Dalai Lama wird Ehrendoktor der Marburger Uni

Stink ab Mufti. Zeitgenössisches Graffito im berüchtigten Juristenklo der Marburger Universität

(Graffito im berüchtigten Juristenklo der Marburger Uni – Symbol der dort waltenden Toleranz)

Wieder ist der Philipps-Universität Marburg ein empfindlicher Schlag gegen ihren angeschlagenen Ruf gelungen.

Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso wird am 3.8.2009 nach Marburg kommen um die Ehrendoktorwürde entgegenzunehmen. Vom 30.7. bis zum 2.8. wird der charismatische Botschafter des Friedens in der Commerzbank-Arena Vorträge halten. Tageskarten für die Veranstaltungen gibt es von 29 bis zu 79 Euro, Dauerkarten von 125 bis 230 Euro (MAZ 22.7.2009, S.1).

Schon immer hatte die Marburger Uni mit ihren Preisverleihungen den richtigen Riecher. 2001 hat der Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof.Dr. Steffen Detterbeck, in aufwändigen Vieraugengesprächen die Vergabe des Friedrich-von-Savigny-Preises an den genialen Rechtsgelehrten Dr. Helmut Kohl betrieben. Kohl hatte es geschafft als Mitglied des Bundestags für das Parteispendengesetz zu stimmen und sofort dagegen zu verstoßen. Damals noch wurde die Preisverleihung in Marburg von Querulanten vereitelt. Doch nun wurde Kohl in Stuttgart mit dem Hauptsturmführer-SS-Hanns-Martin-Schleyer-Preis geehrt.

Ulrich Brosa


Nachtrag: Auf Tilmans Anregung hin ein paar Bilder vom charismatischen Botschafter des Friedens.

Dalai Lama solo
(His Holiness the Dalai Lama will give a public talk to the Harvard University Community / Seine Heiligkeit der Dalai Lama wird vor der Havard Universität öffentlich sprechen)

Dalai Lama mit Schoko Asahara
(Seine Heiligkeit mit Schoko Asahara, dem Giftgas-Spezialisten)

Dalai Lama mit Roland Koch
(Seine Heiligkeit mit garantiert ehrlichem Kohland Roch)

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26 Antworten to “Dalai Lama wird Ehrendoktor der Marburger Uni”

  1. otti Says:

    Verurteilung eines Richters wegen Rechtsbeugung (BGH 1 StR 201/09).
    http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=452d6bb04f5c154321c1116fe7c71b45&client=8&nr=48746&pos=0&anz=76

  2. Tilman Says:

    Der Dalai Lama hat sich in der Vergangenheit schon mal ungünstig photographieren lassen. Sein guter Ruf liegt daran, dass viele Leute in ihm sowas wie den Vertreter einer Kuschel-Religion sehen, obwohl „sein“ Tibet ein grausamer, feudaler Staat war. (Soll aber nicht bedeuten, dass China besser sei)

  3. richard albrecht Says:

    Der actuelle e-Link oben verweist auf diese BGH-Pressemeldung vom 24. Juli 2009 [Nr. 159/2009]:

    „Verurteilung eines Betreuungsrichters wegen Rechtsbeugung rechtskräftig.

    Das Landgericht Stuttgart hat den Angeklagten, einen Richter am Amtsgericht Nürtingen, am 14. November 2008 wegen Rechtsbeugung in 47 Fällen und versuchter Rechtsbeugung in sieben Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Nach den Urteilsfeststellungen des Landgerichts genehmigte der Angeklagte freiheitsentziehende Unterbringungsmaßnahmen nach § 1906 Abs. 1 und Abs. 4 BGB, ohne die Betroffenen zuvor persönlich angehört oder sich von diesen einen unmittelbaren Eindruck verschafft zu haben. Obwohl er wusste, dass dies zur Ermittlung einer vollständigen Entscheidungsgrundlage und wegen der Kontrollfunktion des Gerichts in Betreuungssachen gemäß § 70c FGG zwingend gesetzlich vorgeschrieben ist, sah er bewusst hiervon ab, um sich Arbeit zu ersparen, weil er mehr Zeit für seine Familie und seine Lehraufträge an zwei Fachhochschulen haben wollte. Um seine gesetzeswidrige Arbeitsweise zu vertuschen, fertigte der Angeklagte inhaltlich falsche Anhörungsprotokolle an, um damit den Anschein zu erwecken, dass er sich vor Genehmigung der Maßnahme einen unmittelbaren Eindruck von den Betroffenen verschafft habe. Diese Vorgehensweise des Angeklagten fiel einer Mitarbeiterin seiner Geschäftsstelle auf, die zufällig bemerkte, dass der Angeklagte die Anhörung eines Betroffenen protokolliert hatte, obwohl dieser schon längst verstorben war. Der 1. Strafsenat hat mit Beschluss vom 24. Juni 2009 die auf mehrere Verfahrensrügen und die Sachrüge gestützte Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Maßgeblich war hierfür insbesondere, dass der Angeklagte seine richterliche Pflicht zur Anhörung der Betroffenen nicht nur im Einzelfall, etwa aus beruflicher Überlastung, vernachlässigte, sondern systematisch auf Anhörungen verzichtete, um seine Freizeit zu optimieren, und diese schwerwiegenden Verfahrensverletzungen durch fingierte Anhörungsprotokolle planvoll vertuschte. Das Urteil ist mit der Entscheidung des Senats rechtskräftig. Beschluss vom 24. Juni 2009 – 1 StR 201/09 Landgericht Stuttgart – 16 KLs 3 Js 109 613/06 – Entscheidung vom 14. November 2008 Karlsruhe, den 23. Juli 2009 Pressestelle des Bundesgerichtshofs 76125 Karlsruhe Telefon (0721) 159-5013 Telefax (0721) 159-5501“

    Der „Fall“ ist ebenso prominent wie die berufsrichterliche Rechtfertigung mit dem Tenor wieso grad´ ich … das machen doch alle so … Ist der „Nürtinger Betreuungsfall“ nun nach dem „Eltvilller Erdbeerfall“ der zweite wegen „Rechtsbeugung“ rechtskräftig verurteilte „Fall“ eines Berufsrechtsbeugers innert der letzten 60 Jahre im Bereich der Alt-BRD und ihres Grundgesetzes (GG)? Oder gibt´s weitere dieser „Fälle“ in diesem Feld 1949-2009? –

    fragt grüßend Richard Albrecht

  4. R. Meier Says:

    Immer diese lustigen blöden Geschichten mit den Eigentoren der Marburger Uni und Justiz. ich hoffe nur Moulud passt auf. Sie absolvierte mit mir in Flensburg das Abitur. Hoffentlich fallen ihr die Sachen bald auf in Marburg als Jura-Studentin.

  5. bloegi Says:

    Falls Moulud wirklich in Marburg Jura studiert, wird sie entweder an den Rand tiefster Verzweiflung und sogar des Selbstmords geraten oder Eigenschaften ihres Wesens werden zum Vorschein kommen, die kein Freund oder Verwandter bisher erahnt hat.

    Sogar Opportunisten, wenn sie nur etwas Talent haben, ziehen jede andere Beschäftigung dem Jura-Studium vor. Bekanntestes Beispiel: J.W.Goethe.

  6. Richard Albrecht Says:

    Hej Bloegi:

    Der Rechtsbruch ist allumfassend und seine Kernmethode bekannt als Rechtsverdrehung durch Verweigerung eines ordnungsgemäßen Verfahrens … speziell ist hierzulande berufs-
    richterliche „Rechtsbeugung“: Und damit sich nicht jeder berufsrichterliche Rechtsbeuger so blöd anstellt wie der Herr Vormundschaftsrichter im „Nürtinger Betreuungsfall“ („Um seine gesetzeswidrige Arbeitsweise zu vertuschen, fertigte der Angeklagte inhaltlich falsche Anhörungsprotokolle an, um damit den Anschein zu erwecken, dass er sich vor Genehmigung der Maßnahme einen unmittelbaren Eindruck von den Betroffenen verschafft habe. Diese Vorgehensweise des Angeklagten fiel einer Mitarbeiterin seiner Geschäftsstelle auf, die zufällig bemerkte, dass der Angeklagte die Anhörung eines Betroffenen protokolliert hatte, obwohl dieser schon längst verstorben war“)- gibts halt den Schwinge-bekannten FB ReWi an der PU Marburg/Lahn;-) … und was den weiland kleinstaatlich-mitteldeutschen Geheimrat in Weimar betrifft: Goethe war weder gern Jurist (lic.iur.) noch Staatsminister – er bevorzugte geistige, insonderheit literarische, Arbeit …

    Gruß RicAlb

  7. bloegi Says:

    Zur Beantwortung der Frage von richard albrecht nach Verurteilungen wegen Rechtsbeugung:

    Bekannt geworden sind
    Hans-Christoph Jahr und
    Prof. Dr. Hans Reinwarth, ein prominenter DDR-Richter.
    In allen derartigen Fällen muss man vorsichtig sein, weil es sein kann, dass ein Richter weniger wegen seiner Delikte als wegen seiner Unliebsamkeit verurteilt worden ist. Ähnliches gilt für Staatsanwälte. Wenn einer einmal verurteilt wird, kann es sein, dass seine Kollegen damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
    1) Ein unangenehmer Kollege wird weggewischt.
    2) Der Öffentlichkeit wird vorgeführt, dass die Justiz ihr Haus sauber hält.

    Die Vorgehensweise in Mexiko ist vergleichsweise erfrischend:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Antonio_Polo_Uscanga
    Wir können stolz sein auf die deutsche Justiz. Ihre Heuchelei ist professioneller.

  8. Richard Albrecht Says:

    Danke, Bloegi, die Fälle „Schill“-BHG-Freispruch und „Erdbeerfest“-Verurteilung [2001] sind bekannt. Der „Eltviller Erdbeerfall“-Richter, damals AG-Dir., soll 2001 auf BHG-Veranlassung ebenso „rechtskräftig“ verurteilt worden sein wie jetzt [2009] der „Nürtinger Betreuungsrichter“. – Nur: War das die Frage? Stehn vor´m subjektiven Kommentieren nicht immer (i) gründliche Recherche, (ii) dichte Beschreibung und (iii) systematisch-kritische Analyse (sonst wird weniger als nix: gunnix). Und tun sich nicht nur Sie, sondern deutsche Justizkritiker/gegner allgemein verdammpt schwer wenn´s um gediegene Recherche, Beschreibung und Analyse geht?

    Zur Kritik deutscher Berufsrichterei hatte ich 2001/03 für einen damals geplanten wissenschaftlichen Text („Rechtsbeugung als Beruf. Aspekte einer politischen Soziologie des deutschen Berufsrichterstands“) Material gesammelt; dann aber diesen m.E. nicht unwichtigen Aspekt des realfunktionierenden deutschen Justizapparats leider schade nicht weiter aufklären können, weil ich mich, mehr nolens als volens, auf den Komplex „Beleidigung“ als „Phantomdelikt“ auch im Zusammenhang mit Praktiken deutschbürgerlicher „StaatsRache“
    (-> http://www.grin.com/e-book/36391/staatsrache-justizkritische-beitraege-gegen-die-dummheit-im-deutschen)
    sowohl theoretisch als auch praktisch
    ([a]->http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/jul/25339.htm; http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/110710.html;
    [b] -> http://unschuldige.homepage.t-online.de/010905alb.htm;
    http://ricalb.files.wordpress.com/2009/07/beleidigungsfarce.pdf;
    http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/110332.html; http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/110333.html)
    konzentrieren mußte …

    Im übrigen halt ich´s auch nicht erst seit gestern mit dem unterhaltungskulturell höchstbedeutsamen Alltagsphilosophen Stephan Remmler, der schon vor zwanzig Jahren meinte;-): „Alles hat ein Ende […]“ (http://www.youtube.com/watch?v=a4JSE32fuOc)

    In diesem Sinn, Gruß (Dr. Richard Albrecht / 270709)

  9. otti Says:

    Hugo Friedländers „Interessante Kriminalprozesse“, hier „Justizirrtümer“.
    http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/Friedl%C3%A4nder,+Hugo/Interessante+Kriminalprozesse/Justizirrt%C3%BCmer

    • bloegi Says:

      Zu ottis Hinweisen:

      Aussagen menschlicher Zeugen sind die unzuverlässigsten Beweismittel, die es gibt. Die Rangfolge ist etwa so:

      1) Reproduzierbare Messergebnisse.
      2) Dokumente, Tonaufnahmen, Bilder, Filme, die auf Echtheit untersuchbar sind.
      3) Zeugenaussagen, desgleichen geizeswissenschaftliche ‚Gutachten‘ wie Rechtsgutachten und psychologische Gutachten.

      Der wichtigste Fortschritt auf dem Gebiet der Rechtspflege war die Erfindung der Waage. Siehe dazu
      http://home.arcor.de/althand/zehn.html

  10. LeserIn Says:

    Tausende Menschen strömen ab Donnerstag in die Commerzbank-Arena, um den Dalai Lama live zu erleben. Die Veranstalter wollen mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter Geld verdienen, kritisiert Klaus Hofmeister von der hr-Kirchenredaktion.

    Hessischer Rundfunk 29.7.2009

    Nur kein Neid, Hofmeister!

  11. OBI sperrt Konto der Uni Marburg « bloegi Says:

    […] bloegi Blöde Geschichten « Dalai Lama wird Ehrendoktor der Marburger Uni […]

  12. bloegi Says:

    Leicht maliziöser Bericht von der Preisverleihung im Focus 3.8.2009:

    Am Montagnachmittag reiste er in die Schweiz weiter. Für Dienstag und Mittwoch waren weitere religiöse Großveranstaltungen in Lausanne geplant. In Hessen war der Dalai Lama mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zu Gesprächen zusammengekommen.
    Den 74-Jährigen stört sich nach seinen eigenen Worten nicht daran, dass er bei seinem Besuch nicht von der Schweizer Regierung empfangen wird.

    Das ist gerade das Merkwürdige beim charismatischen Botschafter des Friedens, dass er hauptsächlich am rechten Rand der Gesellschaft geliebt wird.

    Von der Marburger Feier noch ein Bild vom dicken Uni-Präsidenten Nienhaus mit dicker Kette auf dickem Bauch:

  13. Ric Albrecht Says:

    Höchst clownesk, das hier -> http://www.faz.net/m/%7BFDD20085-DD38-4F73-BF54-04B25EEB359C%7DPicture.jpg . O h n e Bloegi´s Bildbeschreibung könnte´s als heiteres Ratespiel abgehn: Wer´s der PUM-Präsident, wer´s der DL;-)

    Gruß (Dr. Richard Albrecht)

  14. LeserIn Says:

    Die Frankfurter Rundschau hat am 3.8.2009 den Geschäftsführer Kuhlmann der gemeinnützigen Gesellschaft „Buddhismus in Frankfurt“, die für den Besuch des Dalai Lama gegründet wurde, interviewt.

    Kuhlmann:

    Alle haben ehrenamtlich gearbeitet und das teilweise noch neben ihren normalen Jobs.

    Frankfurter Rundschau:

    Finanziell war das Festival eher ein Flopp?

    Kuhlmann:

    Wir haben Kosten von 1,9 und Einnahmen von 1,75 Millionen Euro. Das Defizit liegt bei 150000 Euro, Stand vom Sonntag. Die genaue Endabrechnung werde ich in vier Wochen haben. Mit allen Einzelpositionen stellen wir die dann für alle sichtbar ins Internet.

    Darauf wird man gespannt sein dürfen. 1,9 Mio Euros ausgeben, wo doch alle ehrenamtlich arbeiten, ist eine reife Leistung.

  15. bloegi Says:

    Aus der Oberhessischen Presse vom 27.7.2009:

    Der Besuch des Dalai Lama in Marburg fällt nach Darstellung der Marburger Polizei unter die höchste Sicherheitsstufe. […] Neben der speziellen „Security“ des Dalai Lama werden auch Kräfte der hessischen Polizei im Einsatz sein, damit alles reibungslos ablaufen wird.

    Aus der MAZ vom 5.8.2009:

    Dalai Lama zu Gast in Marburg

    […] Die 30 Zentimeter hohe Statue, die die Gottheit Shadakshari-Avalokiteshvara (allumfassendes Mitgefühl) verkörpert, war dazu mit einem Glückschleier umwickelt (wie bei derartigen Zeremonien üblich), so dass nur ihr vergoldeter und farbig prächtig gefasster Kopf herausschaute. Die vom Dalai Lama gesegnete Statue wird zukünftig auf dem Altar des nachgebauten tibetischen Tempelraumes in der ständigen Ausstellung der Religionskundlichen Sammlung zu sehen sein. Die Verleihung [der Ehrendoktorwürde an den Dalai Lama] fand vor 350 geladenen Gästen statt. Das Landgrafenschloss war von Polizeikräften weiträumig abgeriegelt worden.

    Hokuspokus und Polizeiknüppel – eingeladen von der Universitätsführung: Das sind deutliche Zeichen der Dekadenz.

  16. ric albrecht Says:

    Nachtrag zur Lahn-Uni

    Nicht „aus Gründen“;-), sondern weil die PU in Marburg an der Lahn liegt, ist ihr korrektes Kürzel nicht PUM, sondern PUML

    dr.richard.albrecht [at] gmx.net

  17. Wiebke Priehn Says:

    Am 21. August 2009 nimmt die Bertelsmann-Eignerin Liz Mohn den Karl-Winnacker-Preis des Marburger Universitätsbundes entgegen. Der nach dem früheren I.G.-Farben-Manager (später Höchst) und Atomlobbyisten Winnacker benannte Preis wird „für besondere Verdienste um die Förderung der Zusammenarbeit von Universität und Industrie auf naturwissenschaftlichen Gebieten“ verliehen.

    Bei dem Marburger Unibund handelt es sich laut Homepage um „eine Vereinigung von Freunden und Förderern der Marburger Universität.“ Dessen Vorsitzender ist der Pharma-Manager Uwe Bicker. Bicker hat bereits vielfältige Beziehungen zur Familie Mohn, bzw. zu Bertelsmann.

    http://de.indymedia.org/2009/08/258685.shtml

  18. Ric Albrecht Says:

    „Dank für Ihren détail-Hinweis, liebe Frau Priehn. Der (mich) zu dieser dystopischen Projektion anregte;-):

    Nix gegen Frau Eignerin LM – aber warum nicht im Sinne Bloch´scher Kenntlichkeit PU/ML in BU/ML (= Bertelsmann Universität/Marburg-Lahn) umbenennen? Warum soll was es an der Weser als Neugründung gibt (JUB = Jacobs University Bremen) nicht an der Lahn als Umbenennung einer alma mater antiqua möglich sein?

    Gruß RicAlb

    dr.richard.albrecht [at] gmx.net“

  19. Zwangsvollstreckung gegen die Uni Marburg « bloegi Says:

    […] solche Dummheiten wie die Preisverleihung an den Dalai Lama. Es nimmt kein […]

  20. bloegi Says:

    Noch einer, auf den die Philipps-Universität Marburg stolz sein kann:

    Der Präsident und CEO der elitären EBS Business School

    Professor Dr. Christopher Jahns hat Betriebswirtschaft an der Phillips-Universität in Marburg studiert und an der Technischen Universität München promoviert und habilitiert.

    Prof.Dr.Jahns hat in Marburg viel gelernt.

    Der Präsident der privaten Elite-Hochschule European Business School (EBS), Christopher Jahns (41), ist am Montag in Frankfurt mit Haftbefehl festgenommen worden. […] Laut Staatsanwaltschaft wird Jahns vorgeworfen, berufliche Interessen als EBS-Präsident und private Interessen als Mitinhaber mehrerer Schweizer Firmen vermengt zu haben. Es gehe um rund 180.000 Euro.

    Frankfurter Rundschau 5.4.2011

  21. LeserIn Says:

    Makabres von A.C.Nagel in ihrem Buch: Die Philipps-Universität Marburg im Nationalsozialismus.

    Der damalige Rektor Baur der PUM beschwert sich bei Dr.Hitzeroth, dem Eigentümer der Oberhessischen Zeitung (heute Oberhessische Presse), dass über die üppigen NS-Aktivitäten der Uni nicht ausreichend berichtet würde. Hitzeroth war aktenkundig NS-Mitläufer. In der Oberhessischen Zeitung wurde reichlich über NS-Aktivitäten berichtet.

    http://books.google.de/books?id=83JpGdmPjIsC&pg=PA189&lpg=PA189&dq=hitzeroth+nationalsozialismus&source=bl&ots=vFBBMzFH8I&sig=jCvJhlUCSEvMoqOvAOybUtVm9Mo&hl=de&ei=7M21TeDHGcjEswavpNX0Cw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBkQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

  22. bloegi Says:

    Millionen dürfen nicht in Marburg verknattert werden:

    Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes hat […] einen Verbundantrag der Philipps-Universität Marburg, der Justiz-Liebig-Universität Gießen und der Technischen Hochschule Mittelhessen auf Fördermittel aus dem Qualitätspakt Lehre ablehnt.

    Unter Marburger Federführung hatte eine Lenkungsgruppe mit Vertretern der drei mittelhessischen Hochschulen den hochschulübergreifenden Verbundantrag konzipiert […]

    „Wir sind sehr enttäuscht […]“, erklärte Prof.Dr.Harald Lachnit, Vizepräsident der Philipps-Universität.

    MAZ 18.5.2011

    Jede andere Entscheidung als die Ablehnung hätte den Straftatbestand der Untreue erfüllt. Zunächst muss die rechtswissenschaftliche Fakultät der Philipps-Universität aufgelöst werden, damit einer Geldverschwendung, die nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich ist, Riegel vorgeschoben werden.

  23. bloegi Says:

    Das ist eine Fortsetzung des Postings
    https://bloegi.wordpress.com/2009/07/24/dalai-lama-wird-ehrendoktor-der-marburger-uni/#comment-3292

    Wieder einmal hat die hessische Landesregierung viel Geld (nicht ihr eigenes) ausgegeben. Eine Spezial-Universität von und für Gauner entsteht in Frankfurt a.M.: Die EBS = European Business School.

    Es sind 89 Seiten, die der privaten EBS noch zu schaffen machen werden: So umfangreich ist der Prüfbericht der Stuttgarter Wirtschaftsprüfer, die den Umgang der EBS mit der Millionen-Förderung aus der Landeskasse untersucht hatten. Ergebnis: Die Ausbildungsstätte für künftige Wirtschaftsmanager hat Geld des Landes zweckentfremdet. […] Im Fokus der Prüfung standen die Jahre 2009 und 2010: Das Land hat in diesem Zeitraum rund 17 Millionen Euro an Zuschüssen an die EBS gezahlt, um den Aufbau der juristischen Fakultät zu fördern – der es der Hochschule zudem ermöglicht, sich künftig Universität zu nennen. Ein auch von der Landesregierung gefeierter und geförderter Schritt.

    Nach dem Prüfbericht gab die EBS das Geld des Landes aber nicht nur für den vorgesehenen Zweck aus. […] Hintergrund der Prüfung waren Vorwürfe gegen den ehemaligen Präsidenten der EBS, Christopher Jahns. Er steht im Verdacht, Hochschulgelder in Höhe von 180.000 Euro für private Zwecke veruntreut zu haben.

    HR-Online 20.7.2011

    „Aufbau der juristischen Fakultät“. Damit war vorhersehbar, dass dort eine Domäne der Schlitzohren gefördert werden würde.

    Die Spezial-Universität von und für Gauner ist ein Prestige-Projekt der schwarz-gelben Landesregierung – ähnlich wie die ZIT. Ganz klar: Die hessische Landesregierung hat ein Händchen für Kriminelle.

  24. LeserIn Says:

    Details aus der mit Steuern finanzierten Privat-Uni in Wiesbaden von und für Gauner (ein Lieblingsprojekt des ehemaligen Ministerpräsidenten Roland Koch):

    EBS zahlte Mallorca-Trip mit Steuergeld

    Eine Party, First-Class-Flüge und Mallorca-Workshops: Auch das hat die Privat-Hochschule EBS mit Steuergeld finanziert. Dies geht aus einer der „hessenschau“ vorliegenden Liste der zurückgeforderten Gelder hervor.

    Bislang waren öffentlich nur wenige Details über jene 950.000 Euro Steuergeld bekannt, die das Wissenschaftsministerium von der privaten EBS-Uni zurückverlangt hatte. Die der „hessenschau“ vorliegende Liste mit einzelnen Beträgen gibt nun detaillierten Einblick in die reklamierten Abrechnungen: Darunter sind 99,90 Euro für einen unvollständigen Bewirtungsbeleg ebenso wie rund 30.000 Euro für Workshops auf Mallorca.

    Das Land hatte den Aufbau einer neuen EBS-Jurafakultät 2009 und 2010 mit insgesamt 17 Millionen Euro Steuergeld gefördert. Aus diesem Topf zahlte die EBS aber nach der Aufstellung auch Kosten für andere Studienangebote, das Catering für eine Party oder Flüge nach Shanghai.

    Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) … Empört zeigte sie sich darüber, dass die Opposition Details aus dem Prüfbericht nannte. Dieser sei den Abgeordneten vertraulich zur Verfügung gestellt worden.

    HR-ONLINE 06.10.11

    Es lebe der Geheimnisverrat!

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