Kleinlebewesen greifen Polizeischüler an – Polizei schlägt zurück


(Ein besonders bemitleidenswertes Opfer eines Terror-Angriffs auf eine Polizeischule in Lahore. Wer hat diesen Zivilisten erschossen?)

In Thüringen, dem Land des Ministerpräsidenten Dieter Althaus, geschehen größere Wunder als im Land der Geschichten von tausend und einer Nacht.

Die Zeitung FREIES WORT meldete am 15.5.2009 aus Meiningen:

39 Polizisten klagen über Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Schwindelgefühle […]

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des Katastrophenschutzes und die Amtsärztin kamen ebenfalls am Abend zum Einsatz. Auch Erich Weinelt, Chef der Bildungsstätte [Polizeischule], sowie der Küchenleiter eilten zurück in die Einrichtung auf dem Drachenberg. Dort herrschte in der Nacht Ausnahmezustand. Erich Weinelt ordnete aus Sicherheitsgründen die zeitweilige Sperrung der gesamten Liegenschaft an. […]

Am Freitagmorgen meldeten sich weitere sieben Auszubildende mit Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen. Es besteht der Verdacht einer Lebensmittelvergiftung. Eine konkrete Mahlzeit konnte als Auslöser aber nicht festgestellt werden. […]

Unter Garantie waren das wieder diese Salmonellen in Mayonnaise oder Tiramisu. Schon Stunden später schlug die Polizei zurück:

Polizei löst unter heftiger Gegenwehr linkes Konzert auf.

Ilmenau – Eine als private Feier getarnte Musikveranstaltung von Anhängern der linken Szene haben Polizeibeamte in der Nacht vom Freitag zum Samstag in Langewiesen (Ilmkreis) aufgelöst. Die Polizisten wurden dabei mit Flaschen und anderen Gegenständen angegriffen.

Wie die Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau berichtet, hatten sich Anwohner über den von der Veranstaltung ausgehenden Lärm beschwert und die Polizei um Hilfe gerufen. Die Beamten hätten schnell erkannt, dass hier eine nicht angemeldete Musikveranstaltung als private Feier getarnt worden war. In einem etwa 21 Quadratmeter großem Raum hätten sich laut Polizei über 100 Menschen aufgehalten.

wie am 16.5.2009 ebenfalls FREIES WORT berichtete.

Die betroffenen Kleinlebewesen (fünf pro Quadratmeter) ihrerseits missdeuten den Polizeischlag als Vergeltung für einen Brandanschlag auf den Nazi-Klub BLAUES WUNDER

und begreifen die Rechtsstaatspolizei als Hilfsschlägertruppe der Neonazis:

Der Angriff auf die Garage und ihre Freund_innen reiht sich ein, in eine neue Welle von Kriminalisierungsversuchen gegen die alternativen Szene im südlichen Ilmkreis. Seitdem der Nazijugendclub „Blaues Wunder“ in der Nacht des 1. Mai abgebrannt ist […], sucht die Stadt Ilmenau ihren Brandstifter, wobei wohl nicht mal geklärt ist, ob es sich um Brandstiftung handelte. Die Polizei hielt nicht lange an sich, bis sie heraus posaunte es geben einen Tatverdächtigen aus der linken Szene, der am Abend zuvor in einer Tankstelle gewesen sein soll […]. Für Nazis, Polizei und die konservative Stadtpolitik steht der Täter längst fest. Der Angriff gestern auf unseren Jugendtreff ist Ausdruck dieser Hetzjagd.

AGST vom 16.5.2009.

Zum Vergleich ein blau-GOLDENES Wunder

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3 Antworten to “Kleinlebewesen greifen Polizeischüler an – Polizei schlägt zurück”

  1. LeserIn Says:

    PolizeischülerInnen als Opfer von Salmonellen, dass ich nicht lache! Die waren alle mal wieder betrunken und feiern nun auf Kosten der SteuerzahlerInnen krank.

  2. bloegi Says:

    Freies Wort 18.5.2009:

    Die Ursache für die Übelkeitswelle am Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen ist weiterhin unklar. Wie Uwe Kirchner vom Landratsamt Schmalkalden-Meiningen gestern Nachmittag mitteilte, liegen bislang keine Erkenntnisse über den Auslöser vor.[…]
    Kirchners Worten zufolge haben Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Proben von Lebensmittel sowie von Stuhl und Erbrochenem zur Untersuchung ans Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz nach Bad Langensalza geschickt. Eventuell gebe es im Laufe dieser Woche ein Ergebnis. Allerdings könne es auch passieren, dass die genaue Ursache für die Übelkeit der Auszubildenden nicht festzustellen sei. (hi)

    Jetzt also haufenweise Polizisten-Kacke und -Kotze in Bad Langensalza. Ob das den Ruf von Langensalza als Kurort festigt?

  3. Jugend-, Aktions- und Projektwerkstatt Says:

    Antifa Gera: Aufruf an Betroffene und ZeugInnen von Festnahmen und
    Polizeigewalt am 11. Juli

    Bei den antifaschistischen Protesten gegen das Nazifest gab es mehrfach
    Angriffe der Polizei. Auf der Heinrichsbrücke wurde in den Antifa-Block
    gerpügelt und mehrere Personen wurden leicht verletzt. In der
    Heinrichstraße (Höhe Comma), Breitscheidstraße (Höhe Stadtmuseum) und auf dem Puschkinplatz (Höhe Straßenbahnhaltestelle) wurden mindestens elf GenossInnen von den Aufstandsbekämpfungseinheiten BFE und USK aus der Demonstration heraus festgenommenen.

    Betroffene und ZeugInnen von Festnahmen und Polizeiangewalt sollen sich bei der Roten Hilfe in Jena (http://rotehilfejena.blogsport.de/kontakt/) melden. Auf Anklageschreiben und Vorladungen der Polizei und Staatsanwaltschaft nicht reagieren. Macht keine Aussagen, egal ob als AngeklagteR oder ZeugIn.

    ———————————————————————–

    Bei dem diesjährigen „Rock für Deutschland“ handelte es sich mit 4000
    Teilnehmern um die „größte Neonaziveranstaltung nach 1945 in Thüringen“ (Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Gera,
    http://aag.antifa.net/aag/journal.html ).

    Mit solidarischen Grüßen

    — Jugend-, Aktions- und Projektwerkstatt Schillergäßchen 5 07745 Jena Tel: 03641-449304 ——- japs@japs-jena.de

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