Grüner Filz in Marburg

Die Frau des gegenwärtigen Marburger Bürgermeisters Franz Kahle, eine 29-jährige namens Nadine Bernshausen, betätigt sich jetzt als Richterin in Marburg. Bernshausen war vorher in Gießen stationiert.

Der Grüne Kahle war auch Richter, bevor er Bürgermeister wurde. Kahles Wechsel war verständlich, da Justizangehörige doch nur Marionetten der Herrscher sind. Allerdings ist auch ein Bürgermeister nicht viel, weil er in Marburg, so klein es ist, vom Oberbürgermeister dominiert wird. Kahle hat trotzdem um jeden Preis berühmt werden wollen und schaffte es, indem er die Marburger Solarsatzung durchboxte.

So ungefähr sieht Kahle jetzt auch aus.

Es ist fraglich, ob es überhaupt etwas gibt, wovon Juristen etwas verstehen. Mit naturwissenschaftlichen Problemen sind sie hoffnungslos überfordert: Kahle will den Marburger HauseigentümerInnen befehlen auf ihren Dächer so genannte thermische Solaranlagen aufzuschrauben. Diese Dinger sind ineffizient, in Anbetracht ihrer Leistung maßlos überteuert, so dass man, wenn man Heizkosten sparen will, sein Haus besser isoliert.

Die Versetzung der Bürgermeistersrichterin in die Stadt der Gatten-Regentschaft hat der CDU-Justizminister Banzer zu verantworten. Sobald sich Parteien einigermaßen etabliert haben und nicht mehr ganz verdrängt werden können, verpflichten sie sich gegenseitig durch kleine Geschenke – immer natürlich auf Kosten anderer.

Zum Schluss etwas Versöhnliches: eine Gerichtsverhandlung in Marburg. Links auf dem Podest der Protokollführer, in der Mitte der Richter und rechts die Staatsanwältin in der Robe:

Alles falsche Schweine (Mono für Alle)

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29 Antworten to “Grüner Filz in Marburg”

  1. Florian Says:

    Frage:
    Wir haben einen merkwürdigen Bürgermeister, der etwas duchboxt, und wir haben dessen Ehefrau, die nach Marburg versetzt wird. Aha !

    Was aber hat eine Zivilrichterin mit der Verwaltung zu tun?

  2. bloegi Says:

    Nadine B. wird in Marburg vorerst nicht als Zivilrichterin figurieren, obwohl schon das bedenklich genug wäre, da ihr Gatte Franz K. auch zivil prozessiert. Kahle streitet sich mit seinem Vermieter.

    Dass Richter und sonstige Honoratioren eines Orts miteinander verbandelt sind, ist völlig indiskutabel. Worauf es hinausläuft, sehen wir im Fall des Ehepaars Pasker
    https://bloegi.wordpress.com/2009/01/17/richter-hans-uwe-pasker-im-seminar-fur-fuhrungskrafte/

    Hier noch ein nettes Filmchen über die Abgeordnete Hiltrud Breyer der Grünen im Europa-Parlament:

    Es hat nur ein paar Jahre gedauert, bis die Grünen genauso korrupt wurden wie ihre Kollegen in den anderen Parteien.

  3. LeserIn Says:

    Bündnisgrüne Elke Siebler verdünnisiert sich.

    Marburg. Die Marburgerin war bei der Bundestagswahl 2005 und der Landtagswahl 2008 die Direktkandidatin ihrer Partei.

    Siebler zieht sich enttäuscht aus der Arbeit im Kreisausschuss zurück. Sie sehe keine Möglichkeit mehr, in dem Gremium „linke frauenpolitische Ziele umzusetzen, während die grüne Politik im Kreis zunehmend neoliberal wird“, sagte sie.

    http://www.op-marburg.de/newsroom/lokal/dezentral/lokal/art655,828537

    ——————

    Angelika Beer schmeißt Parteibuch weg.

    Bad Oldeslohe – „Ich bleibe Grüne – aber ohne Parteibuch“, sagte Angelika Beer bei ihrer tränenreichen Abschiedsrede. Die ehemalige Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete der Grünen ist ausgetreten – und gab dies ausgerechnet beim Parteitag der schleswig-holsteinischen Grünen in Bad Oldesloe bekannt…

    Beer gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grünen und war von 2002 bis 2004 Parteichefin. Vor den Delegierten ihres Landesverbandes kritisierte sie die Partei heftig. Während ihrer Zeit in Europa habe sie sich mehr und mehr von den deutschen Grünen entfernt, denen es „nur noch um das Erringen der Macht“ gehe.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,616062,00.html

  4. bloegi Says:

    Noch jemand, der die Grünen nicht mehr gut findet und das begründet:

    http://einmachglas.wordpress.com/2009/06/23/bundnis-90-die-grunen-meine-austrittserklarung/

  5. LeserIn Says:

    Das Grünen-Urgestein Barbara Rütting hat sich entschlossen, aus der Partei auszutreten. … Die Fraktionsvorsitzende Renate Künast hat vor laufender Kamera einen Fisch totgeschlagen. Es sollte ein lustiger Auftritt werden so kurz vor der Bundestagswahl. Zusammen mit anderen Politikern unterzog sich Künast bereits im August dem „Politiker-Praxistest“ bei der ARD und wurde auf einen Bauernhof geschickt. Dort gehörte auch Angeln zu ihrer Aufgabe. Den Fisch erschlug sie anschließend selbst mit einem Holzknüppel.

    Die langjährige Grünen-Abgeordnete und Alterspräsidentin des bayerischen Landtags, Barbara Rütting, konnte nicht fassen, was sie da gesehen hatte. „Das ist ungeheuerlich, ich bin fassungslos“, kommentierte sie auf ihrer Internetseite. …

    RP-Online 23.09.09

    http://barbara-ruetting.de/home/

    Künast schlägt zu:

    Künast bekommt in der Bundestagskantine genug zu essen.

  6. Max Says:

    Betrifft die Listenaufstellung der Grünen zur Kreistagswahl am 27. März 2011 im Landkreis Marburg-Biedenkopf:

    Frau Bernshausen sei das Buch „Richteramt und Kommunalmandat“ von Ralf Bernhard, erschienen bei Duncker & Humblot im Jahre 1983, mal als Gute-Nacht- bzw. Bett-Lektüre empfohlen.

    Darüber hinaus sollte sich die liebe Frau Bernshausen auch § 4 Abs. 1 des Deutschen Richtergesetzes (DRiG) in Erinnerung rufen, wonach ein Richter (bzw. hier eine Richterin) Aufgaben der rechtsprechenden Gewalt und Aufgaben der gesetzgebenden oder der vollziehenden Gewalt nicht zugleich wahrnehmen darf.

    Fazit: Kreistagsmandat is‘ nicht!

  7. LeserIn Says:

    Lustige Internetseite der Projektwerkstatt:

    Filz und Anbiederung im Umweltschutz
    Endlich auch angekommen im Ökobereich … sexistische Werbung

    Die Frau auf dem Beispielbild für sexistische Werbung im Ökobereich sieht aber besser aus als Nadine Bernshausen, ist wahrscheinlich keine Richterin:

    http://www.projektwerkstatt.de/aes/allgem.htm

  8. bloegi Says:

    Ziemlich grausige Meldung bei Fefe. Die Bundesregierung schafft eine luxuriöse neue Flugzeug-Flotte für sich selbst an. Das geschieht mit RÜCKENDECKUNG durch die GRÜNEN:

    „Die neuen Flugzeuge werden sehr teuer sein, aber diese Investition ist vollig berechtigt. Es ist fast peinlich zu sehen, wie die Staatsoberhäupter einer der reichsten Volkswirtschaften der Welt mit antiquierten Flugzeugen herumfliegen“, sagte der Bündnisgrüne Winfried Hermann, der dem parlamentarischen Transport-Kommittee vorsitzt.

    Die neuen Flugzeuge sind nicht nur neu, sie sind

    die luxuriösesten Firmen-Flugzeuge, die jemals gebaut wurden.

  9. Bundesverfassungsgericht und Gewaltentrennung « bloegi Says:

    […] Gerichtsherren oder oberste Gerichtsfrauen. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf will die Richterin Nadine Bernshausen (GRÜNE), deren Gatte der Marburger Bürgermeister Kahle ist, nun auch in den Kreistag einziehen. [4] […]

  10. LeserIn Says:

    Jutta Ditfurth über die Grünen als politische Partei:

    Die Grünen sind Meister in der Kunst des Verrats. … sie wollen nur genau so viel Protest, wie sie brauchen, um in die Regierung zu kommen …

    SPIEGEL 20.02.11

  11. LeserIn Says:

    Wer sich heftig ekeln will, findet ein paar Fotos vom gegenwärtigen ‚Joschka‘ Fischer beim Handelsblatt 04.03.11

    Vom Grünen zum (Unternehmer-)Berater: Für diese Firmen arbeitet Joschka Fischer

    Als RWE-Berater setzt sich Fischer für deutsche Energie-Interessen im Pipeline-Projekt Nabucco ein. Doch das ist nicht das einzige Engagement des Ex-Außenministers. Ein Überblick, wen Fischer alles berät.

  12. Richter bekämpfen « bloegi Says:

    […] Was man das schafft, führt jedoch keine Partei vor, auch nicht die LINKE und erst recht nicht die GRÜNEN. Die beste Anleitung kommt von einer kleinen Internet-Zeitung mit dem merkwürdigen Namen Neue […]

  13. bloegi Says:

    Eine – sehr unvollständige – Liste von Leuten, die aus den GRÜNEN ausgetreten sind, befindet sich auf

    http://www.gruenezeitung.de/popo/austritt/liste.html

    Die Geschichte mit den Bündnisgrünen ist insofern interessant, als diese Partei zuerst mit dem Anspruch aufgetreten ist, viel grundsätzlich anders zu machen als CDU, SPD, FDP etc., dann aber innerhalb weniger Jahre von Karrieristen aufgerollt wurde. Besonders letal war Josef Martin Fischer, der so genannte Joschka. Viele sind auf den reingefallen.

  14. Kommunalwahlen in Hessen « bloegi Says:

    […] stark positioniert. Daher besonders erfreulich: Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Marburg hat der GRÜNE Bürgermeister Kahle, Chef der Marburger GRÜNEN, ein (Ex-)Richter, Gatte der Richterin Nadine Bernshausen, […]

  15. LeserIn Says:

    The Rocky Horror Joschka Show

    Jede noch so schändliche Politik wird seit vierzig Jahren den Menschen als gesunder Pragmatismus verkauft und dieser als „Ende der Ideologien“ gefeiert. … Dies scheint uns das Geheimnis von Pepe Danquarts Film Joschka und der Herr Fischer zu sein, dem das wohl unfreiwillige Verdienst zugesprochen werden muss, ohne auch nur eine einzige kritische Frage die politische Essenz des ehemaligen Grünen-Ministers auf den Punkt gebracht zu haben.

    telepolis 22.05.11

    „Joschka“ wollte halt Karriere machen.

  16. LeserIn Says:

    André Stephan (31), Wahlkampfmanager der Grünen-Spitzenkandidatin für das Berliner Bürgermeister-Amt, ist heute früh um 4 Uhr in Berlin volltrunken am Steuer festgenommen worden.

    Bei seiner Festnahme soll er erheblichen Widerstand geleistet und um sich getreten haben. Dabei soll ein Polizist verletzt worden sein. Mehrere Beamte sollen nötig gewesen sein, um den Grünen-Politiker ruhigzustellen. Stephan soll sogar versucht haben, zu Fuß zu flüchten.

    Dem Politiker mussten Handfesseln angelegt werden.

    Zivilbeamte waren auf den VW-Polo des Politikers aufmerksam geworden, der vor einer Ampel stand und auch bei Grün nicht losgefahren ist. Die Beamten sollen den Politiker dann geweckt haben.

    Renate Künast hat heute gleich die Konsequenzen gezogen und hat Stephan gefeuert.

    BILD 29.06.11

    Künast will einen Rivalen kaltstellen. „soll er erheblichen Widerstand geleistet und um sich getreten haben. Dabei soll ein Polizist verletzt worden sein“. Bessere Sympathie-Werbung kann sich dieser Herr Stephan nicht wünschen. Er kann Bundeskanzler werden.

  17. LeserIn Says:

    Grüner Hanf

    Nach dem Fund mehrerer Hanfpflanzen im Büro des Kreisverbandes der Grünen in Gera hat die CDU eine konsequente Aufklärung durch die Grünen und notfalls auch den Rücktritt ihrer Parlamentarischen Geschäftsführerin, Astrid Rothe-Beinlich, gefordert.

    Die Polizei hatte am Dienstag mehrere Hanfpflanzen aus Blumenkästen sicher gestellt, die sich vor dem Büro des Kreisverbandes der Grünen in Gera befanden. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet. Es soll sich aber um so genannten Industriehanf handeln, der keine berauschenden Substanzen besitzt.

    Thüringer Landeszeitung 29.06.11

    Noch ein Publicity-Gag der Grünen. Wenn es wirklich nur Industriehanf war, muss das Ermittlungsverfahren eingestellt werden.

  18. bloegi Says:

    Ministerpräsident von Baden-Württemberg ist nun der Grüne Winfried Kretschmann, Mitglied im Diözesanrat der Erzdiözese Freiburg und und und im Schützenverein Laiz. Er ist oberster Dienstherr der BW-Polizei und aller BW-Staatsanwaltschaften.

    Razzia bei Gegnern von Stuttgart21

    […] Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben am Donnerstag Bild- und Videomaterial von Gegnern des Bahnhofsprojekts Stuttgart21 beschlagnahmt. Am frühen Morgen hatten die Ermittler Hausdurchsuchungen im Stuttgarter Büro der radikalen ‚Parkschützer‘-Gruppe und in der Privatwohnung ihres Sprechers Matthias von Herrmann angekündigt. Mit einem Durchsuchungsbefehl kamen um kurz nach sieben Uhr acht Polizisten und zwei Vertreter der Staatsanwaltschaft zu der Wohnung, trafen aber Herrmann dort nicht an. […] Die Parkschützer warfen der Polizei eine ‚dreiste Kampagne‘ vor. ‚Die Parkschützer sollen hier kriminalisiert werden‘, sagte Herrmann. […] Herrmann wies darauf hin, dass die verlangten Videos alle im Internet bei ‚YouTube‘ zu sehen seien. […]

    Süddeutsche Zeitung 8.7.2011

    Immerhin ist v.Herrmann bei der Durchsuchungsaktion nicht verprügelt worden.

  19. LeserIn Says:

    Die BerlinerInnen haben als erste kapiert, dass die Grünen nur noch KarrieristInnen sind:

    Die Chancen von Renate Künast, Klaus Wowereit zu beerben, schwinden immer mehr. Zwei Wochen vor der Wahl in Berlin sind die Grünen in einer Umfrage kräftig abgesackt und liegen nun hinter der CDU. Von der Schwäche der Grünen profitiert die Piratenpartei.

    SPIEGEL 02.09.11

    Renate Künast hat immer ausgesehen wie ein halbverwester Säugling. Obwohl es auf Äußerlichkeiten nicht ankommen soll, ist das ein schwerwiegender Nachteil.

    Die Piratenpartei soll Chancen haben die 5%-Hürde zu überspringen. Wer jetzt durch Berlin geht, versteht das sofort. Die Piraten waren die Einzigen, die Wahlplakate mit Sachthemen geklebt haben.

    • Tilman Hausherr Says:

      Ich bin ganz verblüfft, denn noch vor einigen Wochen hiess in den Medien sie sei die nächste Bürgermeisterin. Und sie wäre perfekt qualifiziert: Ähnlich wie bisherige Bürgermeister in Berlin (Wowereit, Diepgen), gilt: sie kann nicht wirklich irgendwas, sie hat kein spezielles Profil, und sie will an die Macht.

      Diepgen seine crew hat die Finanzen der Stadt ruiniert, Wowereit hat dafür erreicht dass Schulbildung Geld kostet.

      In sehr jungen Jahren versuchte Künast sich ja noch als „Innenexpertin“, und nicht einmal schlecht. Dann wurde sie Landwirtschaftsministerin bzw. Verbraucherministerin, ein Thema von dem sie vorher nicht einmal behauptet hatte, Ahnung zu haben. Es ging natürlich schief, Skandale ohne Ende. Da half auch nicht, dass sie eine weitere sinnlose Behörde gründete, das Bundesamt für „WIR WERDEN ALLE STÖRBEN!!!“ -Risikobewertung.

      Übrigens: Ihr Freund bzw. Ehemann verteidigte einen Prügelpolizisten. http://www.taz.de/!59290/
      Ich bin gespannt, wann Künast Prügelpolizisten rechtfertigt, so sie denn an die Macht kommt.

      Die PIRATEN sind derzeit die heißeste Partei überhaupt. Erst wenn die über 15% kommen, werden die durch die Macht korrumpiert werden.

      • bloegi Says:

        Wenn ich an die Grünen denke, fällt mir Petra Kelly ein. Sie wurde von einem pensionierten Bundeswehr-General, der zuvor natürlich Offizier der NS-Wehrmacht war, im Schlaf erschossen. Danach erschoss der General sich selbst. Die Leichen wurden erst gefunden, als sie infolge der Verwesung kaum noch erkennbar waren.

        Man muss sich das vor Augen halten: Damals war Kelly fast so prominent wie Helmut Kohl. Trotzdem interessierte es niemanden, wo sie verblieben war.

      • bloegi Says:

        Künast hatte nie eine Chance gegen Wowereit – zumindest in Berlin. Wowereit ist ein abgebrühte Tunte, die sich über nichts mehr aufregen kann. Er wirkt wie ein Verschnitt aus Berlusconi und fett gewordenem Winnetou. Sowas gefällt den Berlinern. Künast dagegen könnte man verzeihen, dass sie wie ein halb verwester Säugling aussieht, aber ihr wichtigtuerisches Gehabe nervt.

  20. LeserIn Says:

    Der Grüne Rezzo Schlauch wurde Staatssekretär und wollte danach in der Wirtschaft ein großes Rad drehen. Dabei kooperierte er ausgerechnet mit TelDaFax. TelDaFax wurde in Marburg gegründet.

    „Herr Josten, die First American Bank wird eine Kreditlinie von 4,6 Milliarden Dollar einrichten. Die Confirmation wird heute im Laufe des Abends kommen“, schrieb Schlauch am 14. Mai 2008 an Josten, der zum damaligen Zeitpunkt Aufsichtsratschef von Teldafax war. Fünf Tage später leitete Schlauch die Kontaktdaten von Teldafax an den griechischen Rohstoffhändler Nikolaos T. weiter und schrieb: „Das hier ist die Adresse von meiner Partnerfirma Teldafax. Sie und Ihr Klient können ihr absolut vertrauen.“ Er unterschrieb als: „Rechtsanwalt Rezzo Schlauch, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.“

    Josten wurde im März 2007 vom Landgericht Mannheim wegen eines Millionenbetrugs in einem Schneeballsystem mit geschlossenen Immobilienfonds zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter sprachen von „besonders habgierigen Gesinnung des Angeklagten Josten“ und einer hohen kriminellen Energie.

    Handelsblatt 22.09.11

    Es natürlich kein Zufall, dass Schlauch Rechtsanwalt ist.

  21. LeserIn Says:

    Ein unternehmerischer Grüner

    Ex-Schatzmeister der Brandenburger Grünen im Zwielicht

    Was heißt hier Zwielicht? Rotlicht wäre richtiger.

    Goetjes ist angeklagt, zwischen 2010 und 2011 rund 274.000 Euro von Parteikonten der Brandenburger Grünen veruntreut zu haben. Er hatte die Tat eingeräumt und angegeben, das Geld für zwei Prostituierte verwendet zu haben, um die Frauen aus angeblichen Notlagen zu befreien.

    Also Veruntreuung für einen guten Zweck. Doch so dumm war Goetjes nicht. Er hat das Geld investiert.

    Detailliert schilderte die 22 Jahre alte Bulgarin am Dienstag, wie Goetjes sie und mindestens fünf andere Prostituierte in einem von ihm betriebenen Escort-Service anschaffen ließ. … Nach den Schilderungen der 22-jährigen Frau bot Goetjes über eine von ihm betriebene Internetseite bulgarische Frauen zur Prostitution an. Dafür habe er selbst Fotos von den Frauen gemacht und deren Dienstleistungen und Preise beschrieben. Die Prostituierten hätten für 100 Euro pro Stunde gearbeitet. Davon habe Goetjes die Hälfte kassiert. Goetjes sei von Freiern auf seinem Telefon angerufen worden. Daraufhin habe er die Frauen vom Straßenstrich in der Berliner Bülowstraße zu den Kunden gefahren, im Auto gewartet und wieder zurückgefahren.

    Doch dann machte Goetjes den Fehler seines Lebens. Er trennte sein Privatleben nicht vom Geschäft.

    Zudem soll er ihr offeriert haben, in seiner Wohnung zu wohnen, was zum Teil auch andere Frauen getan hätten. … Goetjes habe ihr erklärt, dass er sich in sie verliebt habe, sagte die Bulgarin weiter.

    Das heißt: Goetjes wollte selbst nichts bezahlen. Die logische Folge:

    … habe sie ihn vor wenigen Wochen angezeigt.

    Doch ‚unsere‘ Polizei weiß, auf welcher Seite sie zu stehen hat.

    Ein Kriminalbeamter bestätigte unterdessen die Abläufe bei dem Escort-Service, wie sie von der Zeugin geschildert wurden. Der als Zeuge geladene Ermittler betonte aber, dass es keine Anhaltspunkte für Zuhälterei gebe, da die Prostituierten frei über ihre Arbeitszeit hätten verfügen können und keinen vorgeschriebenen Sexualpraktiken unterworfen gewesen seien.

    WELT 27.11.12

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