Besser bei Islamisten in Pakistan als im Schmutz der Marburger Justiz


[Mit rechtsbeugerischem Urteil]

Würden Sie einen, der Wundpflaster verkauft, als Waffenhändler verurteilen?

Am 16.2.2004 wurde der selbstständige Kernchemiker Dr. Wolfram Westmeier in Biedenkopf verhaftet. Obwohl weder Flucht- noch Verdunklungsgefahr vermutet werden konnte, hatte der berüchtigte Richter Jürgen-Peter Taszis den Haftbefehl unterschrieben. Westmeier wurde beschuldigt, er hätte durch Lieferung eines Alpha- und Gamma-Detektors den Bau der pakistanischen Atombombe gefördert.

Am 5.4.2007 wurde Westmeiers Beauftragter in Pakistan, Dr. Iqtidar Dara, aufgrund eines Haftbefehls des Marburger Amtsgerichts in London verhaftet. Dara wurde bis zum 2.7.2007 in einem Londoner Gefängnis gehalten und danach in die JVA Gießen gesperrt. Dem Diabetes-Kranken wurden Medikamente vorenthalten und er geriet in Gewalttätigkeiten, wie sie in Gefängnissen üblich sind.

Am 10.9.2007 verfasste Staatsanwalt Gert-Holger Willanzheimer, gerade zum Oberstaatsanwalt befördert, die Anklageschrift 2 Js 7693/06 StA Marburg: Dara sei ein Verbrecher, der die Herstellung oder Entwicklung von Atomwaffen im Sinne des § 17 Abs. 2 des Kriegswaffenkontrollgesetzes vorsätzlich gefördert und dadurch das friedliche Zusammenleben der Völker gefährdet habe.

Achtung! Alle aufgepasst:

Kamerad Willanzheimer kämpft für das friedliche Zusammenleben der Völker!

Am 8.10.2007, nachdem Dara mehr als 6 Monate Untersuchungshaft verbüßt hatte, fand im Amtsgericht Marburg ein Termin statt, an dem die Öffentlichkeit nicht teilnehmen durfte. Gegenwärtig waren der Meineid-Richter Mirko Schulte, Willanzheimer, weitere Justizpersonen und Dr.Dara. Schulte unterbreitete Dara ein justizielles Sonderangebot: Seine Tat werde nicht mehr als Verbrechen, sondern nur als Vergehen verfolgt. Er werde freigelassen und dürfe nach Pakistan zurück. Später werde eine Gerichtsverhandlung stattfinden. Schulte bedeutete Dara, dass er zur Verhandlung nicht kommen müsse. Die zu erwartende Strafe werde mit der von Dara bereits verbüßten Untersuchungshaft verrechnet. Darauf Dr.Dara:

Letztendlich möchte ich wirklich anmerken, dass ich jegliche Weisung des Gerichtes akzeptiere und auch befolgen werde.

und

Ich verzichte auf evtl. Entschädigung für die erlittene Haft.

und

Danke.

Schulte schrieb über Dara:

… dem durch Untersuchungshaft erheblich beeindruckten Angeklagten …

Das Sonderangebot war schon deswegen unverfroren, weil Untersuchungshaft nicht länger als 6 Monate dauern darf.

Kaum frei hatte Dara nichts Eiligeres zu tun als aus dem deutschen Rechtsstaat zu flüchten und nach Pakistan zu den menschenrechtsverachtenden Islamisten zu fliegen. Als Dara später als Zeuge in Westmeiers Prozess (siehe unten) aussagen sollte, weigerte er sich nach Deutschland zu kommen.

Am 6.11.2007 verurteilte Schulte, unterstützt durch den Richter Dirk-Uwe Schauß und Oberstaatsanwalt Willanzheimer, Dr.Dara in Abwesenheit zu 130 Tagessätzen. Die mehr als 6 Monate Untersuchungshaft wurden damit großzügig verrechnet. (Juristen verrechnen sich immer zum Nachteil anderer.) Die Verhandlung bestand aus der Verlesung von Schriftstücken, aus denen eine Straftat Daras nicht ablesbar war.

Mit der Verurteilung Daras hatten sich die Chancen einen kapitaleren Hirsch abzuschießen enorm verbessert, nämlich Westmeier. Schulte verkündete in den Medien, mit dem Anti-Westmeier-Verfahren betrete er „juristisches Neuland“.

Achtung! Alle aufgepasst:

Der kleine Mirko Schulte – ein großer Pionier der Rechtsgelahrtheit!

Am 11.4.2008 begann der Prozess gegen Westmeier. Er durfte sich auf mehrere Jahre Gefängnis freuen. Leider hatte der kleine Mirko wieder Murkso gemacht. Schulte fauchte vor Wut, als er Westmeier freisprechen musste.

Westmeier wurde freigesprochen, weil es um ihn herum genug Leute gab, die von Kernspaltung und dem juristischen Klumpatsch mehr verstanden als Schulte. Sie hätten nicht gezögert eine Verurteilung Westmeiers als Rechtsbeugung anzuprangern. Der Verkauf des Messgeräts an die Uni Lahore war – leicht erkennbar – legal, sogar unterstützenswert.

Dara aber war allein. Ihm half niemand. Er wurde mehr als ein halbes Jahr im Gefängnis still gehalten und still verurteilt. An ihm wurde die Rechtsbeugung vollzogen.

Das rechtsbeugerische Urteil des Richters am Amtsgericht Schulte als Vorsitzendem und des Richter am Amtsgericht Schauß als weiterem Richter mit Oberstaatsanwalt Willanzheimer als Beamter der Staatsanwaltschaft kann hier (1.3 MB) heruntergeladen werden.

Das Urteil beginnt auf Seite 1 mit einem Knaller. Das Gericht hat nämlich festgestellt, dass Dr.Dara fast tausend (1000) Jahre alt ist:

Dr. Iqtidar Mahmood DARA geboren am 11.08.1061

Die Nazis haben es mit dem Ewigen Juden. Das Amtsgericht Marburg hat den Ewigen Pakistaner erfunden. Oder sogar den Ewigen Islamisten? Man fragt sich, wozu die Urkundsbeamtin da ist, die dieses Schriftstück abgestempelt hat. Vieles, was aus dem Marburger Justizpalast kommt, ist exzessiv schlampig. Man hat den Eindruck, dass die Amtszimmer permanent unter Alkohol stehen.

Auf S.7 hat Schulte seinen geistigen Gipfel erklommen:

Weil sein Vater sich im Jahre 2003 auf Pilgerreise nach Mekka befunden habe…

Da ist sie, die islamistische Gefahr für den Weltfrieden! Schulte hat sie erkannt.

Die Rechtsbeugung zeigt sich bei einem Vergleich der S.10 mit § 17(2)2.

(2) Atomwaffen im Sinne des Absatzes 1 sind

1. Waffen aller Art, die Kernbrennstoffe oder radioaktive Isotope enthalten oder eigens dazu bestimmt sind, solche aufzunehmen oder zu verwenden, und Massenzerstörungen, Massenschäden oder Massenvergiftungen hervorrufen können.

2. Teile, Vorrichtungen, Baugruppen oder Substanzen, die eigens für eine in Nummer 1 genannte Waffe bestimmt sind.

und § 19(6)2.

(6) Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht für eine Handlung, die

2. zum Schutz gegen Wirkungen von Atomwaffen oder zur Abwehr dieser Wirkungen geeignet und bestimmt ist.

des Kriegswaffenkontrollgesetzes. Das Messgerät, das Westmeier und Dara geliefert haben, ist zum Schutz vor den Wirkungen von Atomwaffen geeignet, zum Bau von Atombomben dagegen nicht.

Deftig geht es nochmals auf S.15 zu:

Hinzu kommt, dass nach den Feststellungen der Sachverständigen das Spektrometersystem keine solch intensive Nähe zum eigentlichen Herstellungsprozess einer Atombombe besitzt, wie eine Lieferung des eigentlichen Spaltmaterials oder auf die Herstellung von Atomwaffen zugeschnittener Spezialwerkzeuge.

Willanzheimer hat nach Westmeiers Freispruch behauptet, die Sachverständigen seien nicht „bei ihrem Votum geblieben“. Auch das war falsch. Alle Sachverständigen haben von Anfang an klargestellt, dass der Alpha-Gamma-Detektor nicht für den Bau von Atomwaffen bestimmt war.

Willanzheimer, Schulte und Schauß werden behaupten, ihnen sei kein Vorsatz nachzuweisen, weil sie selbst die Paragraphen 17 und 19 zwar zitiert, aber nicht bis zum Ende gelesen hätten.

So also sehen sie aus, die westlichen Werte. Just diejenige Institution, welche die Wahrheit herausfinden soll, ist mit den skrupellosesten Lügnern besetzt. Die richten hemmungslos Menschen zugrunde, wenn sie damit ihre Eitelkeit und Karrieresucht befriedigen können, und geben sich dabei noch als Schutzpatrone des friedlichen Zusammenlebens der Völker aus. Schulte, Schauß und Willanzheimer müssen raus aus der Justiz, je schneller, desto besser.

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16 Antworten to “Besser bei Islamisten in Pakistan als im Schmutz der Marburger Justiz”

  1. Gisela Schmelzer Says:

    Verurteilung zu „einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen zu je 20,00 Euro“ wegen „des gemeinschaftlich versuchten Förderns der Herstellung einer Atomwaffe in einem minder schweren Fall“. Allein das zu lesen, tat mir weh…

  2. Susanne Buchmann Says:

    Eine Sauerei, sicherlich. Aber über Islamisten, auch in Pakistan, ist weit Schlimmeres zu berichten: So wurden laut Presse in irgendeinem pakistanischen Kaff ein paar junge Frauen, die sich entgegen der dortigen „Gepflogenheiten“ ihre Ehepartner selbst aussuchen wollten, per Auto entführt, misshandelt, angeschossen und LEBENDIG BEGRABEN! Es kommt noch ekliger: Ein daraufhin angesprochener pakistanischer Parlamentsfuzzi meinte dazu, das sei nun mal uralte Tradition und MAN SOLLE UM DIE SACHE NICHT SO VIEL AUFHEBENS MACHEN ! Statt da nun gründlich auszumisten, kriegen diese Säcke von Deutschland auch noch finanzielle Hilfe zugesagt! Man muss also tierisch aufpassen, so wenig Steuern wie möglich zu zahlen, am besten überhaupt keine! Im Iran, auch so ein Müffelstaat, wurde eine Vierzehnjährige, die einige Kerle angezeigt hatte, die sie stundenlang vergewaltigt hatten, von einem inakzeptablen SCHROTTHAUFEN von Richter zur STEINIGUNG BEI LEBENDIGEM LEIBE verrurteilt. Auch davon durfte die Welt Pressefotos bewundern!!!
    Fazit: Sicher, es gibt Gründe für das Phänomen Religion, die in absehbarer Zukunft von jedem Neurologiestudenten ganz nebenbei in den Griff zu kriegen sein werden, was aber gar nicht geht, ist diese FUNDAMENTALISTEN-KACKE: Ein paar schwachsinnige Feiglinge, die mit diesem stumpfsinnigen Dreck ihre völlig unverdiente Machtposition erhalten wollen!!!!

  3. Susanne Buchmann Says:

    Ich bin`s nochmal: In der vorletzten Zeile vom ersten Absatz ist bei dem Wort „verurteilt“ ein „r“ zuviel. Vielleicht kann man das ja noch löten.

  4. Tilman Says:

    Apropos Islamisten – hier gibt es zwei Exemplare, die versucht hatten, sich als „Pärchen auf Hochzeitsreise“ zu tarnen. Dank der „wachsamen“ Bevölkerung flog es auf:
    http://www.musafira.de/2007/10/27/flitterwochen-durch-polizeieinsatz-unterbrochen/

  5. bloegi Says:

    Tuesday, 3 July 2007
    Nuclear arms suspect extradited

    Pakistani national Iqtidar Mahmood Dara was extradited from Heathrow Airport. The 44-year-old is accused of ordering the equipment from a German chemist with the aim of developing nuclear weapons in Pakistan. Mr Dara was arrested by the Metropolitan Police on behalf of the German authorities when he entered Britain on 4 April. It is alleged that, between 14 August 2002 and 24 November 2003, Dara ordered a liquid waste monitor, two detection systems and an alpha-gamma spectrometry system. His extradition was ordered by Bow Street Magistrates‘ Court on 8 May and took place after he lost subsequent appeals.

    http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/6265708.stm

    ——————————

    Ubersetzung:

    Dienstag, 3. Juli 2007
    Kernwaffen-Verdächtiger ausgeliefert

    Der Pakistaner Iqtidar Mahmood Dara wurde auf dem Flughafen Heathrow ausgeliefert. Der 44-jährige ist angeklagt die Ausrüstung bei einem deutschen Chemiker bestellt zu haben mit dem Ziel in Pakistan Kernwaffen zu entwickeln. Herr Dara wurde von der Londoner Polizei im Auftrag der deutschen Behörden festgenommen, als er in Großbritannien am 4.April einreiste. Angeblich hat Dara zwischen dem 14. August 2002 und dem 24. November 2003 ein Überwachungsgerät für flüssigen Abfall, zwei Detektoren und ein Alpha-Gamma-Spektrometer bestellt. Seine Auslieferung wurde vom Gericht in der Bow Street am 8. Mai angeordnet und vollzogen, nachdem Daras Einsprüche abgelehnt worden waren.

    Ähnlicher Artikel auf
    http://timesofindia.indiatimes.com/World/Europe/Pakistani_man_extradited_to_Germany/articleshow/2168677.cms

    —————————

    Auf diese Weise machen Behörden Menschenleben kaputt. Niemand, der diese Artikel liest, stellt sich die Dummheit, die Schäbigkeit und die Bösartigkeit solcher Personen wie Oberstaatsanwalt Willanzheimer, Richter Taszis, Richter Schulte und ähnlicher Justizangehöriger vor.

    That’s the way magistrates destroy lives. Nobody who reads the above news imagines the stupidity, the shabbiness and maliciousness of persons similar to Chief Prosecutor Willanzheimer, Judge Taszis, Judge Schulte and so forth.

  6. LeserIn Says:

    Dr.Dara beschwerte sich beim oben geschilderten Rechtsgespräch, er sei bei seinem Gefängnisaufenthalt in Gewalttätigkeiten geraten. Was das bedeutet, wird durch folgende aktuelle Meldung verständlich:

    In der Jugendhaftanstalt Regis-Breitingen bei Leipzig soll ein 18 Jahre alter Häftling von Mitgefangenen gefoltert und beinahe getötet worden sein. […] sollen den 18jährigen im Duschraum mit kochendem Wasser übergossen und mit einem Besenstiel geschlagen haben. Außerdem werde ihnen vorgeworfen, ihren Mitgefangenen gemeinsam mit anderen Häftlingen ein Hakenkreuz und SS-Runen auf den Oberkörper gemalt zu haben. Zuvor sei das Opfer an einen Stuhl gefesselt worden. Dann hätten sie ihm damit gedroht, dass russische Häftlinge ihn auf grausame Art töten wollten und bereits ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt sei. Aus Angst habe der Häftling anschließend versucht, sich in seiner Zelle zu erhängen, hieß es. Als er überlebte, hätten ihn die Angeklagten mit einem Gürtel erdrosseln wollen.

    Quelle: Süddeutsche Zeitung 5.7.2009.

    Politisch verantwortlich dafür ist Justizminister Mackenroth, dessen Spitzname „Folter-Macke“ auf diese Weise einmal mehr bestätigt wurde.

    Ähnliche Vorfälle sind aus der JVA Siegburg, der JVA Gelsenkirchen und der JVA Tegel bekannt geworden. In Anbetracht des Jahres, innerhalb dessen der gegenwärtige Fall verheimlicht wurde, ist zu vermuten, dass in Wirklichkeit viel mehr passiert. Erzählungen von Leuten, die in Justizvollzugsanstalten eingesessen haben, bestätigen das.

    Viele wimmeln solche Nachrichten mit der Behauptung ab, um die Häftlinge sei es nicht schade. Dr.Dara jedoch wurde unschuldig eingesperrt.

  7. LeserIn Says:

    […]
    Regis ist kein Einzelfall

    Immer wenn gravierende Straftaten in Gefängnissen durch Medien ans Tageslicht befördert werden, betonen die jeweiligen Justizminister der Länder, dass es sich um Einzelfälle handele. In der Praxis sieht es offenbar anders aus. Der Chemnitzer Rechtsanwalt Klaus Bartl, zugleich rechtspolitischer Sprecher der Linken im sächsischen Landtag, bestätigte das gestern. Am 28. Juli wird er als Nebenkläger eine junge Frau aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz vor Gericht vertreten. Sie war im Sommer vergangenen Jahrers als Heranwachsende offenbar von drei anderen Frauen immer wieder drangsaliert und schließlich brutal geschlagen worden. In einem anderen Fall habe er in der Vergangenheit einen Gefangenen aus der JVA Waldheim vertreten, der wegen versuchten Mordes angeklagt war. Er hatte einen Mitgefangenen so schikaniert und geschlagen, dass der drei Tage im Koma lag. Bartl und auch sein Chemnitzer Anwaltskollege Kay Estel berichteten, dass unter den Gefängnisinsassen bestimmte „Strukturen“ bestehen mit „starken, gewaltbereiten Typen auf der obersten Stufe und Schwachen mit geistigen oder körperlichen Defiziten ganz unten“. Auch Neuzugänge und Sexualstraftäter würden unten eingeordnet und entsprechend behandelt, sagte Estel. Viele Vorfälle würden aus Angst der Opfer vor weiteren Repressalien zunächst nicht angezeigt. „Erst wenn die Gewalt eskaliert, erfährt die Öffentlichkeit davon.“

    Auch der Rechtsanwalt Rainer Wittner kennt sich aus: „Besonders schwer haben es körperlich Unterlegene. Sie werden körperlich missbraucht und mitunter zum Analsex gezwungen.“ Wittner kümmerte sich 2007 um einen Gefangenen, der nach offizieller Lesart nach einer Zahnbehandlung aus der Uniklinik Leipzig geflohen war. In Wirklichkeit hatten ihn Mithäftlinge in der JVA Torgau derart zugerichtet, dass er sich wegen der Verletzungen im Gesicht einer Operation unterziehen musste.

    Es bleibt nicht bei Ohrfeigen

    Vorfälle dieser Art schilderte auch ein ehemaliger Insasse 2006 in einem Interview der „Freien Presse“. Der Mann hatte damals dem Leiter der JVA Chemnitz öffentlich widersprochen, der erklärt hatte, bei den Gewalttätigkeiten in den Anstalten gehe es um „ein paar Ohrfeigen unter Gefangenen“. „Es kommt mindestens einmal die Woche zu Rangeleien, die mit heftigen Faustschlägen ausgetragen werden“, erzählte der Mann nach seiner Entlassung. Er habe während seiner 70-tägigen Inhaftierung sowohl eine „richtige Häftlingsmeuterei“ miterlebt als auch, dass sich ein hilfloser 16-Jähriger in der Dusche erhängte.

    Quelle: freiepresse.de 7.9.2009

  8. LeserIn Says:

    Focus vom 11.7.2009

    Folterskandal kein Einzelfall

    Im Folterskandal in der Jugendhaftanstalt Regis-Breitingen gerät Sachsen Justizminister Mackenroth in Erklärungsnot. Nach FOCUS-Informationen verschwieg der CDU-Politiker einen weiteren Misshandlungsfall. Der neue Gewaltausbruch in dem Jugendgefängnis südlich von Leipzig ereignete sich nach FOCUS-Informationen am 2. September 2008, also wenige Monate nach dem Folter-Fall, der erst vergangene Woche bekannt geworden war…
    Nach FOCUS-Informationen soll das Trio einen Mithäftling aus seiner Zelle gezerrt und kopfüber in eine halbvolle Mülltonne geworfen haben. Als das Opfer sich abduschen wollte, traktierten die Täter den jungen Mann mit Schrubbern und Scheuermilch. Justizminister Geert Mackenroth (CDU) hatte am Dienstag auf einer Pressekonferenz erklärt, unmittelbar nach dem Folter-Fall im Mai 2008 seien mehrere Maßnahmen zum Schutz vor Übergriffen auf Häftlinge ergriffen worden…

    Folter-Macke ist zugleich Lügen-Macke. Wenn man Mackenroth folterte, würde der natürlich auch dann nicht die Wahrheit sagen, sondern eine andere Version von Lügen auftischen.

  9. LeserIn Says:

    Schreckensmeldung der Süddeutschen Zeitung am 13.7.2009:

    Nach dem Mord an einer Ägypterin in Dresden wächst in der islamischen Welt die Wut auf Deutschland. Das ist gefährlich. … Jetzt nimmt sich noch der Populist Mahmud Ahmadinedschad des Themas an, spricht von Korruption im deutschen Justizsystem, fordert eine Verurteilung durch die Vereinten Nationen und anderen Humbug…

    Vielleicht ist dieser Ahmadinedschad doch nicht so dumm. Er hätte aber auch von der Fremdenfeindlichkeit im deutschen Polizeisystem reden müssen. Denn der Mord des fremdenfeindlichen deutschen Bürgers wurde durch die Schüsse eines deutschen Polizeibeamten verschärft:

    Während der Verhandlung am 1. Juli griff der Angeklagte die Ägypterin mit einem Messer an. Auch der Ehemann wurde schwer verletzt, als er seine Frau schützen wollte. Außerdem soll ein Polizeibeamte irrtümlich auf den Ehemann der Ägypterin geschossen haben.

    SWR 6.7.2009

  10. LeserIn Says:

    Als gewissermaßen tragischen Kollateralschaden gibt es allerdings noch ein weiteres Opfer zu beklagen: die Wissenschaft. Denn der Ehemann der Ermordeten, der verletzt wurde, als er seiner schwangeren Frau zur Hilfe eilen wollte, arbeitet als Doktorand am Max-Planck-Institut (MPI) für Zellforschung in Dresden.

    Elwi Ali Okaz gehört damit zu jener globalen Forscherelite, um die alle Industrieländer buhlen. …

    Okaz ist nicht der erste ausländische Wissenschaftler in Ostdeutschland, der sich rechtsradikaler Gewalt erwehren musste. In Halle wurde ein Physiker koreanischer Abstammung in der Straßenbahn angegriffen. In der selben Stadt musste sich ein Forscher aus Äthiopien in der Innenstadt an einer Phalanx von Skinheads vorbeidrücken …

    ZEIT ONLINE 16.7.2009

    Übel wurde auch mit dem pakistanischen Wissenschaftler Dr.Dara in Hessen umgesprungen. Hessen gehört nicht zu Ostdeutschland.

  11. LeserIn Says:

    „…wie der Pakistani letzte Woche, den die Neonazis zermanscht haben…“

    eine bittere Satire.

  12. An alle Freundinnen und Freunde der Beamten-Beleidigung « bloegi Says:

    […] ich nach wie vor die Entfernung Willanzheimers von seinem Justiz-Posten. So ist es Recht: einen unschuldigen und wehrlosen Pakistaner ins Gefängnis stecken, ihm eine Vorstrafe verschaffen und als vorgeblicher Schützer des […]

  13. Bin Brosa: mit dem Paten der pakistanischen Atombombe befreundet « bloegi Says:

    […] Richter und Staatsanwälte, die sich als Schutzpatrone des Weltfriedens aufspielen wollten, einen diabetes-kranken Pakistani fertig machten und die Verurteilung eines deutschen Kernchemikers knapp verhindert […]

  14. Rabenmutti über Staatsanwalt Franosch « bloegi Says:

    […] Marburg Christoph Ullrich (Spezialist für Gewaltentrennung), in der Mitte Mirko Schulte (Spezialist für frei erfundene Straftaten), rechts der Vizepräsident des Landgerichts Marburg Wolf Winter (Spezialist für Grund- und […]

  15. Meineid-Mirkos meineidiges Meineid-Urteil « bloegi Says:

    […] Marburg Christoph Ullrich (Spezialist für Gewaltenvermengung), in der Mitte Mirko Schulte (Spezialist für frei erfundene Straftaten), rechts der Vizepräsident des Landgerichts Marburg Wolf Winter (Spezialist für Grund- und […]

  16. Meineid-Mirko endgültig geplatzt « bloegi Says:

    […] https://bloegi.wordpress.com/2008/11/12/besser-bei-islamisten-in-pakistan-als-im-schmutz-der-marburge… […]

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