Wen Wüppesahl im Knast kennen lernte


Nachtrag 29.8.2011: Nach einer überaus lächerlichen Intervention der Staatsanwaltschaft Hamburg bei Google wurde die Domain vor-verurteilung.de innerhalb von Stunden eingestampft. Damit verschwand auch das hierher verlinkte, wunderschöne Bild von Kamiar M: Dicker Polizeibeamter mit Glatze hat einem Bürger sein Sakko über den Kopf gestülpt, ihn mit Handschellen gefesselt und führt ihn ab. Hier ein stimmungsmäßiger Ersatz (südafrikanische Polizeibeamte im Einsatz):

Und hier ein Bild des Hamburger Oberstaatsanwalts Wilhelm Möllers,

der nach eigenen Angaben ein Mensch mit viel Humor ist.



1.9.2011: Hurra! Das Kamiar-M-Bild ist wieder da!

Kamiar M.

[Kamiar M. bei einer Amtshandlung.  Er wurde 1978 in Teheran geboren und unter dem Innensenator Ronald Barnabas Schill Polizeibeamter in Hamburg. Mehrfach mittlerweile wurde Kamiar M. angeklagt, er habe irgendwelche Frauen vergewaltigt. Der Leitende Polizeidirektor Kuno L. (siehe unten) scheint ihn nicht zu mögen.]

Sträflich leichtfertig handelten Justizvollzugsbeamte des Hamburger Untersuchungsgefängnisses, als sie Kamiar M. mit dem blutrünstigen Polizeibeamten Thomas W. in eine Zelle sperrten. Nach Überzeugung der 5. Strafkammer des Bundesgerichtshofs unter ihrer damaligen Vorsitzenden Monika H. wollte Thomas W. einen Geldboten mit einem Fleischerbeil zerstückeln.

[So sieht sie aus, die personifizierte Tugend Monika H..]

Wueppesahl

[So sieht er aus, der blutrünstige (Ex-)Polizist Thomas W.. Was soll so ein armer Polizeibeamter auch tun, wenn er gerade nicht Menschen zerstückelt? Er langweilt sich … Thomas W. scheint den Leitenden Polizeidirektor Kuno L. (siehe unten) nicht zu mögen.]

Doch Kamiar M. hatte großes Glück. Er gestand Thomas W. rechtzeitig ebenfalls Polizeibeamter zu sein. Thomas W. drehte ihn nicht durch den Fleischwolf.

Er hat den Hautteint des klassischen Iraners, betreibt Bodybuilding, ist trotzdem viel zu fett, hat einen Stiernacken und läuft ständig mit so ner blöden Baseball-Mütze durch die Gegend – wie die meisten Knackis im Knast.

meint Thomas W. und fügt hinzu: „Kamiar ist ein Frauentyp“.

Kamiar M. hatte die Tage zuvor seinen Freigang auf dem Hof nicht genutzt. Er hatte Angst, aus den Fenstern der anderen Zellen beschimpft zu werden. Nicht beamtete Beschuldigte drohen einsitzenden Polizeibeamten regelmäßig an, ihnen Besenstiele in die Arschlöcher zu stecken. Kamiar M. ist in einschlägigen Kreisen besonders unpopulär, seitdem er am Hamburger Hauptbahnhof ziemlich erfolgreich nach Drogen fahndete.

Kamiar M. saß in Untersuchungshaft, weil Julia B. ihn angezeigt hatte. Die 34-Jährige behauptete, der Polizeimeister habe sie im April 2005 bei dem Dorffest750 Jahre Rissen“ an den Haaren in seine Wohnung geschleift, sie gewürgt, gedroht sie umzubringen und sie schließlich vergewaltigt, zweieinhalb Stunden lang.

Aus Kamiar M’s Verurteilung wurde jedoch nichts. Wegweisend war einmal mehr ein Prozessbericht der BILD-Zeitung (10.12.2005):

…sagten gestern Zeugen aus, die ihn und Julia B. beim Dorffest sahen.
Ein Döner-Mann (31):
„Sie saß auf seinem Schoß, sie haben geknutscht.“
Ein Hausmeister (41):
„Sie haben sich geküsst und sind Hand in Hand verschwunden.“

Im Gericht zeigte Kamiar M. den Brief einer anderen Ex-Freundin vor, in dem die feststellte, Kamiar-Romeo sei mit Julia „turtelnd“ in sein Wohnhaus gegangen. Die Ex-Freundin klagte: „Kannst Du Dir vorstellen, wie weh das tat?“. Schließlich konnte Julia B. nicht erklären, warum sie nicht ausgebüxt war, als Kamiar M. auf seinem Donnerbalken hockte, so zu sagen um sich für eine richtige Turbo-Vergewaltigung fit zu machen.

Kamiar M. hat eine eigene Homepage unschuldig-eingesperrt.de.

Nachdem die Richterinnen der 31. großen Strafkammer des Landgerichts Hamburg im Februar 2006 Kamiar M. freigesprochen hatten, meinte dieser, er dürfe nun wieder am Hamburger Hauptbahnhof nach Dealern und anderen Straftätern fahnden. Doch schon 2007 zeigten ihn zwei weitere Frauen wegen sexueller Nötigung an. Der leitende Polizeidirektor Kuno Lehmann bestellte Kamiar M. zu sich.

Kaum war Kamiar M. bei Kuno L., stürmte das MEK, Elite-Einheit der Hamburger Polizei zur Bekämpfung schwerster Straftaten, das Büro. Ein MEK-Beamter richtete seinen Revolver auf Kamiar M.. Der sah den roten Laserpunkt der Kanone auf seiner Brust. Kamiar M. wurde
zu Boden gebracht und gefesselt.

Und wieder hatte Kamiar M. großes Glück. Problemlos hätten ihn seine Kollegen erschießen können. Aus Notwehr, versteht sich!

Wozu MEK-Einsatz? Hatte der persisch-stämmige Kamiar M. den deutsch-stämmigen Kuno L. gewürgt, mit der Dienstwaffe bedroht und schließlich vergewaltigt? Nichts davon ist möglich. Denn am Morgen nach seiner Festnahme wurde Kamiar M. auf freien Fuß gesetzt.

Wer von Polizisten misshandelt worden ist und versucht hat gegen diese vorzugehen, weiß, dass Polizeichefs, Staatsanwaltschaften und Gerichte ihre Büttel immer decken. Wenn es doch einmal gegen einen Polizisten geht, hat der seine Chefs vergnatzt. Dieser Eindruck ist auch bei Kamiar M. entstanden. Kuno L. will Kamiar M. loswerden. Der MEK-Einsatz sollte Kamiar M. ein freiwilliges Ausscheiden aus dem hanseatischen Polizeidienst erleichtern. Dr. Alfred Fleissner vom Anti-Mobbing-Verein Klima e.V. hat aus diesem Grund einen Leserbrief ans Hamburger Abendblatt geschrieben:


Dr. Alfred Fleissner Telefon 040-5500184
Vogt-Kock-Weg 9 E-Mail Dr.Fleissner@klimaev.de
22459 Hamburg 06. April 2008

Hamburger Abendblatt,
Lokalredaktion,
Postfach 2110,
20350 Hamburg

Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

als langjähriger Leser des Hamburger Abendblattes schreibe ich Ihnen nach reiflicher Überlegung, um Sie darauf aufmerksam zu machen, wie ein Artikel im Hamburg-Teil, erschienen auf Seite 16 am 13. März 2008 mit dem Thema „PROZESS: KAMIAR M. WURDE BEREITS SUSPENDIERT“ und der Schlagzeile „Frau missbraucht? Polizist angeklagt“, auf mich gewirkt hat. Ich habe mich gefragt, weshalb ich den Eindruck gewonnen hatte, dass hier ein Mensch vorverurteilt wird und weshalb ich das ungute Gefühl nicht los wurde, dass ausgerechnet ein Polizist, noch dazu gut erkennbar mit lächerlich anmutendem Balken auf den Augen, verleumdet wird.
Folgerichtig habe ich meine in der Konfliktberatung aufgebauten Kontakte zu verschiedenen Polizeibeamten genutzt und eine völlig andere Version erfahren.
Herr Sascha Balasko schreibt in diesem Bericht auf über 100 Zeilen so, als ob er Einzelheiten wüsste, und erweckt den Anschein, als müsse der Wiederholung eines vergeblich im November 2005 zur Anklage gebrachten ähnlichen Tatverdachts Bedeutung zugemessen werden. Insider, die den Fall kennen, können sich nur wundern über eine Fantasie, die zu einer seriösen Berichterstattung so gar nicht passt.
Folgende Fakten hätten berücksichtigt werden müssen:
– Der betreffende Polizeibeamte hatte am Tag seiner vorläufigen Festnahme am 12.09.2007 keinen Dienst, sondern war in seiner Freizeit selbstverständlich unbewaffnet.
– Die Schusswaffe befand sich in seiner Dienststelle im dafür vorgesehenen Schließfach.
– Der Polizeibeamte hatte am Morgen des 12.09.2007 erfahren, dass für 15 Uhr ein Termin im Polizeipräsidium anberaumt worden war.
– In den Reihen der Polizeibeamten ist sehr wohl bekannt, dass Termine beim Leitenden Polizeidirektor, K. Lehmann, nichts Gutes bedeuten. Somit wusste auch dieser Polizeibeamte, was ihn erwartete.
– Vor dem Termin im Polizeipräsidium hatte er erfahren, dass eine Strafanzeige wegen eines Sexualdelikts gegen ihn erstattet worden war und dass seine Kollegen gegen ihn ermitteln mussten.
– Er berichtete sogar anderen Polizeibeamten von seinem Wissen, bevor er sich zum Polizeipräsidium begab.
– Gegen 14.30 h traf er sich mit seinem Vorgesetzten, der ebenfalls an dem Termin im Polizeipräsidium teilnahm. Er fuhr freiwillig, nicht auf der Flucht befindlich, mit ihm ins Präsidium.
– MOPO und Bild berichteten am 14.09.2007.
Bei sachlicher Recherche hätte Herr Balasko, der als Polizeireporter enge Kontakte zur Polizeiführung hat, die Frage aufwerfen müssen, weshalb das MEK, die Eliteeinheit der Hamburger Polizei, die sonst schwer bewaffnete und gefährliche Terroristen festnimmt, in das Büro des Leitenden Polizeidirektors stürmte, um einen Berufskollegen festzunehmen, der sich freiwillig und unbewaffnet dort eingefunden hatte. Er hätte darauf verweisen können, dass es ganz enge Bestimmungen gibt, wann das MEK zum Einsatz kommen soll und wann eine Person gefesselt werden darf. Unnötigerweise wurde Kamiar M. auch noch mit gezogener Waffe, die Zieleinrichtung (roter Laserpunkt) auf den Oberkörper gehalten, gezwungen, sich auf den Boden zu legen und die Hände auf dem Rücken fesseln zu lassen. Von Polizeibeamten, die sich natürlich nicht an die Öffentlichkeit trauen dürfen, verlautete, dass die Version des Herrn Balasko nur dazu dienen sollte, ein widerrechtliches Vorgehen zu rechtfertigen.
In Kollegenkreisen ist bekannt, dass die Führung der Hamburger Polizei den unliebsamen Mitarbeiter Kamiar M. aus dem Dienst entfernen will, der von seinen direkten Kollegen ob seines Durchhaltevermögens geschätzt und bewundert wird. Anscheinend lässt sich hier ein Journalist von der Polizeiführung benutzen, um eine Hetzjagd auf diesen Mitarbeiter zu starten.
Bedenkt man weiterhin, dass eine zweite erstattete Strafanzeige gar nicht erst Beachtung gefunden hat und im aktuellen Fall das zuständige Gericht mit Erhalt der Strafakte sowohl den Haftbefehl als auch die Meldeauflage von sich aus aufgehoben hat, mutet der Verweis auf das Verfahren vom November 2005, das schließlich mit einem Freispruch endete, tendenziös wie an den Haaren herbeigezogen an.
Herr Balasko scheint in seiner speziellen Art, von dem damaligen Fall zu berichten, den Eindruck erwecken zu wollen, die Große Strafkammer des Landgerichts Hamburg mit vier Berufsrichtern und zwei Schöffen wäre als weltfremd und nichts merkend einzuschätzen. Er geht aber nicht darauf ein, dass seinerzeit an 11 Verhandlungstagen 23 Zeugen vernommen wurden.
Aus Insiderkreisen ist bekannt, dass die Polizeiführung mit der Entscheidung des Gerichts 2006 nicht einverstanden war, aber selbst die Staatsanwaltschaft hatte damals eingesehen, dass ihre Revision vor dem Bundesgerichtshof keine Chance auf Erfolg haben konnte, und zog diese folgerichtig zurück.
Unter Verzicht auf eine Gegendarstellung verlässt sich der angeschuldigte Polizeibeamte mit seinem erfahrenen und renommierten Strafverteidiger U. Maeffert darauf, dass man in der fälligen Hauptverhandlung ab dem 29.05.2008 vor dem AG-Blankenese der Wahrheit auf die Spur kommen wird.
Ich würde mich freuen, wenn Herr Balasko bereit wäre, mir sein Vorgehen zu erklären. Vielleicht findet sich unter den verantwortlichen Redakteuren jemand, der das ernste Thema Mobbing aufzugreifen bereit ist. Natürlich braucht es Mut, sich für Minderheiten einzusetzen, die durch perverse Machenschaften von mobbenden Mehrheiten in die unterlegene Position gebracht wurden und naturgemäß über keine Lobby verfügen.

Mit freundlichen Grüßen


Der neue Prozess gegen Kamiar M. soll am
29.5.2008 um 13 Uhr im
Amtsgericht Hamburg Blankenese Saal 18
beginnen. Weitere Termine sind am 30.5., 12.6., 13.6. und 20.6.2008 immer um 13 Uhr angesetzt.
Aktenzeichen 510 Ls 7205 Js 232/07 (559/07) StA Hamburg.

Ulrich Brosa

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26 Antworten to “Wen Wüppesahl im Knast kennen lernte”

  1. Thomas Wüppesahl, kein Dr., kein Prof. Says:

    evtl. ist der Hinweis auf meine Beschwerde in der Sache Kamiar M. und Hamburger Abendblatt – Artikel vom 13. März 2008 – an den Deutschen Presserat von Interesse. Bei Bedarf ist der Beschwerdetext unter http://www.kritische-polizisten.de oder http://www.wueppesahl.de nachzulesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Wüppesahl, Bundessprecher der BAG Kritischer Polizistinnen…

  2. LeserIn Says:

    Unsere Qualitätspresse erstattet getreulich Bericht:

    „Ist dieser Polizist ein Lustmolch?“ „Eine dubiose Anti-Mobbing-Truppe unter Ex-Kripomann Thomas Wüppesahl glaubt an diese Version. Über den Auftritt des Ex-Kollegen war der Angeklagte gestern überhaupt nicht glücklich.“ Nur ein hinlänglich bekanntes linksextremistisches Blättchen muss natürlich wieder ein schlechtes Licht auf den Herrn Leitenden Polizeidirektor Kuno Lehmann werfen!

  3. Thomas Wüppesahl Says:

    Für wen es von Interesse ist:
    Auch der dritte Hauptverhandlungstag am Donnerstag, 12. Juni 2008, in diesem Strafverfahren (= Mobbing) gegen den Polizeibeamten Kamiar M. wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit von 13h bis 17:30h vor dem AG Hamburg-Blankenese alleine mit der Befragung der angeblich Geschädigten fortgesetzt.
    Erst am Freitag, 13. Juni 2008, ab 9h bereits, wird die Öffentlichkeit zugelassen und kann sich an den traurigen Äußerungen von Ermittlern über deren ergebnisorientierte Arbeiten, selektivem Aktenaufbau und weiteren Rechtswidrigkeiten sowie anderen aufschlußreichen Aussagen ein eigenes Bild machen. Dies im besonderen vor dem Hintergrund einer teilweise abstrusen Aussage der angeblichen Geschädigten. Auch diesbzgl. stellen sich Fragen wie: „Was haben die Ermittlerinnen vom LKA Hamburg und der DIE in der Innenbehörde Hamburgs eigentlich alles nicht „bemerkt“, „übersehen“, „weggelassen“, „nicht hinterfragt“ und munter vom Hocker „sortiert“. – Und die Staatsanwaltschaft Hamburg? Sie geht wieder einmal ihrer besonderen Aufgabenbeschreibung, die jedenfalls nur noch am Rande etwas mit jener aus der Strafverfahrensordnung – wonach sie eine neutrale Ermittlungsbehörde sein soll(te) – gemein hat, nach. – Und was macht die politische Spitze der Hamburger Justizbehörde? immerhin seit kurzem in „grüner Hand“.

    Kurzum: es werden muntere Staatsvorführungen werden. Zunächst hinter verschlossenen Vorhängen der 3. Akt am 12.06.08 und dann ein kleiner Zwischenhöhepunkt mit dem 4. Akt am 13.06.08, ab 09:00 Uhr.

    Es könnte um 9h auch eine Prozeßerklärung verlesen werden.

    Thomas Wüppesahl, Bundessprecher der BAG Kritischer Polizistinnen…

  4. LeserIn Says:

    Kamiar M. ist freigesprochen worden. BILD vom 20.6.2008 titelte:

    Freispruch! Polizist kein Sex-Strolch

    Schon vor dem Urteil am 16.6.2008 hatte BILD getitelt:

    Wer will diesen Polizisten fertig machen?
    http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/06/17/polizist/vor-gericht,geo=4862652.html

    Niemand muss sich um jemanden sorgen, für den BILD kämpft.

    Weitere Artikel zum Freispruch
    http://www.welt.de/welt_print/article2129624/Sexuelle_Noetigung_Polizist_zum_zweiten_Mal_freigesprochen.html
    http://www.mopo.de/2008/20080621/hamburg/panorama/sex_prozess_freispruch_fuer_polizist.html
    http://www.abendblatt.de/daten/2008/06/21/896645.html
    Jetzt geht es also gegen den Leitenden Polizeidirektor Kuno Lehmann. Kamiars rechtliche Interessen werden dabei von Rechtsanwalt Wellinghausen vertreten, einem prominenten Mitglied der untergegangenen Schill-Regierung in Hamburg.

  5. Thomas Wüppesahl Says:

    Liebe Interessierte,

    der hart erkämpfte Freispruch für Kamiar M. soll nicht die letzte Runde in alleine dieser Schlacht der Staatsanwaltschaft HaHa (unter einem grünen Justizminister, Senator Dr. Till Steffen) sowie der Polizei HaHa gegen einen Polizeibeamten des mittleren Dienstes sein:

    Am Freitag, 12. Juni 2009, um 13h, beginnt vor dem Landgericht (!) Hamburg, Kapstadtring 1, City Nord, Kleine Strafkammer 1, im Verhandlungssaal 1001 (man darf also Schönes träumen) unter dem gerade frisch durch wesentliches Zutun des grünen Justizsenators (trotz eindeutig verurteilungsfreudigen Rufes a la Barabaras Schill) zum Vorsitzenden der Kl. SK gemachten Richters, Herrn Schwarz, die von der StA HaHa ertrotzte Berufungsverhandlung zu dem o.a. Freispruch des AG Hamburg-Blankenese aus dem Juni 2008.

    Unter anderem in diesem Zusammenhang sind gestern ein paar mehr oder weniger informative Artikel erschienen, die ich nachfolgend [zitatweise] kopiert einstelle:

    29.05.2009 (taz)

    Ein Angriff auf die Würde
    POLIZEIAFFÄRE Ein Polizist verklagt die Polizeiführung: Seine Festnahme durch das MEK im Polizeipräsidium sei rechtswidrig. Von seinen Vorgesetzten fühlt er sich gemobbt
    VON KAI VON APPEN

    Kamiar M. macht ernst: Der Polizist hat über seinen Anwalt Ernst Medecke beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Polizeipräsident Werner Jantosch und seine Führungsriege eingereicht. […]

    Kernpunkt der Klage ist die Festnahme von M. am 12. September 2007 im Polizeipräsidium. […]

    Kamiar M. musste sich zunächst auf die Knie hocken, dann auf den Bauch legen, die Hände bekam er auf dem Rücken gefesselt. Obwohl es im Polizeipräsidium Fahrstühle gibt, habe man ihn „demonstrativ“ durch das Treppenhaus des Präsidiums, mitten durch Publikums- und Dienstverkehr ins Untergeschoss geführt. Dort musste er sich vor mehreren Beamten ausziehen, ehe er in eine Zelle gebracht wurde. Seine Wohnung sei ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss durchsucht worden, obwohl keine „Gefahr in Verzug“ vorgelegen habe. […]

    In einem Schriftwechsel mit M.s bisherigem Rechtsanwalt, Ex-Innenstaatsrat Walter Wellinghausen, hat die Polizeiführung die Verantwortung für den Showdown bestritten. Lapidar behauptete sie, die „Sachleitung“ habe bei der Staatsanwaltschaft gelegen. Was diese wiederum bestreitet. Demnach lag die Festnahme allein im „Verantwortungsbereich der Polizei“.

    Dies klingt nachvollziehbar: Aus einem Polizeivermerk geht hervor, dass „unabhängig vom Ausgang des Strafverfahrens“ Kamiar M.s Entlassung in jedem Fall betrieben werden sollte. […]

    „BLÖD“

    […]
    Polizist klagt Polizei an!
    Er wurde von einem Einsatzkommando verhaftet, saß unschuldig in Haft, wurde freigesprochen, darf aber nicht wieder arbeiten
    Von LEWEKE BRINKAMA
    Polizist Kamiar M. (30) wurde bereits zwei Mal festgenommen, vom Mobilen Einsatzkommando menschenunwürdig behandelt, saß unschuldig in Haft und ist seit 20 Monaten suspendiert. Warum, weiß er nicht. Die Polizeiführung schweigt! […]

    So berichtete BILD am 21. Juni 2008 über die Prozesse von M.
    […]
    Hamburger Polizist ist kein Sex-Strolch
    Die sieben Seiten der Klage lesen sich wie ein Krimi. Der Höhepunkt: Unter einem Vorwand wurde Kamiar M., gegen den damals wegen Verdachts eines Sexualdeliktes ermittelt wurde, im September 2007 ins Büro des Leitenden Polizeidirektors Kuno Lehmann bestellt. Dann das Unglaubliche: Plötzlich knallen die Türen auf, ein vierköpfiges MEK-Kommando reißt den gebürtigen Iraner zu Boden. Mindestens eine Waffe zielt direkt auf M.’s Oberkörper. Im Untergeschoss muss M. sich nackt ausziehen. […]

    WER HAT DIESEN EINSATZ ANGEORDNET?

    Nach Aussage der Polizei-Pressestelle muss ein Verdächtiger gewaltbereit und bewaffnet sein, damit das MEK kommt. Dabei war bekannt, dass M. keine Waffe hatte, als er bei Lehmann im Büro saß. […]

    Oder ist es, wie der Polizist und seine Anwälte glauben, eine persönliche Fehde, die der Leitende Polizeidirektor gegen M. führt? […]

    ———

    29.05.2009
    WEGEN MOBBING

    Dieser Polizist verklagt seinen obersten Chef
    Wurde der 30-Jährige Opfer einer „bösartigen Kampagne“?
    THOMAS HIRSCHBIEGEL

    Der Zugriff in der Chefetage des Polizeipräsidiums war filmreif: Laut schreiend stürmte das Mobile Einsatzkommando (MEK) das Büro des Leitenden Polizeidirektors Kuno Lehmann, richtete seine schussbereiten Waffen auf einen Kollegen. Der unbewaffnete Kamiar M. (30) musste auf die Knie. Nun verklagt der Polizeimeister Polizeipräsident Werner Jantosch und die Stadt Hamburg. Er sieht seine Menschenwürde verletzt, fordert mindestens 7500 Euro Schmerzensgeld. […]

    Der spektakulären Verhaftung vorausgegangen waren zwei Verfahren wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. 2005 hatte M. auf einem Straßenfest eine 34-jährige Frau kennengelernt. Beide hatten Sex. Danach sprach die Frau von Vergewaltigung. […]

    2007 zeigte ihn eine Bekannte (29) an. Er soll sie in seinem Schlafzimmer in Rissen am Hals gepackt und ihr gegen ihren Willen an die Brüste gefasst haben. […]

    Doch auch dieses Verfahren endete 2008 mit Freispruch, gegen das die Staatsanwaltschaft aber in Berufung gegangen ist.

    Trotzdem blieb das Foto des Beamten aus unerfindlichen Gründen in der Verbrecherkartei. Dort identifizierte ihn 2008 ein Freier, der im Eros-Laufhaus an der Reeperbahn von Zuhältern verprügelt worden war, fälschlicherweise als Täter. Erst nach fast 14 Monaten wurde das Verfahren eingestellt. Trotzdem ist der Polizist bis heute suspendiert.

    Rechtsanwalt Medecke: „Das Verhalten des Dienstherrn gegen meinen Mandanten kann ich nur als Mobbing bezeichnen. In strafrechtlicher Hinsicht gehe ich davon aus, dass Nötigung und Beleidigung vorliegen.“ Er sieht Kamiar M. als Opfer einer „bösartigen“ Kampagne der Polizeiführung. Sogar das angebliche Abspielen eines Pornos in einem Mannschaftswagen wurde gegen ihn ausgelegt. […]

    (MOPO vom 29.05.2009 / SEITE 12)“

    Auch diese staatlichen „Vorhänge“ lohnen die Anteilnahme: Kostenfrei, formlos, ohne Kleiderordnung, unterhaltsam, bodenlos (im besonderen die Rollen von StA + Polizei), rechtsstaatsmißbräuchlich, abschreckender Schulungsunterricht, ressourcenvergeudend und rücksichtslos. Also wie im antiken Rom, lediglich ohne klassische Gladiatorenausrüstung oder Löwen etc. Wenn im Schriftsatz und bei der Mopo von Beleidigung und Nötigung gegen Kamiar M. die Rede ist, handelt es sich um einen Witz, denn für jeden der dazu noch nicht einmal die Aktenlage kennen muß, ist klar, dass der dringende Tatverdacht besteht, an Kamiar M. sind Körperverletzungen (Plural!) durch Polizeivollzugsbeamte begangen worden, also Körperverletzungen im Amt, gleich Verbrechenstatbestände!

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas Wüppesahl, Bundessprecher Kritische PolizistInnen

  6. bloegi Says:

    Kamiar M. hat mitgeteilt, dass zwei vorsitzende Richter des Landgerichts Hamburg, Dr. Halbach und Dr. Schwarz, für befangen erklärt worden sind. Das wird durch folgende Dokumente bestätigt:
    http://www.kritische-polizisten.de/dokumente/befangenheit_halbach.pdf
    http://www.kritische-polizisten.de/dokumente/befangenheit_schwarz.pdf
    Der Prozess wurde ausgesetzt. Kamiar M. äußerte sich darüber so:

    Dieses Gefühl der Erleichterung und die bleibende kleine Hoffnung auf Rechtsstaatlichkeit ist für mich gerade ein Vulkanausbruch des Glücksgefühls.

    Jeder der unschuldig ist, sollte kämpfen- bis zum letzten Atemzug. Ich bin froh, dass ich es durchgehalten habe. Ich danke allen, die mich überredet u gestärkt haben, durchzuhalten. Mehr als einmal war ich unmittelbar vor der Aufgabe !

  7. Thomas Wüppesahl Says:

    Räuberpistole ad acta gelegt

    Nach 20 Verhandlungstagen platzt Prozess gegen einen Polizisten. Der Richter wurde für befangen erklärt. Sogar einer Kollegin hatte er gedroht. VON KAI VON APPEN

    Das Verfahren begann im Herbst 2007 mit einer Räuberpistole im Polizeipräsidium und endet vorerst mit einem Paukenschlag im Landgericht: Nach 20 Verhandlungstagen ist der Berufungsprozess gegen den Polizeibeamten Kamiar M. wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung geplatzt. Der Grund: Die Kontrollrichterin der Kleinen Strafkammer 9, Ute Barrelet, erklärte den für M. zuständigen Richter der Kleinen Strafkammer 1, Alfons Schwarz, für befangen – und feuerte ihn aus dem Prozess.

    Der Deutsch-Iraner M. habe demnach berechtigte Gründe, an der Unparteilichkeit von Richter Schwarz zu zweifeln, heißt es in ihrem Beschluss. Der Anwalt des Angeklagten,Uwe Maeffert, forderte die Staatsanwaltschaft nun auf, die Berufung gegen den Freispruch […]

    http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/raeuberpistole-ad-acta-gelegt/

  8. bloegi Says:

    Alfred Fleißner hat Internet-Seiten über Kamiar M. gestaltet:
    http://www.vor-verurteilung.de/
    Daher ist das tolle Bild von Kamiar M. jetzt ganz oben in diesem Artikel.

    Thomas Wüppesahl (Thomas W.) hat viele Artikel über Kamiar M. gesammelt:
    http://kritische-polizisten.de/kamiar_m.htm

    LtPD Kuno L., der Leitende Polizeidirektor, heißt natürlich Kuno Lehmann. Aber der hat bisher keine Internet-Seiten über Kamiar M. gestaltet.

    Auch das ganze Getue um das M. in Kamiar M. ist albern. Er heißt Kamiar Mobayyen. Mobayyen besitzt eine eigene Domain im Internet, nämlich
    http://www.unschuldig-eingesperrt.de/ ,
    wodurch er seinen Namen öffentlich macht.

  9. bloegi Says:

    Auf Fleißners Kamiar-M-Website ist der komplette Text einer Strafanzeige gegen den Leitenden Polizeidirektor Kuno Lehmann reproduziert. Sowohl Strafanzeige als auch die Art ihrer Veröffentlichung sind professionell. Deshalb weise ich hier besonders darauf hin:

    http://www.vor-verurteilung.de/index.php/strafanzeige.html

    Medecke, der Rechtsanwalt, der die Strafanzeige geschrieben hat, geht ausführlich auf die „Verwerflichkeit“ ein, die eine Nötigung haben muss, damit sie rechtswidrig wird. Die „Verwerflichkeit“ ist der Ersatz für das „gesunde Volksempfinden“, das während der Nazi-Zeit in den Nötigungsparagraf § 240 StGB hineingebastelt wurde. Generalklauseln waren in der Nazi-Zeit beliebt und wurden nahezu modifikationslos in die BRD-Justiz übernommen, da sie unermessliche Willkür erlauben. Über Generalklauseln:

    http://sci.althand.com/gummi.html
    besonders
    http://www.humboldt-forum-recht.de/druckansicht/druckansicht.php?artikelid=79

  10. LeserIn Says:

    Zwergenaufstand in der Hamburger Polizei gegen den Polizeipräsidenten Werner Jantosch. Sowas gibt es in Bayern nicht!

    Das zweiseitige Papier hat einen unverfänglichen Titel: „In Sorge um die Polizei Hamburg“. Verfasser sind mehrere hochrangige Hamburger Polizeiführer – und es hat es in sich! …
    Und das wird Werner Jantosch (59) und seinen leitenden Polizeidirektoren Kuno Lehmann (56) und Peter Born (57) von ihren Kollegen vorgeworfen:
    Reihenweise wurden verfassungswidrige Projekte angestoßen … Selbstkritik nach schiefgegangenen Großeinsätzen? Fehlanzeige. Nach den Krawallen am 1. Mai 2008 gab es innerhalb der Polizei keine selbstkritische Nachbereitung. Es gebe ein „Kartell des Schweigens“. …

    Hamburger Morgenpost 12.08.10

    Da haben wir ihn wieder, den Kamiar-M.-Hasser und Leitenden Polizeidirektor Kuno Lehmann! Doch Jantosch, Lehmann und Born werden es ihren Zwergen schon zeigen!

    Polizei-Chef Werner Jantosch schlägt zurück
    In einem Brandbrief kritisierten Top-Beamte seine Führung. Polizei-Chef Werner Jantosch (59) reagiert jetzt mit einer internen Rundmail. Die Botschaft: Wer meckert, ist ein Nestbeschmutzer.

    Hamburger Morgenpost 13.08.10

    Dieser Werner Jantosch scheint sehr originell zu sein.

  11. bloegi Says:

    Bei der Polizei fällt man immer nur vom Regen in die Traufe:

    Ein „Brandbrief“ sorgt für Unruhe in der Polizei. Beamte mit gemeinsam „mehrhundertjähriger Berufserfahrung in allen polizeilichen Funktionsbereichen, Dienstgraden und Laufbahnen der Polizei Hamburg“ haben sich damit anonym gemeldet. Sie werfen ihrem Präsidenten Werner Jantosch vor, den rund 10 000 Mitarbeiter umfassenden Sicherheitsapparat mit diktatorischen Tendenzen zu führen. Jantosch nannte die Äußerungen intern „diffamierend und respektlos.“

    Hamburger Abendblatt 13.8.2010

    Ich bin sehr glücklich, weil diese mehrhundertjährigen Polizisten dem Polizeipräsidenten nur einen Brandbrief in sein Büro, nicht aber den Nobelkarossentod in einen Radkasten seines Dienstwagens gesteckt haben. Was den Inhalt der Kritik an Jantosch angeht: Die dürfte berechtigt sein.

  12. LeserIn Says:

    Die Welt geht unter!

    Eine harsche, anonym gehaltene Kritik an Hamburgs Polizeiführung sorgt in den Sicherheitsbehörden für große Unruhe. In einem Brief werfen ungenannte Polizeiführer dem Polizeipräsidenten Werner Jantosch „diktatorischen Führungsstil“ und „Selbstherrlichkeit“ vor. Leitende Polizeiführer wie Peter Born werden als Fehlbesetzungen eingestuft.

    Welt 13.08.10

    Wenn dieser Jantosch nicht einmal seine eigene Truppe auf Zack halten kann …

  13. Neue Rheinische Zeitung Says:

    Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten zu Stuttgart 21:
    „Wer ist das Volk?“
    Von Thomas Wüppesahl

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten hat am 2. Oktober „zu dem um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ durch staatliche Organe mit rechtswidrigem Handeln, Täuschen, Tricksen und Tarnen eskalierten Konflikt anlässlich der gewaltsam durchgesetzten vorzeitigen Fällung von Bäumen“ eine Presseerklärung herausgegeben. Sie beginnt mit den Fragen „Wer ist das Volk? Wer hat …

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15707

  14. bloegi Says:

    Freispruch für den Polizisten Kamiar M.

    Am Mittwoch sprach das Landgericht den 32-Jährigen in der Berufungsinstanz vom Vorwurf der sexuellen Nötigung seiner langjährigen Freundin Meike W. frei – wie zuvor bereits das Amtsgericht Hamburg-Blankenese.

    Die Indizien aber sprächen aus Sicht des Gerichts gegen die Angaben von Meike W. – und die Polizeiermittlungen seien obendrein einseitig und „dilettantisch“ gewesen.

    taz 30.3.2011

    Der Verteidiger U.Maeffert hat es nach etlichen Anträgen geschafft eine andere Kammer des Landgerichts Hamburg, die M. offenbar nicht gewogen war, als befangen auszuschalten.

  15. LeserIn Says:

    Kamiar M’s Internetseiten lösen Staatsaktion aus:

    Google entschuldigt sich bei Staatsanwaltschaft

    Kleine, peinliche Maps-Panne: Wer in Googles Online-Kartendienst nach der Hamburger Staatsanwaltschaft suchte, der wurde zwar fündig, fand dort aber auch einen Link zu einer Seite, die rein gar nichts mit den Strafverfolgern zu tun hat, sondern sie heftig kritisierte.

    Am Montagmorgen allerdings war der fehlerhafte Link immer noch online: Wenn man in Google Maps nach „Staatsanwaltschaft Hamburg“ sucht und dann auf den Link mit weiterführenden Informationen zur korrekt auf der Karte angezeigten Behörde klickt, erscheint dort auch ein Link zu einer – mittlerweile offenbar offline genommenen – Seite namens vor-verurteilung.de.

    Die private Internetseite befasst sich mit dem Fall eines aus dem Dienst entlassenen Polizisten und prangert das Verhalten der Staatsanwaltschaft an. Erst als sich die Behörde an Google wandte, wurde der Fehler entdeckt.

    SPIEGEL 29.08.11

    • bloegi Says:

      Zum Totlachen

      Gegen die „Prangerwirkung“: Oberstaatsanwalt Möllers.

      Wilhelm Möllers ist ein Mensch mit viel Humor – normalerweise. Diesen Fall aber findet der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg nur wenig amüsant. Der Brancheneintrag seiner Behörde beim Internetdienst Google Maps trug über Wochen einen Link auf die private Internetseite vor-verurteilung.de – eine Schmähseite, auf der die Staatsanwaltschaft Hamburg für ihren Umgang mit einem aus dem Dienst entlassenen Polizeibeamten heftig kritisiert wird.

      NDR 29.8.2011

      Es ist gut, dass der NDR hinzufügt: „Wilhelm Möllers ist ein Mensch mit viel Humor“. Man könnte sonst auf andere Ideen kommen. Der Begriff „Schmähseite“ passt nicht. Kamiar M’s Kritik war eher zurückhaltend und wohl deshalb wenig wirksam.

      • Tilman Hausherr Says:

        Was ich erschreckend finde ist dass die Presse die Behauptung von der „Schmähseite“ so kritiklos übernommen hat, obwohl sie problemlos im Google Cache zu lesen ist. Und was man da sieht ist ziemlich nüchtern-sachlich.

      • bloegi Says:

        „Schmähkritik“ ist das Wort deutscher Juristen für das, was man trotz Meinungsfreiheit nicht äußern darf. „Schmähkritik“ bedeutet Strafverfolgung nach § 185 ff StGB. Schon das Wort ist bescheuert.

  16. bloegi Says:

    Korrektur:

    Die Domain vor-verurteilung.de gehört nicht Kamiar M. Sie gehört Dr. Alfred Fleissner, der sich gegen Mobbing engagiert. Kamiar Mobayyens Homepage
    http://www.unschuldig-eingesperrt.de
    ist nach wie vor erreichbar.

    vor-verurteilung.de wurde innerhalb von Stunden eingerissen. Im Hamburg scheint die Hölle los zu sein – wegen einer Bagatelle.

  17. Noch n Leser Says:

    Mich würde ja nun trotzdem interessieren, was auf jener – mittlerweile gar gesperrten Seite, geäußert wurde, dass trotz Meinungsfreiheit nicht geäußert werden durfte. Herr Fleissner will mir so gar nicht als Verbreiter unwahrer Tatsachenbehauptungen erscheinen und die zeitweise noch über den Google-Cache abrufbaren Inhalte – auch die sind mittlerweile leider perdü – lasen sich imho sachlich, nicht beleidigend und schienen nach Abgleich mit weiteren Quellen (z.B. kritische Polizisten) durchaus korrekt.
    Hoffe Herr Fleissner erhält seine Domain samt Inhalt zurück und der Streisand Effekt tut sein übriges.

    • bloegi Says:

      Nach meiner Erinnerung hat Herr Fleissner die Übergriffe der Polizeiführung und der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Herrn Mobayyen in zurückhaltender Weise beschrieben und die Faksimiles einiger Dokumente hinzugefügt, um seine Darlegungen glaubhaft zu machen oder sogar zu beweisen. Wenn sogar Fleissners Form der Meinungsäußerung „Schmähung“ sein soll, ist jede Kritik an Polizei und Justiz verboten.

      Der Inhalt dessen, was Fleissner äußern wollte, steht im Wesentlichen auch im Artikel oben: sein Leserbrief, den ich reproduziert habe.

      Dass die Strafverfahren gegen Kamiar M. alle erfolglos blieben, war eine schwere Blamage besonders für die Staatsanwaltschaft. Die Wut darüber dürfte der Grund der aktuellen Aktionen sein.

  18. bloegi Says:

    Heute am 1.9.2011 war auf einmal das wunderschöne Bild von Kamiar M wieder da: Dicker Polizeibeamter mit Glatze hat einem Bürger sein Sakko über den Kopf gestülpt, ihn mit Handschellen gefesselt und führt ihn ab. So lieben wir unsere Polizei.

    Nach oben scrollen!

    Bevor das Bild wieder verschwindet, sollten alle es ansehen.

  19. bloegi Says:

    http://www.vor-verurteilung.de/

    ist jetzt wieder ganz da.

  20. Unseriöse Vorgehensweisen bei Wikipedia | Thomas Wüppesahl Says:

    […] relevante Links : [18],[19], [20], [21], [22], [23], [24] Im übrigen ist nach wie vor nicht klar dargelegt worden, warum dieser […]

  21. Schwarz-Grüne Innenpolitik a la HaHa | Thomas Wüppesahl Says:

    […] Aus gegebenem Anlaß empfehlen wir Kritischen PolizistInnen sich einmal den Blog des Herrn Dr. Ulrich Brosa anzusehen: https://bloegi.wordpress.com/2008/05/25/wen-wuppesahl-im-knast-kennen-lernte/ […]

  22. Thomas Wüppesahl Says:

    Lieber Herr Dr. Brosa, wenn Sie den Inhalt bitte einmal zur Kenntnis nehmen möchten? – Herzliche Grüße – Thomas Wüppesahl

    http://www.kritische-polizisten.de/pressemitteilungen/2012-07-23-gener-Schreib-Fleiss.pdf

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