuerfahnder litten laut Gutachten unter einer „paranoid-querulatorischen Entwicklung“, den anderen beiden attestierte der Psychiater eine „Anpassungsstörung“. Mit einer Besserung sei nicht zu rechnen. Die Diagnosen führten dazu, dass die unbequemen Beamten in den Ruhestand geschickt wurden.

    Das Ministerium des hessischen Finanzministers Karlheinz Weimar (CDU) behauptet zwar, die Gutachten nicht gesehen zu haben, bevor die Beamten pensioniert wurden. Doch Dieter Deiseroth, Richter am Bundesverwaltungsgericht, kommt in einer Analyse zu dem Schluss, Weimar könne die Verantwortung nicht einfach auf untergeordnete Behörden abwälzen. …

    Spiegel 02.01.10

    Es ist sehr seltsam, wenn es eines Richters bedarf um eine Selbstverständlichkeit zu bestätigen.

  54. LeserIn Says:

    Frankfurter Rundschau 23.12.09:

    Das Frankfurter Landgericht hat die vermögende Witwe Margit C. am Mittwoch in einem Urteil für erbunwürdig erklärt. Das erfuhr die Frankfurter Rundschau aus Prozesskreisen.

    Geklagt hatte einer der beiden Söhne des verstorbenen Ehemannes der Margit C. Der Klage des Sohnes folgte das Gericht. …

    Dieser Prozess darf nicht mit dem Strafprozess gegen Rechtsanwalt Wolski verwechselt werden, der im Landgericht Darmstadt im Gang ist. Nichtsdestoweniger sind die Folgen des Frankfurter Urteils für die Wolskis womöglich schwerwiegender als eine strafrechtliche Verurteilung. Denn aus dem Frankfurter Urteil folgt, dass die Wolskis die Millionen zu Unrecht erhalten haben und demzufolge zurückgeben müssen.

  55. LeserIn Says:

    Über den jüngsten Prozesstag im Strafprozess gegen Michael Wolski vor dem Darmstädter Landgericht wurde mehrfach berichtet. Im Laufe dieser Verhandlung sind Fragen unbeantwortet geblieben und weitere Ungereimtheiten aufgedeckt worden. … Für die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag war dies Anlass genug dem Finanzminister vor Weihnachten einen Brief mit sieben Fragen zum laufenden Strafverfahren mit der Bitte um schnellstmögliche Beantwortung zu senden. … Weimar allerdings lehnte nun erstmals die Beantwortung der Fragen der Sozialdemokraten außerhalb Fristen der Geschäftsordnung des Hessischen Landtages ab. …

    fuldainfo 05.01.10

    Der Querulant ist beliebt. Nicht als Person, wohl aber als Typus in der Argumentation der Mächtigen. Hessens Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) hat sie verinnerlicht: Erst waren es nur ein paar Steuerfahnder, die als notorische Quertreiber für dienstunfähig erklärt und abserviert wurden. Dann kamen diejenigen hinzu, die das merkwürdig fanden und anfingen, unbequeme Fragen zu stellen. …

    Frankfurter Rundschau 03.01.10

  56. Gerda Kroth Says:

    Mir kommt das große Grausen,wenn ich das hier lese.Wie kann so etwas passieren,wo bleibt hier die Gerechigkeit.Habe durch Zufall alle Artikel über die Familie Wolski gelesen.
    Wie kann es passieren,dass sogar die Politik hier die Augen verschließt.
    Da kommt wieder der Spruch zur Geltung“Die großen lässt man laufen,die kleinen müssen dafür um so mehr büßen.
    Unser Deutschland ist so kaputt und der kleine Bürger kann dagegen nichts machen.Schade und sehr traurig.

    • bloegi Says:

      Doch, der kleine Bürger und erst recht die kleine Bürgerin können etwas dagegen machen. Dass es im hessischen Herrschaftsgebälk wegen der Wolski-Affäre jetzt ordentlich kracht, hat im Wesentlichen ein einziger kleiner Bürger verursacht: Janusz Pomer.

  57. LeserIn Says:

    Wolski auf Irisch:

    … Die fünfmonatige Romanze, die sich im Sommer 2008 zwischen der damals 59-jährigen Iris Robinson [Parlamentsabgeordnete und Gattin des Regierungschefs] und dem 19-jährigen Kirk M. entspann, ist längst mehr als eine amüsante Episode aus dem Privatleben der Belfaster Lokalprominenz. Der Sexskandal, der vergangene Woche durch einen BBC-Bericht ans Licht kam, hat sich zur Staatsaffäre ausgewachsen… Bei dem Skandal geht es nicht nur um Fremdgehen, was reine Privatsache wäre, sondern auch um Vetternwirtschaft. … Iris Robinson soll ihren politischen Einfluss im Stadtrat dazu benutzt haben, ihrem Lover einen Pachtvertrag für ein Café im Süden Belfasts zuzuschanzen. Obendrein soll sie 50.000 Pfund Startkapital von befreundeten Bauunternehmern eingeworben haben – angeblich im Tausch für politisches Lobbying. Beides hätte sie als Abgeordnete offenlegen müssen. … Die Robinsons galten bislang als christliches Vorzeigepaar: Brav gab Iris Robinson als ihr Lieblingsbuch die Bibel an und hetzte öffentlich gegen Schwule – genau wie der verehrte Parteigründer Ian Paisley. … Laut der irischen „Sunday Tribune“ hatte Robinson nicht nur Sex mit dem Jüngling, den sie seit Grundschulzeiten kannte, sondern in der Vergangenheit auch mit dessen inzwischen verstorbenem Vater, ihrem Metzger. Der greise Prediger Paisley sei „außer sich vor Wut“, berichtete die „Tribune“. …

    Spiegel 11.01.10

  58. bloegi Says:

    Wolski: „Ich will nicht als Querulant dastehen“

    FAZ 13.1.2010

    Irgendwie ist Rechtsanwalt Wolski eben doch besser als jene Steuerfahnder, die für paranoid-querulatorisch erklärt wurden. „Querulant“ ist der juristische Fachausdruck für „Arschloch“ und das will RA Wolski selbstverständlich nicht sein.

  59. bloegi Says:

    Zeugen vor Gericht sind zumeist froh, wenn sie ihre Aussage hinter sich haben, aber Janusz Pomer genoss am Donnerstag sichtlich seinen Auftritt am Landgericht Darmstadt im Prozess gegen Michael Wolski. […]

    Kurz nach Ausbruch der Krankheit [des Schwiegervaters Ignaz Ceszkowski] ertappte Pomer nach eigenen Worten bei einem Besuch bei seiner Schwiegermutter Wolski mit ihr in deren Schlafzimmer. Die dominante Frau habe ihren Mann in der Folgezeit von Heim zu Heim ,,verfrachtet“, weil sie ihn zuhause nicht mehr dulden wollte. […]

    Nach eigenen Worten wies Pomer seine Schwiegermutter mehrmals darauf hin, dass Wolski sie nur ausnutze. Sie habe entgegnet: ,,Bin ich denn so hässlich, dass man mich nur wegen meines Geldes haben möchte?“ […]

    ,,Ich konnte es mir mit meiner Schwiegermutter nicht verderben“, sagte er [Pomer], ,,weil sie die finanzielle Keule hatte.“ Seine eigenen Kinder seien nun einmal sehr verwöhnt. Pomer unterstützte seine Argumentation gegenüber der über 80 Jahre alten Frau, indem er Wolski heimlich überwachte und dabei nach eigenen Angaben feststellte, dass dieser ein weiteres Verhältnis mit einer jungen Frau in Hofheim unterhielt. […]

    Pomer räumte ein, in dieser Zeit mehrere Briefe der Frau mit Liebesschwüren an Wolski entwendet oder kopiert zu haben. […]

    15.01.10

    Wir werden sehen, wieviel für die „verwöhnten Kinder“ übrig bleibt.

    Was blieb bei Karin Wolski hängen?

    […] Der 56-Jährige [Pomer] erzählte zudem von „Zuwendungen“, die der Angeklagte [M.Wolski] von der Frankfurterin [Margit Ceszkowski] bekommen habe. Darunter seien ein Ferrari und ein Haus auf Mallorca gewesen, das auf den Namen von Wolskis Ehefrau Karin eingetragen worden sei. Karin Wolski habe zudem Teppiche und Gemälde aus einer Wohnungsauflösung der Frankfurterin entgegengenommen.[…]

    FAZ 14.1.2010

  60. LeserIn Says:

    Mit bebender Stimme verliest Wolski ein Schreiben von 2005 an Ignaz C., das von Pomer unterzeichnet sei. Darin wird Wolski als „Krimineller“ bezeichnet, der „eine widerliche Fresse“ und „so viel Charme wie Käse mit Musik“ habe. Pomer schließt nicht aus, dass er den Brief geschrieben hat. …

    Für den Prozess relevant könnte Folgendes sein:

    Zu Beginn des Tages war herausgekommen, dass sich nun doch ein Beleg für die Befreiung Michael Wolskis von der monatlichen Pflicht zur Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung gefunden hat. Der Vorsitzende Richter Rainer Buss hatte zuvor darauf hingewiesen, dass eine fehlende Voranmeldung als Fall der Steuerhinterziehung gelte, wenn es keinen entsprechenden Bescheid des Finanzamts gebe.

    Frankfurter Rundschau 14.01.10

    „dass sich nun doch ein Beleg gefunden hat“ Warum war der nicht von Anfang an in der richtigen Akte?

  61. bloegi Says:

    Fehler einer niederrangigen Mitarbeiterin

    Verkehrt war nach den Worten des [Finanz-]Ministers [Weimar] die Entscheidung des Finanzamts, Rechtsanwalt Wolski von 2002 an von der Verpflichtung zu befreien, seine Umsatzsteuer jeden Monat voranzumelden. Die Innenrevision habe die Verantwortliche für diesen Fehler gefunden: eine Sachbearbeiterin im Finanzamt Offenbach-Land. Höherrangige Mitarbeiter seien an der Entscheidung nicht beteiligt gewesen
    […]
    Eine Erklärung fand die Finanzverwaltung auch dafür, warum dem Gericht zunächst nicht die vollständigen Steuerakten übergeben worden waren. Die Unterlagen hätten „bei zwei unterschiedlichen Stellen im Finanzamt“ gelegen, berichtete Weimar.
    […]
    Falsch ist laut Weimar der Eindruck, das Finanzamt habe Michael Wolski nicht mit Nachdruck zum Zahlen gebracht. Es sei Zwangsgeld verhängt und auch gezahlt worden. Auch die Steuern seien inzwischen komplett bezahlt, höchstens ein minimaler „Zinsverlust“ sei zu beklagen. Michael Wolski fühle sich sogar zu hoch besteuert, fügte CDU-Mann Milde hinzu. Er klage deshalb.

    Frankfurter Rundschau 20.01.2010

    Man kann nur hoffen, dass die niederrangige Sachbearbeiterin hart bestraft wird und dass Rechtsanwalt Wolski die Steuern, die er bezahlt hat, erstattet bekommt.

  62. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Says:

    Pressemitteilung vom 19.01.2010 | 11:49
    Bündnis 90/Die Grünen Hessen
    Karin Wolski profitierte stärker von Zuwendungen als bisher bekannt – GRÜNE: Wann nimmt Staatsanwaltschaft endlich Ermittlungen auf?

    „Was muss eigentlich noch passieren, bis die Staatsanwaltschaft endlich Ermittlungen gegen Karin Wolski aufnimmt?“, fragt der rechtspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Andreas Jürgens. „Es ist mit Händen zu greifen, dass Frau Wolski entweder Schenkungssteuer nicht hinreichend abgeführt hat oder in die Machenschaften Ihres Mannes stärker verstrickt war, als bisher angenommen“, so der Abgeordnete.

    In der Presse wurde heute bekannt, dass die Vizepräsidentin des Verwaltungsgerichts Frankfurt und Richterin des Staatsgerichtshofs in erheblichem Umfange von Zuwendungen der mit ihrem Ehemann liierten Margit C. profitierte. So hat sich jetzt herausgestellt, dass ein Haus in Neu-Isenburg im Wert von 540.000 DM von Margit C. bezahlt wurde und nach dem Grundbuch zu 75 Prozent Frau Wolski gehörte. „Wenn es sich hierbei um eine Schenkung von Margit C. handelte, fiel auf jeden Fall Schenkungssteuer an, weil die Freigrenzen für steuerfreie Schenkungen bei weitem überschritten waren. Ob Frau Wolski diese Steuer gezahlt oder hinterzogen hat, muss von der Staatsanwaltschaft jetzt endlich ermittelt werden“, fordert Jürgens.

    DIE GRÜNEN kündigen an, die Angelegenheit auch im Rechtspolitischen Ausschuss des Landtags zur Sprache zu bringen. „Wenn sich herausstellen sollte, dass Frau Wolski Steuern hinterzogen oder an den krummen Geschäften, die jetzt Gegenstand des Strafverfahrens gegen Herrn Wolski sind, beteiligt war, muss sie endlich ihren Platz als Richterin am Staatsgerichtshof räumen. Das ist ohnehin längst überfällig.“

    Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
    Pressesprecherin: Elke Cezanne
    Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
    Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
    Mail: gruene@ltg.hessen.de
    Web: http://www.gruene-fraktion-hessen.de

    • bloegi Says:

      So hat sich jetzt herausgestellt, dass ein Haus in Neu-Isenburg im Wert von 540.000 DM von Margit C. bezahlt wurde und nach dem Grundbuch zu 75 Prozent Frau Wolski gehörte. “Wenn es sich hierbei um eine Schenkung von Margit C. handelte, fiel auf jeden Fall Schenkungssteuer an, weil die Freigrenzen für steuerfreie Schenkungen bei weitem überschritten waren. Ob Frau Wolski diese Steuer gezahlt oder hinterzogen hat, muss von der Staatsanwaltschaft jetzt endlich ermittelt werden”, fordert Jürgens.

      Jürgens ist mir bekannt. Ein Richter, der sein Amt niederlegte, als er Landtagsabgeordneter wurde. Wenigstens das. Ich kenne Jürgens. Er ist, höflich ausgedrückt, nicht besonders intelligent. Er präsentiert das, was hier im Blog schon vor Monaten erörtert wurde, als heiße Neuigkeit.

  63. bloegi Says:

    Knallharter Widerstand der hessischen Behörden eine Untersuchung des Wirkens der Frau Richterin Wolski auch nur ins Auge zu fassen:

    […] Auf die Frage nach möglichen Ermittlungen gegen Karin Wolski sagte der Darmstädter Staatsanwalt Gerhard Pfeil, der Michael Wolski angeklagt hat, zur FR: „Es ist nicht so, dass die Staatsanwaltschaft gefordert ist.“ Die Frage wäre vielmehr von der Bußgeld- und Strafsachenstelle der Finanzbehörden (Bustra) „eigenständig zu bearbeiten“, befand Pfeil. […] Die Vertreterin der Bustra im Prozess verwies die FR an die Pressestelle der Oberfinanzdirektion. Dort teilt man mit, aus Rücksicht auf das Steuergeheimnis könne man keine Auskunft darüber geben […] Staatsanwalt Pfeil geht in der Anklage gegen Michael Wolski, die auf Grund der Ermittlungen der Steuerfahndung verfasst wurde, davon aus, dass die Zuwendungen von Margit C. allesamt dem Angeklagten Michael Wolski zuzurechnen seien. Das gelte selbst wenn sie auf seine Frau eingetragen worden seien. Pfeil sprach von einem „juristischen Dreiecksverhältnis“.

    Frankfurter Rundschau 29.1.2010

  64. LeserIn Says:

    … der Psychiater des Angeklagten als Zeuge ausgesagt. Er habe auf Betreiben von Wolskis Ehefrau und dessen Anwalt 2006 erstmals mit dem Angeklagten gesprochen, da dieser krank gewirkt habe. Der Psychiater beschrieb den Angeklagten als pflichtbewusst und überarbeitet. Außerdem …

    Echo-Online 09.02.10

  65. LeserIn Says:

    17. Verhandlungstag im Rechtsanwalt-Wolski-Prozess. Die WELT titelt am 11.02.10:

    Staatsanwalt und Richter: Für Wolski wird es eng

    Sie meinen damit aber nicht Karin, sondern ihren Gatten, den Rechtsanwalt Michael Wolski. Michi soll in den Knast.

    Echo-Online beschreibt am 12.02.10 eine interessante Zeugenvernehmung:

    Wolski hatte vor Gericht erklärt, er habe als Berater die Immobilien-Firmengruppe des Ehepaars in nahezu übermenschlichem Einsatz vor dem drohenden Kollaps bewahrt. …

    In der Unternehmensgruppe selbst habe es gelegentlich Zahlungsschwierigkeiten gegeben, doch hätten dort grundsätzlich ,,sehr geordnete Verhältnisse“ geherrscht, sagte der Bankmanager. Jährlich seien Überschüsse in Millionenhöhe erwirtschaftet worden. Eine unmittelbar bevorstehende Insolvenz, wie von Wolski geschildert, habe zu keinem Zeitpunkt gedroht.

    Der Vorsitzende Richter Rainer Buss verlas Passagen aus einem internen Bankbericht über die Firmengruppe von 2003. Darin hieß es, Anwalt Wolski trete nach einer schweren Erkrankung des Unternehmers als Berater von dessen Ehefrau auf. ,,Wir haben Herrn Wolski als schwierigen und fachlich fragwürdigen Verhandlungspartner kennen gelernt.“ Er versuche offenbar, sich durch ,,überteuerte Beratungsleistungen“ an dem Unternehmen zu bereichern.

    Die Höhe von Wolskis Honoraren habe nach seinem Eindruck in einem Missverhältnis zur tatsächlichen Beratungsleistung gestanden, sagte der Zeuge im Gerichtssaal. Auch seien von Wolski verfasste Verträge oft ,,nicht nachvollziehbar oder zielführend“ gewesen. Ob sich die Management-Strukturen in der Unternehmensgruppe durch Wolskis Mitwirkung nicht verbessert hätten, wollte Richter Buss wissen. Antwort des Bankmanagers: ,,Nein.“

    Janusz Pomer, der immer der Karin Wolski an den Kragen will, wird in der hessischen Justiz gar nicht geschätzt:

    Am Vormittag hatten Wolski und der seit Jahren mit ihm verfeindete Schwiegersohn des Unternehmer-Ehepaars ihren vor zwei Wochen unterbrochenen Schlagabtausch fortgesetzt, der zwar einen gewissen Unterhaltungswert hatte, in der Sache aber wenig Ertrag brachte. Die beiden älteren Herren in grauen Maßanzügen überschütteten einander mit giftigen Bemerkungen und ließen sich von energischen Ermahnungen des Richters, bei der Sache zu bleiben, nur kurzzeitig beeindrucken. Buss erklärte anschließend, wegen deutlicher Belastungstendenzen und ,,aufgrund der Historie dieses Kriegs“ werde das Gericht die Aussage des Schwiegersohns allenfalls mit größter Vorsicht verwenden.

    In der WELT wird schließlich der Staatsanwalt Gerhard Pfeil zitiert

    Aus Sicht des Staatsanwalts neigt sich der Prozess einem eindeutigen Ende zu. „Wir haben alles gehört. Es sieht nicht gut aus für ihn.“ Für eine Wohnung auf Mallorca, einen Ferrari und andere Zuwendungen einer vermögenden Frankfurterin sei zumindest Schenkungssteuer fällig gewesen, die Wolski nicht entrichtet hat.

    Michi soll also für Geschenke in den Knast, die Karin von Margit C. bekommen hat, damit Karin weiter Richterin bleiben darf. Das ist bitter!

  66. LeserIn Says:

    Gegen die ranghohe hessische Richterin Karin Wolski gibt es kein Disziplinarverfahren wegen nicht abgegebener Steuererklärungen, so Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) gestern im Rechtsausschuss des Landtages.Er verwies dabei auf Auskünfte von Wolskis Vorgesetztem Roland Fritz, des Präsidenten des Verwaltungsgerichts Frankfurt.

    Welt 11.02.10

    Frau Pomer, geborene Ceszkowski, ist mittlerweile im Rechtsanwalt-Wolski-Prozess auch als Zeugin aufgetreten:

    Evelyn P., eine attraktive Erscheinung, der man ihre 63 Jahre nicht ansieht, zeigte sich am Dienstag „angewidert“ von dem „privaten Kontakt“ Wolskis zu ihrer Mutter: „Überhaupt, mit Ihnen in einem Raum zu sein, ist für mich ein unerträglicher Zustand“, herrschte sie Wolski an, als der versuchte, ihr Privatleben zu zerpflücken.

    HNA 16.02.10

  67. LeserIn Says:

    Ein im RA-Wolski-Prozess vernommener Steuerfahnder erklärt, weshalb RA Wolski jahrelang keine Steuern zahlen musste: Pingpong zwischen dem Finanzamt Frankfurt a.M. und dem Finanzamt Offenbach Land.

    Für Wolski wäre normalerweise Frankfurt zuständig gewesen, erklärte ein als Zeuge geladener Fahnder am Donnerstag vor Gericht. Das Finanzamt Frankfurt habe aber gesagt, dass es nicht zuständig sei. Somit sei schließlich das Finanzamt Offenbach-Land infrage gekommen, in dessen Bereich Wolski seinen Wohnsitz hat. Dort wiederum sei bei den Durchsuchungen nur ein einziger Schreibtisch entdeckt worden – und auf diesem hätten sich lediglich Unterlagen von Frau Wolski befunden, so der Fahnder.

    Das Hin und Her zwischen den Ämtern habe seine Arbeit behindert, sagte der Steuerfahnder. Informationen seien Monate lang unbeachtet geblieben. „Es hat lange gedauert, bis Berichte ausgewertet wurden. Wir haben uns schließlich damit abgefunden, dass das Finanzamt Offenbach zuständig ist.“ Auch Richter Rainer Buss kritisierte die Arbeit der Behörden. Wolski habe zwischen August 2000 und Dezember 2003 keine einzige Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben. Dass das Finanzamt Offenbach zuständig war, bezeichnete Buss als „sachwidrig“.

    Für Karin Wolski war auch das Finanzamt Offenbach Land zuständig. Immerhin einigt sich ihretwegen endlich die Opposition:

    Die Fraktionen von SPD und Linkspartei schlossen sich am Freitag der neuen Rücktrittsforderung der Grünen an. Die SPD-Abgeordnete Heike Hofmann teilte mit, „es ist in der Öffentlichkeit nicht mehr vermittelbar, dass ein Mitglied jenes Gerichts, das über die Auslegung der Hessischen Verfassung, über die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen und über Anklagen gegen Mitglieder der Landesregierung entscheidet, Scheinadressen besitzt, der Verpflichtung zur Abgabe von Steuererklärungen nicht nachkommt und aufgrund von Geschäftsbeziehungen, die Staatsanwaltschaften und das Landgericht Darmstadt beschäftigen, erhebliche Vermögensvorteile erlangt hat, keinerlei Konsequenzen aus dem eigenen Verhalten ziehen muss.“

    Beide Zitate vom Hessischen Rundfunk 19.2.2010

  68. bloegi Says:

    Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann:

    […] Neben all den vor dem Landgericht in Darmstadt bekannt gewordenen Details über das Verhalten der Eheleute Wolski, müsse man nun auch noch feststellen, dass der Justizminister [Jörg-Uwe Hahn (FDP)] den Rechtsausschuss des Hessischen Landtags über die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Eheleute Wolski falsch informiert habe. So habe er behauptet, dass eine Zeugin nicht vernommen worden sei, weil diese sich nicht zur Verfügung gestellt hätte. Inzwischen sei aber ein Schreiben aufgetaucht, aus dem hervorgehe, dass sich die Zeugin im Gegenteil sogar gegenüber der Staatsanwaltschaft Frankfurt angeboten habe, jedoch nicht zu einer Zeugenaussage geladen worden sei. […]

    Fuldainfo 23.02.10

    Vermutlich ist das die Immobilienmaklerin, die behauptet, Karin Wolski habe bei der Nummer mit der Wohnung in Cannes Bescheid gewusst, vergleiche
    https://bloegi.wordpress.com/2009/08/27/fur-karin-wolski-wird-es-eng/#comment-1047
    und den Artikel ganz oben. Das ist die Nummer, bei der der verstorbene Ignaz Ceszkowski wieder zum Leben erweckt wurde.

  69. bloegi Says:

    […] Die hohe hessische Richterin Karin Wolski soll nach Erkenntnissen des Darmstädter Landgerichts eine Zweitwohnung [in Frankfurt] angemeldet gehabt haben, in der sie nicht gewohnt habe. […]
    Aus zahlreichen Dokumenten, die das Gericht am Dienstag verlas, geht hervor, dass Michael Wolski sich bei Behörden dafür einsetzte, dass die zeitweise sechs auf Karin Wolski angemeldeten Autos ein Frankfurter Kennzeichen behielten. Dabei wohnte das Ehepaar in Neu-Isenburg im Kreis Offenbach. Michael Wolski versicherte in den Briefen, dass er im Namen seiner Frau vorstellig werde: „Ordnungsgemäße Bevollmächtigung wird versichert.“ In einem Schreiben teilte Michael Wolski mit, seine Frau sei „aus versicherungstechnischen Gründen“ Halterin aller Fahrzeuge der Familie. In der Verhandlung ergänzte Wolski, ein Vertreter der Autoversicherung habe ihn darauf hingewiesen, dass seine Frau den günstigen „Beamtentarif“ genieße. […]

    Frankfurter Rundschau 23.2.2010

    Karin Wolski hat ihren Männe bei seinen Beutezügen unterstützt.

    • bloegi Says:

      Dr.Pomer hatte vor längerer Zeit Strafanzeige gegen RA Wolski wegen Parteiverrats erstattet (§ 356 StGB). Parteiverrat ist, wenn ein Rechtsanwalt dem Gegner seines Mandanten dient. Wie dieses Strafverfahren platt gemacht wurde, ist lehrreich:

      Gegen einen ersten Versuch, dieses Verfahren zu den Akten zu legen, hatte der Schwiegersohn des Ehepaars C. noch erfolgreich Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte die Frankfurter Ermittler daraufhin angewiesen, das Verfahren wieder aufzunehmen – bis es dann doch, auf Empfehlung einer Frankfurter Amtsrichterin, wegen geringer Schuld eingestellt wurde.

      Frankfurter Rundschau vom 23.2. wie oben.

      Wahrscheinlich eine Einstellung nach § 154 StPO.

      Es ist sehr selten, dass die Generalstaatsanwaltschaft eine Staatsanwaltschaft zwingt ein Verfahren wieder aufzunehmen. Doch nicht einmal das hat was genutzt.

  70. Quetsche2000 Says:

    Else Kling aus der Lindenstrasse würde jetzt toben:
    „Sodam und Gamerra.“

  71. bloegi Says:

    Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAZ) gilt als sehr CDU-nahe. In ihr ist ein Kundigen ziemlich langweiliger Artikel erscheinen, der aber so schließt:

    In der CDU, für die Karin Wolski bis zum Bekanntwerden der ersten Steuervorwürfe 2004 sogar als Spitzenkandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters in Offenbach im Gespräch war, enthält man sich offizieller Kommentare. Hinter vorgehaltener Hand indes zeigen führende hessische CDU-Politiker ihr Befremden darüber, dass sich Karin Wolski „das alles antut“. Wobei auch die unausgesprochene Botschaft mitschwingt, dass sie auch ihrer Partei durch die im Prozess bekanntgewordenen Details einer „widerlichen Affäre“ einiges zumute.

    FAZ 25.2.2010

    Karin Wolski wird erst dann zurückgetreten werden, wenn es der Hessen-CDU ans Eingemachte geht.

  72. bloegi Says:

    HNA 1.3.2010:

    Um Karin Wolski könnte es in der CDU einsam werden. […] Beobachten kann man das schon länger: Am Verfassungstag, dem 1. Dezember, wandten sich die Gäste nach den Reden im Schloss Biebrich dem Buffet zu. Auch Karin Wolski ging ein paar Mal zwischen Stehtischen und Häppchen auf und ab, doch niemand gesellte sich zu ihr. […] In der CDU werden allerdings einige nervös. Stefan Grüttner, Chef der Staatskanzlei und Kommunalpolitiker in Offenbach, sagte unserer Zeitung zwar, er wisse nichts von Gesprächen der CDU mit der Richterin. Aber er sagt auch: „Frau Wolski ist eine erwachsene Frau. Sie muss wissen, was sie tut.“ […]

    In der HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine) gab es mehrere Artikel mit lustiger Überschrift:
    Frau Wolski, die stille Genießerin
    und
    Wolski – Schurke oder Retter?
    Rechtsanwalt Wolski als Heilsgestalt – das fehlte noch.

  73. LeserIn Says:

    Die hessische Verfassungsrichterin Karin Wolski will trotz der Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen ihren Mann im Amt bleiben. Das bestätigte der Geschäftsleiter des Staatsgerichtshofes, Berthold Riehl, am Mittwoch der dpa in Wiesbaden…

    BILD 03.03.10

    Heute ist Mittwoch. Doch interessanter ist das, was BILD nicht schreibt: Aus welchem Anlass hat K.Wolski ihre Erklärung abgegeben? Das tut die nicht ohne dazu gedrückt worden zu sein. Jemand mit Macht muss im Staatsgerichtshof gestochert haben.

  74. bloegi Says:

    Jetzt auch im hessischen Landtag:

    Keine Rückendeckung für Wolski

    […] In einer Landtagsdebatte am Donnerstag in Wiesbaden gab es von keiner der Fraktionen ein klares Bekenntnis zu der Richterin, die von der CDU erstmals 2004 als Richterin für den Staatsgerichtshof vorgeschlagen worden war. Auch nicht von den Regierungsparteien CDU und FDP.

    „Jedes Mitglied des Staatsgerichtshofs muss selbst einschätzen, ob es in der Lage ist, sein Amt fortzusetzen“, sagte der CDU-Justizpolitiker Hartmut Honka. Es sei „die Entscheidung von Frau W., ob sie ihr Amt am Staatsgerichtshof weiter ausübt“, formulierte der FDP-Abgeordnete Stefan Müller, der den Namen der Richter nur als Abkürzung aussprach. Wolskis Lebensstil und ihr persönliches Umfeld „stehen für sich und sie sind nicht meiner“, fügte Freidemokrat Müller hinzu.
    […]
    Von der Regierungsbank nahm überhaupt kein Politiker zum Fall Wolski Stellung. Der Chef von Roland Kochs Staatskanzlei, Stefan Grüttner (CDU), war allerdings schon vorher auf Distanz gegangen. Er hatte mehreren Zeitungen gesagt: „Frau Wolski ist eine erwachsene Frau. Sie muss wissen, was sie tut.“
    […]

    Frankfurter Rundschau 4.3.2010

  75. bloegi Says:

    Nachtrag im Artikel oben mit Bildern von Karin Wolski:
    https://bloegi.wordpress.com/2009/08/27/fur-karin-wolski-wird-es-eng/#bilder

  76. LeserIn Says:

    Gerichte sind Theater der Mächtigen. Wenn es – selten genug – einmal anders ausgeht, werden Gerichtsurteile einfach ignoriert:

    Trotz Verbots vom hessischen Verwaltungsgerichtshof hat Hessens Innenminister Volker Bouffier seinen Parteifreund Hans Langecker zum Präsidenten der Bereitschaftspolizei ernannt.

    Langecker, damals Vizepräsident des Polizeipräsidiums Gießen, hatte sich nach einem Bericht der „Frankfurter Neuen Presse“ 2008 auf den Posten des Präsidenten der hessischen Bereitschaftspolizei beworben. Im Bewerbungsverfahren habe er den Vorzug erhalten vor Wolfram Ritter, dem Vizechef der Bereitschaftspolizei. Nach der verlorenen Bewerbung sei Ritter zunächst vor das Verwaltungsgericht und anschließend vor den VGH gezogen.

    Die Kasseler Richter stuften in ihrem Beschluss die Auswahlentscheidung des Innenministeriums aufgrund formaler Mängel als rechtswidrig ein. Zugleich untersagten sie im Wege einer einstweiligen Anordnung, Langecker seinem Konkurrenten vorzuziehen und zu befördern. Dennoch berief Bouffier nach Medienberichten im Juli 2009 seinen Parteifreund zum Präsidenten der hessischen Bereitschaftspolizei.

    Focus 09.03.10

    Der Bericht ist neu, der Sachverhalt aber nicht.

    • Tilman Says:

      Das fühlt man sich ja erneut an „Finks Krieg“ erinnert!

    • LeserIn Says:

      Mehr in der gleichen Richtung vom allseits beliebten Volker Bouffier:

      Wiesbaden/Erfurt (dpa) – Der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) hat Vorwürfe wegen der Berufung des stellvertretenden Landespolizeipräsidenten Herrmann-Josef Klüber zurückgewiesen. «Der Jurist Klüber ist eine ausgezeichnete Wahl», erklärte Bouffier am Donnerstag in Wiesbaden. Vorwürfe in der «Frankfurter Neuen Presse» seien «absurd und konstruiert». Die Zeitung berichtete am Donnerstag, Klüber habe wenig Erfahrung. Er sei zwar drei Jahre Polizeichef in Thüringen gewesen, habe aber wegen des Widerstands von Kollegen nicht als Vorgesetzter agieren können. Deswegen klage er er gegen das Land Thüringen und werde in dem Prozess von Bouffiers Kanzlei vertreten.

      BILD 25.02.10

      Bouffier füllt die hessische Polizei mit ihm Ergebenen. Das ist die Methode, mit der Jossip Dschugaschwili (Stalin) die Macht errang. Charakterliche Voraussetzung: totale Skrupellosigkeit. Insofern passen Bouffier-Meldungen gut in einen Thread über Karin Wolski.

  77. LeserIn Says:

    Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) hat auf einen Antrag der Grünen im Landtag mitgeteilt, dass gegen drei Notare im Fall Michael Wolski strafrechtliche und gegen zwei von ihnen auch disziplinarrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden seien. Die strafrechtlichen Ermittlungen richteten sich auch gegen den Offenbacher Rechtsanwalt Wolski…

    Frankfurter Rundschau 10.03.10

    An der Geschichte mit dem toten Ignaz Ceszkowski, der auferstand um seine Wohnung in Cannes an seine überlebende Gattin und ihren Spielgefährten, den Rechtsanwalt Wolski, zu überschreiben, ist also was dran. An dem Betrug hatten sich mehrere Notare beteiligt. (Kurze Darstellung der Geschichte im Artikel oben und in einem Artikel der Frankfurter Rundschau 17.08.09.)

    Im oben zitierten Artikel aus der FR stehen Flüchtigkeitsfehler:
    Falsch: „Auf Antrag der Grünen“,
    richtig: „Auf Anfrage der Grünen“.
    Falsch: „Offenbacher Rechtsanwalt Wolski“,
    richtig: Wolski hat(te) seine Praxis in Frankfurt a.M.

  78. LeserIn Says:

    Strafvereitelung im Amt zum Nutzen des Rechtsanwalts Wolski?

    In ungewöhnlich scharfer Form hat der Vorsitzende Richter im Verfahren um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe am Darmstädter Landgericht, Rainer Buss, die Frage nach einer Mitverantwortung von Finanzbeamten gestellt. … Die Hinweise auf Steuerhinterziehung seien in diesem Fall so eindeutig gewesen, dass ein Vorwurf der Strafvereitelung im Amt geprüft werden müsse, sagte Richter Buss am Dienstag. …

    echo-online 17.03.10

    Ich halte es für ausgemacht, dass den Finanzbeamten von ihren Vorgesetzten eingebläut wird, sie sollten bei bestimmten Großkunden nicht so genau hinsehen.

  79. LeserIn Says:

    Im Prozess vor dem Landgericht Darmstadt gegen den Frankfurter Rechtsanwalt Michael Wolski hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert. …
    Die Verteidigung gab der hessischen Finanzverwaltung eine Mitschuld und bat um eine milde Strafe. … In seinem Schlusswort entschuldigte sich der Angeklagte bei seiner Frau Karin Wolski, die wohl die Hauptleidtragende seiner Verfehlungen sei. … Dies könnte nach Einschätzung von Beobachtern auf einen Rücktritt der Richterin am hessischen Staatsgerichtshof hindeuten …

    Echo online 19.03.10

    …Nach Informationen der FR ist Karin Wolski seit mehr als sieben Wochen krank geschrieben. Der Staatsgerichtshof teilte auf Anfrage mit, sie habe „auf Grund ihrer Erkrankung an den letzten beiden Beratungssitzungen des Staatsgerichtshofes am 17. Februar und am 17. März nicht teilgenommen“. Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Frankfurt, an dem sie als Vizepräsidentin amtiert, sagte: „Frau Wolski ist seit dem 25. Januar gesundheitsbedingt abwesend. Wann sie wieder kommt, wissen wir nicht.“…

    Vor den Plädoyers am Donnerstag verlas das Gericht ein Dokument aus dem Dezember 2002, das sie belastet. Darin erklärte Karin Wolski gemeinsam mit ihrem Mann gegenüber den Steuerbehörden, dass sich in Bezug auf Kinder-Freibeträge „nichts Wesentliches verändert“ habe. Nach Angaben des Vorsitzenden Richters Rainer Buss erhielt Sohn Nicolas Wolski seit September 2002 jedoch von Margit C. monatlich 1000 Euro…

    (Staatsanwalt) Pfeil wies Überlegungen des Gerichts zurück, Vorwürfe bei Umsatz- und Einkommensteuer fallen zu lassen …

    FR 19.03.10

    Es können also noch Wunder geschehen.

    Das Urteil soll am 26.03.10 verkündet werden. „Das Urteil verkündet …“ blablablabla … Da kann einem M.Wolski fast schon wieder sympathisch werden.

  80. LeserIn Says:

    Es geht um einen fingierten Vertrag, mit dem die Zuwendungen von Margit C. an Rechtsanwalt Wolskis als Darlehen deklariert wurden. Die zugehörige Computer-Datei wurde im Büro Wolskis gefunden. Autor: Fossie Bär, Firma: Muppet Show.

    Kurz vor Ende des Verfahrens will Richter Rainer Buss noch wissen, wer eigentlich dieser „Fossi Bär“ sei. Wolski will auch damit nichts zu tun haben. „Ich weiß es nicht“, antwortet er. „Das kann alles nur Frau T. sei.“ Frau T. ist Wolskis langjährige Sekretärin.

    Frankfurter Rundschau 24.03.10

    Rechtsanwalt Wolski ist ein echter Kavalier alter Schule.

  81. LeserIn Says:

    Die hessische Verfassungsrichterin Karin Wolski hat nach Aussage des Landgerichts Darmstadt von den finanziellen Zuwendungen an ihren Ehemann Michael Wolski profitiert. … Das Gericht verurteilte Michael Wolski wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 1,1 Millionen Euro zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.

    BILD 26.03.10

  82. Tilman Says:

    Jetzt ist die titelgebende Dame zurückgetreten:
    http://www.merkur-online.de/nachrichten/deutschland/ehemann-verurteilt-staatsrichterin-tritt-zurueck-692429.html

  83. LeserIn Says:

    „Mit dem heutigen Tag habe ich mein Amt als richterliches Mitglied des Staatsgerichtshofs mit sofortiger Wirkung niedergelegt“, erklärte Karin Wolski am Freitagabend in einer schriftlichen Mitteilung. …. „Ich gehe daher mit erhobenem Haupt und in dem Wissen, mein Amt entsprechend meinem Amtseid gerecht verwaltet und die Verfassung getreulich gewahrt zu haben.“

    HR-Online 26.03.10

    Diese Heuchelei geht zu weit. Von „Verfassung getreulich gewahrt“ kann keine Rede sein. Karin Wolski hat Studiengebühren trotz Artikel 59 für verfassungskonform erklärt – eine Rechtsbeugung und ein Verfassungsbruch.

    K.Wolski bleibt stellvertretende Präsidentin des Verwaltungsgerichts Frankfurt a.M.. Sie war in der letzten Zeit sogar noch ein Stück die Treppe hinaufgefallen, indem sie vom Verwaltungsgericht Darmstadt nach Frankfurt avancierte.

  84. bloegi Says:

    Nach den Worten des Vorsitzenden Richters verwendete Wolski erhebliche Energie darauf, die enormen Summen, welche Margit C. ihm schenkte, vor den Erben der Millionärswitwe in Sicherheit zu bringen. Um Erbersatzansprüchen der Tochter und der Stiefsöhne von Margit C. vorzubeugen, seien die geschenkten Summen und Wertgegenstände, darunter ein Mercedes und ein Ferrari, teilweise an Wolskis Ehefrau Karin und deren Sohn gegangen. Zudem habe der Anwalt einen fingierten Darlehensvertrag aufgesetzt: „Es ging darum, die Erbfolge zugunsten des Angeklagten zu unterlaufen.“

    Focus 26.3.2010

    Man erkennt, weshalb Michael Wolski Jura studiert hat. Ohne den enormen politischen Druck wäre er mit seiner Vorgehensweise durchgekommen. Um es noch deutlicher zu schreiben: Jura wird vorwiegend von Leuten studiert, die bei möglichst geringem Risiko für sich selbst andere betrügen wollen.

    Die Familie [Pomer-Ceszkowski] ist hoch erfreut über das Urteil. Sie wirft Wolski vor über Jahre hinweg große Werte aus dem Unternehmen herausgezogen zu haben. Deshalb läuft bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt auch noch ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue. Dies dürfte nun weitergehen. Dementsprechend dürfte auf Wolski neben der Gefängnisstrafe auch noch die Rückzahlung der Millionen zu[kommen ,] die er kassiert hat.

    Fuldainfo 27.3.2010

  85. LeserIn Says:

    Anne Seith vom Spiegel ätzt gegen Janusz Pomer:

    Der Orthopäde mit der golden leuchtenden Uhr und dem sorgsam zurückgeföhnten Haar tritt Mitte Januar in den Zeugenstand, und er machte keinen Hehl aus seiner Abscheu gegen Wolski. Nennt ihn „Gorilla“, lästert über seine zwischenzeitlich „blond gefärbte Mähne“, spricht von einem „Alptraum“: „Die Familie war Geisel von Wolski.“ Der Jurist habe das Unternehmen zerstört und nebenbei Millionen kassiert. Ignaz C. sei ins Seniorenheim abgeschoben und dort von Margit C. isoliert worden, so P.s Darstellung. … P. gesteht vor Gericht auch bereitwillig ein, durchaus mal im Auto Wache vor einem Haus gehalten zu haben, um Wolski ein weiteres außereheliches Verhältnis nachzuweisen und Margit C. mit solchen „Informationen“ wachzurütteln.

    Auch eine Web-Seite gibt es, die P. seit Jahren gemeinsam mit einem der Stiefsöhne von Margit C. betreibt. Dort wird nach Kräften gegen den „geldgierigen“ Anwalt Wolski und seine Frau Stimmung gemacht. In Zeitungsanzeigen, in denen auf den ersten Blick Margit C. oder Richterin Wolski zu irgendeinem Anlass gratuliert wurde, wurden diese und ähnlich bizarre Internetseiten immer mal wieder beworben.

    Spiegel 27.03.10

    Die „bizarre Internetseite“ ist http://www.die-richterin.com/. Seith ist dumm. Es ist sehr schwer die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erregen. Pomer hat es geschafft. Pomer hat den Wolskismus terminiert – nicht die Staatsanwaltschaft und auch nicht das Landgericht Darmstadt.

  86. LeserIn Says:

    Der Bundesgerichtshof (BGH) soll grundsätzlich klären, wie weit späte Selbstanzeigen Steuersünder vor Strafe schützen. Anlass dafür ist der Fall Wolski. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidiger des wegen Steuerhinterziehung verurteilten Rechtsanwalts Michael Wolski haben Revision gegen das Urteil des Darmstädter Landgerichts eingelegt.

    Frankfurter Rundschau 02.04.10

    Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Anwalt Michael Wolski soll vor Gericht genaue Auskunft darüber geben, welche Geschenke er von einer Frankfurter Immobilienunternehmerin erhalten hat. Der Sohn der Millionärin hat Klage am Landgericht Frankfurt eingereicht. „Zunächst geht es darum zu sagen: Was ist hier geflossen“, sagte Meinrad Wösthoff, Sprecher des Landgerichts, auf Anfrage. Die Klage sei offen formuliert, in einem zweiten Schritt könne eine Rückerstattung gefordert werden. Ein konkrete Summe stehe derzeit nicht im Raum.

    Nach Medienberichten fordert die Familie der Unternehmerin Geschenke im Wert von mehreren Millionen Euro zurück.

    FAZ 29.03.10

    Der Rückerstattungsprozess könnte bitter für Karin W. werden. Ihr treuer Gatte hat eine Menge an sie weitergeleitet. Das hätte sie wohl alles nicht annehmen dürfen.

  87. Herbert Landau bei den Bamberger Bier-Burschen « bloegi Says:

    […] in der Wolski-Affäre war Landau nützlich: In einer Aktuellen Stunde debattierte das Parlament über das umstrittene […]

  88. LeserIn Says:

    Ein Frankfurter Bier-Baron hat eine 64 Jahre jüngere Frau geheiratet. Jetzt streiten die Gattin, ein Anwalt und eine Stiftung um Einfluss und Geld. …
    Einem breiteren Publikum wurde Schubert freilich erst im vergangenen Jahr bekannt. Im Juli heiratete er die damals 25-jährige Meharit Kifle, eine Äthiopierin mit belgischer Staatsbürgerschaft: „Das Ja-Wort des Jahres“, jauchzte „Bild“, und die „Bunte“ säuselte über „Das junge Glück des Bierkönigs“. „Ich bin ja soo verliebt“, ließ sich der damals 89-Jährige vom Boulevard zitieren. …
    Bei seinen prominenten Freunden und den Mitgliedern des Stiftungskuratoriums keimte schnell der Verdacht, hinter der „Blitz-Hochzeit“ („Bild“) könne mehr stecken als selbstlose Liebe. Der Eindruck verstärkte sich, als wenige Tage nach der Eheschließung plötzlich der Frankfurter Rechtsanwalt Hubertus Kestler die Bühne betrat. …

    Spiegel 10.05.2010

    Die Parallelen zwischen Bruno Schubert (Henninger Bier) und Margit Ceszkowski sind nicht zu übersehen. Greis und Greisin ahnen, dass ihnen die unendliche Reise durch den kalten Kosmos bevorsteht. Sie wollen sich vorher ein paar warme Stunden machen. Für diese paar Stunden geben sie aus, was sie haben. Bald werden sie kein Geld mehr brauchen. Die gierigen Erben damit zu mästen ist auch keine angenehme Vorstellung.

  89. bloegi Says:

    Jetzt sind die Wolskis sogar bei König Poniatowski in Polen angekommen:

    Wolski jest nie tylko adwokatem ale też i małżonkiem Karin Wolski, aktywistki CDU i sędziny w najwyższym sądzie landu Hesja.

    http://rex.poniatowski.salon24.pl/186726,zakochany-wolski-czyli-niemiecka-love-story

    Wolski ist in Polen ein häufiger Name.

  90. ricalb Says:

    Hallo

    gern läse ich eine gründliche auch wissenschaftlich gediegene Darstellung der Entwicklung des sog. Steuerskandals Hessen. Dabei interessiert mich die staatliche Querulantenproduktion („labeling“) derer, die als Staatsbeamte gleichbehandeln wollten & von oben (OFD, FM, MP etc.) daran gehindert wurden …

    Bin für Netzhinweise auch aus diesem Forum dankbar,

    mit freundlichem Gruß

    Richard Albrecht

  91. LeserIn Says:

    Margit Ceszkowskis gibt es überall. In Frankreich heißt eine andere Margit „Liliane Bettencourt“

    Im Kern geht es bei dem Verfahren darum, dass Banier die L’Oréal-Erbin Bettencourt um fast eine Milliarde Euro erleichtert haben soll. Auf diese Summe wird der Wert der Geschenke geschätzt, die die heute 87-jährige Bettencourt über einen Zeitraum von zehn Jahren ihrem 24 Jahre jüngeren Freund Banier gemacht haben soll. … Obwohl die alte Dame wiederholt erklärt hat, sie habe aus freien Stücken gehandelt, schaltete ihre Tochter die Justiz ein: Françoise Meyers-Bettencourt wirft Banier vor, er habe die Zuneigung ihrer altersschwachen Mutter ausgenutzt. Deren Anwalt betonte am Donnerstag aber erneut, die 87-Jährige sei vollkommen klar im Kopf….

    In den vergangenen Wochen bekanntgewordene Mitschnitte von Telefongesprächen Bettencourts enthüllen, dass die reichste Frau Europas einen Teil ihres Vermögens in Steueroasen geparkt und dies möglicherweise vor dem französischen Fiskus verheimlicht hatte.

    Das Peinliche daran: Bettencourts Vermögen wird von einer Firma verwaltet, bei der in den vergangenen drei Jahren die Frau eines französischen Ministers arbeitete. Es handelt sich dabei ausgerechnet um Éric Woerth, der bis zu seinem Wechsel ins Arbeitsministerium vor einem Jahr Finanzminister war. …

    NZZ 01.07.10

    Eine Milliarde Euro! Dagegen mutet Rechtsanwalt Wolski mit seinen 10 Millionen Euro bescheiden an.

  92. LeserIn Says:

    An Liliane Bettencourt (l’Oreal) ist mehr dran als an Margit Ceszkowski (Ceszkowski Group Germany):

    Am Dienstag geriet auch Frankreichs Präsident Sarkozy in den Strudel der Affäre. Nach Angaben einer ehemaligen Buchhalterin Bettencourts bekam er für seinen Präsidentschaftswahlkampf von der L´Oréal-Eignerin 2007 eine illegale Parteispende von 150 000 Euro. Die ehemalige Bettencourt-Angestellte behauptet außerdem, dass Sarkozy schon früher immer wieder Bargeld aus dem Hause der Milliardärin erhalten habe. …

    Die Abgeordneten der oppositionellen Sozialisten verließen am Dienstagnachmittag praktisch geschlossen die Fragestunde in der Nationalversammlung. Der konservative Haushaltsminister François Baroin hatte ihnen zuvor vorgeworfen, in dem Fall ohne Beweise Vorwürfe zu erheben und „das Spiel der extremen Rechten zu spielen“. Die Sozialisten zogen darauf mit „Schande“-Rufen aus dem Parlament, während einige Abgeordnete der Regierungspartei UMP ihnen „Raus mit euch!“ hinterherriefen. …

    Focus 06.07.10

  93. Tilman Says:

    Ganz Allgemein: ich denke, Erbschleicherei ist für manipulative Persönlichkeiten ein besserer Weg um zu Geld zu kommen, als eine Sekte zu gründen. Bei einer Sekte braucht man ja noch irgendeine „Lehre“, für Erbschleicherei reicht es, einer einsamen Person das Gefühl zu geben, geliebt zu werden. Nur Leuten, denen auch noch wichtig ist, Macht über Menschen auszuüben, „müssen“ eine Sekte gründen.

    Gegenmassnahmen: Oma + Opa oft besuchen bzw. einladen! Und diese ganz nebenbei auch über Dachdeckermafia, Kanalmafia, und über Banker aufklären, insbesondere über die Begriffe „LeO“ und „A&D“.

  94. ricalb Says:

    „Dagegen mutet Rechtsanwalt Wolski mit seinen 10 Millionen Euro bescheiden an.“

    Ach ja?

    Finde ich nicht, 10 Mio. € wär´n in etwa´s (Start-) Kapital, das ´n ordentliches Freies SoWi-Institut einschl. Publikationsreihen, vgl.bar dem vom Reemtsma/Hbg., heute die ersten fünf Jahre, einschl. Publikationen, bräuchte …

    Falls jemand der Herren mir aushelfen will? Die erste €-Million ist bekanntlich immer die schwerste, aber wenn die erstmal da ist, so weiland vor mehr als 200 Jahren der Göttinger Gelehrte Lichtenberg, giltste danach als „ehrbarer Mann“ … und wer von den kreuzbraven ganzdeutschen JustizKritikern will nicht als solcher gelten;-)?

    • bloegi Says:

      Also nichts wie ran, Dr.Dr.Albrecht, an Liliane L’Oreal. Vorher muss aber die Wampe weg und dafür mehr Mucki auf die Oberarme. Wenn Sie ein Fitness-Studio bezahlen, beschaffen die Ihnen Anabolika. Einige Schönheitsoperationen sind fällig. Außerdem muss Ihr Französisch runder werden. Schätze, 20 000 Euro müssten Sie im Voraus investieren und auch dann ist der Erfolg nicht sicher. C’est la vie!

  95. LeserIn Says:

    Endlich werden in Hessen vollprofessionelle Wolkis ausgebildet:

    Hessens staatliche Unis ächzen, weil sie 30 Millionen Euro jährlich sparen müssen. Mit fast der gleichen Summe unterstützt das Land die Privathochschule EBS, als Startgeschenk für eine neue Juristenschmiede in Wiesbaden. … Hessens Regierende mögen die EBS. Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sitzt im Gründungskuratorium der Law School, neben Vertretern von Großkanzleien wie Linklaters LLP. Hahn hofft durch die neue Verknüpfung von Jura und Wirtschaft auf Wettbewerb in der Juristenausbildung. Im Vorstand der EBS-Trägerstiftung engagiert sich Florian Rentsch, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Wiesbadens Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) ist Gründungsmitglied eines lokalen EBS-Freundeskreises. …

    Spiegel 06.07.10

  96. ricalb Says:

    @Bloegi

    Vermutlich wird ricalb hier mit jemandem velwechsert. Oder´s steht hier wer unter Dauerbeoachtung. Dann aber bitte g e n a u beobachten und bemerken: Es gibt keine „Wampe“ in der Mitte. Freilich reichlich was obben und unne rum … was tut Mann nicht alles „für die Wissenschaft“;-)

  97. LeserIn Says:

    Netter Artikel in der Tribune de Geneve 27.07.10

    L’enregistrement des lieux de prostitution crée une panique

    Die Registrierung der Prostitutionslokale [in Genf] erzeugt eine Panik

    Der Bezug zum obigen Artikel:

    «Pour mon agence, nous enverrons les documents cette semaine», confie Daniel Ceszkowski, le président de l’Association des propriétaires de salons et d’agences de Genève.

    „Für meine Agentur werden wir die [Registrierungs]dokumente in dieser Woche abschicken“, vertraut uns Daniel Ceszkowski an, Präsident der Vereinigung der Salon- und Agentureigentümer in Genf.

    Alles alles ganz korrekt – unverzügliche Kooperation mit der Staatsmacht.

  98. LeserIn Says:

    Zum Berühmtesten im Wolski-Umfeld wird immer mehr Daniel Ceszkowski. Als „président de l’Association des propriétaires de salon et d’agence de Genève“ (Präsident der Vereinigung der Salon- und Agentur-Eigentümer von Genf) ist er ein begehrter Interview-Partner:

    In http://www.20min.ch/ro/news/vaud/story/17621978

    Ich finanziere mein Studium mit Prostitution

    erklärt Ceszkowski:

    «La prostitution estudiantine reste très marginale et n’a pas explosé avec la crise. Son importance est du domaine du fantasme», estime Daniel Ceszkowski, président de l’Association des propriétaires de salon et d’agence de Genève.
    Il précise qu’après avoir repris un travail «normal», certaines filles reviennent à la prostitution par appât du gain. «Une prostituée qui travaille à plein temps dans un salon et qui se donne à fond peut gagner jusqu’à 25’000 fr. par mois»


    „Die StudentInnen-Prostitution bleibt eine geringfügige Randerscheinung und ist mit der Krise nicht explodiert. Ihre Wichtigkeit ist ein Produkt der Fantasie“, erklärt Daniel Ceszkowski, Präsident der … . Er präzisiert, dass gewisse Mädchen, die eine ’normale‘ Arbeit aufgenommen haben, zur Prostitution zurückkehren verlockt vom Gewinn. „Eine Prostituierte im Vollzeit-Job, die sich voll verausgabt, kann bis zu 25 000 Schweizer Franken pro Monat verdienen.“

    Endlich einmal eine handfeste Zahl.

  99. LeserIn Says:

    Daniel Ceszkowski hat vom Landgericht Frankfurt a.M. feststellen lassen, dass seine (Stief?-)Mutter Margit erbunwürdig sei, weil sie das Vermögen Ihres Gatten Ignaz noch zu dessen Lebzeiten sittenwidrig an sich gebracht habe um es an ihren Geliebten, den Rechtsanwalt Wolski, zu verschenken. Es sieht so aus, als wolle das Oberlandesgericht Frankfurt (vorsitzende Richterin Kagerer, Aktenzeichen 21 U 9/10) die Entscheidung des Landgerichts aufheben. Quelle:

    Frankfurter Rundschau 20.10.10

    Wenn die voraussichtliche Entscheidung des OLG Bestand hat, werden die Wolskis die Millionen, die sich RA Wolski mit unvorstellbar harter Arbeit verdient hat, wohl nicht an die Ceszkowski-Erben zurückzahlen müssen.

  100. bloegi Says:

    Der Begriff „sittenwidrig“ ist eine Generalklausel und ermöglicht als solcher Willkür.

  101. LeserIn Says:

    BILD 29.10.10 trompetet es raus: Die Unternehmergattin Margit Ceszkowski ist nicht erbunwürdig. Sie durfte ihre Millionen also an Rechtsanwalt Michael Wolski (und an dessen Gattin Karin Wolski) verschenken. M.Wolski kommt vielleicht ins Gefängnis, weil er die Schenkungssteuern nicht bezahlt hat, vielleicht aber auch nicht. Die Millionen jedenfalls dürfen er und Gattin Karin behalten.

    Oberlandesgericht Frankfurt a.M. am 29.10.10, Aktenzeichen 21 U 9/10

    • Tilman Says:

      Falls das Urteil nicht vom BGH aufgehoben wird, wie geht es weiter mit der Erbreihenfolge? Erben die Kläger dann nun von Frau C. selbst bei ihrem Tod? (Zumindest das, was nicht bis dahin ausgegeben wurde, oder an die Wolskis geschenkt wurde ist und ggf. erst zurückgeklagt werden muss)

      • bloegi Says:

        Wenn Frau Ceszkowski stirbt, erben ihre Kinder zumindest Pflichtteile. Die Frage ist, wie viel dann noch übrig ist. Frau Ceszkowski ist nicht verpflichtet bis zu ihrem Dahinscheiden zu sparen. Ich halte es sogar für wahrscheinlich, dass jetzt schon nicht mehr viel Vermögen übrig ist. Die wirkliche Katastrophe für die Ceszkowski-Group war meines Erachtens die lange Krankheit und der Tod Ignaz Ceszkowskis. Es ist nicht einfach Grundstücke am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu kaufen und es ist noch schwieriger diese Grundstücke zur richtigen Zeit wieder zu verkaufen.

  102. beobachter Says:

    Wolski und Frau Ceszkowski verkaufen derzeit die Zoo-Passage in Frankfurt für 30 Millionen, wird von eienm österr. Immobilientreuhänder angeboten. Da kommt ja dann wieder was in die Kasse🙂

  103. LeserIn Says:

    Dass die namentliche Überstimmung zufällig sein könnte, ist sehr unwahrscheinlich. Alter und Beruf stimmen auch. Der Sohn Karins und Michaels heißt jedenfalls Nicolas. Jetzt erscheint Nicolas Wolski als „engagierte Nachwuchskraft“:

    Kuscheln ist anderswo

    Elf-Stunden-Tage findet Nicolas Wolski nicht schlimm. Im Gegenteil. „Ein intellektuell fordernder Job bringt es mit sich, auch zu unorthodoxen Zeiten zu arbeiten“, sagt der 28-jährige Jurist. „Wenn die Arbeit mir Erfolgserlebnisse und Erfüllung bringt, gucke ich nicht auf die Uhr.“

    Hamburger Abendblatt 27.11.2010

    Sind Kuscheln und Führungskraft miteinander unverträglich? Man kann mit Kuscheln viel Geld verdienen, wie Michael Wolski bewiesen hat. Das mit „zu unorthodoxen Zeiten zu arbeiten“ dürfte Nicolas jedenfalls von Michael haben.

  104. bloegi Says:

    Karin Wolski mit Graf Dracula verglichen:

    Verwundert und empört haben SPD, Grüne und Linke auf Diskussionen am Frankfurter Verwaltungsgericht reagiert, ausgerechnet der umstrittenen Richterin Karin Wolski die Kammer für Finanzfälle zu übertragen. […] Die Linken-Fraktionschefin im Landtag, Janine Wissler, sagte: „Das wäre, als wenn man Dracula den Schlüssel zum Blutschrank geben würde.“

    Frankfurter Rundschau 22.12.2010

  105. LeserIn Says:

    Es zeichnet sich immer deutlicher ab: Das Geld, das Ignaz C. mit seinen gediegenen Kenntnissen von Immobilien rangeschafft hat, ist futsch. Nach dem Befinden der deutschen Justiz darf Ignaz‘ Witwe Margit es verjubeln:

    Wolski über Geschenke nicht auskunftspflichtig

    Im Familienstreit um Geschenke einer reichen Witwe an den verurteilten Rechtsanwalt Michael Wolski muss dieser keine Auskunft über die Zuwendungen geben. Das hat das Landgericht Frankfurt in einem Urteil am Freitag entschieden (Az.: 2- 31 O 157/09). Der Stiefsohn der Unternehmerwitwe (Daniel Ceszkowski) wollte wissen, welche Geschenke an Wolski gegangen sind

    BILD 21.01.11

    Dagegen

    Die Kammer entschied, dass ein Auskunftsanspruch nicht vorliege. Voraussetzung dafür seien greifbare Anhaltspunkte für eine Schenkung oder eine unentgeltliche Zuwendung. Es hätten sich jedoch aus dem vorausgegangenen Strafverfahren vor dem Landgericht Darmstadt, in dem Wolski wegen Steuerhinterziehung schuldig gesprochen und zu einer Haft verurteilt worden war, keine solchen Anhaltspunkte ergeben.

    FR 21.01.11
    ???
    Margit C. hat nach meinen Informationen dem Michael W. das viele Geld geschenkt. Er hat es nicht verdient.

  106. LeserIn Says:

    Dwight B. war gerade am Telefon, als plötzlich eine Fensterscheibe seines Hauses zerbarst. Eine Kugel verfehlte den 53-Jährigen nur knapp … Geschossen hatte seine Nachbarin, die 92-jährige Helen S. Die rüstige Seniorin stand auf ihrem Grundstück und feuerte viermal aus einer halbautomatischen Waffe … Auslöser war offenbar das Verweigern eines Kusses. Die 92-jährige S. soll ihren Nachbarn kurz vor der Schießerei bedrängt haben. „Ich sagte, ‚Nein‘ und dass sie einfach auf ihr Grundstück gehen und mich in Ruhe lassen solle. Dann drehte sie durch“, sagte Dwight B.

    SPIEGEL 24.03.11

    Da hat Rechtsanwalt Wolski aber noch einmal Glück gehabt.

  107. C. S. Says:

    Wolski

    Diese Textnachricht ist’n Reflex: Beim Blättern von hr-online.de stolperte ich über den Namen

    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_42055935

    Grüße, C. S.

    • bloegi Says:

      Ähnlich

      Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Anwalt Michael Wolski bekommt es erneut mit der Strafjustiz zu tun. Und wieder geht es um Zuwendungen einer betagten, reichen Frau. Diesmal lautet der Vorwurf auf Beihilfe zur Untreue. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat gegen den 62-Jährigen Anklage erhoben. „Es geht um 18 Einzelfälle mit einem Schaden von rund 460.000 Euro“, berichtete die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu […] Dabei gab sie [Margit Ceszkowski] aber nicht nur ihr eigenes Geld aus, sondern auch das aus dem Geschäftsanteil ihres 2006 gestorbenen Ehemanns. Darin liegt nach Auffassung der Staatsanwaltschaft die Untreue. Um die unerlaubten Schenkungen zu vertuschen, soll die Frau einen vorgeschobenen Darlehensvertrag rückdatiert haben. Die 89-Jährige selbst werde nicht angeklagt, weil ihr Mann zu Lebzeiten keinen Strafantrag gestellt habe, sagte Müller-Scheu.

      Wiesbadener Tagblatt 15.7.2011

      Die erste Verurteilung des Rechtsanwalts Wolski ist meines Wissens noch nicht rechtskräftig.

      • Tilman Says:

        Jetzt isses rechtskräftig:
        http://www.fr-online.de/rhein-main/spezials/der-fall-wolski/wolski-scheitert-vor-dem-bgh/-/2641740/9678366/-/

      • bloegi Says:

        Der wahre Grund für den BGH-Beschluss dürfte sein, dass die Justiz möglichst rasch Gras über die peinliche Affäre wachsen lassen möchte. Denn nach Ansicht des BGH war das Urteil des Landgerichts Darmstadt rechtsfehlerhaft:

        Die Bundesrichter entschieden jetzt, dass Michael Wolski zwar nicht für bestimmte Vorgänge „im Tatkomplex Umsatzsteuerhinterziehung“ verurteilt werden könne, wie es das Landgericht getan hatte. Allerdings machten diese Taten „neben der hinterzogenen Schenkungsteuer lediglich einen geringen Bruchteil“ aus. Daher hätte er bei einem neuen Verfahren mit keiner geringeren Strafe rechnen können.

        Frankfurter Rundschau 27.8.2011

        Es ist nicht zulässig, dass einer für etwas verurteilt wird, das er nicht getan hat.

        Rechtsanwalt Wolski wird voraussichtlich nach knapp zwei Jahren entlassen werden. Vielleicht wird der Vollzug offen gestaltet. In seiner Freizeit kann er Margit C. besuchen. Und deren Geschenke darf er, wenn ich die begleitenden zivilrechtlichen Prozesse richtig verstanden habe, größtenteils behalten.

  108. LeserIn Says:

    Die Kinder des verstorbenen und ehemals reichen Ignaz Ceszkowski hatten versucht ihre (Stief)-Mutter Margit C. für erbunwürdig erklären zu lassen, weil sie etliche Millionen Euro mit dem Rechtsanwalt Wolski durchgebracht hat. Etwas Ähnliches geht jetzt mit Liliane Bettencourt (L’Oreal) vor, die immerhin eine Milliarde Euro mit Verehrer(n) durchgebracht hat.

    Ein Vormundschaftsgericht in Paris hat die fast 89-jährige L’Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt entmündigt. … Einem medizinischen Gutachten zufolge leidet Bettencourt an Demenz. Ihr ältester Enkel Jean-Victor Meyers übernehme nun die Vormundschaft, hieß es. Die Verwaltung ihres Milliardenvermögens werde der Tochter und ihren zwei Enkeln übertragen. … hatte die einzige Tochter der L’Oréal-Milliardärin dem Künstler François-Marie Banier vorgeworfen, ihre Mutter um fast eine Milliarde Euro für Gemälde, Immobilien, Lebensversicherungen und Schecks erleichtert zu haben. … Liliane Bettencourt selbst hatte angekündigt, im Fall einer Entmündigung ins Ausland zu gehen. „Wenn sich meine Tochter um mich kümmert, werde ich ersticken“, sagte sie …

    SPIEGEL 17.10.11

    Was ist eine Milliarde Euro im Angesicht des Todes? Nichts!

  109. bloegi Says:

    Angeblich gibt es eine gemeinsame Firma der Frau Margit C. und des Herrn Michael W.

    Margit Ceszkowski und Michael Wolski
    Branchen: – Stiftungen, Wirtschaftliche Stiftungen

    Dort mit Adresse, Telefonnummer usw.:

    http://www.branchenbuch.ag/branchenbuch/frankfurt/stiftungen/margit-ceszkowski-und-michael-wolski-frankfurt.html

    Was die wohl stiften?

  110. LeserIn Says:

    Rechtsanwalt Wolski durfte „Geschäfte abwickeln“.

    Der wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilte Frankfurter Anwalt Michael Wolski muss seine Haft im Februar nächsten Jahres antreten – zwei Jahre nach dem Urteil. Dem 63-Jährigen sei noch Zeit gegeben worden, laufende Geschäfte abzuwickeln, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt …

    BILD 21.11.11

    Sehr großzügig, die Staatsanwaltschaft. Was waren das für Geschäfte?

  111. Tilman Says:

    http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=2&id=15068
    Herr Wolski findet das Verfahren „unfair“ und hat Verfassungsbeschwerde eingelegt. Ausserdem:

    Dass er aber eine alte Frankfurter Familie ausgenommen, deren Immobilienfirma um mehrere Millionen erleichtert, ja sogar mit der Witwe des einstigen Firmeneigners ein Verhältnis gehabt haben soll, weist der Rechtsanwalt energisch zurück.

  112. Tilman Says:

    Herr Wolski „sitzt“ nun:
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wegen-steuerhinterziehung-anwalt-wolski-sitzt-nun-im-gefaengnis-11640262.html

    Laut http://www.rechtsanwaltsregister.org ist er noch immer als Rechtsanwalt zugelassen.

    • bloegi Says:

      Wegen des „Sitzens“ kann ich keine Schadenfreude empfinden, obwohl mir Wolski heftig unsympathisch ist.

      Ähnliche Geschichten mit vermögenden Frauen hat es früher auch schon gegeben. Die bekannteste ist mit der deutschen Prinzessin und russischen Zarin Katharina II. Sie war sexuell sehr engagiert und hatte permanent ein Dutzend Favoriten oder mehr. Der berühmteste Favorit war Fürst Potemkin (sprich: Patjomkin), nach dem die Potemkinschen Dörfer benannt sind. Potemkin gewann durch seine Liebe unermeßlichen Reichtum und übte auf die politische Entwicklung in Russland ähnlichen Einfluss aus wie Madame Pompadour in Frankreich. Katharina die Große wurde mit zunehmendem Alter unmäßig fett und häßlich. Viagra gab es damals noch nicht. Sie ließ sich darum Pferde als Favoriten zuführen und soll gestorben sein, als ein Hengst sie tottrampelte.

  113. Lieschen Müller Says:

    ……und nun ist Wolski wieder draußen – nach nur leider knapp 6 Monaten Knast, trotz laufender Verfahren und zugehörigen Aktenzeichen. Bei „normalen“ Gefangenen finden vollzugsöffnende Verfahren erst nach Abschluß eines/der Aktenzeichen statt – aber hier hat die Anstalt Hünfeld entschieden, ihn vorab in den off. Vollzug nach Darmstadt zu verlegen.
    Vor dem Gesetz sind alle gleich – aber manche sind noch gleicher…. das Netzwerk innerhalb der „oberen“ hessischen Justiz funktioniert immer noch, denn nur so kann man diesen Vorgang erklären.

    • bloegi Says:

      Stimmt!

      Seine ehemaligen Mitinsassen schäumen vor Wut. Denn scheinbar bekam der Anwalt Privilegien, die seinen Mitinsassen verwehrt bleiben.

      Ein Informant zu BILD: „Der Wolski hat seine Frau als anwaltliche Vertretung angegeben, darf deshalb unbegrenzt mit ihr telefonieren. Andere Häftlinge dürfen nur 30 Minuten im Monat privat telefonieren. Er musste auch nicht arbeiten wie wir.“

      Bild 18.8.2012

      Rechtsanwalt Wolski („Michi“) kann jetzt wieder arbeiten gehen – auf seine Art.

    • Tilman Says:

      Rechtsanwalt Wolski (“Michi”) kann jetzt wieder arbeiten gehen – auf seine Art.

      Allerdings nicht mehr als Rechtsanwalt. Auf http://www.rechtsanwaltsregister.org ist er nämlich nicht mehr zu finden.

  114. bloegi Says:

    GRÜNE: härtester Strafvollzug Deutschlands gilt offenbar nicht für CDU-Freunde

    Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN unterstreicht ausdrücklich ihr Eintreten für die Nutzung des offenen Strafvollzugs als Maßnahme der Resozialisierung unabhängig von der Person, der dieser gewährt wird. Dies gelte selbstverständlich auch für den als Steuerhinterzieher verurteilten Juristen Michael Wolski, der, wie mehrere Zeitungen melden, nun nach Verbüßung von nur sechs Monaten seiner fast dreijährigen Freiheitsstrafe frühzeitig in den offenen Vollzug wechseln wird.

    “Dessen ungeachtet verwundert es uns schon sehr, dass ausgerechnet der wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilte Michael Wolski so rasch von vollzugserleichternden Maßnahmen profitiert”, kommentiert Daniel May, justizpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Landtag. “Immerhin haben gerade die CDU-Parteifreunde von Wolskis Ehefrau, der ehemalige Justizminister Christean Wagner und der heutige Ministerpräsident Bouffier für Hessen immer wieder den härtesten Strafvollzug Deutschlands gefordert.

    http://www.currentgame.de/wolski-im-offenen-vollzug-grune-hartester-strafvollzug-deutschlands-gilt-offenbar-nicht-fur-cdu-freunde.html

    Christean Wagner, ein bundesweit bekannter Rechtsextremer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, hat den rechten Rechtsbeuger Rainer Franosch zum Staatsanwalt gemacht.

  115. LeserIn Says:

    Jeder Prozess gegen Wolski ist ein Prozess gegen die hessische Justiz. Drum Schwamm drüber!

    Dem Frankfurter Rechtsanwalt Michael Wolski bleibt ein Prozess wegen Beihilfe zur Untreue erspart. Das Landgericht Frankfurt hat das Verfahren jetzt eingestellt … Grund sei Wolskis vorangegangene Verurteilung wegen Steuerhinterziehung. Eine Einstellung ist nach der Strafprozessordnung möglich, wenn die zu erwartende Strafe neben der bereits verhängten Strafe „nicht beträchtlich ins Gewicht fällt“. Es ist die jüngste Wendung bei der juristischen Aufarbeitung der Geschenke, die eine reiche alte Dame aus ihrem Vermögen und dem Vermögen ihres inzwischen verstorbenen Ehemannes an den 26 Jahre jüngeren Wolski gegeben hatte … Da die alte Dame über ihr eigenes Vermögen nach Belieben verfügen darf, hatte die Staatsanwaltschaft nur jene Teilsummen gewertet, die dem verstorbenen Mann der Gönnerin zugerechnet wurden. Die Schadenssumme betrug nach Angaben der Ermittler insgesamt rund 500.000 Euro.

    Wolskis Widersacher, Kinder und der Schwiegersohn der betagten Gönnerin, hatten stets befürchtet, dass der Untreue-Vorwurf nicht weiter verfolgt würde. Der Anwalt des Schwiegersohns, Jürgen Fischer, hatte diesen Verdacht schon vor fünf Jahren erhoben. Fischer sagte der Frankfurter Rundschau jetzt, er habe nichts anderes von der Frankfurter Staatsanwaltschaft erwartet. „Sie hat die Ermittlungen von Anfang an behindert“, warf er den Ermittlern vor.

    FR 30.10.12

    Also eine Einstellung nach § 154 StPO. Interessant wäre auch eine Mitteilung über die Verfahrenskosten.

  116. LeserIn Says:

    Liliane Bettencourt ist als L’Oreal-Erbin noch viel vermögender als Margit Czeskowski. Darum ist nicht verwunderlich, dass sich ein geldgieriger Rechtsanwalt um Bettencourt gekümmert hat: Nicolas Sarkozy.

    Hat sich Nicolas Sarkozy bei einer dementen Milliardärin Geld für seinen siegreichen Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2007 erschlichen? Mit diesem Verdacht hat die Justiz in der Atlantikstadt Bordeaux am Abend nach mehrstündiger Anhörung Anklage gegen den ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy erhoben.

    Der Untersuchungsrichter Jean-Michel Gentil wirft dem Ex-Staatschef vor, er habe während seines Wahlkampfs 2007 die körperliche und geistige Schwäche von Liliane Bettencourt ausgenutzt, um die kranke Milliardenerbin des Kosmetikkonzerns L’Oréal, um erhebliche Geldbeträge zur Finanzierung seiner Kampagne anzugehen.

    Die Milliardärin leidet nach Einschätzung von Ärzten an einer Mischung aus Alzheimer und anderen Demenzformen. Bettencourt verfügt nach Schätzungen über ein Vermögen von fast 20 Milliarden Euro.

    Die Justiz interessiert sich vor allem für ein mögliches Treffen vom April 2007, das im Tagebuch von Francois-Marie Banier – einem jugendlichen Freund der L’Oréal-Erbin – verzeichnet ist. In der Notiz heißt es unter Berufung auf den juristischen Berater von Madame Bettencourt: „De Maistre hat mir gesagt, dass Sarkozy ihn schon wieder nach Geld gefragt hat.“ … Patrice de Maistre, der ehemalige Vermögensverwalter der Familie, gilt als Drahtzieher in einem Netzwerk von Personen, die vom Vermögen der Milliardenerbin profitierten.

    SPIEGEL 22.03.13

    Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass Nicolas der Liliane ähnliche Dienstleistungen erbracht hat wie der Michael der Margit.

  117. Tilman Says:

    Hier noch so ein Fall:
    http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/luxi-millionaer-tot100.html

    Ich rate jedem, innnerhalb seiner Verwandschaft aufzupassen, wer sich von aussen an ältere + vermögende Verwandten ranmacht, aber auch, die älteren Verwandten nicht alleine zu lassen und regelmässig anzurufen / besuchen / einzuladen (die freuen sich übrigens sehr).

    Erbschleicherei wird langsam zum Volkssport für Soziopathen.

    • bloegi Says:

      Wenn ein alter Mensch Vermögen hat, kann er/sie damit machen, was sie/er will, außer der Staat pfuscht hinein.

      In Hessen Furore gemacht hat Bruno Heinrich Schubert, der ehemalige Eigentümer und Chef der Henninger-Brauerei. Sein Vater, Bruno Schubert, hatte eine Affäre mit der Sekretärin Inge, die davon schwanger wurde. Drauf zwang Vater Bruno seinen Sohn Bruno die Inge zu heiraten – mit der Drohung der Enterbung. Bruno H. Schubert wurde Vater seiner Halbschwester. Die Ehe mit Inge, einem BDM-Mädel, war weniger prickelnd, so dass Bruno H. sich seinerseits Geliebte anschaffte. 1979/1980 verkaufte Bruno H. seine Brauerei an Reemtsma. Inge starb. Damit begann Bruno Heinrichs High-Life in ganz großem Stil. Er leistete sich teure Models, z.B. Swetlana Maslowkaya
      http://www.bild.de/news/inland/playmate-des-jahres/swetlana-maslowski-ex-geliebte-von-bierkoenig-schubert-vor-gericht-steuerhinterziehung-33803712.bild.html
      Swetlana ist vor kurzem zu 2 Jahren und 6 Gefängnis verurteilt worden, obwohl sie nur 775000 Euro Schenkungssteuer hinterzogen haben soll.

      Bruno H. heiratete zuletzt ein anderes Model, Meharit, und starb bald danach. Bruno Heinrichs Kinder toben vor Wut, weil sie nichts erben. Es wird hemmungslos prozessiert:
      http://www.welt.de/regionales/frankfurt/article115823989/Wie-starb-Bruno-Schubert.html

      Ich verstehe Schubert. Es macht mehr Spaß, sich mit schönen Frauen noch ein paar schöne Jahre zu machen, als irgendwelchen geldgierigen Erben (den „Kindern“) die Euros in die Rachen zu werfen.

      Die professionellsten Erbschleicher sind natürlich die Rettungsdienste. Wenn ein alter Mensch im Rettungswagen liegt, wird ihm ein vorformuliertes Testament präsentiert, mit welchem möglichst viel von seinem Erbe dem Rettungsdienst überschrieben wird: „Seien Sie dankbar! Helfen Sie uns zu helfen!“. Sobald der Alte das Testament unterschrieben hat, werden die Abgase des Rettungswagens in den Transportraum des Rettungswagens umgeleitet und dann kommt der Alte – leider leider – trotz selbstlosester Leistung der Sanitäter – tot im Krankenhaus an. Vgl.z.B. Wolf Haas: Komm süßer Tod!.

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