Hat der dicke Willi die Stadtallendorfer Moschee angezündet?

In der Nacht zum Montag, dem 23.3.2009, ist die Moschee in Stadtallendorf mit Brandsätzen beworfen und beschossen worden. Die Ermittlungen hat der Staatsschutz aufgenommen.

Den Marburger Staatsschutz (K10St in der PD Marburg) kenne ich. Er besteht aus dem Kriminalhauptkommissar Jakobi, dem KHK Bernd Müller und dem KOK Peter Seim. Es sind Verleumder, Rechtsbrecher und Gewalttäter, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Bei Ermittlungen des Staatsschutzes wird die Wahrheit nicht herauskommen.

Zum Glück weiß der Chef dieser Truppe, Volker Bouffier (CDU),

wer als Täter in Frage kommt und wer nicht.

1) Bouffier zum Verfassungsschutzbericht 2002:

Rechtsextremismus geht zurück … Hessen ist kein Tummelplatz für Rechtsextremisten …

Neonazis können es nicht gewesen sein. Die gibt es nämlich in Hessen – dank Bouffier und hessischem Staatsschutz – seit langem nicht mehr.

2) Bouffier zum Verfassungsschutzbericht 2006:

Vor allem Islamisten bedrohen nach Einschätzung des Verfassungsschutzes die demokratische Grundordnung.

Perfide wie diese Islamisten sind, sprengen die sogar eine Moschee ihrer Glaubensbrüder in die Luft. Trotzdem … irgendwie unwahrscheinlich … Wenn Al Qaida in Stadtallendorf zugeschlagen hätte, wären da nur noch Schutthaufen.

3) Bouffier zum Verfassungsschutzbericht 2008:

Die Linke unterhält in Darmstadt ein Büro, das sie sich mit der DKP und der Roten Hilfe teilt. Das enge Zusammenwirken von Organisationen, an deren demokratischer Verlässlichkeit gezweifelt werden darf, ist bereits im Verfassungsschutzbericht beschrieben worden. Die Partei «Die Linke» grenzt bei dieser Zusammenarbeit auch das gewaltbereite autonome Spektrum nicht aus – alles nachzulesen im aktuellen Verfassungsschutzbericht. Bedenklich muss uns auch stimmen, wenn Bewerber für den Landesvorstand der Linken sich damit brüsten, seit Jahrzehnten ein so genannter Autonomer zu sein bzw. für das marxistische Gedankengut einzutreten. Wenn der Fraktionsvorsitzende van Ooyen dann noch sagt, dass er als Erstes den Verfassungsschutz abziehen wird, der seine Partei beobachtet, dann belegt dieses nur das Missverständnis, das dort gegenüber den staatlichen Aufgaben gepflegt wird.

Endlich nennt Bouffier Ross und Reiter!

Links im Hintergrund Willi van Ooyen. Schnell laufen kann der nicht. Also der dann wohl auch nicht … oder doch? Volker Bouffier:

Im Vergleich verzeichnen wir deutlich mehr Gewalttaten durch Linksextremisten als etwa aus dem rechtsextremistischen Spektrum.

Interessant an der Linkspartei ist sowieso nur, wie viele V-Leute der Verfassungsschmutz in ihr schon untergebracht hat.

Da viele Leute Ironie nicht verstehen, will ich direkt beschreiben, was die obige Persiflage bedeutet: Bouffier hat dermaßen gegen Leute gehetzt, die ihn und seine Partei nicht wählen, dass überlegt werden muss, in wie weit er an Anschlägen wie jetzt in Stadtallendorf mitschuldig ist.

Ulrich Brosa


Nachtrag 31.10.2007: In WIN, einem Umsonst-Blatt der Oberhessischen Presse, fand sich am 17.10. folgende Notiz:

Vor wenigen Monaten nahmen Ahmet Turgut und Ahmet Harmurcu, die Vorsitzenden der türkisch-islamischen Gemeinde in Stadtallendorf, einen Entschuldigungsbrief entgegen. Darin entschuldigten sich zwei Stadtallendorfer für ihren versuchten Brandanschlag auf die Fatih-Moschee. Jetzt hat die Marburger Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Männer erhoben. Ihnen wird versuchte schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Die Männer hatten im März in betrunkenen Zustand versucht, an der Moschee Feuer zu legen. Außerdem durchschossen sie ein Fenster. Fremdenfeindliche Motive schließt die Staatsanwaltschaft weiterhin aus.

Auf die Frage, welches dann das Motiv gewesen sein könnte, antwortet die Staatsanwaltschaft Marburg: Die Männer seien betrunken und frustriert über ein verlorenes Fußballspiels ihres Lieblingsvereins Schalke gewesen. Nur zufällig hätten sie Schusswaffe und Brandsätze geholt und nur zufällig seien sie damit zur Moschee gezogen.

Staatsanwaltschaft (Wied und Konsorten) und Staatsschutz (Jakobi und Konsorten) sollen sich andere Dumme suchen, die ihnen ihre Lügen glauben. Rechtsbrecher Volker Bouffier hat seiner Polizei und Justiz vergattert die Anzahl der rechtsextremen Straftaten in Hessen auf Teufel komm raus niedrig zu halten. Behördliches Ergänzungsprogramm ist NPD-Nazis sind Schlachtschweine der Staatsnazis. Ein System von Trickser- und Heucheleien.

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22 Antworten to “Hat der dicke Willi die Stadtallendorfer Moschee angezündet?”

  1. Ma pol D. Pavlovic Says:

    Ja, leider wird die rechtsradikale Gefahr in Deutschland aus vielerlei Gründen heruntergespielt.

    Jüngst wurde offensichtlich dass sogar auf höchster politischer Ebene mit falschen Zahlen hantiert wird, was die Verbreitung des Rechtsradikalismus in Deutschland angeht. Das ahnten freilich politisch Aktive aller Couleur schon seit langer Zeit(!)

    Politiker haben prinzipiell das Interesse ihr Land als positives Beispiel darzustellen, sonst müßten sie ja zugeben zuwenig getan zu haben.
    Andererseits hätten sie sich ja rechtzeitig als ordentliche Antifaschisten betätigen können. Um dann die Lorbeeren einzuheimsen.

    Das das nicht passiert lässt befürchten, dass die rechtsnationale Ideologie viel weiter verbreitet ist und von der „politischen Mitte“ häufig mehr als nur toleriert wird.

    Doch was ist mit der Angst vor religiösem Fundamentalismus? Und den Rechtsradikalen die meinen ihre Gewalttätigkeit sei nur „die Stimme des stummen Volkes“?
    Gegen religiösen Fundamentalismus jeder Art hilft nur _Bildung_, d.h. polizeiliche und militärische Maßnahmen in Deutschland oder weltweit können in diesem Punkt nichts bewirken und auch keine Sicherheit herstellen. Schon garnicht Gewaltausübung gegen Religiöse und Moscheebauten. Gewalt befördert nur die Abwendung liberaler Muslime vom „westlichen Modell“.

    Wollte man effektiv etwas gegen religiöse Verblendung tun sollte in den Schulen unseres Landes ein verpflichtender Religionskunde-Unterricht eingeführt werden in dem neben der Kenntnis der Religionen dieser Welt gleichrangig deren Kritik gelehrt würde. Denn die Kenntnis der Kritik der Religionen die von ehrenwerten Philosophen formuliert wurden, sollten auch fundamentalistisch beeinflußte Kinder (christliche+islamische gleichermaßen) kennenlernen können. Z.Z. machen unsere Kinder in den Schulen eine „Diasporaerfahrung“ d.h. jedes lernt die über das Elternhaus zugedachte Religion für sich und damit die Religion als entzweiendes Element. Nicht als Verbindendes. Und das ist sehr schlecht für ein Gemeinwesen. Und erst recht ist es ein Unding wenn Atheisten – etwa 30% der deutschen Bevölkerung gehört keiner Kirche mehr an – auch noch muslimischen Religionsunterricht finanzieren sollen. Es ist ja schon untragbar genug den christlichen Religionsunterricht zwangsmitzufinanzieren. Ein Religionskundeunterricht für alle – verpflichtend – ohne Abmeldemöglichkeit sollte sowohl den Ethikunterricht als auch den konfessionellen Religionsunterricht ersetzen.
    Das wäre das, was Deutschland gegen religiöse Verblendung tun könnte.
    Zuerst sollten man in Deutschland aber den Rechtsradikalismus bekämpfen den der ist ein viel größeres Problem!

    Pressesache der HU zum Thema
    http://hu-marburg.de/homepage/presse/info.php?id=248#pressemitteilung

    MA pol D. Pavlovic

  2. Duckhome Says:

    Aufgelesen 134…

    ● Hat der dicke Willi die Stadtallendorfer Moschee angezündet?
    ● Die Inkasso-Abzocker
    ● Blicke ich in den Spiegel, sehe ich einen Gauner
    ● Deutschen Anlegern drohen Verluste in Texas
    ● HSH-Nordbank: Anleger gehen leer aus
    ● England: Z…

  3. Roland Schmidt Says:

    Als unabhängiger und überparteilicher Menschenrechtler lehne ich jede Art von Gewalt ab! (Ausnahme die Verteidigung bei Angriffe, welche gegen Frauen und Kinder gerichtet sind, bezw. wo man selber zur Zielscheibe von Gewalt wird.
    Ganz gleich, ob Moscheen angezündet werden, Kirchen oder Tempel, Brandstiftung ist und bleibt Brandstiftung.
    Ob Islam (Mohammadaner), Christen (Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Freigläubige, Sekten) oder allen voran die Juden; all diese Glaubernsgemeinschaften glänzen durch diktatorische Intolleranz. Jede dieser Glaubensrichtungen hat die „Wahrheit“ für sich alleine gepachtet, so hat es den Anschein.
    Das prominenteste Opfer jüdischer Intolleranz war bekanntlich der friedliche tiefgläubige Sozialrevolutionär Jesus Christus gewesen.
    Waren die Urchristen noch vom Geiste eines Christus getragen, so wurde 323 n.Chr. die katholische Kirche geboren, eine Staatskirche, vom Willen römischer Kaiser (Politik) abhängig. Wer sich verweigerte, der wurde vertrieben, gefoltert, ermordet. Darüber hinaus wurden „Heiden“ und „Juden“ zu Feinden erklärt. (Ritterkreuzzüge)
    So, wie sich diese soganannten „Staatschristen“ von der Arroganz der Juden (Auserwähltes Volk Gottes – ha ha ha) abwendeten, und in Konkurrenz traten, so bildete sich später das Islamistentum, und danach das Protestantentum usw.
    Selbst ein Luther hetzte gegen die Intolleranz der Juden und Katholiken, und was ist aus der protestantischen Kirche geworden? Richtig, immer schön Schmusekurs mit den jeweiligen Regierenden betreiben und feudal von Kirchensteuern leben.
    Was ich damit sagen will, Kirchen/Glaubensgemeinschaften provozieren derartige Gewalt.
    Ich versuche hier nur den Auslöser für diese Gewalt zu erklären, distanziere mich aber davor.
    Wer hier polemisch kritisiert, der muss sich halt auch fragen lassen, ob er/sie genau so kritisieren würde, wenn ein Tempel oder eine Kirche in Deutschland brennt. (?)

  4. bloegi Says:

    Kevin Schnippkoweit auf freiem Fuß:

    Focus 25.3.2009

    Der Haupttäter des Neonazi-Überfalls auf ein Jugend-Zeltlager in Nordhessen wurde trotz einer neuen Anklage vom Landgericht Kassel auf freien Fuß gesetzt. […]
    Trotz einer neuen Anklage hat das Landgericht Kassel den Haupttäter des brutalen Neonazi-Überfalls auf ein Jugend-Zeltlager in Nordhessen auf freien Fuß gesetzt. Kevin S. sei Anfang März aus der Haft entlassen worden, weil er gegen seine Verurteilung Revision eingelegt habe, sagte der Präsident des Landgerichts, Wolfgang Löffler, am Mittwoch.[…]

    Dem Gericht sei bei der Entscheidung nicht bekannt gewesen, dass die Staatsanwaltschaft Marburg am 16. Februar eine weitere Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Raubes gegen Kevin S. erhoben hat, erklärte der Gerichtspräsident. Darin wird dem 19-Jährigen und neun weiteren Personen vorgeworfen, in Frielendorf-Todenhausen bei Marburg linke Jugendliche bei einem Jugendclub überfallen zu haben.

    Dabei sollen sie einen Zeugen mit Steinen am Rücken und der Achillessehne verletzt haben, wie Staatsanwältin Annemarie Wied sagte. Anschließend sei das Opfer an den Haaren über die Straße gezogen und dabei getreten worden. Kevin S. solle bei dem Überfall zudem ein Handy geraubt haben. […]

  5. Ma pol D. Pavlovic Says:

    In der Taz las ich vor einigen Tagen, dass der Verfassungschutz die Zahl der Rechtsextremen insgesamt viel zu niedrig ansetzte. Das ging vielfach durch die Presse, hier nur ein Beispiel:

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/%5Cnatuerlich-stimmt-das%5C/

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,614102,00.html

  6. bloegi Says:

    Hessischer Rundfunk 27.3.2009:

    Nach dem Anschlag auf eine Moschee in Stadtallendorf hat die Polizei am Freitag zwei Verdächtige gefasst. Beide haben die Tat gestanden.
    Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei erwachsene Deutsche aus dem östlichen Kreis Marburg-Biedenkopf, sagte ein Sprecher der Polizei hr-online. Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es bislang nicht. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der Männer seien mehrere Schusswaffen sichergestellt worden. Diese würden untersucht. […]
    Nach Aussage der geständigen Männer waren sie bei der Tat stark betrunken. Der Polizei erklärten sie, sie seien wegen eines verloren gegangenen Fußballspiels ihres Vereins verärgert gewesen. Die Stimmung habe sich hochgeschaukelt. Anschließend hätten sie ihren Frust an der Moschee ausgelassen.

    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36090&key=standard_document_36668682

    Das sind die typischen Lügengeschichten der Marburger Polizei. Denen ist die Lüge zur zweiten Natur geworden; sie können es nicht lassen.

    Die Täter sind mit präparierten Brandsätzen und mindestens einer Schusswaffe extra zur Moschee gegangen. Doch der Polizeisprecher, wahrscheinlich Ahlich, meint behaupten zu dürfen: Die Täter seien wegen eines verloren gegangenen Fußballspiels ihres Vereins verärgert gewesen; Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe es bislang nicht.

    Wie dumm muss der sein, der glaubt anderen solche Bären aufbinden zu können.

    Dichter an der Wahrheit ist folgender Kommentar:

    Hinter dem Anschlag vermuten Bürgerrechtler fremdenfeindliche Ideologen, die die Stadtallendorfer Muslime damit möglicherweise einschüchtern wollten. Gerade in dieser Gegend sind erzkonservative und rechte Gesinnungen nicht selten anzutreffen.
    Zwar hatte es seit dem Bau der Moschee 2004 bislang keine fremdenfeindliche Aktion oder Proteste gegen die Moschee gegeben. Aber das Klima zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Stadtallendorf ist auch nicht ohne Spannung: Im Stadtparlament sind zum Beispiel die rechtsgerichteten Republikaner vertreten.

    http://islam.de/11784.php Donnerstag, 26.03.2009

    Der heimische Vorsitzende der extrem fremdenfeindlichen Republikaner ist ein Beamter der Marburger Polizei, Manfred Thierau. Weitere Polizeibeamte, darunter der so genannte Staatsschützer Seim, sympathisieren mit den Republikanern.

  7. Stefan Wehmeier Says:

    Der kollektive Wahnsinn der Religion – unabhängig vom so genannten Glauben – ist nicht die Ursache allen Übels, sondern die Erbsünde. Die Religion sorgt „lediglich“ dafür, dass das dumme Volk nicht weiß, was die Erbsünde ist, wobei die „modernen“ Priester das selbst nicht mehr wissen. Wüssten sie es, könnte ihnen niemand mehr vergeben:

    http://www.deweles.de/files/apokalypse.pdf

  8. bloegi Says:

    Habe die Datei apokalypse.pdf gerade durchgesehen. Sehr interessant. Sie enthält zahlreiche moderne Deutungen alttestamentarischer Begriffe. Z.B.:

    Jahwe (Gott) = Investor
    Erbsünde = Privatkapitalismus

    und als Spitze die ökonomische Deutung der Offenbarung des Heiligen Johannes.

  9. LeserIn Says:

    Knapp sieben Monate nach dem Brandanschlag auf eine Moschee im mittelhessischen Stadtallendorf hat die Staatsanwaltschaft Marburg Anklage gegen zwei Männer erhoben. Dem 22-Jährigen und dem 19-Jährigen werden versuchte schwere Brandstiftung, Sachbeschädigung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. …

    BILD 15.10.09

    Es ist merkwürdig, dass BILD und nur BILD diese Meldung im Internet veröffentlicht hat.

    Es ist bemerkenswert, was „Mut gegen rechte Gewalt“ von den Ermittlungen hält:

    Es klingt nach Heuchelei. Zwei Schalke-Fans haben sich dafür entschuldigt, im hessischen Stadtallendorf auf eine Moschee geschossen und Brandsätze geworfen zu haben. Eine Woche nach der Tat liegt ein Geständnis der beiden Fußballfans vor – die auch Schusswaffen zu Hause horteten. Angeblich habe Fremdenfeinlichkeit keine Rolle gespielt, beschwichtigen inzwischen auch die Behörden. Die beiden Täter hätten sich aus Fußball-Frust abreagiert, warum sie aber deshalb nachts zielgerichtet die Moschee heimsuchten, bleibt nebulös. …
    Die Marburger Staatsanwaltschaft stuft den Anschlag nunmehr als eine „Spontantat“ ein. Es stehe „keine rechtsextremistische Organisation dahinter“, betonte Staatsanwältin Annemarie Wied. …
    Von Fremdenfeinlichkeit ging jetzt auch die Polizei nicht mehr aus. „Die beiden eigenen Angaben zufolge zur Tatzeit erheblich alkoholisierten und wegen eines verloren gegangenen Fußballspiels ihres Vereins verärgerten und aggressiven Männer ließen ihren Frust an der Stadtallendorfer Moschee aus“, resümierte die Polizei. Die Tat sei „den bisherigen Erkenntnissen nach nicht fremdenfeindlich motiviert“ gewesen sei, so wurde Polizeisprecher Martin Ahlich am Freitag auf Nachfrage der Oberhessischen Presse zitiert.

    Mut gegen rechte Gewalt 28.03.09

  10. antifa-aktionen Says:

    Es klingt nach Heuchelei. Zwei Schalke-Fans haben sich dafür entschuldigt, im hessischen Stadtallendorf auf eine Moschee geschossen und Brandsätze geworfen zu haben. Eine Woche nach der Tat liegt ein Geständnis der beiden Fußballfans vor – die auch Schusswaffen zu Hause horteten. Angeblich habe Fremdenfeinlichkeit keine Rolle gespielt, beschwichtigen inzwischen auch die Behörden. […]

  11. NPD-Nazis sind Schlachtschweine der Staatsnazis « bloegi Says:

    […] Hat der dicke Willi die Stadtallendorfer Moschee angezündet? […]

  12. LeserIn Says:

    Aus Bouffiers neuestem Verfassungsschutzbericht:

    Die Partei „DIE LINKE.“ wird auch künftig vom hessischen Verfassungsschutz beobachtet. Sie vertritt weiterhin Ziele, die mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sind. Mit Blick auf den hessischen Landesverband der Partei bleibt festzustellen, dass extremistische Zusammenschlüsse wie die „Kommunistische Plattform der Partei DIE LINKE“ (KPF), die „Antikapitalistische Linke“ (AKL) und die „Sozialistische Linke“ (SL) in der Partei unverändert aktiv sind. Ebenso arbeitet sie auch mit anderen linksextremistischen Organisationen zusammen.

    fuldainfo 27.04.10

    Der hessische Verfassungsschutz beobachtet aber nicht Volker Bouffier, seine Tankstellen-Connection und die CDU.

  13. LeserIn Says:

    Richter Braun vom Marburger Amtsgericht hat die Brüder, die die Stadtallendorfer Moschee angezündet und beschossen haben, zu Bewährungsstrafen verurteilt:

    … Das Gericht verurteilte die beiden Arbeiter deshalb zu einer Freiheitsstrafe von 18 und 22 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem müssen die Militaria-Fans insgesamt 3500 Euro an eine christlich-muslimische Friedensinitiative zahlen und dürfen während der Bewährungszeit nicht mit Waffen umgehen.

    Als Motiv hatten die Männer zunächst nur angegeben, dass sie viel getrunken und sich über ein Bundesliga-Fußballspiel geärgert hätten. Richter Jens-Daniel Braun reichte das nicht: „Die Niederlage von Schalke 04 in allen Ehren“ – die Tat sei damit nicht erklärt. Aber auch ein „verfestigtes rechtsradikales Weltbild“ konnte das Gericht nicht feststellen. …

    Frankfurter Rundschau 19.05.10

    Die Tat ist also nicht aufgeklärt worden. Verhindert wurde die Aufklärung einmal mehr von der Marburger Staatsanwaltschaft:

    Laut Marburger Staatsanwaltschaft handelte es sich um eine „Spontantat“, hinter der keine rechtsextremististische Organisation stehe.

    Evangelischer Pressedienst

    Fast alle fremdenfeindlichen Straftaten in Hessen werden verübt, ohne dass die NPD dahinter steht. Leider nennt niemand den Namen des Staatsanwalts. Zuständig ist jedenfalls der Oberstaatsanwalt Hans Jörg.

    Deutlich ist der Hinweis auf die „Militaria-Fans“. Die Täter sind also Schusswaffen-Liebhaber, was praktisch immer mit extremer Fremdenfeindlichkeit einher geht.

  14. LeserIn Says:

    Gummibärchen bedrohen Roland Koch:

    Bei der Eröffnung des 50. Hessentags in Stadtallendorf bei Marburg hatten sich am Freitag rund 80 Studenten unter die Gäste gemischt und den scheidenden Landesvater mit lautstarken Zwischenrufen und einem Pfeifkonzert immer wieder unterbrochen. Der CDU-Politiker schrie daraufhin am kräftig aufgedrehten Mikro gegen die Störer an … Auch wenn vereinzelt Gummibärchen in Richtung Bühne geworfen wurden, drohte die Lage laut Polizei zu keinem Zeitpunkt außer Kontrolle zu geraten. Festnahmen habe es zunächst keine gegeben, dafür seien von zwei Werfern jedoch vorsorglich die Personalien festgestellt worden. …

    Frankfurter Rundschau 28.05.10

  15. Andreas E. Says:

    Allmählich wird es echt lächerlich!
    Gummibärchen auf RoKo, was kann es schlimmeres geben?
    Das ihn jemand anzündet etwa?
    :-))

  16. LeserIn Says:

    Die FAZ hat Volker Bouffier, den ultimativen hessischen Superman, so charakterisiert:

    Bouffier und die Hessen-CDU
    Jung, weiblich, modern und konservativ

    FAZ 11.6.2010

    Wer hätte das gedacht? Im zarten Alter von 58 Jahren transsexuell!

  17. bloegi Says:

    Ein Bericht über die ländliche Idylle aus dem heimischen Blättchen WIN vom 11.9.2010:

    Zunächst war die 46-jährige Türkin den beiden Männern im Supermarkt begegnet. Später kreuzten sich ihre Wege noch einmal auf dem Heimweg. Die beiden Männer fragten die Frau nach ihrer Staatsangehörigkeit. Als sie ihnen sagte, dass sie Türkin sei, beleidigten die Männer sie massiv. Einer der Männer zog ein Pfefferspray und sprühte mehrmals in Richtung der 46-jährigen […] Die Täter sind zwischen 18 und 20 Jahren alt. Polizeisprecher Martin Ahlich sprach am Donnerstag auf Anfrage der OP von einem Einzelfall im Kreisgebiet.

    Zu Ahlich: http://www.althand.de/polsprech.html
    Zu Kirchhain: http://www.althand.de/kirchhain.html
    Kirchhain und Stadtallendorf sind schätzungsweise 8 km voneinander entfernt.

  18. Ulrich Brosa Says:

    Vielleicht hat er zu viel Nutella geluscht:

    Der Co-Chef des italienischen Schokoladen-Imperiums [Ferrero] ist bei einem Infarkt während einer Geschäftsreise in Südafrika ums Leben gekommen.

    Er sei vermutlich deswegen vom Fahrrad gefallen und gestorben, so die Turiner Tageszeitung „La Stampa”.
    […]
    Der Konzern zählt inzwischen 18 Produktionsstätten weltweit, darunter im hessischen Stadtallendorf, und beschäftigt mehr als 21 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2009/2010 betrug der Jahresumsatz 6,6 Milliarden Euro, ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Bild 18.4.2011

    Ferrero glänzte in Stadtallendorf hauptsächlich durch seine glänzenden Beziehungen zum korrupten Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU).

    http://www.althand.de/haksta1.html
    http://www.althand.de/gift.html

  19. LeserIn Says:

    Neubau einer Moschee in Marburg

    „Das wird eine deutsche Moschee“, sagt Bilal El-Zayat, der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde in Marburg. Sie hat kein Minarett, keine Kuppel und keinen Muezzinruf. „Wir haben auf alles verzichtet, was provozieren könnte“, sagt der Oberarzt im Uni-Klinikum. Gepredigt wird ohnehin auf Deutsch.

    Trotzdem hat die Moschee auch Feinde: In den vergangenen Wochen wurden Hunderte Flugblätter in Marburg verteilt, in denen mit einer obszönen Zeichnung zur „öffentlichen Beschneidung“ des angeblich kürzlich zum Islam konvertierten Oberbürgermeisters Egon Vaupel eingeladen wurde. … Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen übler Nachrede und Verleumdung.

    FR 19.06.13

    Da werden die Marburger Staatsschützer unter OStA Jörg einmal mehr beweisen können, wie antinazistisch sie sind.

  20. bloegi Says:

    Dem Artikel der Frankfurter Rundschau ist nicht zu entnehmen, worin die „üble Nachrede“ oder gar die „Verleumdung“ bestehen soll.

    Selbst wenn es nicht wahr ist, dass Vaupel zum Islam konvertiert sei, ist diese Behauptung nicht ehrwidrig. In der Nazi-Zeit war die Bezeichnung „der Beschnittene“ ein Schimpfwort, gegenwärtig aber nur eine wertfreie Behauptung. Zum Bestand des Islam gehört die Beschneidung übrigens nicht. Sie ist nur ein morgenländischer Brauch.

    Wertfreie Behauptungen sind allerdings auch, dass einer Atheist und/oder getauft worden sei.

    • R. Meier Says:

      Die Schwierigkeit besteht bei mir auch. Vermutung es liegt keine üble Nachrede vor. Das Verfahren kann nach einer kurzen Prüfung eingestellt werden. Der Delinquent sollte die Anzeigeerstatter anzeigen …

      • bloegi Says:

        Der „Deliquent“, d.h. derjenige, welcher das Flugblatt verfasst hat, ist mir auch nicht sympathisch. Es gibt so viele Kirchen in Marburg, warum nicht auch eine Moschee? Mich ekelt nur das Getue von wegen „die Staatsanwaltschaft ermittelt …“

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