Werner war ein Blödmann

Gemeint ist nicht Wäanäa das Azubi-Idol

[im Bild Werners Ausbilder, der Klempner-Meister Röhrich], sondern

Werner Heisenberg, der Nobel-Preisträger.

Ich werde vom 15.4.2009 an über Quantenelektrodynamik vorlesen (in Wirklichkeit natürlich frei sprechen). Genaueres steht auf der Seite home.arcor.de/althand/qed.html oder im Vorlesungsverzeichnis der Philipps-Universität Marburg, das aber nur mit Risiken zugänglich ist, weil die Verwaltung der Uni Marburg für das Vorlesungsverzeichnis (sic!) ohne die geringste Vernunft verschlüsselte Übertragung mit einem ungültigen Zertifikat erzwingt.

Die Uni Marburg verkommt immer mehr und Heisenbergs mystifizierendes Gelaber mit seiner Unschärferelation ist unerträglich. Pascual Jordan, der angebliche Begründer der Quantenfeldtheorie, war ein schleimiger Nazi, der die Überlegenheit des Führers Adolf Hitler aus der Unschärferelation ableitete, nach 1945 bei der CDU unterkam und für die nukleare Bewaffnung der Bundeswehr kämpfte. Zum Glück stammen die wesentlichen, d.h. experimentell verifizierbaren, Ergebnisse der Quantenelektrodynamik nicht von diesen beiden.

Genau darum soll es in meiner Vorlesung gehen: Welches sind die messbaren Befunde, von denen die QED ausgeht und welche messbaren Ergebnisse lassen sich aus der QED ableiten? Vieles, was in den Lehrbüchern als formaler Hokuspokus eingeführt wird, lässt sich anschaulich verstehen.

Spinoren z.B. sind wie Vektoren mit einer zusätzlichen Eigenschaft. Was diese Eigenschaft ist, kann man im Hörsaal vorführen und selbst ausprobieren.

Die Dirac-Gleichung ist nur eine andere Art Maxwell-Gleichungen zu schreiben, allerdings mit Spinoren. Beide Gleichungssysteme lassen sich leicht lösen, wenn man so genannte Darstellungssätze kennt.

Auslöser der Vorlesung über QED war meine Vorlesung über Optik im Sommersemester 2008. Als ich den Studenten erklären sollte, wie man die

Beugung des Lichts ausrechnet, wurde mir klar, wie schlecht sogar die besten bekannten Theorien darüber sind.

Autor des bei Weitem bekanntesten Lehrbuchs über Optik ist der Nobel-Preisträger Max Born. Er (nicht Heisenberg!) gilt bei Wissenschaftshistorikern als Erfinder der statistischen Interpretation der quantenmechanischen Wellenfunktion. Es stellte sich jedoch heraus, dass Born sein Optik-Epos größtenteils von

Gustav Kirchhoff abgekupfert hat. Kirchhoff seinerseits hatte eine ziemlich elende Theorie der Beugung des Lichts geliefert (er hatte die „Verrückung eines Aetherteilchens“ berechnet), und weil es keine verrückten Aetherteilchen gibt, hatte Kirchhoff das Loch mit einer Art Wahrscheinlichkeitsdeutung des Lichts zu stopfen versucht. Wie alle anderen Fehler hat Born die natürlich auch abgeschrieben und bei sich „statistische Interpretation der Wellenfunktion“ genannt. Die Wahrscheinlichkeitsdeutung der Photonen kam also zustande, weil weder Kirchhoff noch Born die richtigen Gleichungen richtig lösen konnten; das mathematische Niveau von Heisenberg und Jordan war sowieso zu niedrig.

Wie man das in der Optik besser macht, weiß ich inzwischen und habe es schon formuliert (Diffraction of Electromagnetic Waves).

Quantenelektrodynamik ist nichts anderes als die Wechselwirkung zwischen Photonen und Elektronen. Es ist zu befürchten, dass dieselben Leute, die keine richtige Theorie für Photonen gemacht haben, noch mehr Unfug in der Quantenelektrodynamik produziert haben. Vielleicht ist in ein paar Jahren von der ganzen großartigen statistischen Interpretation der Wellenfunktion und Heisenbergs Unschärferelation nicht mehr übrig als ein Treppenwitz der Geschichte.

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34 Antworten to “Werner war ein Blödmann”

  1. Ulrich Brosa Says:

    Gerade eine kleine Ausarbeitung
    „Wie Planck seine Strahlungsformel fand“
    als pdf-Datei auf die Quantenelektrodynamik-Seite gesetzt:
    http://home.arcor.de/althand/qed.html
    oder direkt
    http://home.arcor.de/althand/hohlraum.pdf

  2. Interessent Says:

    will über die weitere Entwicklung benachrichtigt werden

  3. bloegi Says:

    Mehr Fotonen-Satire:

    Das Photonen-Prüfgerät von Bourbaki
    http://www.bourbaki.de/b07.htm

  4. LeserIn Says:

    Was ist Fortschritt?

    Das wurde schon im vergangenen Jahrtausend allgemein gültig beantwortet:

    VIDEO KILLED THE RADIO STAR
    auf Deutsch
    FERNSEHEN IST BESSER ALS HÖRFUNK

    Jedoch ließ der damals produzierte Video-Clip ästhetisch viel zu wünschen übrig,

    was erst 2006 verbessert wurde

    von den FALSCHEN HOSEN (nicht den toten).

  5. bloegi Says:

    Internet-Seite über die Quantenelektrodynamik-Vorlesung
    http://home.arcor.de/althand/qed.html
    stark erweitert.

  6. bloegi Says:

    Werner Heisenberg, der Fromme:

    Hier gleitet auch der bekannte Einwand gegen die christliche Religion ab, daß die Menschen sich in der christlichen Welt genauso schrecklich aufgeführt hätten wie außerhalb. Das ist zwar leider wahr, aber die Menschen bewahren in ihr ein klares Unterscheidungsvermögen von gut und böse; und nur dort, wo dies noch vorhanden ist, bleibt die Hoffnung auf Besserung.

    Wo keine Leitbilder mehr den Weg bezeichnen, verschwindet mit der Wertskala auch der Sinn unseres Tuns und Leidens, und am Ende können nur Negation und Verzweiflung stehen. Die Religion ist also die Grundlage der Ethik, und die Ethik ist die Voraussetzung des Lebens.

    Als Kontrast: Das Böse ist messbar.

  7. bloegi Says:

    Internet-Seite über die Quantenelektrodynamik-Vorlesung
    http://home.arcor.de/althand/qed.html
    erneut stark erweitert.

  8. bloegi Says:

    In der Marburger Uni konnte auch nach 1945 kaum jemand Prof werden, der nicht entweder selbst Nazi war oder gefühlvolle Beziehungen zu mindestens einem prominenten Nazi pflegte.

    Stammvater der Marburger theoretischen Nachkriegsphysik war Günther Ludwig. Es gibt stimmungsvolle Bilder von ihm mit Pascal Jordan, z.B. das hier:

    Der mit der dicken Brille war Jordan, der in der Mitte Ludwig.

    Ludwig arbeitete nach den Vorgaben seines Vorbilds Jordan hauptsächlich an den axiomatischen Grundlagen der Quantenmechanik. Davon ist jetzt schon wenig übrig.

    Mantra aller dieser Leute, angefangen von Heisenberg, war: „Die Quantenmechanik ist ein Formalismus. Die Quantenmechanik ist ein Formalismus. Die Quantenmechanik ist ein …“

  9. bloegi Says:

    Wolfram Research macht Teile seines Programms Mathematica in der wissenschaftlichen Such-Maschine WolframAlpha kostenlos zugänglich.

    Um beispielsweise den Graphen und die wichtigsten Formeln der zweiten Kugel-Besselfunktion zu ersehen, tippt man in die Maske von http://www.wolframalpha.com „j_2(x)“ ein. Um Graphen und Eigenschaften der Legendre-Polynome und der zugeordneten Legendre-Funktionen zu ersehen, tippt man in die Maske z.B. „LegendreP[3,x]“ bzw. „LegendreP[2,1,x]“ usw. ein.

  10. bloegi Says:

    DER SPIEGEL 26/1958 vom 25.06.1958, Seite 56

    Pascual Jordan, 55, Physikprofessor in Hamburg, CDU-MdB, wurde auf Grund seiner These, daß die Menschheit sich nach einer atomaren Katastrophe fünf Jahre lang unter der Erde aufhalten und mithin überleben könne, im Bundestag von SPD -Abgeordneten mit „Maulwurf“ tituliert.

  11. LeserIn Says:

    Einen historisch-wissenschaftlichen, nicht nur beschönigenden Bericht über Pascual Jordan hat Dieter Hoffmann aus dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte abgeliefert:
    Der gute Nazi: Pascual Jordan und das Dritte Reich
    ab S.85 in
    http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/Preprints/P329.PDF
    Darin lässt sich auch die nicht ganz so plumpe, nichtsdestoweniger opportunistische Rolle Heisenbergs ablesen.
    …………
    Ein makaberer Artikel in einem alten Spiegel 09.01.1967

    Überall Front

    Kaum hatten nämlich die Pastoren den Quantenmechaniker (Pascual Jordan) als Referenten angekündigt, brachte ihnen die Post neben Protestschreiben auch Photokopien von Artikeln Schweizer und deutscher Zeitungen ins Haus, die den Professor als Vertreter eines militanten Nationalismus auswiesen.

    So fanden die Kirchenmänner, daß Jordan

    * im Jahre 1957 das „Göttinger Manifest“ 18 bekannter Atomwissenschaftler, wie Otto Hahn, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker, gegen eine Atombewaffnung der Bundeswehr als Ausdruck schlichter „Unkenntnis der weitpolitischen Lage“ verworfen hatte;

    * auf dem Bundestag des „Stahlhelm“ im Jahre 1959 in Oldenburg gegen „weinerliche Entspannungsjournalisten und pazifistische Theologen“ gewettert und dem deutschen Volk „echten Frontsoldatengeist“ empfohlen hatte, denn im Kalten Krieg sei schlechthin „überall Front“.

    Da beauftragten die eidgenössischen Pfarrer auch noch den Züricher Naturwissenschaftler Heini Gränicher, frühere Jordan-Werke nach der nazistischen Vergangenheit des Physikers zu durchforschen.

    Naturwissenschaftler Gränicher erkundete. daß Jordan bereits als 33jähriger, zwei Jahre nach der NS-Machtergreifung, eine „tiefe Verwandtschaft“ zwischen der „seelischen Haltung“ des Gelehrten und dem Nationalsozialismus entdeckt hatte. Beide würden vom „Willen zur Macht“ geleitet.

    Sechs Jahre später, 1941, rühmte Jordan „Vierjahresplan, Aufrüstung und Krieg“, weil sie „der naturwissenschaftlichen Arbeit ihren festen Platz im völkischen Leben angewiesen“ haben. Und dem Nationalsozialismus bestätigte er, „wie sehr die Naturforschung in ihrer gegenwärtigen Aufgabenlage auf das Eingreifen des Nationalsozialismus geradezu wartet und angewiesen ist“.

    1943 entdeckte er in seinem Buch „Die Physik des 20. Jahrhunderts“ — im Exemplar der Hamburger Staatsbibliothek sind zahlreiche Seiten überklebt — den Führer Adolf Hitler in der Natur. Im mikrophysikalischen Steuerungszentrum der Zellen sah Jordan das Prinzip „der autoritären Führung“ in der gesamten Natur verwirklicht.

  12. Ulrich Brosa Says:

    Die Vorlesung über Quantenelektrodynamik ist seit dem 15.7.2009 zu Ende. Die StudentInnen haben die Vorlesung benotet. Sie haben mich zu meiner Empörung in drei Punkten schlechter bewertet als den restlichen Leerkörper und in nur siebzehn Punkten besser. Meine Stellungnahme dazu auf
    http://home.arcor.de/althand/quantenelektrodynamik.html ,
    wo sich auch ein Link auf das ‚Zeugnis‘ findet.

  13. LeserIn Says:

    Nachdem der Physiker Jan Hendrik Schön bei Fälschungen erwischt wurde, erkannte die Uni Konstanz ihm den Doktortitel nachträglich ab. … Schön hatte in Konstanz studiert und 1997 seine Doktorarbeit geschrieben. Später arbeitete er bei den Bell-Labors in den USA. Er war wegen seiner spektakulären Ergebnisse bereits als Kandidat für den Nobelpreis gehandelt worden und sollte Direktor bei der renommierten Max-Planck-Gesellschaft werden, bevor Bell 2002 zahlreiche ebenso spektakuläre Fälschungen enthüllte. … Schön publizierte zeitweise alle acht Tage einen wissenschaftlichen Artikel.

    Spiegel 28.10.09

  14. bloegi Says:

    Bekanntlich war Heisenberg Direktor des deutschen Atombomben-Projekts in Haigerloch, hat es aber nicht geschafft die Bombe zu bauen. Nach dem Krieg hat er verbreitet, er habe die deutsche Atombombe mit einer Art äußerst geschickter Sabotage verhindert. 1941 sei er nach Kopenhagen gefahren um Niels Bohr zu informieren, dass von dem deutschen Atom-Projekt keine Gefahr ausgehe und dass demzufolge die Feindstaaten auch keine Atombomben entwickeln müssten. Doch

    in einem 1957 oder 1958 abgefassten, aber nie abgeschickten Brief an Heisenberg schrieb Bohr: «Es hat großen Eindruck auf mich (…) gemacht, dass du und Weizsäcker eure sehr entschiedene Überzeugung zum Ausdruck gebracht habt, dass Deutschland siegen würde und es deshalb dumm von uns anderen sei, weiter auf einen anderen Ausgang zu hoffen.» Zu den für Bohr vorher völlig unbekannten Anstrengungen Deutschlands zum Bau einer Atombombe hieß es in dem Briefentwurf: «Du sprachst in vagen Wendungen, die mir den klaren Eindruck vermitteln mussten, dass man in Deutschland unter deiner Leitung alles tat, um eine Atombombe zu entwickeln. Und dass wir nicht über Details sprechen bräuchten, weil du so stark daran beteiligt gewesen seist und dich in den vergangenen zwei Jahren mit nichts anderem beschäftigt hättest.»

    http://www.chemie.de/news/d/8042/ und
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,181179,00.html

    Endsieger Heisenberg war Nazi.

  15. bloegi Says:

    Auf
    http://www.nba.nbi.dk/papers/docs/cover.html
    ist eine Sammlung von Briefen und Notizen erhältlich, die Niels Bohr, seine Frau Margarete, sein Sohn Aage und Werner Heisenberg geschrieben haben. Aus
    http://www.nba.nbi.dk/papers/docs/d01tra.htm
    und
    http://www.nba.nbi.dk/papers/docs/d06tra.htm
    geht hervor, dass der geniale deutsche Physiker Heisenberg ein Agent der nationalsozialistischen Machthaber war.

    Nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft und Deutschlands änderte sich Heisenbergs Ton
    http://www.nba.nbi.dk/papers/docs/d04tra.htm
    Der süße Heisenberg.

    • bloegi Says:

      Bei Youtube sind Ausschnitte aus einem kitschigen Film über Heisenbergs Besuch bei Bohr 1941 zu sehen:


      Pompöse Villa, pompöser Garten, markiger Heisenberg usw.. Alles Quatsch. Bohr war nicht reich. Das, was „Nils-Bohr-Institut“ genannt wurde, war äußerlich eher schäbig.

      Die wirkliche Frage „Warum haben Arnold Sommerfeld, Max Born und Nils Bohr einen unterstützt, der von Physik so viel verstand wie eine Kuh vom Flötespielen?“ wird nicht beantwortet. Die Antwort kann nur sein: Sommerfeld, Born und Bohr waren schwuler als Winnetou und Old Shatterhand. Heisenberg war in jungen Jahren ein schnuckliges Bubilein. Er ging mit Bohr wandern, übernachtete mit Bohr allein in einsamen Hütten und dergleichen. In
      http://video.google.com/videoplay?docid=-3325831859220140461#
      wird aus Liebesbriefen vorgelesen, die sich die beiden Süßen geschrieben haben.

  16. Prinzessin Neurotica Says:

    Ich fühlte mich von der Art Quantenmechanik über Matrizenmechanik und Vernichtungsoperatoren zu lernen attackiert, ohne benennnen zu können warum.
    Geschichtliche Kenntnisse hatte ich keine. Vielleicht kann jemand beschreiben – wie der nationalsozialistische Geist aus der Terminologie spricht.
    Oder leide ich nur unter einer Algebraneurose?

    • bloegi Says:

      Eine kurze Lebensbeschreibung des angeblichen Erfinders der Matrizenmechanik habe ich auf
      http://home.arcor.de/althand/quantenelektrodynamik.html#jordan zusammengestellt. Es ist eher kein Zufall, dass mensch bei den „Vernichtungsoperatoren“ an Auschwitz denkt. Hier ein Zitat:

      Die Jordan-Wigner-Transformation bildet die Spin-1/2-Operatoren auf Erzeugungs- und Vernichtungsoperatoren für spinlose Fermionen ab. Mithilfe der Transformation kann die Äquivalenz zwischen dem eindimensionalen Heisenbergmodell und spinlosen Fermionen auf einem eindimensionalen Gitter mit nächster Nachbarwechselwirkung gezeigt werden.

      Da sind wirklich alle Sicherungen durchgeknallt.

  17. Bill Parkyn Says:

    Dear Dr. Brosa

    I enjoyed your recent arXiv article on diffraction.

    I am interested in what you think of a very radical book on electromagnetism,
    ‚Old Physics for New‘, by Thomas E. Phipps, Jr.

    Dr. Phipps has been a long-standing critic of relativity and the foundations of electromagnetics, and I found this book as highly original as your own paper.

    Please take a look at his book, at
    http://redshift.vif.com/BookBlurbs/OldPhysics.htm
    and let me know if you find it of value.

    Sincerely yours

    Bill Parkyn
    Lomita CA
    MIT Class of ’66
    Optical Engineer (many patents)

    P.S.

    Incidentally, an associate of mine is well known to Emil Wolf, Born’s successor. I have met Emil, and found he was quite frosty about stochastic electrodynamics, which like you is a foundational critique of his work.

  18. Ulrich Brosa Says:

    Meine Arbeit über Lichtbeugung (Diffraction of Electromagnetic Waves) wird demnächst in Zeitschrift für Naturforschung A erscheinen. Der Artikel unterscheidet sich vom Preprint, der auf http://arxiv.org/abs/0911.3663 zur Verfügung steht, in einigen Passagen des Texts, nicht aber in den Formeln.

    Die Beugung des Lichts ist eines der prominentesten Phänomene der Physik. Eine erste, eher qualitative Theorie wurde etwa 1830 von Augustin Fresnel veröffentlicht. Um 1880 herum hat Gustav Kirchhoff den Versuch gemacht zu einer quantitativen Theorie zu gelangen. Kirchhoff hat mehrere bemerkenswerte Anregungen gegeben, doch in den Grundlagen und in der Durchrechnung ist Kirchhoffs Theorie falsch. Dennoch ist sie immer noch das, was in Lehrbüchern steht und in Vorlesungen vorgetragen wird. Es wird wohl zehn bis zwanzig Jahre dauern, bis die Lehrbücher umgeschrieben sind. Ich rechne auch mit wesentlich genaueren Experimenten als bisher und der Verbesserung optischer Geräte, vielleicht sogar mit neuartigen Instrumenten.

  19. Ulrich Brosa Says:

    Offizielle Bestätigung vom Verlag: Die Arbeit über die Beugung des Lichts wird als

    Diffraction of Electromagnetic Waves
    in
    Z.Naturforsch.65a, 1-24 (2010)
    http://www.znaturforsch.com/aa/v65a/c65a.htm

    erscheinen. Die Zeitschrift für Naturforschung hat mir zugestanden die pdf-Datei ihres Artikels wie Sonderdrucke zu verteilen. Wer diese pdf-Datei mit dem echten Z.Naturforsch-Artikel haben will, muss mir persönlich schreiben. Der Preprint ist nach wie vor bei http://arxiv.org/abs/0911.3663 erhältlich.

  20. bloegi Says:

    Richterliche Tätigkeit im Wissenschaftsbetrieb:

    In der Stammzellforschung locken schneller Ruhm und eine Menge Geld. 14 Wissenschaftler erheben jetzt in einem offenen Brief schwere Vorwürfe: Manche Wettbewerber nutzten ihre Gutachter-Rolle bei Fachmagazinen aus, um Beiträge von Konkurrenten zu blockieren.
    […]
    Das System wissenschaftlicher Publikationen basiert auf Selbstkontrolle, die von Fachmagazinen wie „Nature“ und „Science“ organisiert wird. Will ein Forscher eine Arbeit veröffentlichen, wird sie von Redaktion zunächst einigen Gutachtern vorgelegt – den sogenannten Peers. Ihr Urteil entscheidet maßgeblich, ob die Arbeit veröffentlicht wird oder nicht. Je bekannter ihr Name ist, desto mehr Einfluss haben sie.

    Das Problem beim Peer-Review-Prozess aber ist, dass die Gutachter selbst aktive Forscher sind – und damit eventuell Konkurrenten desjenigen, dessen Arbeit sie begutachten sollen. So könnten sie womöglich ihre Position missbrauchen, um missliebige Veröffentlichungen zu verzögern oder sogar zu verhindern.
    […]

    Spiegel 3.2.2010
    Im Wissenschaftsbetrieb ist es in einer Hinsicht noch übler als in der staatlichen Justiz: Die Urteile werden von Anonymen gefällt. Siehe dazu die Rubrik Anonyme Gutachten / Anonymous Reports auf http://home.arcor.de/althand/. Wenn ich von einem Verlag gebeten werde einen Report zu schreiben, bestehe ich darauf, dass mein Name den betroffenen Autoren übermittelt wird und zwar gerade dann, wenn ich den Artikel nicht zur Veröffentlichung empfehle.

  21. Ireneusz Cwirko Says:

    Könnten also die verschränkten Photonen mit einander sogar mit Überlichtgeschwindigkeit
    kommunizieren?

    Bell vermutete, dass das Verhalten der Photonen eben doch nicht zufällig sein kann und
    durch noch unbekannte, verborgene Eigenschaften der Teilchen hervorgerufen worden sind,
    die schon bei der Trennung der beiden verschränkter Photonen festlegt wurden.

    Die Quantenmechaniker eine übermächtige Gruppe innerhalb der Physik versucht uns einzureden, dass die „Bell’sche Ungleichung“ verletzt ist.

    Hier eine Lösung die durch ihre Einfachheit verblüfft.

    http://www.cwirko.de/Das%20einheitliche%20Konzept%20der%20Physik.pdf

  22. LeserIn Says:

    Warum hat Adolf nicht mit Atombomben um sich schmeißen können? Weil Werner zu dumm war. Er wollte einen Kernspaltungsreaktor aus Uran-Platten bauen:

    Der Grund für die unterschiedlichen Geometrien – Platte und Würfel – ist, dass die Deutschen zwei grundverschiedene Reaktordesigns getestet haben. „Die Uranplatte geht auf einen Entwurf von Werner Heisenberg selbst zurück“, sagt Mayer. Der Theoretiker hatte vorgeschlagen, spaltbares Uran und sogenannte Moderatoren wie Paraffin, Trockeneis oder Graphit übereinanderzuschichten. Solche Moderatoren bremsen die umherschwirrenden Neutronen ab. Sind sie langsamer unterwegs, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Urankernen eingefangen werden und weitere Kernspaltungen auslösen. Nur so kann es zu einer Kettenreaktion kommen. Der Nachteil von Heisenbergs Schichten-Anordnung war jedoch, dass man das spaltbare Material nicht aus allen Richtungen mit Neutronen beschießen konnte.

    Spiegel 19.03.09

    Heisenberg konnte keine parziellen Differenzialgleichungen lösen, nicht einmal die Diffusionsgleichung. Darum propagierte er die Schnapps-Idee mit den Platten und – an andere Stelle – die Unschärferelation.

  23. LeserIn Says:

    Friedrich v.Weizsäcker arbeitete mit Werner Heisenberg an der Atombombe für den FÜHRER. Überhaupt waren die v.Weizsäckers stets sehr aktiv:

    Eine unter Rot-Grün beauftragte Kommission hat recherchiert, dass das Auswärtige Amt viel stärker am Holocaust beteiligt war als bisher bekannt und räumt mit einer Legende nach 1945 auf.

    Historiker Conze sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass das Außenamt „an allen Maßnahmen der Verfolgung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der Juden von Anfang an aktiv beteiligt“ war. „Das Auswärtige Amt war eine verbrecherische Organisation„, so Conze.

    Der Bericht der Historikerkommission befasst sich auch auch mit der Rolle Ernst von Weizsäckers, der seit April 1938 Staatssekretär im Auswärtigen Amt war. Von Weizsäcker, Vater des späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, war offenbar 1936 direkt an der Ausbürgerung des Schriftstellers Thomas Mann beteiligt. Eine weitere zentrale Erkenntnis der Kommission betrifft die Zeit nach 1945. Den Beamten gelang es die Legende zu inszenieren, man habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst.

    Andererseits gelang es überzeugten Nazis nicht nur weiterhin in dem Amt zu arbeiten, sondern auch Strukturen aufzubauen, mit denen andere Ex-Nazis vor Strafverfolgung geschützt wurden. Vor allem die seit 1953 zum Auswärtigen Amt gehörende „Zentrale Rechtsschutzstelle“ betätigte sich, so Joschka Fischers Einschätzung, als „Täterschutzstelle“, die gesuchten Massenmördern wie Klaus Barbie half. …

    taz 24.10.10

  24. bloegi Says:

    Der LHC (Large Hadron Collider) in Genf kostet Milliarden. Die dort engagierten Wissenschaftler versuchen die gigantische Energie- und Geld-Verschwendung schönzureden:

    Physiker von der Vanderbilt University glauben, dass der mächtigste Teilchenbeschleuniger der Welt womöglich sogar als Zeitmaschine dienen kann. Bei den Kollisionen könnten demnach Teilchen entstehen, mit denen man eines Tages Botschaften in die Zukunft, aber auch in die Vergangenheit übermitteln könnte.

    „Zeitreisen waren schon immer ein ambitionierter Traum in der Science-Fiction“, schreiben Thomas Weiler und seine Kollegen in ihrer Arbeit, die bislang nur auf der Webseite arxiv.org publiziert ist. Dort laden Forscher neue Studien vor der eigentlichen Veröffentlichung in einem Fachjournal hoch, um darüber mit Kollegen in der ganzen Welt zu diskutieren.

    Spiegel 7.4.2011

    Mystifizierung hat sich schon immer gut verkauft, fast so gut wie Sex. Millionen Pfaffen haben davon gut gelebt. Auch in der Physik wurde Mystifizierung immer wieder gehandelt: Mesmerismus, die Quantenmechanik und nun die Zeitreisen mit dem LHC.

    Das Geld für den LHC ist rausgeschmissen.

  25. Ulrich Brosa Says:

    Am 28.3.2001 neue große Arbeit eingereicht:

    Electromagnetic Waves in Variable Media

    Sollte Auswirkungen auf die optische Industrie etc. haben.

    Früher hat man Preprints per Post an befreundete Kollegen geschickt. Heute deponiert man eine pdf-Datei auf dem Preprint-Server der Cornell University

    http://arxiv.org/abs/1104.1734

    Spart Papier.

  26. Ulrich Brosa Says:

    Gegenwärtig wird wieder einmal laut wegen der Lichtgeschwindigkeit gegackert. Es wird behauptet, sie sei die höchste aller erreichbaren Geschwindigkeiten und das könne gar nicht anders sein, weil der heilige Albert (Einstein) das verkündet habe. Jetzt aber sei – möglicherweise – gemessen worden, dass Neutrinos schneller als Licht laufen.

    Populäre Darstellung:
    Wankt Einsteins Relativitätstheorie?
    Messungen zeigen: Neutrinos übertreffen die Lichtgeschwindigkeit. Unmöglich, wenn Einsteins berühmte Formel stimmt. Fehler oder Sensation?
    http://www.zeit.de/wissen/2011-09/neutrinos-cern-licht

    Der Preprint:
    http://arxiv.org/abs/1109.4897

    Ob die aktuellen Messungen richtig sind, muss in anderen, unabhängigen Messungen überprüft werden. Im CERN und in ähnlichen Labors werden Milliarden Euro verbraten. Die Forscher brauchen marktschreierische Ergebnisse, um die unmäßigen Ausgaben als sinnvoll erscheinen zu lassen.

    Doch davon abgesehen verstehe ich die Aufregung nicht. Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist keine universelle Grenzgeschwindigkeit. Das ist seit langem klar. Sie gilt nur in der linearen Elektrodynamik und auch dort nur, wo es keine Dispersion gibt. Für die Gravitation hat Miguel Alcubierre eine Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen gefunden: eine Blase, die schneller als mit Lichtgeschwindigkeit durch die Gegend düst.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Alcubierre_drive
    Warum sollte die schwache Wechselwirkung, d.h. warum sollten Neutrinos Gesetze des Elektromagnetismus befolgen? Der Glaube an die Universalität der Lichtgeschwindigkeit kam Anfang des 20.Jahrhunderts auf, als man glaubte, alle Wechselwirkungen seien letztlich elektromagnetisch.

    Albert war anders als Werner kein Blödmann. Doch die Vergötzung Einsteins blendet viele.

    • nasqo Says:

      Einstein war ein weiser Mann. Seine These, „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“, wird von diesem „Naturwissenschaftler“ eindrucksvoll belegt:

      • bloegi Says:

        Wer es noch nicht weiß: „Flugscheibe“ oder besser „Reichsflugscheibe“ ist das Neonazi-Wort für „UFO“. „NSL“ bedeutet „Neuschwabenland“. Das ist ein Stück der Antarktis, wo jetzt der Führer mit den Reichsflugscheiben weilt, um zu gegebenener Zeit „Bombä mit Bombä zu vergelltänn“. Es kann aber auch sein, dass der Führer mit den Reichsflugscheiben auf dem Mond lauert.

        Wer ist Axel Stoll?
        http://psiram.com/ge/index.php/Axel_Stoll

  27. R. Meier Says:

    Bloegi, die Antwort ist doch ironisch gemeint? Neuschwabenland für alle anderen war ein Versuch von dem ich persönlich nichts glaube eines weiterhin Bestehens. Dafür gibt es grundlegende Überlegungen. Bis heute fand keiner die Einrichtung.

    Viel interessanter finde ich, dass die NASA mitteilt der Warp-Antrieb ist realisierbar. Wir wissen doch alle um das Problem der Energiequelle.

    • bloegi Says:

      R.Meier schrieb:

      die Antwort ist doch ironisch gemeint?

      Ich lasse Sie raten. Falls Sie sich bei höchster Autorität über Reichsflugscheiben informieren möchten:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsflugscheibe
      oder über NSL = Neuschwabenland:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Neuschwabenland
      Mutmaßlich wünscht W.Thierse die Schwaben alle dorthin.
      Wenn Sie mehr über den „Naturwissenschaftler“ Axel Stoll wissen wollen:
      http://www.google.de/search?q=axel+stoll
      Sie werden rasch finden, dass Stoll ein Fan des Templer-Ordens ist – mit dem hübschen kreuzartigen Logo, das in diesem Blog schon mehrmals kontrovers diskutiert wurde.

      Der Warp-„Antrieb“: Dahinter steckt eine exakte Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen, mit der eine Blase modelliert wird, die schneller als Licht durch den Raum saust. Ob diese Lösung realisiert wird oder werden kann, ist völlig offen. Es gibt andere exakte Lösungen, z.B. die Wurmlöcher (worm holes). In denen muss man gar nicht sausen, sondern kann ohne Zeitverlust beispielsweise von Tübingen nach Grenoble spazieren. Von den exotischen Lösungen der Einsteinschen Gleichungen scheinen bisher nur die Schwarzen Löcher realisiert zu sein – immerhin. Doch sogar nach Verwirklichungen banaler Lösungen wie den Gravitationswellen sucht man bisher vergebens.

      • R. Meier Says:

        Bloegi, als richtiger Naturwissenschaftler und mit jetziger Fortbildung in Physikbereichen Wellen, Optik und Elektrodynamik halte ich nichts von nazistischer Propaganda. Wer auf Youtube surft findet mehr solchen NSL Quatsch.
        Ich verstehe auch nicht, warum Sie mir den Link zu Herrn Stoll schreiben. Ich weiß über diesen Mann bescheid und würde nichts, was der erträumt und nachjagt glauben.

        Des weiteren würde ich mich sehr über eine Antwort meiner E-Mail freuen. Oder bin ich Ihnen ungewollt auf den Magen gegangen. Falls das zutrifft, entschuldige ich mich in aller Öffentlichkeit dafür.
        Im Moment beschäftige ich mich mit Vorträgen des Herrn Dr. Lesch aus München.

        Dann beschäftige ich mich mit den Erbauern eines Steingartens in den USA. Wie bewegte dieser Mann alleine 10T- bis 40T-Steine. Die Reporter in der Reportage gehen mir zu sehr in die Metaphysik. Es gibt da sicher eine solide physikalische Erklärung. Berechnung lässt sich machen wie viel Energie an Arbeit er braucht für das Anheben nur eines Steines bis zu einer bestimmten potentiellen Energie.😉

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