Höchste Würdenträger, allen voran die Bundeskanzlerin, verurteilen die Taten der Zwickauer Zelle als Schande für Deutschland. Dabei wird vergessen, dass diese drei jungen Menschen mit einem Quäntchen Glück geachtete und geehrte Bürger unseres demokratischen Rechtsstaats hätten werden können.
Nach bestandenem erstem juristischem Staatsexamen bewarb sich Beate Z. als Praktikantin beim BAMF. Dort fiel sie sofort den Vorgesetzten angenehm auf wegen des Fleißes, mit dem sie Abschiebungsanordnungen ausfertigte. “Ausländer raus!” sagt Beate Z.. “Dafür mache ich Überstunden.” Die korrekte, nunmehr unkündbare Verwaltungsangestellte darf sich über ein schönes Gehalt mit Leistungszulagen freuen und sieht einer krisenfesten Altersversorgung entgegen.
Polizeioberkommissar Uwe B. wird von seinen Vorgesetzten gern in kritischen Situationen eingesetzt. “Diese Türken sind alle Verbrecher”, sagt POK B., “und gefährliche dazu. Ein Polizist darf mit der Notwehr nicht fackeln.” Der sympathische Beamte hat eine neue Dienst-Schusswaffe beantragt, weil seine bisherige abgenutzt ist. Währenddessen wird über den Einsatz des tüchtigen Beamten als Major der Bundeswehr in Afghanistan nachgedacht.
Die Doktorarbeit des Einser-Juristen Uwe M. “Rechtsstaatliche Bekämpfung des Linksterrorismus” wurde mit “summa cum laude” benotet und erregte höchste Anerkennung im Justizministerium. Als Richter am Amtsgericht griff Dr.M. scharf durch, wenn die Ehre von Amtsträgern verletzt wurde. Er verhängte abschreckende, generalpräventive Strafurteile. “Unter drei Jahren Gefängnis für Beamten-Beleidigung läuft bei mir gar nichts”, erläutert Dr.M.. Nach seiner Beförderung an das Landgericht hat er sich dem Zivilrecht und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte zugewandt. “Es ist Schmähkritik”, judiziert Dr.M., “wenn Volksgenossen, die an der Auferstehung des Deutschen Volkes mitwirken, als Neonazis verunglimpft werden”. Er verbietet derartige Äußerungen umfassend und macht den Beklagten klar, dass sie mit zwei Jahren Haft rechnen müssen, wenn sie das Verbot übertreten.
16 Dezember 2011 um 7:13 pm |
Schöne sarkastische Umschreibung. Foto 1 sieht wie ein Monster aus. Die Person versteckt etwas.
Foto zwei zeigt jemanden, der wohl viel zu viel säuft und deshalb lachen kann. Alkoholkonsonsum, verbaute Schulbildung durch falsche Freunde, versagen der Verfassungsorgane und Wut wird an den Mitmenschen ausgelassen.
Foto 3 vor diesem Mann hätte ich Angst. Er kommt sehr glatzig geschoren rüber. Einen Anteil militärischen Karismas fällt auf.
Alle drei, jahrelang geschützt von den Staatsobernazis. Bombenbau, Mord, Gewalt, Diskriminierung und übelste Machenschaften im Namen des Nazismus in Ordnung und vom Staat gewährt.
Ich habe Angst.
16 Dezember 2011 um 10:42 pm |
Bei den Fotos 2 und 3 stimme ich zu. Vielleicht haben Sie auch bei Foto 1 Recht. Aber auf den ersten Blick sieht B.Zschäpe auf diesem Foto aus wie eine Frau, die Sie überall im öffentlichen Dienst antreffen könnten.
Ich finde es schwierig aufgrund des Aussehens abzuschätzen, wie ein Mensch ist. Goethe (den ich trotz seiner Intelligenz nicht besonders mag) meint, man müsse Menschen reden lassen und ihnen sorgfältig zuhören, um sie ergründen. Da ist was dran. Aber ich befürchte, es ist noch nicht die ganze Wahrheit. Man muss Menschen handeln lassen, bevor man weiß, was mit ihnen ist. Leider verursacht die letzte Methode oft beträchtliche Schäden.
18 Dezember 2011 um 8:21 pm |
Wie weltanschaulich neutral ist der Bundespräsident?
FOCUS 17.12.11
Auf den Weihnachtsmärkten ist die Neonazi-Dichte traditionsgemäß enorm. Und der Deutsche Fechter-Bund dürfte einer Burschenschaft vergleichbar sein.
9 Januar 2012 um 1:37 am |
……und die “Cervesis Bambergensis” lacht, bis ins Verfassungsgericht……………
Soviel zum Thema Burschenschaften und Studentenvereinigungen. Aber auch hier, ganz normale Leute. Bis……
22 Januar 2012 um 2:23 pm |
Bloegi, es ist traurig, dass diese Söhne und Töchter verloren gegangen sind. Schön wäre es, wären diese Menschen mit auf unserer Seite gewesen und hätten sich gegen Faschismus eingesetzt.
Aber … es kam alles ganz anders