Aktuelle Nachrichten über die Unterstützer des NSU finden Sie in den Kommentaren am Ende dieses Threads.

[Das ist Arndt Peter Koeppen, oh wie süß(CDU)! Er ist jetzt Leitender Oberstaatsanwalt in Marburg.]
Koeppen ist an erster Stelle dafür verantwortlich, dass die Mörder des Nationalsozialistischen Untergrunds zehn Menschen ins Jenseits befördern, Bombenanschläge und ungezählte Banküberfälle verüben konnten.
Koeppen war von 1993 bis 1999 Leitender Oberstaatsanwalt in Gera, mithin zuständig für Jena. Als 1998 die Werkstatt mit Rohrbomben und TNT entdeckt wurde, die Bombenbauer Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe aber entwischten, erklärte Koeppen:
Ich glaube nicht, dass man von einer schlagkräftigen Organisation, die geplant, gezielt, strategisch gewissermaßen solche Dinge ins Werk setzen wird, in Zukunft wird reden müssen.
Anstrengungen, die BombenbauerInnen zu finden, hielt Koeppen für überflüssig. Er meinte, dass sie sich von selbst bei ihm melden würden:
Nach meinem Eindruck ist das nur eine Frage der Zeit. Früher oder später werden werden wir die Herren, die Dame bei uns begrüßen können.
Der Spiegel hat Koeppen 1998 interviewt und reproduziert Koeppens Äußerungen in einem aktuellen Video ab 9:35. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren Koeppens Fall.
[Vom Düsseldorfer Rosenmontag: Justiz, Verfassungsschutz und Polizei haben die Neonazi-Mörder unterstützt. Das Märchen von den Pannen mag keiner mehr glauben. Es spricht für die Intelligenz derjenigen, welche diesen Karnevalswagen gebaut haben, dass sie die Justiz am dichtesten an der Mündung platziert haben.]
Koeppen war als Import aus Hessen nach Thüringen gekommen. Er ist ein juristischer Ziehsohn des NSDAP-Mitglieds Karl-Heinz Koch. Trotz oder gerade wegen Unfähigkeit machte Koeppen in Thüringen zunächst Karriere. Bis 2004 war er Justiz-Staatssekretär, also auch dafür verantwortlich, dass 2003 die Ermittlungen gegen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe, d.h. gegen den Nationalsozialistischen Untergrund, eingestellt wurden.
Doch nach den Wahlen 2004 wollte ihn Dieter Althaus nicht mehr haben. Koeppen kehrte nach Hessen zurück und wurde Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbands Bornheim. (Das ist der Stadtteil Frankfurts, der die Wolfsangel im Schild führt. Meiner Meinung nach sind das stramme Nazis.) 2006 kam der damalige

hessische Justizminister Banzer auf die perverse Idee Koeppen zu reaktivieren und ihn zum Leitenden Oberstaatsanwalt in Marburg zu ernennen. Siehe Koeppens Lebenslauf.
In Marburg hat Koeppen das fortgesetzt, was er immer tat: Rechtsextremismus verharmlosen.
- Von Kevin Schnippkoweit, einem extrem virulenten Neonazi, der in Treysa ein 13-jähriges Mädchen fast totschlug, hat Koeppen natürlich nichts gewusst.
- Ein Dokument Koeppens gefährlicher Dummheit ist auf meiner Koeppen-Seite wiedergegeben. Koeppen behauptete, die hessischen jungen Leute von heute (z.B. Oberstaatsanwalt Willanzheimer) wüssten von Hitlers Geburtstag nichts, und drohte meinem Verteidiger mit “Risiken”, weil der geschrieben hatte:
Es besteht zumindest ein Anfangsverdacht an einer unheiligen Verquickung zwischen der rechtsradikalen Szene, den Polizeibehörden und den zuständigen Strafverfolgungsbehörden.
- Am schlimmsten aber ist, dass Koeppen das übelste Personal seiner Staatsanwaltschaft unterstützt hat. Koeppen hat zu verantworten, dass der rechte Rechtsbeuger Rainer Franosch Karriere machen konnte. Auch dem Staatsanwalt Philipp Zmyj-Köbel, einen Berufsverleumder (CDU), hat Koeppen die Stange gehalten.
Ulrich Brosa
In der gegenwärtigen Auseinandersetzung wird hauptsächlich über die Verfassungsschutzämter hergezogen. Auch wenn diese Kritik angebracht ist, trifft sie nicht den Kern.
Die Staatsanwaltschaften sind für Strafverfolgung zuständig. Geheimdienstler haben damit nichts zu tun und Polizisten sind nur Hilfsbeamte der Staatsanwälte.
Das ist nicht nur mir, sondern allen bekannt, die sich ein wenig mit der Organisation dieses Rechtsstaats auskennen. So erschien in der Süddeutschen Zeitung am 18.11.2011, vier Tage nachdem dieser Artikel veröffentlicht worden war, ein Artikel, in dem unter anderem zu lesen ist:
Schuld an dem folgenschweren Fehler aber scheinen nach den jüngsten Erkenntnissen weniger die Geheimdienstler gewesen zu sein. Das Problem lag offenbar bei der zuständigen Staatsanwaltschaft und den ermittelnden Polizisten. Noch während der Durchsuchung der Garagenanlage, in der vier mit rund 1,4 Kilogramm des Sprengstoffs TNT gefüllte Rohrbomben gefunden worden waren, hatten die Tatverdächtigen entwischen können.
Der Thüringer Verfassungsschutz hatte getan, was er tun konnte:
Den Hinweis, die alten DDR-Garagen beim “Braunen Haus” zu durchsuchen, hatte der Verfassungsschutz gegeben. Mitarbeiter hatten beobachtet, wie Böhnhardt und Mundlos Sprengstoffmaterial in eine Garage schafften. In einer handschriftlichen Skizze zeichnete ein Geheimdienstler die Lage der beiden Garagen auf, die Beate Zschäpe für insgesamt 70 Mark angemietet hatte.
Selbstverständlich hätte die Staatsanwaltschaft Gera nicht nur die Durchsuchung, sondern auch Haftbefehle beantragen müssen. Hinzu kam dann noch, dass die Staatsanwaltschaft die Fahndung nach den Entwischten fast einen Monat verschleppte, und zwar mit der absurden Rechtfertigung, die der Behördenleiter der Staatsanwaltschaft, Arndt Koeppen, wie oben zitiert von sich gab.
Wichtig fürs Verständnis des aufrechten Kampfes deutscher Staatsdiener gegen das Nazitum:
NPD-Nazis sind Schlachtschweine der Staatsnazis
Oberhässliches Bild aus der Oberhesslichen Presse vom 18.7.2010

Links neben Koeppen Heidemarie Wieczorek-Zeul von der politischen Pseudo-Konkurrenz.
Im Oberhesslichen Artikel heißt es über die Veranstaltung dieser beiden in der Marburger Uni:
Das glaube ich gern. Der rechtswissenschaftliche Fachbereich der Marburger Uni ist ein Graus.
Der Name des Jura-Dekans Gornig (links im Bild) wird übrigens durch Umstellung zweier Buchstaben regelmäßig verunstaltet, was indes Tradition und Ehre in Marburg beweist.
Tags: Arndt Koeppen, Arndt Peter Koeppen, Beate Zschäpe, Oberstaatsanwalt Koeppen, Philipp Zmyj-Köbel, Rainer Franosch, Staatsanwalt Franosch, Staatsanwalt Zmyj-Köbel, Staatsanwaltschaft Gera, Staatsanwaltschaft Marburg, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Zwickauer Zelle

15 November 2011 um 1:59 pm |
Jede Menge Rechtsextreme in staatlichen Diensten. Hier der ehemalige Chef des Thüringer Verfassungsschmutzes:
Das ist leicht zu raten. Linke Gewerkschafter gibt es – zumindest in Deutschland – so gut wie nicht. Der linke Gewerkschafter war Angelo Lucifero. Der hatte auch viel Freude mit der Thüringer Rechtsstaatsjustiz:
http://www.labournet.de/diskussion/rechten/opfer/angelochronik.pdf
Verfahren gegen Lucifero wurden natürlich zur Anklage gebracht.
taz 14.11.2011
15 November 2011 um 3:40 pm |
Das wird dem leitenden Oberstaatsanwalt aber nicht gefallen dies zu lesen. Ich hoffe er findet Meinungsfreiheit wichtig und dies ist Interpretation auf Fakten-basierend. Das Schöne daran ist inbesodneres Interpretation seiner festgehaltenen Äußerungen vor der Presse.
15 November 2011 um 3:41 pm |
Gleich der nächste Fall:
http://web.de/magazine/nachrichten/panorama/14147220-mann-mit-hakenkreuz-schiesst-auf-tuerkisches-geschaeft.html#.A1000107
Es wird endlich über die Fälle berichtet.
15 November 2011 um 6:27 pm |
(Der Thread, der mit
http://bloegi.wordpress.com/2009/05/24/die-natur-des-polizeibeamten/#comment-4337 begann, wird jetzt hier fortgesetzt.)
Es geht um denjenigen Beamten des hessischen Verfassungsschutzamts, der sich 2006 in Kassel zur Tatzeit im Internet-Cafe des Ermordeten befand, vom Mord aber nichts bemerkt haben will.
FAZ 15.11.2011
In den hessischen Dörfern gibt es tausende kleiner Adolfs. In den Gastwirtschaften erzählen sie sich gegenseitig, wen sie alles “aufknüpfen” oder “an die Wand stellen” wollen. Der von der FAZ gemeinte kleine Adolf war indes öfter als einmal mit dabei:
Bild 15.11.2011
Bei Bild ein Foto von Helmut Roewer mit Pickelhaube auf dem Kopf. Der Typ ist nicht dicht. Er war nie dicht. Trotzdem wurde er zum Chef einer großen Behörde gemacht.
15 November 2011 um 7:02 pm |
Noch eine Ergänzung zum “kleinen Adolf”. Nicht nur, dass er Beamter des hessischen Verfassungsschutzamts war. Er wurde von seinen Vorgesetzen sogar in der “Abteilung Ausländerextremismus” eingesetzt.
Frankfurter Rundschau 15.11.11
Vielleicht hat gleich den Auftrag bekommen “Probleme” ohne langwierige Gerichtsverfahren zu “lösen”.
15 November 2011 um 6:38 pm |
Der Roewer … soso. Nur, @blögi, wieso “trotzdem”? Nicht deshalb?
15 November 2011 um 9:30 pm |
U.a. Hessen ist ein Augiasstall rechtsradikaler Umtriebe – die Verfahren in und um Amöneburg haben eines bewiesen: Die Staatsgewalt deckt nicht nur Rechtsradikalismus, sondern ist Teil davon. Und so kann auch gerade in einem solchen Umfeld das, passieren, was Dr. Brosa, Jörg Bergstädt und den bekannten Steuerfahndern passiert ist: Systematische Staatskriminalität gegen Bürger, die gerade das wollen, was diese braune Brut ablehnt: Förderung des Allgemeinwohls, Gerechtigkeit, Werte.
16 November 2011 um 1:08 pm |
Über diesen Weg wirken die Burschenschaften in Politik und Gesetz negativ ein. Das führt dort zur extremer Willkür. Deshalb Burschenschaften absägen.
16 November 2011 um 1:11 pm
Exekutive und Judikative das Misstrauen immer wieder auf Papier aussprechen und oral.
Gewaltsames vorgehen ist nie eine Lösung!
15 November 2011 um 11:47 pm |
Vom Kleinen Adolf bis zum Großen Roewer – “Fragen über Fragen“ (Bert Brecht)
http://www.trueten.de/archives/7439-V-Leute-Krimi-zu-Ende-phantasiert..html
SPD-Typen wolln mehr Geld für “Verfassungsschutz”, paar in der CDU wie Bosbach wollen Aufklärung, Restlinke fordern GEHEIMDIENSTE ABSCHAFFEN, vulgo: DER DRECK MUSS WEG
16 November 2011 um 1:06 am |
Ja, der Dreck muss weg auch in allen anderen Parteien und der Lobbyismus.
Wo sind die Schmarotzer?, Leserbrief Mindener Tageblatt 05.11.2010
…2007 lag das private Vermögen bei rund 8 Billionen Euro – 1.1 Billionen mehr als 2002. Interessant wird es nun wenn man dem die Staatsschulden gegenüberstellt, das waren 2002 rund 1,28 Billionen und 2007 rund 1,54 Billionen. Wie leicht zu erkennen ist, ist der Vermögenszuwachs rund fünf mal so hoch wieder Zuwachs der Staatsschulden.
Und den kleinen Mann verarscht man mit Riesterrentenbetrug!!
Die Rückkehr des “furchtbaren Juristen” Filbinger bei der CDU, spiegel online 19.05.2004
Hans Filbinger trat 1978 als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zurück, weil er als Marinerichter in der Nazi-Zeit noch gegen Kriegsende Deserteure zum Tode verurteilt haben soll. Jetzt kehrt der 90-Jährige zurück auf das höchste politische Parkett. Die CDU schickt ihn als ältesten Wahlmann in die Bundesversammlung.
200000 politische Verfahren, Braunbuch:
Seit Jahren fordern prominente Vertreter der CDU/CSU die Wiedereinführung der Todesstrafe für politische Taten. Der Vizepräsident des Bundestages Jaeger (CSU) verlangte dies bereits 1957 (Frau und Politik, Bonn, 15. Dezember 1957), und kein geringerer als der seinerzeitige Justizminister Schärfer (CSU) wollte die Todesstrafe für „Landesverrat“ 1958 einführen. (Neue Ruhr-Zeitung, Essen, 14. Juni 1958).
Kurt Georg Kiesinger (CDU) – EIN FÜHRENDER NAZI-PROPAGANDIST ALS BONNER REGIERUNGSCHEF, Braunbuch
Es ist eines der sichtbarsten Symptome für die Konzentration schwerbelasteter NS-Führungskräfte in den Spitzen des Bonner Staates, daß im Dezember 1966 mit Kiesinger ein Mann die Geschäfte des Bundeskanzlers übernahm, der zu den Schlüsselfiguren der nazistischen Auslandspropaganda gehörte.
Kiesinger, der noch vor Ablegung der großen juristischen Staatsprüfung, am 1. März 1933, Mitglied der Nazi-Partei wurde (Mitglieds-Nr. 2633930), praktizierte in den ersten Jahren der Hitlerdiktatur als Rechtsanwalt am Kammergericht Berlin.
Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das was vor den Wahlen gesagt auch wirklich nach den Wahlen gilt. Wir müssen damit rechnen, dass sich das in verschiedenen weisen wiederholen wird.
Braune Wurzeln – Alte Nazis in den niedersächsischen Landtagsfraktionen von CDU, FDP und DP, 01.11.2008
Auf der 7. Plenarsitzung des Niedersächsischen Landtages am 9. Mai 2008 erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Dr. Bernd Althusmann, folgendes: “…Meine Damen und Herren, die CDU hat ihre geistigen und politischen Wurzeln im christlich motivierten Widerstand gegen den Terror des Nationalsozialismus. Das ist die Wahrheit.” (Protokoll S. 626)
Die Fraktion der LINKEN im Niedersächsischen Landtag nahm die damalige Debatte und Althusmanns Ankündigung weiterer “Geschichtslehrstunden” zum Anlass, dem von ihm propagierten Geschichtsbild der CDU näher auf den Grund zu gehen. Sie beauftragte den Oldenburger Historiker Dr. Hans-Peter Klausch, exemplarisch die seit 1947 gewählten Landtagsabgeordneten der CDU hinsichtlich ihrer NS-Vergangenheit zu überprüfen.
Niedersächsische Landtagsabgeordnete und ihre NSDAP-Mitgliedschaft
CDU-Mit demselben Personal weitergemacht, Sammelbecken für alte Nazis
1960 endete in der Bundesrepublik Deutschland dann auch schon die Verjährung für die Verbrechen der wieder im Dienst befindlichen Schreibtischtäter der NSDAP. Ein von der SPD eingebrachtes Berechnungsgesetz von 1960 zur Verlängerung der bemerkenswert kurzen Verjährungsfrist für schwerste Verbrechen der NS-Diktatur wurde von dem von der CDU/CSU dominierten Rechtsausschuss abgelehnt.
Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren
Parteimitgliedschaft in der BRD ehemaliger NSDAP-Mitglieder: ca. 42 CSU/CDU, ca. 9 FDP, ca. 6 SPD, ca. 3 NPD
NS-Verstrickungen der CDU als Geheimsache?
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) will die Frage, welche Erkenntnisse die Verwaltung über ehemalige NSDAP-Mitglieder im Düsseldorfer Stadtrat nach 1945 hat, nur im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung beantworten. Dazu erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf, Frank Laubenburg:
Die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit ist keine Geheimsache; sie muss öffentlich erfolgen. Doch offenbar fürchtet die CDU davor, dass ihr braunes Erbe bekannt wird.
Angela Merkel (CDU) sagte in einer Grundsatzrede am 17. Juni 2005 auf dem Festakt zum 50. Jahrestag der Gründung der CDU in Berlin:
“Deutschland hat keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit.”
200000 politische Verfahren, Braunbuch:
Seit Jahren fordern prominente Vertreter der CDU/CSU die Wiedereinführung der Todesstrafe für politische Taten. Der Vizepräsident des Bundestages Jaeger (CSU) verlangte dies bereits 1957 (Frau und Politik, Bonn, 15. Dezember 1957), und kein geringerer als der seinerzeitige Justizminister Schärfer (CSU) wollte die Todesstrafe für „Landesverrat“ 1958 einführen. (Neue Ruhr-Zeitung, Essen, 14. Juni 1958)
Angela Merkel (CDU) sagte in einer Grundsatzrede am 17. Juni 2005 auf dem Festakt zum 50. Jahrestag der Gründung der CDU in Berlin:
“Deutschland hat keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit.”
“Wenn jemand eine Dissertation über das innere Gefüge der Partei” schriebe, könnte “er klar nachweisen, dass die CDU keine demokratische Partei ist.”
Helmut Kohl am 13.2.1967 der damalige Vorsitzende der CDU-Fraktion im rheinlandpfälzischen Landtag (DER SPIEGEL 34 / 2001 / 52
http://www.justizkacke.de
16 November 2011 um 7:10 pm |
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 16.11.11 klärt auf!
Den raffinierten Trick mit der 88 müsste die SZ dem Oberleitungen-Staatsanwalt Koeppen mitteilen. Für den ist das bestimmt ganz neu.
Die Behörden werden das Lügen auch jetzt nicht lassen. Viel von dem, was aus den Ämtern kommt, wird man besser nicht glauben. Im oben zitierten SPIEGEL-Video erzählt ein Beamter, aufgrund der Obduktion stünde zweifelsfrei fest, dass Böhnhard und Mundlos sich selbst erschossen hätten. Wie soll das an halb verkohlten Leichen festgestellt worden sein?
Ein anderes Ding ist das Geständnis der Beate Zschäpe, das heute stattfinden soll. Jeder vernünftige Verteidiger würde ihr raten den Mund zu halten, wenn sie keine V-Frau wäre. Was wollen die Beamten ihr ohne Geständnis nachweisen? Offenbar haben die nicht einmal für die gefährliche Brandstiftung objektive Beweise. Es hat gebrannt. Mehr steht nicht fest. Voraussichtlich wird Zschäpe Geschichten erzählen, bei denen die wirklichen Verantwortlichen im Dunkeln bleiben.
16 November 2011 um 7:35 pm |
Erste Kritik eines Politikers, des jetzigen Thüringer Innenministers Geibert, an LOStA Arndt Peter Koeppen, auch wenn Koeppen namentlich nicht erwähnt wird:
Spiegel 16.11.2011
16 November 2011 um 8:37 pm |
Dr. Brosa, ist das OK, wenn ich den Link von diesen Beiträgen auf dem Facebook-Profil der Bundesjustizministerin poste? Ich habe unter anderem bei ihr dort geschrieben:
Ich zitiere einen alten Artikel von http://www.welt.de/vermischtes/article3445253/Die-groesste-anzunehmende-Polizeipanne.html : “Die Zweifel kamen bei der Abklärung der Identität einer verbrannten Leiche auf. Es stellte sich heraus, dass es ein bereits im Jahr 2002 verschwundener Asylbewerber ist. Von ihm lagen Fingerabdrücke bei der Polizei vor. Auf einem der untersuchten Papiere dieser erkennungsdienstlichen Behandlung in Völklingen fand sich überraschend die DNA-Spur des Phantoms, „was eigentlich nicht sein konnte“, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ernst Meiners, mitteilte. Bei einer nochmaligen Untersuchung fand sich die DNA nicht mehr. Dies steht seit Donnerstag vergangener Woche fest.
Daraufhin kam der Verdacht auf, dass das Untersuchungsmaterial der Ermittler bereits mit DNA in Berührung gekommen sein muss. Dies könne theoretisch schon beim Pflücken der Baumwolle geschehen, sagte Meiners. Die Herstellung der Wattestäbchen wird nun überprüft. Wie lange dies dauere, könne noch nicht gesagt werden.”
-Hmm…, interessant!: Untersuchte Papiere = gepflückte Baumwolle = hergestellte Wattestäbchen und der Weihnachtsmann ist kein Phantom. Er existiert, trägt einen baumwollartigen Bart und läßt seine DNA-Spuren auf jedem Geschenkpapier, sogar auf internen Unterlagen der Polizei, “was eigentlich nicht sein könnte”.
Ich muss mich erkundigen, ob man bei einer verbrannten Leiche möglich ist, die Fingerabdrücke zu authentifizieren. Wahrscheinlich geht der Mord an den Asylbewerber auf das Konto von diesen drei Braunen und auch alle anderen Delikte dieses vermeintlichen weiblichen Phantoms von damals, so dass die Geschichte mit der Verunreinigung der Wattestäbchen nicht stimmt.
Ich zitiere einen weiteren alten Artikel http://www.stimme.de/heilbronn/polizistenmord/Theorien-und-Spekulationen-Motiv-der-unfassbaren-Bluttat-liegt-immer-noch-im-Dunkeln;art15061,1219121 :
“Für Wirbel sorgt Ministerpräsident Günther Oettinger, der von einem „gezielten Schlag gegen die Landespolizei“ spricht. Ein Schlag von wem? Und warum? Fakt ist, dass die Täter den Beamten Dienstpistolen, Munition und Handschellen abnahmen. Dies komme einer symbolischen Entmachtung gleich, werden Stimmen laut. Belegt ist nichts.”
-Deutschland ist eine Bananenrepublik, wobei die Bananen weder grün, noch gelb sind, sondern braun und immer brauner. Alles Banane und sie sind zum Kotzen!
Über meine Anzeige vor der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen zwei Richterinnen und eine Justizangestellte des Hamburg-Amtsgerichts habe ich ein Video mit einer Bitte an die Youtuber hergestellt, mich in dieser Entscheidung beizustehen. Ich habe im Allgemeinen eine sehr gute Resonanz, was mich freut. Hier ist der Link http://www.youtube.com/watch?v=YTkfNwYX1os
17 November 2011 um 12:56 am |
Endlich eine wahrscheinlich wahre Zeugenaussage zur Ermordung des Kasseler Internet-Cafe-Inhabers Halit Yozgat am 6.4.2006!
FOCUS 16.11.11
Ich halte es deswegen für ausgeschlossen, dass “der kleine Adolf” (der Verfassungsschützer) den Mord selbst ausgeführt hat. Doch dass ein Mord stattgefand, hat er bemerkt und die Aufklärung trotzdem nach Kräften erschwert.
17 November 2011 um 2:17 pm |
In der Thüringer Presse wird LOStA Koeppens Verhalten diskutiert:
inSüdthüringen.de 15.11.2011
Thüringer Allgemeine 15.11.2011
“einstellen musste” ist Quatsch. Die Bildung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) verjährt erst nach 10 Jahren (§ 78 StGB). Koeppen hat mit seiner Bagatellisierung die Verjährung herbeigeredet.
Das ERSTE hat am 16.11.11 ab 22:45 Uhr einen Film gesendet, in dem Koeppen ungefähr in der Mitte erscheint:
http://programm.daserste.de/pages/programm/detail.aspx?id=E9E1DA4F9235E046C575739DC23874DD
17 November 2011 um 3:10 pm |
Der “Kleine Adolf” ist der Beamte des hessischen Verfassungsschutzes, der bei der Ermordung des Kasseler Internet-Cafe-Inhabers dabei war.
BILD 17.11.11
Die berufliche Zukunft des kleinen Adolfs und seine Alterbezüge sind – Gott sein Dank! – jedenfalls gesichert.
Es könnte natürlich sein, dass der kleine Adolf im Internet-Cafe gesessen und den vom ihm geführten V-Mann verständigt hat: “Jetzt kannst du kommen. Außer mir ist niemand mehr hier.”
17 November 2011 um 8:16 pm |
Der kleine Adolf kommt aus Hofgeismar.
http://www.20min.ch/news/dossier/rechts/story/Ein-Beamter-namens–kleiner-Adolf–18342366
17 November 2011 um 8:08 pm |
Betr. SPITZEL
Wegen der politischen Aktualität Bemerkung zum Spitzelwesen:
Auch der letzte deutsche Reichskanzler (zugleich der erste mit „Migrationshintergrund“) begann seine politische Karriere 1919/20 als Reichswehrspitzel in München und hatte seitdem ´n Faible für das, was auch heute noch ´verdeckte´ Operation genannt wird.
Quellen
Marlis Steinert, Hitler. Paris: Fayard, 1991, 710 p., hier 103-12; Manfred Koch-Hillebrecht, Hitler. Ein Sohn des Krieges. Fronterlebnis und Weltbild. München: Herbig, 2003, 368 p., hier 205; Richard Albrecht, Genozidpolitik im 20. Jahrhundert. Aachen: Shaker [= Allgemeine Rechtswissenschaft], drei Bände: hier Bd. 3: Hitlergeheimrede, 2007, 104 p. -> http://www.h-net.org/announce/show.cgi?ID=160809
17 November 2011 um 8:55 pm |
Neu!
Nur für moralisch gefestigte Erwachsene über 18:
Oberhässliches Bild in der Oberhesslichen Presse
17 November 2011 um 9:30 pm |
Beate Zschäpe betätigte sich als angewandte Kampf-Sportlerin
t-online 17.11.11
Es war unter Garantie bewusstes Fehlhandeln. Für Leute, die in Behörden sitzen – besonders bei Polizei und Justiz – sind Neonazis ‘im Grund anständige Jungs, die vielleicht mal über die Stränge schlagen’.
17 November 2011 um 11:50 pm |
Es sieht bisher danach aus. Ärger wird es kaum geben. Die Krähen decken sich wieder gegenseitig, sodass keinem etwas geschieht.
Zeigt aber die wahre Lage in der Föderalen Bundes-Bananen Republik Deutschland. Nazis dürfen ungestraft zuschlagen und die Polizei guckt zu, schcreitet nicht ein und zeichnet gar nichts auf.
Glaubt mir, ich kenne es vom eigenen Vater, als Beamter ist es besser gar nichts gesehen zu haben, und haben sie etwas gesehen, wollen sie es nicht gesehen haben, weil der auszufüllende Papierberg enorm ist.
18 November 2011 um 12:38 am
Wenn die sogar zu faul zum Protokollieren sind, ist es besser ganz auf Beamte zu verzichten.
18 November 2011 um 9:58 am
Bloegi, es gibt noch Mobbing (weil es gemeldet wurde) und Vorgesetzte die sagen: “Faschismus gibt es hier nicht. Sie ziehen die Sache zurück oder ich mache ihnen das leben zur Hölle.”
18 November 2011 um 10:27 am
Die richtige Antwort darauf ist: “Dann mache ich Ihnen auch das Leben zur Hölle!” Ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich schreibe.
Die Feigheit der Menschen ist Ekel erregend. Bei Beamten ist sie natürlich besonders ausgeprägt, weil diese Leute keine Beamten geworden wären, wenn sie Mut hätten.
18 November 2011 um 11:08 am |
Zwischen den vielen Spekulationen will ich auf ein paar Aussagen aufmerksam machen, welche Beweiskraft haben.
1) Die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König zu t-online am 17.11.2011:
2) Die Mutter des ermordeten Halit Yozgat, Aise Y., zu Focus am 16.11.2011:
3) Ähnlich äußern sich alle Befragten aus den Umfeldern der Ermordeten: Die Ermittler hätten zu verstehen gegeben, dass die Ermordeten mehr oder weniger selbst an ihrem Tod schuld seien, da sie Kriminelle gewesen seien. Siehe den Film, den Das ERSTE hat am 16.11.11 ab 22:45 Uhr gesendet hat.
18 November 2011 um 12:24 pm |
Die Erkenntnis setzt sich durch:
SZ 18.11.2011
Hinzu kommt dann noch, dass die Staatsanwaltschaft Gera die Fahndung fast einen Monat verschleppt hat.
18 November 2011 um 7:20 pm |
Der NSU hatte “hohe” Unterstützer auch im Thüringer Innenministerium:
t-online 18.11.11
Das LKA ist eine Abteilung der Polizei.
Da man überall viele verschiedene Fotos von Böhnhardt und Mundlos gezeigt bekommt, wird klar, weshalb sie Pink Panthers sein wollten. Beide hatten ausgeprägte Unterkiefer, fliehende Stirnen und abstehende Ohren. Vergleiche
18 November 2011 um 10:24 pm |
Auf dem Bild sieht dieser Koeppen aus, wie eine Mischung aus Ulbricht und dem Sandmännchen.
Irgendwie scheint eure Hessische Justiz nicht mehr richtig zu ticken, Verfolgt wird nur, wer dem Staatsanwalt nicht passt, Habt ihr in der BRD keine StPO?
Auch scheint es normal zu sein, wenn Polizisten in Südhessen Kokain im Gegenwert von 50.000 € von Hells Angels erhält, weil er angeblich Abfragen für diese getätigt hätte. Das Koks hat er auch an Kollegen verkauft.
Da hallt der Schlusssatz eines schweizerischen Richters, welcher die Manipulation eines Rechtshilfegesuchs durch Deutsche Staatsanwälte beurteilte “Die BRD ist eine Bananenrepublik!” besonders laut nach.
Bei uns muss ein Staatsanwalt weit schneller seinen Hut nehmen. Ein Vorteil für die direkte Demokratie.
Gott bin ich froh nicht in der BRD zu leben.
19 November 2011 um 12:34 am |
Das sehe ich auch so. Die hessische Justiz ist eine Schande für alle, die in Hessen leben. Es ist ein Armutszeugnis für alle HessInnen, dass sie sich das bieten lassen.
19 November 2011 um 10:06 am |
Betr. “Schande”
Wärs so, dann wär die deutsche Bu´blik (BRD) ´n echter Politaugiasstall. Keine Bananenrepublik. Sondern PAS = POLITAUGISATSSTALL. Der auszumisten wär. Das bedeutet:
die Politkorruption ist außerordentlich.
19 November 2011 um 10:49 am |
Sehr aufschlußreiches Interview:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21608786.html
das etwas ausführlicher ist, als das kompakte:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,362395,00.html
es ist ja fein, dass die Politik jetzt aufwacht. Mal sehen ob wirklich etwas getan wird oder nur geredet wird.
Marneros Artikel deutet darauf hin, dass Polizei und Justiz ihrer Lenkungsfunktion nicht nachkommen. Das ist die eindeutige Aussage eines Psychologen der aufzeigt, dass rechte Gewalttäter klare Grenzen brauchen und auch spüren müssen.
19 November 2011 um 12:52 pm |
Die gegenwärtig inhaltsreichsten Nachrichten zum NSU-Thema finden sich in der Finanz-Presse.
FTD 19.11.11
Der “feindliche Akt” gehört in das Kapitel Fallschirmjäger der Bundeswehr liefern sich Kämpfe mit saarländischen Polizeibeamten.
FAZ 18.11.11
Da die Polizei den Fahndungserfolg geheim hielt, muss man fragen, wie Beate Zschäpe vom Tod ihrer Mitarbeiter erfuhr.
Das Thüringer Landeskriminalamt hat die Geschichte des MDR (siehe oben) dementiert, nach der ein SEK Frau Zschäpe und ihre Mitarbeiter Anfang 1999 festnehmen wollte, von Vorgesetzten im Innenministerium aber daran gehindert wurde. Glaubwürdig ist wohl weder die Quelle des MDR nach das LKA.
Zschäpe hat mittlerweile einen professionellen Strafverteidiger.
WELT 19.11.11
19 November 2011 um 1:48 pm |
Sehr kurzfristig der Hinweis auf eine Kundgebung, die heute am 14 Uhr in Erfurt am Hirschgarten stattfindet:
Verfassungsschutz auflösen! Rassismus bekämpfen! Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
Mit jedem Detail, das über die Mordserie durch Nazis der letzten Jahre ans Licht kommt, stellt sich mehr die Frage nach der Rolle der bundesdeutschen Behörden, speziell des Thüringer Verfassungsschutzes, im Netz des rechten Untergrundes. Relativ unumstritten ist, dass der Thüringer VS in der Anfangszeit seine Finger mit im Spiel hatte: 200.000 DM erhielt Ende der 1990er Tino Brandt, damals Schnittstelle zwischen NPD und Freien Kameradschaften. Mit dem Geld baute er den Thüringer Heimatschutz auf, in dem auch Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe aktiv waren. Brandt war nicht der erste, der Behördenmittel für Nazizwecke eingesetzt hat: Ein Jahr vor ihm flog bereits auf, dass der Nazi Thomas Dienel aus VS-Mitteln eine Kampagne gegen den antifaschistischen Gewerkschaftssekretär Angelo Lucifero bezahlt hatte. Andre Kapke erhielt 1997 23.000 DM Existenzgründungshilfe aus dem Thüringer Sozialministerium für ein rechtes Zeitungsprojekt. Unklar ist, wie viele Informationen vom VS in Richtung der Nazis geflossen sind. Fakt ist, dass Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe erstaunlich leicht untertauchen konnten und es nicht den Ermittlungsbehörden zu verdanken ist, dass sie wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerieten. Dass nun berichtet wird, dass bei mindestens einem der Morde an MigrantInnen ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes anwesend gewesen sein soll und darüber hinaus eben dieser Mitarbeiter wegen seiner rechten Gesinnung in seinem Wohnort als „Kleiner Adolf“ bekannt gewesen sei, ist das Sahnehäubchen auf einer ganzen Tortensammlung von Skandalen, die sich nicht nur durch die seltsamen Schrullen des 2000 abgelösten VS-Chefs Roewer oder die verfehlte Politik der verantwortlichen Landesregierung erklären lassen. Geheimdienste sind schon durch ihre Anlage als verdeckt arbeitende Struktur ein Widerspruch zu Demokratie und Transparenz. Ohne gründliche Aufarbeitung von außen wird sich niemals klären lassen, was die 15% Spitzel in der Führungsebene der NPD getrieben haben. Die richtige Forderung ist deswegen heute nicht das Verbot der NPD, sondern das, was schon unmittelbar nach den Skandalen um Tino Brandt und Thomas Dienel gefordert wurde:
Thüringer Verfassungsschutz auflösen. Für die Abschaffung aller Geheimdienste.
„Die Polizei geht nicht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.“ Wir haben uns gewöhnt an diesen Satz und erinnern uns auch daran, dass der Nazimord in der Erfurter Triftstraße im Jahr 2003 zuerst als Schlägerei unter Jugendlichen abgetan wurde. Dass aber über Jahre hinweg Gewerbetreibende mit Migrationshintergrund ermordet wurden und Polizei und Presse nichts besseres einfiel, als über Schutzgelderpressung und organisierte Kriminalität zu spekulieren, ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und beweist nur aufs Neue, wie tief Rassismus in Staat und Gesellschaft verwurzelt sind. Dass auch wir AntifaschistInnen nicht das Ausmaß dessen, was eigentlich vor sich geht, erkannt haben, ist beschämend. Unsere Solidarität gilt den Opfern und den Betroffenen des täglichen Rassismus und unsere politische Praxis muss sein, noch mehr
und noch deutlicher dagegen vorzugehen.
Gegen Rassismus, wo auch immer er sich zeigt: In Amtsstuben, Parlamenten und Behörden ebenso wie auf der Straße oder im Betrieb.
In den Medien wird jetzt ein „Versagen des Verfassungsschutzes“ diskutiert. Das ist ohne Zweifel richtig. Aber die Blindheit gegenüber rechter Gewalt hat System. Die Gründungszeit der Berliner Republik ging mit einer Reihe bundesweiter Pogrome gegen Flüchtlinge einher, die von der Politik – „Das Boot ist voll“ – herbeigeredet und von der Polizei – z.B. in Rostock-Lichtenhagen – nicht unterbunden wurden. In Wellen werden seitdem Nazis bekämpft, immer genau dann, wenn ein herausragender Skandal ein Schlaglicht darauf wirft, wie gut die extreme Rechte aufgestellt ist: Dann gibt es Feuerwehrpolitik und Programme gegen Rechts. Ebbt die Empörung ab, widmen sich die Sicherheitsbehörden wieder denjenigen, mit denen sie sowieso weniger verbindet und man bläst brennende Autos und antifaschistische Sitzblockaden zum Terrorismus auf. Der schon angesprochene Nazi-Mord in Erfurt im Jahr 2003 macht deutlich, wie viel man vom Staat im Kampf gegen Nazis erwarten kann: Eines der damals ebenfalls angegriffenen Opfer musste wegen Schwarzfahrens in den Knast, während der Täter 2008 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde.
Antifaschismus? Den müssen wir selber machen und deswegen gilt angesichts der Morde mehr denn je: Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
Unterstützerinnen:
Infoladen Sabotnik
JURI (IL) Linke Gruppe
Kampagne Hände hoch – Haus her!
Antifaschistische Gruppen Südthüringen (AGST)
Antifa Bündnis Autonome Linke Weimar
Rote Hilfe OG Südthüringen
Rote Hilfe OG Erfurt
Aktionsbündnis Courage (ABC) aus Pößneck
Bündnis gegen Rechts Gera
Matthias Bärwolff, MdL DIE LINKE
Peter Lückmann,Gera
Antifaschistische Koordination [ake] Erfurt
Redroxx Erfurt
Heidrun Sedlacik, MdL
Offene Arbeit Erfurt
Antifa Task Force Jena
Berliner Kampagne Zusammen handeln!
19 November 2011 um 11:35 pm |
Nachtrag dem Artikel hinzugefügt.
Thema:
In der gegenwärtigen Auseinandersetzung wird hauptsächlich über die Verfassungsschutzämter hergezogen. Auch wenn diese Kritik berechtigt ist, trifft sie nicht den Kern.
20 November 2011 um 7:47 pm |
OP-ONLINE 16.11.11
Es ist leider wahr: Die hessische SPD ist zu großen Teilen eine rechtsextreme Partei. Etliche von der SPD-Regierung ins Amt gebrachte Behördenleiter waren zugleich Nazis und SPD-Mitglieder. Die rot-grüne Landesregierung hat in den neunziger Jahren das stets vorhandene ‘Volkstum’ heftig aufflammen lassen. Als erst die SPD und schließlich Rot-Grün abgewählt wurden, konnte sich niemand vorstellen, dass es CDU und FDP noch dreister treiben würden.
20 November 2011 um 11:31 pm |
Bundespolizeiminister Friedrich spuckt große Töne:
Süddeutsche Zeitung 19.11.2011
“Es wird der eine oder andere sich einer peinlichen Befragung unterziehen müssen”, tobt Friedrich. Als erster müsste LOStA Koeppen dran sein. Dass Friedrich ebenso wie der thüringische Innenminister Geibert die Verantwortlichen in der Staatsanwaltschaft sehen, ergibt sich schon daraus, dass Friedrich Kompetenzen von den Länder-Staatsanwaltschaften zur Bundesanwaltschaft verlagern will. Doch ob Friedrich und Geibert konsequent gegen Parteifreunde vorgehen werden, zweifle ich an.
21 November 2011 um 9:57 am |
Die Politschlüsselfiguren für die gewaltbereite Rechtsszene des vergangenen Jahrzehntes in Deutschland sind m.E. die Herren Juristen Schily und Mahler
21 November 2011 um 12:36 pm |
Man kann durch Bemerkungen dieser Art die Schuldfrage so verwässern, dass schließlich niemand mehr zur Verantwortung gezogen wird.
Derzeit zeigt sich, dass es wie oben erklärt schwer ist verkokelte Leichen zu obduzieren. Es wird wild spekuliert. Am Ende könnte sich Beate Z. als Pyromanin erweisen:
Stern 20.11.2011
Dagegen
Bild 21.11.2011
21 November 2011 um 10:07 am |
Kriminell hyperaktiv.
MDR 20.11.2011
Das geschah alles, bevor Koeppen die oben zitierten Sätze von sich gab:
21 November 2011 um 12:38 pm |
Das hier sagt alles (Link unten). Und das hier erst recht:
http://daserste.ndr.de/panorama/media/rechtsradikalegewalt102.html
21 November 2011 um 1:57 pm |
Hier der Link der fehlt:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra3553.html
21 November 2011 um 6:28 pm |
Vielleicht war die erschossene Polizeibeamtim Michele Kiesewetter eine ehemalige Szene-Freundin, der Uwe Mundlos die sichere Versorgung mit Staatsknete neidete:
SZ 21.11.11
Vielleicht hatten sie auch mal Streit.
21 November 2011 um 7:58 pm |
Eine Menge Details der frühen Jahre ab 1996 in der FAZ 19.11.11. Z.B.
Vollstreckung rechtskräftiger Strafurteile ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft.
Katharina König sagt, die Fahndung habe 25 Tage später begonnen.
21 November 2011 um 11:05 pm |
Ich weis garnicht ob Sie es schon wussten, dass es in D noch mehr Mitmenschen gibt, die mit vollem persönlichen Einsatz die braune Suppe gerade auch auf hoher und höchster Ebene an den öffentlichen Pranger stellen.
Wo gerade BJM Schilly zur Sprache kam fiel mir das ein und ich nenne mal einen Link zu diesen Mitmenschen:
http://www.bohrwurm.net/077.Das%20Netz%20-%20Richter%20Liste.htm
22 November 2011 um 1:00 am |
CDU-Bosbach: “Fehleinschätzungen”
TAGESSCHAU 21.11.11
Wenn “Fehleinschätzungen” sich zu sehr häufen, mag man an Fehler nicht mehr glauben, sondern muss von vorsätzlicher Vertuschung ausgehen.
23 November 2011 um 11:54 am |
Die Informationen über die Ermordung der Polizeibeamtin Kiesewetter werden zuverlässiger:
Tagesspiegel 23.11.11
In diesem Artikel und in einigen anderen wird zudem die BW-Polizei kritisiert, weil sie es unterließ, Kiesewetters persönliches Umfeld zu untersuchen.
Immer mehr erstaunt die hervorragende technische Ausstattung des NSU: An die 20 Schusswaffen, Munition dafür, Schusswaffen-Schalldämpfer, TNT, sonstiger Sprengstoff, mindestens ein behördlich ausgestellter Ausweis mit falschem Namen, ein Polizeifunk-Scanner usw..
23 November 2011 um 12:18 pm |
Doch nicht zuverlässig:
Spiegel 23.11.2011
23 November 2011 um 6:01 pm |
Lustiges Video über die CDU
und die Seriosität, mit der dort gegen Neonazis vorgegangen wird.
24 November 2011 um 11:49 am |
FAZ 24.11.11
Andre E. ist ein alter Bekannter:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,799430,00.html
Einige Namen der Gruppe hat Zschäpe selbst verbreitet, indem sie ihre Pseudonyme aus den Namen ihrer Bekannten zusammensetzte:
BILD 09.11.11
24 November 2011 um 12:12 pm |
Kleiner Adolf war auch Führer
HR 21.11.11
Wenn das sogar vom hessischen Staatssender kommt, kann es nicht falsch sein.
24 November 2011 um 12:27 pm |
Die Behördenvertreter schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu:
Hamburger Abendblatt 24.11.2011
Da der Aktenvermerk offenbar in einer Akte der Staatsanwaltschaft lag, der Staatsanwaltschaft also zugeleitet wurde, hätte die Staatsanwaltschaft die Polizei an die sofortige Umsetzung des Haftbefehls erinnern können. Immerhin ging es um Bombenbauer.
24 November 2011 um 12:47 pm |
Die FAZ vom 23.11.2011 gibt zu verstehen, dass sie die Rechtsextremismus-Zahlen der hessischen Landesregierung für falsch hält
Im Artikel werden einige Tricks erklärt, mit der hessische RichterInnen die Strafen für rechtsextreme Gewalttäter auch dann gering halten, wenn Anklage erhoben wurde (,was in den meisten Fällen nicht geschieht).
24 November 2011 um 2:03 pm |
Reuters 24.11.2011
Wo denn nun? In Grabow oder in Belzig? Die Orte liegen weit auseinander. Vielleicht meinen die Golzow oder Grubo.
Wie heißt der jetzt verhaftete Andre E? Das steht in der SZ und der OTZ am 21.11.2011:
Andre Eminger betreibt einen Versandhandel Caput Mortuum (Totenkopf)
http://www.tmdb.de/de/marke/CAPUT_MORTUUM_Lif__,DE302011017176.html
Aus Emingers Logo ist ersichtlich, dass er den SS-Totenkopfring meint.
Eminger ist Eigentümer der Domain caput-mortuum.de. Auf seiner Homepage “www.caput-mortuum.de” ist jetzt zwar nichts mehr zu sehen. Aber es ist leicht herausfinden, dass er in Zwickau den “AE-Montageservice” betreibt.
Die Gattin Susann Eminger steht auf der Kundenliste des Neonazi-Versands “www.thorsteinar.de” (immer noch mit Wolfsangel).
http://linksunten.indymedia.org/system/files/data/2010/03/9968043334.txt
Zwillingsbruder Maik Eminger hat sich bei der neonazistischen Bewegung Neues Deutschland politisch betätigt.
Die Verheimlichung von Namen öffentlich aktiver Neonazis unter dem Vorwand, es gehe um den Schutz von Persönlichkeitsrechten, ist unerträglich. Die Vertuschung läuft darauf hinaus, dass sich die Zielpersonen dieser Neonazis nicht wehren können.
26 November 2011 um 2:35 pm |
Aus dem Leben der Frau Beate Zschäpe:
SZ 25.11.11
Laut SZ hat Zschäpe jetzt zwei Verteidiger: Wolfgang Heer (Köln) und Wolfgang Stahl (Koblenz). Um Fälle, über die in den Medien oft berichtet wird, reißen sich die Rechtsanwälte, weil sie so Reklame für sich machen können.
27 November 2011 um 1:26 am |
http://antinazi.wordpress.com/2011/11/26/aktionen-gegen-die-nsu-morde-und-die-verwicklug-des-staatlichen-sicherheitsapparats-in-den-naziterror/
Die nächsten Aktionen im Zusammenhang der NSU-Morde und für die Mobilisierung des erneut bevorstehenden europaweiten Naziaufmarschs in Dresden, Februar 2012 sind:Dienstag, 29.11., 18 Uhr, Biebergasse (Rückseite Buchhandlung Hugendubel, Richtung Fressgass’)
Mahnwache des Gedenkens und des Zorns. 13 Jahre Nazi-Morde – Warum?
(Veranstalter: Türkisches Volkshaus, ANK, LINKE, SPD, GRÜNE und andere)
Mi, 30.11., 19 Uhr, Türkisches Volkshaus
Treffen der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt (www.antinazi.wordpress.com)
Mi, 30.11., Wiesbaden, ab 18.30 Uhr vor dem Museum Wiesbaden (Friedrich-Ebert-Allee 2)
Demo gegen den VS (http://imkwiesbaden.blogsport.de/2011/11/21/30-november-kundgebung-gegen-den-verfassungsschutz/)
Donnerstag, 1.12., Studierendenhaus
Treffen des Netzwerks Frankfurter Antifaschist_innen (http://frankfurtermobi.blogsport.de/)
Ferner wird für Di, 6.12.2011 ein Go-In bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft angekündigt.
Hintergrund ist die notorische Weigerung dieser staatlichen Behörde wie auch der Polizei, Informationen über Naziumtriebe ernst- oder auch nur entgegenzunehmen, vergleiche ………..
27 November 2011 um 1:42 am |
Zschäpe fühlte sich 2008 zwischen Polizisten sicher.
BILD 26.11.11
Das Übliche: “Die Ermittlungen verliefen im Sande.”
27 November 2011 um 11:28 am |
SchriftFÜHRER des CDU-Stadtbezirksverbands Kassel Nord ist Neonazi und Paul-Panther-Fan
Facebook als Neonazi-Propaganda-Organ
HR 21.11.2011
27 November 2011 um 11:43 am |
Deutlicher geht es jetzt auch gegen LOStA Koeppen und seine Mannen in der Staatsanwaltschaft Gera:
Spiegel 27.11.2011
Die Justiz – in besonderer Verantwortlichkeit der Leitende Oberstaatsanwalt Koeppen – hat die Neonazis bewusst beschützt. Das Maß der Vertuschung ist in der Justiz bei Weitem größer als beim Verfassungsschutz.
27 November 2011 um 12:00 pm |
BILD 26.11.2011 titelt:
Geklaut? Womöglich bekamen die Killer-Nazis die 40 kg TNT geschenkt.
28 November 2011 um 10:23 am |
Dr. Bernhard Vogel, Regierungschef in Thüringen vor Althaus, sieht sich bemüßigt:
Süddeutsche Zeitung 28.11.2011
Vogel (CDU) war derjenige, welcher den Ministerialbeamten Koeppen (CDU) aus Hessen holte. An der Installation Koeppens 1993 war Hans-Joachim Jentsch (CDU) als Justizminister beteiligt, ein rechter Seilschaftler aus Marburg, der später Bundesverfassungsrichter wurde.
28 November 2011 um 1:29 pm |
In Brandenburg wurde ein Gruppe rechtsextremer Jugendlicher, das “Freikorps Havelland” als terroristische Vereinigung verfolgt, weil sie Imbissbuden angezündet hatten – kein Mord, kein Bombenanschlag.
SPIEGEL 30.05.09
Es ist nicht zu verstehen, weshalb die Staatsanwaltschaft Gera nicht ähnlich vorging. Sie wusste schon vor 1998, dass die Gruppe gewalttätig war, Bomben legte und einschlägige Neonazi-Delikte beging.
28 November 2011 um 2:22 pm |
Bild 28.11.2011
Dabei Foto von Daniel Budzynski im T-Hemd “Kategorie C” auf Neonazi-Demo in Peine und das bei Facebook inzwischen gelöschte Bild, wie Budzynski sich als “Paulchen Panther” sah: mit Knarre und Patronen-Gürtel.
Bild 27.11.2011
28 November 2011 um 11:02 pm |
Herr Koeppen ist mit seinem Spruch bei Spiegel TV zu sehen auf spiegel.de. Irgendwie kommt der Zusammenschnitt herüber als verhöhnt Spiegel TV mehrere Polizeidirektionen und Staatsanwälte, denn die Nazi-Gewalt-Fälle sind dem Spiegel seit langem bekannt. Nur wurde nie etwas unternommen … erst nach dem Zusammenhang mit dem Mord an einer polizistin und Fund der Tatwaffe wird ermittelt … oberst peinlich … echt nur noch peinlich
29 November 2011 um 10:24 am |
Für mich und viele andere ist die Tätigkeit dieses Arndt Peter Koeppen und seiner Hilfstruppen nicht nur peinlich. Sie ist lebensgefährlich. Siehe z.B.
http://www.althand.de/danke.html
Dabei ist die Liste auf danke.html bei Weitem nicht vollständig.
Es wird nicht besser werden, bevor solche Typen wie Koeppen, Jörg, Franosch und Zmyj-Köbel aus den Behörden gefeuert werden. Sie können sich danach als Rechtsanwälte versuchen. Ob sie aber viele Mandanten finden werden, bezweifle ich.
29 November 2011 um 10:53 am |
SPIEGEL 29.11.11
Ralf Wohlleben ist als Neonazi bekannt. Es gibt viele Bilder von ihm, die nicht verpixelt sind:
http://images.google.de/search?tbm=isch&hl=de&source=hp&biw=1024&bih=630&q=ralf+wohlleben
Er ist nicht fett und hat keine Glatze. Warum auch verpixeln? Wohlleben ist dutzendfach als Organisator öffentlich aufgetreten.
29 November 2011 um 2:28 pm |
Zuständig war die Staatsanwaltschaft Gera:
MDR 28.11.11
Wenn die Staatsanwaltschaft den Eindruck hat, dass ihre Hilfsbeamten von der Polizei nicht einwandfrei arbeiten, hat sie die Pflicht bessere Unterstützung anzumahnen evt. über den Justizminister. Im NSU-Fall ist das nicht geschehen. LOStA Koeppen, der damalige Behördenleiter der StA Gera, hat sogar in die Mikrophone gesprochen, wie harmlos er selbst die Neonazis findet – trotz Bomben- und Sprengstoff-Fund und trotz der bekannten kriminellen Karriere der Aktivisten.
29 November 2011 um 11:12 pm |
Panik bei der Polizei und der Justiz in Thüringen. Keiner darf was sagen. Dafür kreisen wirre Gerüchte:
OTZ 25.11.2011
“von weiter oben gekommen” ist Quatsch. “weiter oben” war die Generalstaatsanwaltschaft. Koeppen könnte sich höchstens rausreden, der Dezernent (sein Untergebener) habe ihn falsch unterrichtet.
Äußerst pikiert eine Stellungnahme der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft:
Oberstaatsanwalt Stefan Tilch Pressesprecher 15.11.2011
Der letzte Satz ist eine Unverschämtheit: Dass die Justiz nicht von außen kontrolliert werden dürfe, folge aus der Gewaltentrennung. Außerdem gehören die Staatsanwälte der Exekutive. Sie sind dem Justizminister untertan, und der Justizminister ist Teil der Regierung. Die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft ist offenbar ähnlich bescheuert wie die hessische.
30 November 2011 um 12:48 pm |
… weil überall die gleich-bescheuerten Type von Mensch sitzt …
30 November 2011 um 1:50 pm |
Die Justiz hat – Wunder über Wunder – nahezu überall herzwärmende Gefühle für Neonazi-Gewalttäter. Auch für Sven Kahlin in Dortmund, der einen Punker totgestochen hat. 5 Jahre Gefängnis (war ja nur ein Punker). Kaum ist Kahlin draußen – auf Bewährung -, wird er wieder gewalttätig.
Recklinghäuser Zeitung 28.11.2011
Weihnachtsmärkte sind ideal für Neonazis schon wegen des Glühweins.
Die “Ermittlungen” nach dem Überfall auf die Kneipe Hirsch Q machen noch einen Schandfleck der deutschen Justiz. Es ist zudem unerträglich, dass die Gewalttäter nicht benannt werden sollen. Kahlin selbst figuriert bei Facebook als Hochzeiter:
http://de-de.facebook.com/people/Sven-Kahlin/100002520142177
30 November 2011 um 6:52 pm |
Zwar schon länger her, aber selbst 17 Schüsse aus einer Maschinenpistole an einem Badestrand führen umgehend zur Freilassung. Da dies(http://de.wikipedia.org/wiki/Suomi_M-31) keine Kriegswaffe wäre. Ist ober dämlich eine Steigerung von OStA? Dieselbe Staatsanwaltschaft hat dann bei Linken im Zusammenhang mit dem G8 Gipfel in Kühlungsborn aber richtig zugelangt!
Achtung der Link führt zur Welt, ist aber IMHO die beste Zusammenfassung. http://www.welt.de/politik/article1032801/Polizei_laesst_Rechtsextremisten_laufen.html
30 November 2011 um 7:33 pm |
Zitat aus dem genannten Welt-Artikel vom 17.7.2007:
Der Titel “Polizei lässt Rechtsextremisten laufen” ist übrigens falsch. “Staatsanwaltschaft lässt Rechtsextremisten laufen” wäre richtig.
Dazu ein überaus komischer Artikel der Humanistischen Union Marburg:
http://www.hu-marburg.de/homepage/presse/info.php?id=305#pressemitteilung
Wahrscheinlich hat Koeppen jetzt so viel am Hals, dass er einfach Angst hat. Insoweit mag er beruhigt sein: Seine Justiz-Kameraden werden ihn schon rauspauken. Ob das aber dem Ansehen der Justiz zuträglich sein wird, darf angezweifelt werden.
1 Dezember 2011 um 1:54 pm |
Das Bundeskriminalamt, von dem man im günstigsten Fall sagen kann, dass seine Insassen lethargisch sind, hat ein Fahnungsplakat veröffentlicht, angeblich um der NSU-Unterstützer habhaft zu werden.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/terror-zelle-stand-der-ermittlungen-21322412.bild.html
Bemerkenswert ist daran zweierlei:
a) Die echten Deutschen Farben Schwarz, Weiß und Rot; so vergisst man nie, mit wem man es bei deutschen Behörden zu tun hat.
b) Namen und Konterfeie staatlicher NSU-Unterstützer fehlen.
1 Dezember 2011 um 7:07 pm |
Verweis auf
http://bloegi.wordpress.com/2008/07/22/totschlager-aus-dem-herrschaftsgebiets-des-staatsanwalts-zmyj-kobel/#comment-4530
2 Dezember 2011 um 11:18 am |
Hinweis auf
http://bloegi.wordpress.com/2009/10/03/npd-nazis-sind-schlachtschweine-der-staatsnazis/#comment-4537
überhaupt auf
http://bloegi.wordpress.com/2009/10/03/npd-nazis-sind-schlachtschweine-der-staatsnazis/
2 Dezember 2011 um 11:56 am |
Wer bekommt den braunen Peter?
Thüringer Allgemeine 02.12.11
Da die Staatsanwaltschaft Gera (Koeppen) davon wusste, wäre es ihre Pflicht gewesen schleunigst auf das Ende der Behinderungen hinzuarbeiten.
Leipziger Volkszeitung 29.11.11
3 Dezember 2011 um 9:44 pm |
Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe haben aus dam Spiel Monopoly “Pogromly” gemacht und es an andere Neonazis verkauft. Überall Hakenkreuze, SS-Runen, SA-Abzeichen, Davidsterne, Totenköpfe, Schwarz-Weiß-Rot und echt deutsche Buchstaben. Statt des Gefängnis-Felds ein “KZ-Feld” usw..
FAZ 03.12.11
Zum Artikel gehört ein Bild des Spielfelds.
3 Dezember 2011 um 10:42 pm |
Koeppen kommt jetzt ganz groß raus. Ob er sich darüber freut, ist eine andere Frage.
Focus 3.12.2011
Die Weigerung Koeppen erscheint umso unsinniger, als er bei diesem Handel nichts verschenkt hätte. Er wollte Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe sowieso nicht wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung anklagen.
Focus hat das aufgebracht. Vielleicht hundert Zeitungen haben es innerhalb eines Tages übernommen. n-tv am 3.12.2011 fängt seinen Artikel darüber an mit:
Hätten die Morde an ausländischen Kleinunternehmern verhindert werden können?
Die Antwort ist ja.
Ähnlich Bild am 3.12.2011:
Ähnlich Zeit
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-12/nazi-thueringen-saaland
Süddeutsche Zeitung
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1244426
Financial Times Deutschland
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:terror-rechtsextremisten-wohl-fuer-mehr-anschlaege-verantwortlich-als-gedacht/60137665.html
Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nazi-trio-sollte-zum-aussteigen-bewegt-werden/5917690.html
Wirtschaftswoche
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/verfassungsschutz-nazi-trio-sollte-zum-aussteigen-bewegt-werden/5917742.html
Dass die letzten drei Zeitungen über Arndt Peter Koeppen berichten, ist für die CDU besonders schmerzlich.
4 Dezember 2011 um 2:58 pm |
Nur ein Detail, aber interessant, der angebliche Vorschlag Roewers, nicht wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu ermitteln (Focus):
Laut vielfacher Veröffentlichungen gab es diese Ermittlungen gar nicht. Siehe Verjährung nach 5 Jahren (2003).
Sehr guter Blog zum Thema. Bitte dranbleiben.
4 Dezember 2011 um 4:23 pm |
Es ist üblich, dass Beschuldigten erst einmal Angst gemacht wird mit Strafen, die gar nicht in Frage kommen. Dann wird versprochen, dass den Beschuldigten bei ‘Einsicht’ und Wohlverhalten die aufgebauschten Strafen erlassen werden. Umso erstaunlicher ist, dass Koeppen nicht auf das Angebot einging.
Den RA Thaut halte ich für glaubwürdig. Er hat zu viel zu verlieren, wenn er lügt.
4 Dezember 2011 um 5:06 pm |
Dennoch: Gerade weil sehr unwahrscheinlich, dass RA Thaut einen “Deal” gegen die Interessen seiner Mandanten anbahnt unter der falschen Voraussetzung, es würde wegen Mitgliedschaft in terrorist. Vereinigung ermittelt, muss imho trotzdem klar gewesen sein, weswegen tatsächlich ermittelt wird.
Nicht ganz off topic: Zu Koeppens Behauptung, der 20.4. wäre bei den Nachgeborenen unbekannt, fand ich diesen interessanten Link:
http://www.thueringen.de/de/justiz/presse/03243/uindex.html
4 Dezember 2011 um 6:49 pm |
Vielen Dank für den Link ins Thüringer Justizministerium
http://www.thueringen.de/de/justiz/presse/03243/uindex.html
Wenn man Koeppens “Medieninformation” vom 23.5.2002 mit seinem Schreiben vom 7.8.2007 vergleicht, das ich auf
http://www.althand.de/banzer.html
reproduziert habe, wird deutlich, wie hemmungslos Koeppen lügt.
Damit verschränkt ist das Problem mit den Staatsnazis, die sich als engagierte Kämpfer gegen das NPD-Nazitum markieren. Ich habe es auf
NPD-Nazis sind Schlachtschweine der Staatsnazis
erklärt.
4 Dezember 2011 um 8:50 pm |
Infofrage an @ Roderic
Ist “Arndt Peter Köppen” = Leiter Staatsanwaltschaft Jena mit “Arndt Köppen” = Staatssekretär JuMi Thüringen und heutigem “Arndt Peter Köppen” = LOSt Marburg/L. identisch?
4 Dezember 2011 um 9:12 pm |
Infofrage an Harry:
Ist “Harry Heine” mit “Heinrich Heine” identisch?
Ein bisschen aufgeweckter als der heutige Harry war H.Heine auf jeden Fall.
4 Dezember 2011 um 10:02 pm |
Andere Meldungen bestätigen den Verdacht, dass die ‘Ermittler’ die Bombenproduzenten laufen lassen wollten. Z.B.
BILD 18.11.11
LKA ist Polizei. Die LKA-Beamten wurden von der Staatsanwaltschaft Gera geleitet. Koeppen kann nur behaupten, die Polizisten hätten auf eigene Faust etwas getan, was er nicht wollte.
4 Dezember 2011 um 10:35 pm |
Die haben uns viel zu lange etwas vorgespielt … das ist noch zu milde ausgedrückt. Herr Koeppen tanzt wohl Samba.
5 Dezember 2011 um 10:56 am |
Eine andere TAZ, die Thüringer Allgemeine Zeitung, hat am Sonntag den “Leitenden Staatsanwalt” Koeppen angerufen:
TAZ 05.12.11
In dem Artikel wird zudem an eine Reihe von Möglichkeiten erinnert Mitglieder des NSU festzunehmen. Festnahmen sind Aufgabe der von der Staatsanwaltschaft geleiteten Polizei. Dem Verfassungsschutz sind Vorwürfe zu machen, wenn er seine Beobachtungen nicht zügig weitergeleitet hat.
5 Dezember 2011 um 4:37 pm |
Angriff in der Thüringer Landeszeitung 05.12.11 auf Koeppen insbesondere und die Staatsanwaltschaft allgemein:
Der Staatsanwaltschaft Erfurt wird Fremdenfeindlichkeit und in Verbindung damit das Aufblasen von Bagatellen vorgeworfen – ein Vorwurf, den man vielen deutschen Staatsanwaltschaften machen kann.
6 Dezember 2011 um 2:33 am |
Entweder ist Köppen extrem rechts angesiedelt oder extrem faul. Vermutlich wohl beides. Mit zunehmendem Alter ist er “abgestiegen”. Selbst bei den Ossis wollte man ihn nicht mehr dulden. Nach einer kurzen Amtszeit in Frankfurt, auch hier war er unerwünscht, fand er schließlich sein Happy End in Marburg. Und traf dort auf viele braune und fleißige Staatsanwälte. Ein gewisser Herr Franosch hatte bei diesem bequemen und rechten Herren natürlich die allerbesten Karten. Seine Empfehlung zum OStA sprach bestimmt Herr Köppen aus.
Ach ja: Wo gibt es eigentlich die rechtsradikalsten Fußballfans ? Im Osten und in Frankfurt. Hier schließt sich Kreis wieder. “Brave new world”.
6 Dezember 2011 um 10:28 am |
Martha sprach:
Koeppen hatte keine Amtszeit in Frankfurt. Nach den Wahlen 2004 in Thüringen wurde er in den Ruhestand versetzt und war danach Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Frankfurt-Bornheim. Stellvertretender Vorsitzender ist er dort immer noch:
http://www.cduffm.de/index.php?ka=1&ska=profil&pid=32
Der Grund, aus welchem Koeppen sein Amt als Justizstaatssekretär verlor, wird nicht ausgehängt. Bei den Wahlen 2004 verlor die CDU in Thüringen viele Stimmen, blieb aber allein regierende Partei.
http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Th%C3%BCringen_2004
Wenn die Regierung bleibt, ist es üblich, obwohl nicht notwendig, die Staatssekretäre zu behalten. Es muss Ärger in Erfurt gegeben haben.
Rechtsextremismus und Rassismus der Eintracht-Frankfurt-Fans, besonders der Eintracht-Frankfurt-Ultras sind legendär. Badesalz haben darüber einen Sketch gemacht.
Die Echt-Deutschen Walter und Herbert kommentieren im Frankfurter Fußball-Stadion den schwarzen Spieler Anthony Sabini:
“Uhuhuhuhuhuhuh” klingt wie rhythmisches Grunzen.
http://www.asklyrics.com/display/badesalz/anthony-sabini-lyrics.htm
Wer hier mit einem Eintracht-Frankfurt-Aufkleber auf dem Auto rumfährt (schwarz-weiß-rot), ist mit großer Wahrscheinlichkeit Neonazi.
6 Dezember 2011 um 11:34 am |
Anmerkungen eines Neonazis-Aussteigers in der SZ 05.12.11
6 Dezember 2011 um 8:04 pm |
Selbstverständlich auch die Bundeswehr und die Bundeswehr besonders:
HR 06.12.11
“Neonazis versuchen offenbar die Bundeswehr in Hessen zu unterwandern.” Versuchen? Das ist längst passiert.
“Die braune Gesinnung des Kameraden war bislang offenbar niemandem aufgefallen.” Das glaube ich sofort. In der Bundeswehr denken oder, besser gesagt, dumpfen die alle so.
7 Dezember 2011 um 1:02 pm |
Die finden das so dumpf alle lustig. Lachen und Gröhlen, und wenn dann mal etwas wie Zwickau geschieht, dann verlieren eben mal viele Soldaten die Lizenz zur Waffe. Bei der Bundeswehr gibt das Waffenentzug: Der Typ ist zu gefährlich.
6 Dezember 2011 um 8:43 pm |
@ Martha, am 6. Dezember
Ich habe kein gutes Gefuehl bei Ihren Pauschalierungen.
“Selbst die Ossis haben …” – Was ist das für ein Spruch?
Anmaßung führt auch zu dem, was wir Nazitum nennen.
Sie bekräftigen geographische Zuordnung von Nazitum noch mit Ihrem Verweis auf Fußballfans. Es äußert sich aber nicht nur lautstark. Hass gibt es überall.
Ich finde gut, dass Blögi hartnäckig versucht, bei den Fakten zu bleiben. Verallgemeinerungen sind immer etwas riskant und schränken die Sichtweise eher ein.
7 Dezember 2011 um 12:43 am |
Martha schrieb:
Ja, so spricht der Wessi-Herrenmensch. Das ist das, was ich immer sage: Die Deutschen sind alle Nazis. Wegen der paar Ausnahmen, die es vielleicht auch gibt, lohnt sich kein Aufwand.
7 Dezember 2011 um 1:10 pm
Richtig! Ich durfte das wieder erleben wie ein ehemaliger Bundeswehrsoldat mit seinem Freund einige Witze über mich abzogen.
Jede Menge Franzosen-feindliche Witze und das vor jemanden, der aus diesem Bereich kommt. merken tut der wohl nichts mehr, der Tatbestand war mindestens Diskriminierung, Beleidigung auf nazihafter Gesinnung basierend und extrem politisch inkorrekt. Ich sagte dem Mann gleich, dass ich das nicht lustig finde und er sich in meine Lage versetzen solle. Darüber grinste er nur und verstand sein Fehlverhalten nicht.
Das erlebe ich jeden Tag. Nazitum = Volkssport.
Irgendwie bin ich froh, wenn meine Freunde bunt sind und nicht hier geboren. Sie kommen mit dem nötigen Respekt. Die Deutschen zeigen nichts davon. Verhalten sich gegen ihre eigenen Auferlegten Regeln.
Nazistall Deutschland.
Ich sollte den Kommilitonen und seinen Freund anzeigen.
Ich habe die Nase von dieser Bananenrepublik gestrichen voll.
7 Dezember 2011 um 6:27 pm |
Studie über die Geschichte des Bundeskriminalamts
SPIEGEL 07.12.12
Das ist wie im hessischen Landtag
http://bloegi.wordpress.com/2011/05/04/mehr-als-75-nsdap-mitglieder-im-hessischen-landtag/
Dazu erbauliche Geschichten, auf welche Weise das BKA schon immer nach (Neo-)nazis ‘fahndete’.
Natürlich hat so ein Amt seinen ‘Stallgeruch’. Neue kommen nur rein, wenn sie genauso stinken.
7 Dezember 2011 um 7:37 pm |
Arndt Peter Koeppen wieder in der Presse, diesmal in Zusammenhang mit Manfred Scherer:
TLZ 7.12.2011
Die damaligen Innen- und Justizminister Köckert und Birkmann, alle von der CDU, behaupten, sie hätten von der Sache nichts gewusst.
Manfred Scherer ist diesem Blog schon auffällig geworden,
Thüringer Polizei-Bonze droht
und zwar in Zusammenhang mit einem Artikel, mit dem dieses Blog den Abgang des Dieter Althaus auslöste:
Althaus die Pistensau.
Scherer ist ähnlich wie Koeppen ein Import-Jurist aus der alten BRD. Er war anfangs Richter in Rheinland-Pfalz, wollte in Thüringen die ganz große Karriere machen. Er hat es bis zum Innenminister gebracht, verlor diesen Posten aber, als Althaus abging.
7 Dezember 2011 um 10:37 pm |
Bemerkungen von Ralph Giordano auf der gegenwärtigen BKA-Jubelfeier:
WELT 07.12.11
Gezielte Konspiration ist nicht notwendig. Koeppen und viele ähnliche Exemplare des deutschen Beamtenapparats halten ihr Verhalten für so selbstverständlich, dass detaillierte Absprachen nicht erforderlich sind. Das Dringendste wäre, dass Koeppen und ähnliches Personal umgehend gefeuert wird.
8 Dezember 2011 um 11:49 pm |
Nur hat auch Giordano zum geistigen Klima in Deutschland beigetragen, das die Grenzen des Anstandes annullierte und Gutmenschentum zur Wurzel allen Übels erklärte.
Zitat Giordano (http://www.welt.de/debatte/article9722366/Die-Gutmenschen-und-die-dunklen-Seiten-des-Islam.html):
“Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.”
Der Zwickauer Zelle hat mehr oder weniger verdruckste “Islamkritik” nicht mehr gereicht. Ihr Motto war: Taten statt Worte.
9 Dezember 2011 um 12:22 am |
In den Semesterferien habe ich mehrmals als Hilfsarbeiter und Praktikant in Industriebetrieben gearbeitet und eher gute Erfahrungen mit Türken gemacht.
T.Sarrazin habe ich zuerst für einen Komiker gehalten, eine Art deutscher Mr.Bean. Ich war begeistert von Sarrazin, bis mir klar wurde, dass er sein Zeug ernst meint.
9 Dezember 2011 um 9:46 am
Herr Sarrazin ist meiner Meinung nach nicht gefährlich. Gerade die Nazis werden ihn als Helden feiern. Und ja er meint es extrem ernst.
9 Dezember 2011 um 10:09 am |
Ist Sarrazin nicht eher ein Soloprojekt der Monty Python?
Skurrilen Humor hat auch NSU-Chefaufklärer Koeppen:
http://www.brak.de/fuer-journalisten/pressemitteilungen-archiv/2003/presseinformation-29-2003/
9 Dezember 2011 um 10:40 am |
In den ersten Jahren nach 1945 ging die US Army in Westdeutschland gegen die Hinterlassenschaften des Dritten Reichs ähnlich konsequent vor wie die Rote Armee weiter östlich. Dann begann der Kalte Krieg. In der US Army kam die Idee auf, man könne die vielen deutschen Nazis benutzen, um die Rote Armee bei einem Vorstoß nach Westen zu beschädigen. Demzufolge wurden SS-, überhaupt NSDAP-Mitglieder im Westen nicht mehr verfolgt. Eines aber blieb tabu: Antisemitismus.
Wenn die Medien deutschen Staatsdienern Gelegenheiten geben sich als Anti-Antisemiten öffentlich zu präsentieren, nehmen die Staatsdiener diese Gelegenheiten wahr. Anderes Verhalten würde ihre Karriere beenden.
9 Dezember 2011 um 6:02 pm
Vergessen wir nicht, dass Walsers umjubelte Paulskirchenrede 1998 nur öffentlich machte, was längst Konsens war – nicht nur rechtsaußen. Angst vor den Amerikanern, wenn Koeppen Neonazis laufen lässt und gleichzeitig der Naziopfer gedenkt? Oder Zynismus. Wer weiß. Wenn er vom 3. Reich als einer der dunkelsten Phasen spricht, ist das eine Relativierung, die für mich zur Eröffnungrede der Wanderausstellung schlecht passen will.
9 Dezember 2011 um 11:07 pm
In Hessen war es nur die Angst vor den US-Amerikanern, die Koeppen und viele ähnliche Typen hinderte ihr Wesen allzu öffentlich herauszuhängen.
Klassisches Beispiel: jüdischen Friedhof schänden. Bleibt die Kenntnis von einer solchen Tat im hessischen Mief, lässt man es einfach geschehen. Motto: “Das haben wir alle früher auch gemacht”. Doch wenn zufällig eine US-amerikanische Besuchergruppe in der Nähe ist, die darüber in den US-Medien ein Fass aufmachen könnte, wird die strafverfolgende hessische Staatsmacht aktiv:
http://bloegi.wordpress.com/2010/04/13/stolz-auf-opa/
9 Dezember 2011 um 10:20 am |
Noch ein Bericht, der falsch sein muss. In Bayern gibt es genauso wie in Hessen keine Neonazis, weil die bayrischen Sicherheitsbehörden ‘scharf’ durchgreifen.
SZ 09.12.11
“Der Mann, dessen Identität von den Behörden geschützt wird, kann selbst nicht wegen Unterstützung der Terroristen strafrechtlich belangt werden.” Noch ein V-Mann?
10 Dezember 2011 um 10:52 pm |
Man muss die BKA-Beamten bewundern, wie scharfsinnig sie immer neue NSU-Unterstützer ausfindig machen.
SPIEGEL 10.12.11
Mandy Struck und Matthias Dienelt sind alte KameradInnen, siehe oben.
Hier ein geheimer Geheimtipp exklusiv fürs BKA:
http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/konspirative-weisse-bruderschaft
11 Dezember 2011 um 8:54 pm |
Ja, die Ermittlungen nehmen jetzt richtig Fahrt auf. Den Durchbruch brachte bestimmt das posthum-Fahndungsplakat.
11 Dezember 2011 um 9:02 pm |
Wen? Künast, Merkel oder Schily?
Tagesspiegel 11.12.11
Was Polizeibeamte alles erzählen… Andre K. heißt Andre Kapke.
SPIEGEL 11.12.11
Nur 130? Die BRD ist wohlhabend. Sie kann sich mehr Spitzel leisten als die DDR. Allein in Marburg soll es hundert Spitzel geben. Schätzungsweise besteht die Links-Partei zur Hälfte aus MitarbeiterInnen des VS.
12 Dezember 2011 um 9:46 pm |
Der Satiriker Sonneborn hat sich in Gera als “Politkommissar” vom “Amt für Entnazifizierung” aufgespielt. Der erste Nazi, den er “entnazifiziert”, ist ausgerechnet ein Hesse (erkennbar am Dialekt)
Der Mann ist ein typischer Hesse. Erst stimmt er zu, Hitler sei derjenige Politiker gewesen, der “dem deutschen Volk” am meisten Schaden zugefügt habe. Doch sofort danach, will er “einen kleinen Adolf” wiederhaben, damit der die Ausländer ausschafft und v…. . Dieses Wort wird im Video mit einem Piep übertönt. Die geneigten LeserInnen mögen raten, welches Wort “v….” war.
Die Hessen sind (Neo-)Nazis und zugleich sind sie zu feige es zuzugeben. “Nein, aber ich bin doch kein Nazi!” und sofort danach babbeln sie das Zeug, das für Nazis charakteristisch ist, und, schlimmer noch, sie verhalten sich auch so.
12 Dezember 2011 um 10:10 pm |
Bei den gegenwärtigen politschen Verhältnissen käme mit einem Untersuchungsausschuss noch am ehesten etwas über die “Ermittlungspannen” an die Öffentlichkeit.
Saarbrücker Zeitung 12.12.11
Die Linken wollen auch einen Untersuchungsausschuss, die anderen Parteien aber nicht. Linke und Grüne haben nur 144 Stimmen im Bundestag. Für einen Untersuchungsausschuss sind jedoch 156 notwendig (25% von 622).
12 Dezember 2011 um 10:44 pm |
Die Justiz in Sachsen, hauptsächlich ein bayrisches Derivat, ätzt. Sie soll sich vorsehen. Sie hat ihren Bogen schon lang überspannt.
http://de.indymedia.org/2011/12/321699.shtml
Lothar König ist der Vater von Katharina König, von der weiter oben die Rede war.
13 Dezember 2011 um 7:33 am |
Die Justiz in Sachsen ist ein baden-württembergisch-bayerisches “Joint Venture” (beliebter Treuhandbegriff). Sie hat alle Schamgrenzen längst überschritten und kann jetzt schalten und walten, wie sie will. Niemand nimmt mehr Notiz.
Siehe auch hier: http://quo-vadis-dresden.de/2011-09-mit-dem-groben-knuppel.html
13 Dezember 2011 um 4:14 pm
Süddeutsche Zeitung zur Klage wegen schweren Landfriedensbruches gegen König: “”Keine Macht für Niemand”, dröhnt aus den Lautsprechern, die auf dem Dach des Busses angebracht sind. (…) Demonstrationserprobte Polizisten von heute dürften den Titel der längst aufgelösten Rockgruppe Ton, Steine, Scherben denn auch beinahe auswendig kennen. Und so käme wohl nirgendwo in Deutschland ein Staatsanwalt auf die Idee, das öffentliche Abspielen dieses Musikstücks für strafbar zu halten – außer in Dresden.
(…)
Ein Vorwurf in der 18 Seiten dicken Anklageschrift lautet, der Geistliche habe durch das Abspielen von “Musik mit aggressiven, anheizenden Rhythmen” zur Gewalt aufgewiegelt.”
http://www.sueddeutsche.de/politik/jugendpfarrer-in-sachsen-angeklagt-warten-auf-den-falschen-ton-1.1232179
13 Dezember 2011 um 8:24 pm |
Roderic sagte
Tja, da hätte dieser Jugendpfarrer halt a bissi was Hessisches spielen müssen. Z.B. Böhse Onkelz: “Türken raus”, “Deutschland,Deutschland,Vaterland” etc.. Dann hätte er kein Strafverfahren, sondern den Hessischen Verdienstorden für Überwindung der Klüfte zwischen Ost und West und später sogar das Bundesverdienstkreuz am Bande für vorbildliche Jugendarbeit bekommen.
http://www.althand.de/orden.html
In der Presse wird seit einigen Tagen spekuliert, die Brandstiftungen in Völklingen/Saarland könnten auf das Konto des NSU gehen
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/brandserie-in-voelklingen-elf-sonderbare-braende-11557447.html
ebenso die Ermordung eines Rabbi in Zürich
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Zrcher-Rabbi-von-deutschen-Neonazis-ermordet/story/10213822
Jedenfalls kann man den Meldungen entnehmen, wie viele Verbrechen unaufgeklärt geblieben sind. Jedes Jahr veröffentlichen die Innenminister der Länder Statistiken ihrer Polizeien, was alles aufgeklärt worden sei, die Verbrechen selbstverständlich zu fast hundert Prozent.
13 Dezember 2011 um 10:23 pm |
Guten Tag Bloegi,
wenn sich die Sachen bewahrheiten, würde das bedeuten der Aussteiger Bauer hat in allen Punkten recht, besoners die Vernetzung überweite Entfernungen. Ich glaube diese Geschichten von Herrn Bauern, weil mir ein Aussteiger ähnliche Dinge, Situationen, Lockmethoden der Jugend und weiteres erzählte. Dem sagt jeder hier genannte Nazi / Neonazi etwas, und jeder ist extremst gefährlich.
Wenn der Staat so weiter seine Justiz in vielen ländlichen Bereichen machen lässt, werden die Faschisten diesen Staat und seine Verfassung erneut abschaffen … Die Politik, Justiz und jeder Beamter sollte darüber nachdenken, ob er mitläuft oder sich entschieden dagegenstellt. Bis jetzt stellt sich die Politik und justiz entschieden gegen ihre Ziele und Ausführung.
14 Dezember 2011 um 12:39 am
Sie meinen bestimmt die Aussagen von Manuel Bauer in http://www.sueddeutsche.de/bayern/neonazi-aussteiger-manuel-bauer-deckname-pistole-1.1226570
Was Bauer erzählt, ist für jemanden, der sich mit dem “Scheißdreck” hat befassen müssen, nicht erstaunlich.
Z.B. dass viele Führungsoffiziere des Verfassungsschutzes, die die Neonazis überwachen sollen, vom gleichen “Gedankengut” befallen sind wie die Neonazis selbst. Sie brauchen auch nicht viel Fantasie, um sich das Gefühlsleben des LOStA Koeppen und vieler anderer Justiz- und Polizeiangehöriger vorstellen zu können. Hoffen Sie nicht, dass irgendeiner von denen gewillt ist die Gesellschaft zu entschmutzen!
Dass etliche Neonazis und ihre Organisationen Fakes sind, damit andere, weniger offensichtliche hemmungslos operieren können, stimmt auch. Ein solcher Fake ist die NPD. Ich verweise wiederum auf http://bloegi.wordpress.com/2009/10/03/npd-nazis-sind-schlachtschweine-der-staatsnazis/
Die mit Abstand gefährlichsten neonazistischen Organisationen sind natürlich die so genannten Sicherheitsbehörden, womit ich besonders Polizei und Justiz meine; der Verfassungsschutz ist eine relativ kleine Behörde; sogar die Bundeswehr ist wichtiger.
Täuschung ist häufiger als Wahrheit. Als sich in Marburg eine justizkritische Gruppe etablierte, die einigermaßen effizient war, wurde sie von “Mitstreitern” überschwemmt, die nicht rasteten, bis die Gruppe zerschlagen war. DDRler kennen das von der Stasi, aber es ist in der BRD nicht grundsätzlich anders.
Was ist zu tun? Überschaubare Änderungen politisch durchsetzen. Zuerst die direkte Wahl der RichterInnen des Bundesverfassungsgerichts.
14 Dezember 2011 um 9:10 am |
Marburg dient zur Entsorgung des hessischen und sächsischen Justizmülls, welche sich nazifiziert, weil dort deren Verbrechen untergehen.
Willkürbeispiele gibt es genug: Der Brosakomplex als Aktenzeichen. Ein Richter vom Flensburger landgericht war entsetzt als er die Kopie ihrer Akte im Internet las.
Die Justiz in Sachsen muss bereinigt werden. Die wahren Netzwerke offengelegt werden. Wir müssen weiterhin an die Medien gehen, sonst fühlen sich Nazis im Staatsdient sicher. Somit fliegt deren Handeln auf.
Keine Macht diesem Gedankentum.
14 Dezember 2011 um 12:05 pm |
Heinz Fromm, Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, ist Mitglied der Hessen-SPD. Das dürfte erklären, weshalb die SPD bei der Aufklärung der “Ermittlungspannen” keinen übermäßigen Eifer entwickelt.
Die Böhsen Onkelz sind in Unterfranken gegründet worden, was aber dicht bei Hessen liegt. Der böhse Ober-Onkel hatte allerdings seinen letzten großen Auftritt in Hessen – auf der Autobahn zwischen Wiesbaden und Frankfurt.
14 Dezember 2011 um 3:34 pm |
Interview mit Bodo Ramelow, dem Links-Parteichef in Thüringer Landtag inSüdthüringen.de 14.12.11. Immerhin, Ramelow weiß vom Oberstaatsanwalt Koeppen:
Ich halte die Redewendung “auf dem rechten Auge blind” für irreführend. Koeppen beispielsweise kennt den Rechtsterrorismus in aller Deutlichkeit und seit langem. Er hat nicht nur fahrlässig gehandelt. Er hat es auf Terror ankommen lassen, mehrfach belegt. Die Juristen nennen das “bedingten Vorsatz”.
14 Dezember 2011 um 6:06 pm |
Koeppen hat gewusst, was Rechtsterrorismus ist. 1980 hatte Manfred Roeder den Höhepunkt seines Schaffens
Spiegel 8.9.1980
Zur der Zeit war Koeppen Staatsanwalt in Frankfurt a.M.. Roeder war in Bensheim/Hessen ansässig, 60 km südlich von Frankfurt.
Der alte Spiegel-Artikel zeigt einmal mehr, wie wenig sich bei den Sicherheitsbehörden geändert hat. Die Sicherheitsbehörden sind Sammelbecken für (neo-)nazistisches Gesindel.
14 Dezember 2011 um 8:17 pm
Der Spiegelartikel ist erschreckend aktuell: nur Namen und Orte haben gewechselt. Das Nazitrio hatte Roeder gekannt; war er das Vorbild? http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1606329/
SZ und andere verweisen auf Fotos vom Prozess. Koeppen war zum Zeitpunkt der Attacke gegen die Wehrmachtsausstellung in Erfurt schon in Thüringen.
In Marburg kreuzen sich Koeppens und Roeders Wege erneut:
http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/schwalmstadt/landgericht-milderte-urteil-gegen-80-jaehrigen-839525.html
Wegen Roeders Gesundheitszustand (2009) wird eine Strafe für Holocaustleugnung zur Bewährung ausgesetzt und der Nazi von allen Sünden losgesprochen. Zitat: “Die Strafmilderung bezeichnete Richter Wolf Winter als „Akt der Menschlichkeit, des Verzeihens und der vorweggenommenen Gnade“.
14 Dezember 2011 um 11:25 pm
Zum Artikel in der HNA vom 13.11.2009
Bei Strafprozessen bestimmt praktisch immer die Staatsanwaltschaft den Ausgang. Es kommt selten vor, dass die Richter sich gegen die Staatsanwaltschaft stellen, da die Staatsanwaltschaft die Landesregierung repräsentiert und die Richter ihr Fortkommen im Staatsapparat beenden, wenn sie sich gegen die Landesregierung stellen.
Oberstaatsanwalt Jörg ist Staatsschutz-Dezernent in der Staatsanwaltschaft Marburg und Abteilungsleiter, ein routinierter Rechtsbeuger. Rechtsbeuger auch und besonders, was seine weltanschauliche Lastigkeit betrifft. Knapp ein Jahr lang war er sogar “Leitende Oberstaatsanwältin” (kein Witz, so bezeichnete er sich auf den Briefbögen der Staatsanwaltschaft), war also Behördenleiter. Die Geschichte dahinter ist, dass nach der Ablösung der vorigen LOStAinnen nicht Jörg LOStA wurde, obwohl er dran war, sondern der Justizminister in Wiesbaden nach geeigneteren Kandidaten suchte und schließlich meinte erst in Opitz, dann in Koeppen fündig geworden zu sein.
http://de.indymedia.org/2006/10/158281.shtml
Praktisch alles, was aus dem Justizministerium kommt, ist übel.
Die beteiligten Personen kenne ich alle und mir wird übel, wenn ich die Namen nur lese. Die Journalistin Geza Coordes hat den herzwärmenden Titel “Landgericht milderte Urteil gegen 80-Jährigen” verzapft. O diese schöne Menschlichkeit!
Koeppen ist nicht allein. In einer anderen, auf Vernunft ausgerichteten Gesellschaft wäre er nicht nach oben gestiegen.
14 Dezember 2011 um 11:44 pm
P.S. Hinter der automatischen Verfahrenseinstellung für Neonazis
http://bloegi.wordpress.com/2011/09/25/dieser-vollidiot-halt-sich-fur-hitler-personlich/
steckt selbstverständlich auch Jörg. Doch Koeppen hat es zu verantworten.
14 Dezember 2011 um 4:29 pm |
Der Anwalt des Jenaer Pfarrers Lothar König hat jetzt seinerseits Anzeige wegen Verfolgung Unschuldiger gegen die sächsischen Strafverfolgungsbehörden erstattet. Dresdens Staatsanwälte werfen König u.a. vor, mit Deutschrock gegen Polizisten vorgegangen zu sein. Passend dazu der Jargon, den sächsische Ermittler bei ihrer Überwachungsarbeit verwenden. Zitat Thüringer Landeszeitung:
“Ein weiterer Vorwurf: In den Ermittlungsakten bedienten sich die Strafverfolger einer rassistischen Sprache. Einer der Beschuldigten werde konsequent als “afroamerikanisch/europäischer Mischling mit dementsprechender brauner Hautfarbe” beschrieben. Der Begriff Mischling sei aus den nationalsozialistischen Rassegesetzen bekannt, argumentiert der Anwalt.”
http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Ermittlungen-zu-Jugendpfarrer-Koenig-Rassistische-Sprache-in-Akten-1309972200
15 Dezember 2011 um 10:50 pm |
Die bauschen das auf und noch mehr auf, als sei der Pfarrer Feind der Verfassung. We sich selbst nicht an die Verfassung halte, dabei sollte sich ein Richter an die Nase fassen, so ist es ihm nicht erlaubt Urteile auszusprechen.
Sachsen kriegt wohl nichts ohne eine Entnazifizierungseinheit aus Berlin hin.
15 Dezember 2011 um 8:20 pm |
Rechtsanwalt, Rechtsanwältin, Richter und viel Christliches
SWR 14.12.11
http://de.wikipedia.org/wiki/Noie_Werte
Kontext: Wochenzeitung 15.12.11
16 Dezember 2011 um 6:16 pm |
Ein anderer bekannter Nazi-Fußball-Verein: München 1860
SPIEGEL 16.12.11
Das ist seit langem so. München 1860 galt schon 1933 als völkisch, während Bayern München ein “Judenclub” war. Der SPIEGEL-Artikel ist insofern falsch, als er die Ultras beschönigt. In Wirklichkeit strampeln viele Ultras an der rechten Kante.
17 Dezember 2011 um 10:38 pm |
Die “deutschen Zustände” sind Thema eines bemerkenswerten Offenen Briefes des Auschwitzkomitees an die Regierenden.
Ob ihn Ministerin Kristina Schröder versteht, falls sie ihn zur Kenntnis nimmt, ist allerdings leider fraglich.
http://dresden-nazifrei.com/images/stories/Gedenken/auschwitz-komitee%20offener%20brief%2015_12_11o.pdf
17 Dezember 2011 um 11:51 pm |
Genau wegen solcher Leute wie Kristina Köhler/Schröder habe ich
http://bloegi.wordpress.com/2011/12/16/dumm-gelaufen/
geschrieben. Mit etwas Glück hätte Beate Zschäpe Ministerin unseres Gemein-Wesens werden können. Nach allem, was ich weiß, unterscheidet sich ihre Weltanschauung nicht wesentlich von der Schröders. Ich glaube auch nicht, dass Zschäpe dümmer ist als Schröder.
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2008/erste730.html
18 Dezember 2011 um 12:33 am |
BILD 17.12.11 hat den Rechtsanwalt Steffen Wilfried Hammer und die Noien Werte entdeckt:
Vielleicht klagt Hammer jetzt beim Hanseatischen Landgericht und Andreas Buske auf Unterlassung.
18 Dezember 2011 um 10:12 am |
Wirkt merkwürdig, wenn BILD schreibt:
“jahrelang grölte er Hass-Texte!”
Dabei machen sie meistens nichts anderes. Die Schizophrenie von BILD hat auch eine positive Seite: Im Gegensatz zu den Regierenden (und vermutlich den meisten BILD-Lesern), ist die Springerzeitung auch in der Vergangenheit nicht auf dem rechten Auge blind gewesen. Jetzt trägt BILD mehr zur Aufklärung bei, als alle 160 brutalstmöglichen Ermittler zusammen. Friedel muss Axel Springer wirklich geliebt haben, dass sie sich noch immer an seine Anweisungen hält.
18 Dezember 2011 um 11:05 am
Für BILD zählt der Absatz – nichts sonst. Deshalb ist BILD im Wesentlichen ein Porno-Magazin. Würde es mehr Absatz bringen der sittsam gekleidetenen Jungfrau Maria zu huldigen, würde BILD der sittsam gekleideten Jungfrau Maria huldigen.
18 Dezember 2011 um 10:19 am |
Auch die Nazi-Welt scheint ein Dorf zu sein.
18 Dezember 2011 um 10:54 am |
Wofür haben die acht türkischen Kleingewerbetreibenden und der eine griechische Steuern gezahlt?
BILD 18.12.11
Zschäpe & Co. hatten ‘ihr’ Geld hauptsächlich aus Überfällen auf quasi staatliche Sparkassen. Zschäpe & Co. haben also die Mehrwertsteuern (das waren ihre einzigen Steuern) mit staatlichen Zuwendungen beglichen. Koeppen & Co. zahlen zwar formal Steuern, bekommen aber das Geld dafür ebenfalls aus staatlichen Zuwendungen. Die Kleingewerbetreibenden waren die einzigen, die echte Steuerzahler waren. ‘Unser’ Staat hat sie gezwungen die eigenen Mörder zu alimentieren.
BILD schreibt: “Aussagen des Staatsschützers”: Ein VS-Mitarbeiter schützt die Verfassung aber nicht den Staat. Staatsschützer gibt es bei der Polizei, das sind die Staatsschutzkommissariate z.B. KSt10, oder bei den Staatsanwaltschaften, das sind Staatsschutzdezernate.
18 Dezember 2011 um 12:08 pm |
Zitat BILD, 18.12.11:
Warum 3 Exemplare? Warum nicht 1 oder besser 100? Genügend Interesse gab es sicher und ein anderer Preis wäre auch drin gewesen.
18 Dezember 2011 um 8:03 pm |
V-Mann “Otto” heißt bürgerlich Tino Brandt.
SZ 18.12.11
Da Tino Brandt Exemplare der Serienproduktion gekauft hat, muss er gewusst haben, wo die drei nach dem Untertauchen gesteckt haben. Warum wird er jetzt nicht als Mittäter verhaftet?
Andererseits:
FOCUS 18.12.11
Am größten ist die Liebe:
SZ 16.12.11
Andererseits:
Handelsblatt 17.12.11
Bei solchen Gelegenheiten werden Justizangehörige immer mit Krähen verglichen. Doch so schlecht sind die Tiere nicht.
19 Dezember 2011 um 1:18 am |
Koeppen und die Deppen
FR 19.12.11
Warum wird Brandt nicht inhaftiert? Er hat offenbar immer noch mächtige Freunde.
19 Dezember 2011 um 10:45 am |
[...] bloegi Blöde Geschichten « Der Mann, der jetzt Leitender Oberstaatsanwalt in Marburg ist, hat die Strafverfolgung des Nationals… [...]
19 Dezember 2011 um 11:59 am |
Jetzt beginnt wieder das Geheul von “Im Zweifel für den Angeklagten” und die Darstellung der deutschen Justiz als skrupulös: “Nur wenn die Tat ganz-ganz-ganz sicher nachgewiesen werden kann, verurteilen wir”.
NZZ 19.12.2011
In Zschäpes Haushalt wurden in beträchtlichen Mengen Waffen sowie DVDs gefunden, die mit den Morden zusammenhängen.
Der Grundsatz “Im Zweifel für den Angeklagten” gilt im deutschen Recht nicht. Immer wenn die deutschen Staatsdiener davon schwatzen, kann man sicher sein, dass sie aus Opportunität einen Angeklagten vor Strafe schützen wollen.
19 Dezember 2011 um 8:25 pm |
Erst dachten wir ja, wir hätten ein Problem, aber inzwischen “wackelt” ja auch der eingeführte Begriff der “Zwickauer Terrorzelle”. Laut Welt-online würden nach Beate Z.s Entlastung die Herren des Trios zu (verwirrten?) Einzeltätern. Die mglw. plazierten zahlreichen Beweismittel dürften ebenfalls von zweifelhaftem Wert sein (Stichwort feuerfeste DVDs). Ist überhaupt noch irgendwas real in diesem Stück außer den Mordopfern, die permanent verhöhnt werden?
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13774327/Fuer-Mordanklage-gegen-Beate-Zschaepe-fehlen-Beweise.html
19 Dezember 2011 um 8:30 pm |
Mit anderen Worten Frau Z. kommt dort nicht so schnell weg, außer sie Liebkind und singt. Damit ist nicht eine Zeugenaussage singen gemeint, sondern das Sündenbockopfer zu werden für die Fehler deutscher Staatsanwälte und sozusagen diese Dezernate freizusprechen von jeder Schuld mitgewirkt zu haben an der extremen Nazismusentwicklung!
19 Dezember 2011 um 10:40 pm
Es dürfte jede Menge Staatsdiener geben, die großen Wert darauf legen, dass Zschäpe NICHT singt. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Zschäpe V-Frau war. Wenn Zschäpe erzählt, was sie weiß, belastet sie am meisten die so genannten Sicherheitsbehörden.
Zschäpe hat, kurz nachdem sie sich gestellt hatte, erklärt, sie wolle aussagen. Daraufhin hat der oberste deutsche Staatsanwalt, der Generalbundesanwalt Harald Range (FDP), getönt, Zschäpe könne deswegen nicht mit Strafverkürzung rechnen:
FAZ 6.12.2011
Selbstverständlich haben die mit Zschäpe gedealt, aber anders herum: “Halt bloß die Klappe, Beatchen! Wenn du NICHT quasselst, kommst du nach ein paar Jahren raus.” Mit Verena Becker war es der gleiche Tanz.
Vielleicht bleibt es sogar bei einer Bewährungsstrafe; Beate Zschäpe hat sich ja “zuvor nichts zuschulden kommen lassen”.
20 Dezember 2011 um 8:27 am
Bloegi, bei aller Vorsicht vor wilden Spekulationen: Ihr Hinweis auf V. Becker und die Rolle der Dienste ist interessant. Es ist ja ein Merkmal krimineller Energie, dass immer wieder versucht wird, was ein Mal geklappt hat. Motto: nicht Neues unter der Sonne.
20 Dezember 2011 um 10:20 am
Dass Behörden sich an Straftaten beteiligen oder sie mit beträchtlicher krimineller Energie provozieren, ist normal. Ein anderes Beispiel war der S-Bahn-Peter.
Die erste Forderung, die daraus abzuleiten ist: Schluss mit der Geheimhaltung.
20 Dezember 2011 um 10:40 pm
Verschleierung und Vertuschung bis hin zur vermuteten Beweismittel-Manipulation versetzen die NPD jetzt in die Lage, in eine Opferrolle zu schlüpfen: In den Nachrichten (MDR) wurden vorhin NPD-Flugblaetter gezeigt, die von Staatsterror sprechen und an die Bevölkerung verteilt werden sollen. Tatsächlich ist ja die Frage, wie tief die Dienste verstrickt sind, berechtigt. Macht das Handeln der Dienste die Rechtsextremen am Ende zu Märtyrern? Bleiben einzige Konsequenzen dieses Skandals eine läppische Zentraldatei und ein wenig Betroffenheitslyrik?
19 Dezember 2011 um 8:31 pm |
sry, außer sie spielt Liebkind
20 Dezember 2011 um 2:23 pm |
Die Berliner Morgenpost 20.12.11 hat Neonazis gesammelt. Einige Namen werden aus unerfindlichen Gründen verschleiert, z.B.
S., Carsten (40) also Sczepanski “Piato”
Kommentar der Mottenpost
Die vorzeitige Entlassung geht auf das Konto der Justiz.
Wenn man wissen will, wie die Leute heißen, gibt man bei Google oder sonstwo z.B.
“max-florian neonazi”
und dergleichen ein.
21 Dezember 2011 um 6:06 am |
“bloegi sagt:
20 Dezember 2011 um 10:20 am
Dass Behörden sich an Straftaten beteiligen oder sie mit beträchtlicher krimineller Energie provozieren, ist normal. Ein anderes Beispiel war der S-Bahn-Peter.
Die erste Forderung, die daraus abzuleiten ist: Schluss mit der Geheimhaltung.”
Uneingeschränkte Zustimmung.
Und auch en détail war´s damals so, daß via “S-Bahn-Peter” und “James” (RA Horst Mahler) die ersten Waffen, die auch zur “Befreiung” von “Andy” 1970 (das war damals der Münchener Autoknacker, Frankfurter Kaufhaus”brandstifter” und Berliner Häftling Andreas Bader) in die “linke” Berliner Szene kamen.
Und die Rolle dreier mit jeweils mindestens zwei Geheimen Staatsdiensten zusammenarbeitenden “RAF”-Frauen könnte auch 2012 noch aufgeklärt werden.
21 Dezember 2011 um 11:56 pm |
Ein Artikel, den ich 2005 für Indymedia geschrieben habe und der hierher passt:
Den Hitler-Gruß zeigt man am sichersten im Kreis von Polizeibeamten (mit Beweisfoto)
http://de.indymedia.org/2005/01/104920.shtml
de.indymedia.org dürfte mittlerweile fest in der Hand des Verfassungsschmutzes sein.
22 Dezember 2011 um 6:05 pm |
Schon für das Eichhörnchen sollte die Seite trotzdem nicht abgeschaltet werden.
22 Dezember 2011 um 2:38 am |
Forderte nicht selbst ein gewisser Ex-Nazi, Franz von Papen, bei seiner legendären “Marburger Rede” ein Ende des einschüchternden Terrors und der falschen Schönfärberei ?
Eben jene Attribute, welche bei einem Marburger Ex-Staatsanwalt offensichtlich kein Gehör fanden. Im Gegenteil. Dies ist seine Masche und die einiger seiner Kollegen.
Ach ja, der Staatsanwalt heißt Rainer Franosch. Sein Ziehvater war Arndt Peter Koeppen.
22 Dezember 2011 um 3:38 pm |
Zu Franosch: Gerüchten zufolge soll er über eine längere Dienstverpflichtung bei der Bundeswehr ans Jura-Studium gekommen sein. Ähnlich wie steffy1161:
Antwort von MrDeephouse:
Franosch tauchte etwa 2002 in der Staatsanwaltschaft Marburg auf und bekam als direkten Vorgesetzten den Staatsschützer Oberstaatsanwalt Jörg. Der setzte Franosch auf mich an. Ungefähr gleichzeitig wurde Franosch Porno-Dezernent der StA Marburg. Leitende Oberstaatsanwältin war damals Dr.Ursula Goedel. Der jetzige LOSTA, Arndt Peter Koeppen, ist allerdings dafür verantwortlich, dass Franosch befördert wurde und nun in der Generalstaatsanwaltschaft sein Unwesen treiben darf. Es ist bodenlos.
23 Dezember 2011 um 11:14 am |
http://de.indymedia.org/2011/12/322256.shtml
Engagierte Verteidigung in Strafverfahren ist ein Menschenrecht (Art.6 EMRK), das auch für Neonazis gilt. Es ist einem Verteidiger auch nicht zuzumuten, dass er sich von seinen Mandanten distanziert etwa in der Art: “Leider muss ich dieses Nazi-Schwein verteidigen”. Etwas anderes ist es, wenn Rechtsanwälte sich selbst als Neonazis betätigen.
23 Dezember 2011 um 11:40 am |
bloegi sagt:
22 Dezember 2011 um 3:38 pm
Leider wahr: BODENLOS. In der Hessenjustiz besonders. In der ganzdeutschen Justizapparat mit geringen Modifikationen ebenso.
23 Dezember 2011 um 5:15 pm |
Huch, überraschend sind wichtige Beweismittel des (darf man noch sagen?) Terror-Trios entsorgt worden: die Rohrbomben aus der Garage (aus Sicherheitsgründen) und Telefonmitschnitte (Datenschutz?). Für Beate Z. läuft es immer besser. Auch die Anzeige von Mundlos’ Vater, die hätte über V-Tätigkeit Auskunft geben können, ist weg. Leitender Staatsanwalt in Gera war nach 1999 allerdings nicht mehr Koeppen, sondern Raimund Sauter. Es gab in Thüringens Behörden 1999 eine Art Rotation.
http://www.thueringen.de/de/justiz/presse/00216/
Zitat Berliner Zeitung:
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/neonazi-terror/neonazi-terror-beweismittel-gegen-zwickauer-zelle-vernichtet,11151296,11347090.html
24 Dezember 2011 um 10:09 am |
SZ 24.12.11
Mord an der Polizistin Kiesewetter: Da Mundlos und Böhnhardt angeblich einen Scanner hatten, mit dem sie Polizeifunk abhörten, konnten sie Kiesewetter auflauern.
27 Dezember 2011 um 8:47 pm |
Interessante Zusammenfassung und ein paar bisher unbekannte Details in der OTZ vom 23.12.2011:
27 Dezember 2011 um 9:42 pm |
Zitat OTZ:
Jetzt, an der Schwelle zur Farce, muss man fagen: Wo ist das Problem? Beate Z. hat sich ja gestellt, nur halt ein paar Tote später. So richtig scheint das trotzdem keinen zu interessieren. Z’s Anwalt legt schon mal Haftbeschwerde ein: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,805895,00.html
Er räumt mit gleich noch mit diversen Vorurteilen auf. Von wegen eiskalte Nazibraut:
28 Dezember 2011 um 8:52 pm |
1) Zu untersuchen ist warum die Vertretungsanzeige nie bei der Staatsanwaltschaft Gera einging.
2) Diese erheblichen Fehler schreien nach Suspendierung mehrerer Staatsanwälte ohne Pension.
3) Die Staatsanwaltschaft mehrerer bezirke kann nicht mehr abstreiten, dass ihre Fehler zur Ausbreitung des Nazismusses führten.
29 Dezember 2011 um 7:57 am |
@ blögi
Über die strafrechtliche MAGIE DER ZAHL DREI
Ob Brecht als er in seinem Gallilei-Stück gegens „Geschlecht erfinderischer Zwerge, die für alles gemietet werden können“, polemisierte, an deutsche Rechtsadvokaten (DRA) dachte? Weiß ich (wie so vieles andere auch) nicht … auch wenn ich mich mit der ZAHL DREI auskennen sollte (-> Die Symbolwelt der Drei Pfeile; in: Émile, 1 [1988] 3: 148-179) und darüber hinaus eins weiß: Der Frau Z. vertretene Kölsche RA -> http://www.ra-heer.de/ scheint eine bei ganzdeutschen Volljuristen untypische Fähigkeit;-), BIS DREI ZÄHLEN zu können, zu verkörpern. Und drei Leute sind strafgesetzbuchlich als „minimal requirement“ Grundvoraussetzung zur „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ … ein (Männer-) DUO reicht halt nicht …
1 Januar 2012 um 11:32 pm |
Zu den Rechtsanwälten Heer und Stahl, Verteidiger der Beate Zschäpe: Sie regen sich hauptsächlich auf, weil sie keine Akteneinsicht bekommen. Dafür habe ich Verständnis. Die Verteidigung muss die Akten vollständig einsehen können, und zwar in jedem Fall.
Zur heiligen Zahl Drei: Warten Sie nur ab, bis Sie vor der 1.Strafkammer des Universumsgerichtshofes stehen (UGH, auch “Jüngstes Gericht” genannt)! Vorsitzender ist Gott-Vater, Beisitzer sind Gott-Sohn und Gott-Heiliger-Geist. Nur wenn Sie ganz artig sind, lässt es der Universumsanwalt Heiliger Petrus (der Leitende Oberstaatsanwalt aller Himmlischen Staatsanwälte) bei einem Strafbefehl bewenden: “Sie werden angeklagt …” Aber den lässt der Heilige Petrus korrekterweise vom zuständigen Dezernenten, dem Heiligen Albrecht, unterzeichnen. Akteneinsicht werden Sie nicht erhalten.
In der Schule haben wir die Bedeutung der Drei so gelernt: Die primitiven Wilden können nur bis drei zählen: “eins, zwei, drei, viele, viele, viele …”, die Griechen dagegen als hochkulturelles Volk bis zehntausend (Myriaden).
Im Ernst: Die Mehrfachbesetzung der höheren Gerichte ist eine Farce. Kammer: drei RichterInnen, Senat: fünf RichterInnen und mehr. Praktisch immer entscheidet nur der Berichterstatter, also einer der Beisitzer. Der andere Beisitzer, “Beischläfer” genannt, und der Vorsitzende mischen sich nicht ein. Sie widersprechen ihrem Kollegen nur, wenn dieser die Interessen der Richterschaft übersehen hat. Bei den SchöffInnen der Strafkammern der Landgerichte ist es noch ärger. Das sind rückgratlose Speichellecker der Berufsjuristen. Z.B. in Berlin:
Die direkte Wahl der Richter, und zwar nur für ein paar Jahre, ist dringend notwendig.
2 Januar 2012 um 12:49 pm |
Die TAZ 01.01.12 greift eine Geschichte auf, die der SPIEGEL als Sensation vor ein paar Tagen aufgemacht hat.
Im Wesentlichen geht es um Erzählungen des VS-Spitzels Tino Brandt. Der hat dem Thüringer Verfassungsschutzes von Sprüchen erzählt, die Ralf Wohlleben geklopft haben soll.
Die Behörden sabotieren die Aufklärung auch jetzt. Dabei wird hartnäckig unter den Tisch gekehrt, dass die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft ermitteln muss. Die Polizei hat eigene Ermittler. Die brauchen den Verfassungsschutz gar nicht.
6 Januar 2012 um 1:27 am |
Mal wieder “brutalstmögliche Aufklärung”
FOCUS 05.01.12
6 Januar 2012 um 9:10 am |
Na endlich merken die Politiker, was Ihre Politik ausgelöst hat gegen ständig “links Autonome” ( das waren nur Einzeltäter): Blockaden gegen Aufklärung und Ehrlichkeit.
Das warum ist simpel: Würden die Blockierer den Bericht herausgeben, müssten nicht nur sie, sondern sämtliche Behörden erhebliche Fehler zugeben und mit unangenehmen Folgen rechnen … und Nazismus im Amt könnte man nicht mehr ausüben (das wäre doch Schade…).
6 Januar 2012 um 8:12 pm |
Der Berliner Anwaltsverein RAV hat irgendwie die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Sachsen sein Naziproblem lösen will. Dabei darf selbst BILD in Dresden doppeltes Spiel treiben.
Stellungnahme 5.1.2012
http://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/rechtsstaat-auf-saechsisch-220/
7 Januar 2012 um 1:30 pm |
Die Justizvollzugsanstalten verletzen nicht nur Zschäpes Menschenwürde. Bernd Schreiber kennt die JVA Gelsenkirchen aus eigener Anschauung und nennt sie “Folterknast”.
SPIEGEL 06.01.12
Wie wäre es, wenn Oberstaatsanwalt Koeppen ein paar Monate in Untersuchungshaft verbringen müsste?
derwesten 07.01.12
8 Januar 2012 um 11:03 pm |
Holger Gerlach singt. Etwas Wahrheit könnte dabei sein. Doch ob seine Gesänge ganz der Wahrheit entsprechen, darf bezweifelt werden. SPIEGEL 07.01.12
Mit dieser Aussage könnte Zschäpe als Mitglied einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) verurteilt werden.
Weiter im SPIEGEL
Diese Aussagen werden Zschäpe und Wohlleben teuer zu stehen kommen. Die interessante Frage ist, was Gerlach dafür bekommt.
Für ein NPD-Verbot reicht das nicht. Dafür muss nachgewiesen werden, dass die Partei als Ganzes oder mindestens wesentliche Teile von ihr den Terror unterstützt haben.
10 Januar 2012 um 8:05 pm |
Beate Zschäpe fühlte sich im Landgericht Erfurt sicher.
Tagesspiegel 10.01.12
Rocker waren schon immer Faschos, heute außerdem oft Neonazis. Ebenfalls im Tagesspiegel:
Und dann sind wieder alle interessanten Sitzungen geheim.
11 Januar 2012 um 9:58 am |
2003 wurden Koeppens Ermittlungen gegen das Trio eingestellt. Inzwischen war auch das Interesse des Verfassungsschutzes (kein Finanzbedarf des Trios, da Selbstversorger; antisemitische Brettspiele kaufte der VS trotzdem) erlahmt; thüringisch-sächsische VS-Operation “Terzett”. Vor 2003 gab es Versuche, das Trio aus dem Untergrund zu holen. Danach war das Abtauchen offenkundig nicht mehr strafverfolgungsbedingt, sondern freiwillig.
Das “Abtauchen”: Weiter Kontakte zum – unsicheren – Naziumfeld (durchsetzt vom VS), Mitwisser bei Logistik (Wohnungen, Autos), Urlaubsreisen (mit Fotos und Fremdkontakten), rege Verkehrsteilnahme (ohne Verstöße? Geschwindigkeitskontrollen usw.). Stimmen alle Vorwürfe, hatten die drei zu tun mit: Beschaffungskriminalität im großen Maßstab (Planung, Vorbereitung, Durchführung der Banküberfälle); daneben mit Waffenbeschaffung und Serienmord (bundesweit/Planung, Vorbereitung, Durchführung) plus DVD-Herstellung mit Vertrieb.
Dabei agierte das Trio (Duo) über viele Jahre professionell und “fehlerlos”, was besonders bei Uwe Börnhardt überrascht. Beate Z. selbst will nichts mitbekommen haben, obwohl in der gleichen Wohnung lebend (freute sich “danach” einfach über ein extra Haushaltsgeld). Die beiden Hauptverdächtigen sind tot. Zum Suizid gibt es inzwischen mehrere Versionen.
11 Januar 2012 um 11:52 am |
An das Märchen, dass es nur “Koordinationsprobleme” zwischen den Behörden gegeben habe, glaube ich nicht. Höchstens könnten die “Koordinationsprobleme” darin bestanden haben, dass man sich nicht einig darüber war, wie der NSU am wirksamsten zu unterstützen war.
Ich weiß aus langjährigen Erfahrungen, die immer wieder bestätigt wurden, dass das “Gedankengut”, das im NSU-Film mit “Paulchen Panthers lustigen Streichen” vorgezeigt wird, von zahlreichen deutschen Staatsdienern geteilt wird. In der Polizei und der Justiz macht derartiges Volk sogar die erdrückende Mehrheit.
Historisch ist das nichts Neues. In der Weimarer Republik gab es die Freikorps, Mörder-Trupps, die auf jede mögliche Weise von den damaligen Behörden unterstützt wurden.
Ein paar dem NSU ähnliche Gruppen sind weiterhin unterwegs. Solange sie nicht ins Zentrum des öffentlichen Interesses geraten, können sie ihre Straftaten, dabei Verbrechen im Sinn des StGB, fortsetzen. Dazu kommt eine riesige Zahl von Vereinen, die bei Amtsgerichten eingetragen und oft darüber hinaus als “gemeinnützig” klassifiziert sind. In diesen Vereinen wird das “Gedankengut gepflegt” und regelmäßig organisieren ihre Mitglieder Übergriffe, die von Gesetzes wegen strafbar sind, während die Strafverfolgung von den Staatsanwaltschaften ebenso regelmäßíg niedergeschlagen wird.
11 Januar 2012 um 1:44 pm
In den national befreiten Zonen Sachsens beginnt man schon, das teils lästige Versteckspiel zu beenden. Wer sich beim Stadtrat von Geithain über die Erfolge beim Kampf gegen Rechts informieren will, landet direkt beim Ortsgruppenführer.
http://www.stadtrat-geithain.de/
12 Januar 2012 um 12:25 am |
Ironischer Artikel über die ‘demokratischen Aufbauhelfer’ aus Hessen und Bayern in Thüringen und Sachsen:
STERN 11.01.12
Leider werden Helmut Roewer und Arndt Koeppen nicht namentlich erwähnt.
Experte heißt aber auf Südhessisch “Ekschbärde”.
12 Januar 2012 um 12:05 pm |
Mit Panzeroffizier ist Helmut Roewer gemeint. Er selbst sieht sich eher als Schöngeist (eine Art Troubadix):
http://www.helmut-roewer.de/home/index.php
Der ehemalige Verfassungsschützer vertritt die These, es gäbe (selbstredend verirrte) Neonazis, die mit dem Namen Hitler nichts anfangen können:
.
Interessant ist Roewers Apologetik gegen Vorwürfe, er sei selbst stark rechtslastig. Roewer beteuert seine Verachtung gegenüber Hitler. Das ist allerdings bei “intellektuellen” Nationalsozialisten üblich. Dort ist man der Meinung, Hitler habe die (gute) Sache verpfuscht durch Übertreibung.
12 Januar 2012 um 11:12 pm |
Jurist und Selbstdarsteller Helmut Roewer hat auf seiner Homepage eine Chronologie zum Terrortrio zusammengestellt (Startseite ganz unten). Er rechtfertigt darin die Produktion eines Propagandafilms zur Verharmlosung des Thüringer Rechtsextremismus mit der abenteuerlichen Begründung, eine Bild- und Ton-Erkennungsdatei von Neonazis geschaffen zu haben.
Um die spätere Zwickauer Zelle geht es in der Chronik nur am Rande. Roewer nutzt sie als Vehikel, um sich am Schluss als politisches Opfer der Landesregierung zu beschreiben. Dabei spricht er, wie üblich bei Tätern, von sich selbst stets in der dritten Person.
Bekannt wurde Thüringens VS-Präsident, weil er 200.000 DM an Spesen für das eher drollige Kerlchen Tino Brandt zur Schaffung des Thüringer Heimatschutzes beigesteuert hatte.
Seine Begründungen für die Herstellung des Lehrfilms zeigen, auf welchem Level man sich in VS-Kreisen verständigt:
http://www.helmut-roewer.de/home/index.php
Die Junge Gemeinde Jena-Mitte hat den Film auf ihrer Website eingestellt. Im Begleittext heißt es:
Reyk Seela saß von 1999 bis 2009 für die CDU im Thüringer Landtag.
http://jg-stadtmitte.de/2011/11/30/verfassungsschutz-lehrvideo/#more-2023
13 Januar 2012 um 12:13 pm |
Schweinerei. Es wird noch härter. Wir haben ein problem: Nazis auf den obersten wichtigsten Posten der gesamten Bananenrepublik.
13 Januar 2012 um 1:43 pm |
Scharfsinnig, diese Grünen!
SPIEGEL 13.01.12
Dem letzten Satz kann man uneingeschränkt zustimmen.
15 Januar 2012 um 9:28 pm |
Film des NDR über Thomas Dienel
Ein Nazi als Chefredakteur – Steuergelder für Rechtsterroristen
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1998/erste7028.html
Text aus dem Film
weiter unten
Dienel glaubt seine Auschwitz-Lüge nicht. Er lügt bewusst.
Dienel war auch derjenige, welcher mit großzügiger Unterstützung (25000 DM) des Thüringer Verfassungsschutzamts den Antinazi-Aktivisten Angelo Lucifero fertiggemacht hat.
16 Januar 2012 um 12:10 pm |
Angeblich neue Ermittlungsergebnisse, die aber jeden, der sich mit Neonazis auseinandersetzen musste, nicht verwundern:
SPIEGEL 15.01.12
16 Januar 2012 um 9:19 pm |
Führer Nr. 14 würde sich bestimmt freuen über diesen zahlenmystischen Schwachsinn …
Die Motive interessieren mich jedenfalls im Moment kaum. Wir warten noch immer auf Fakten: Was war Inhalt der Operation Terzett, wann endete sie mit welchem Ergebnis, wer war beteiligt? Wer lieferte welche Waffen? Welche Geldbeträge erbeuteten Böhnhardt und Mundlos im gesamten Zeitraum?
Wie bei Wulff gibt es bisher 400 falsche Antworten auf 400 falsche Fragen und keinerlei Aufklärung.
16 Januar 2012 um 11:39 pm |
“14″ ist heutzutage ein ziemlich sicheres Neonazi-Erkennungszeichnen. Wer anderen penetrant die “14″ vorführt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Neonazi. Bei 14/88 gibt es keinen vernünftigen Zweifel mehr.
Es würde auf die Dauer einigen Effekt machen, wenn man die Namen der zuständigen Staatsdiener übersichtlich zusammenstellte und veröffentlichte: Innenminister, Justizminister, zugehörige Staatssekretäre, aber eben auch die Namen der Richter und Staatsanwälte, die mit dem Fall befasst waren. Wer war beispielsweise Koeppens Dezernent? Als LOStA hat Koeppen das Ding nicht alleine gedreht.
17 Januar 2012 um 8:47 am |
Mangelnder Aufklärungswille (von öffentlich-rechtlicher Seite oder PMs staatlicher Stellen kommt im Vergleich zu Spiegel & Co. wenig) und Verschleierung staatlicher Verstrickung sind aus einem weiteren Grund gefährlich:
Wenn der Eindruck entsteht, Straftaten werden ohne überzeugende Beweise dem Trio zugeschrieben oder das Trio wäre nur “benutzt” worden, kann das zu Solidarisierung auch bei Leuten führen, die keine Affinität zum NS-System haben. Nur wird darüber kaum jemand offen sprechen. Neonazis basteln erst recht an Märtyrer-Legenden.
Bereits das Ansinnen, die Vorgänge in geheim tagenden Kommissionen aufzuarbeiten, ist angesichts des besonderen öffentlichen Interesses fragwürdig.
17 Januar 2012 um 10:03 pm |
Hans-Peter Uhl, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Innenpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist ein hervorragendes Exemplar eines Staatsnazis.
Saarländische Online-Zeitung 17.1.2012
Das ist genau das Gedankengut, das der NSU in seinen Filmchen propagiert hat.
18 Januar 2012 um 9:58 am |
@ blögi
Gestern wurde bei „Telepolis“
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151235
eine spanische Variante angedeutet
¿oyes, compañero?
22 Januar 2012 um 8:17 pm |
SZ 21.01.12
WELT 22.01.12
22 Januar 2012 um 8:25 pm |
So geht es auch in Hessen zu, wenn einer oder mehrere einen Neonazi-Überfall bei der Polizei melden wollen.
http://bloegi.wordpress.com/2009/10/03/npd-nazis-sind-schlachtschweine-der-staatsnazis/
24 Januar 2012 um 5:17 pm |
Aus dem FOCUS 24.01.12:
“Zeichen gegen Rechts setzen” ist die verlogenste Phrase, die es auf diesem Gebiet gibt. Vielleicht könnten die diversen Würdenträger gemeinsam kräftig furzen. Da wäre wenigstens noch ein wenig Wahrheit bei.
Von Winterschlaf kann keine Rede sein. Die Behörden sind fleißig dabei ihr eigenes Fehlverhalten zu vertuschen.
Rechtsextremismus bekämpfen bedeutet zu allererst Schröder und Friedrich bekämpfen.
25 Januar 2012 um 11:34 pm |
TAZ 25.01.12
Das riecht nach inhaltlich leerem Aktionismus: “… Taten sind allerdings schon verjährt. Doch die Bundesanwaltschaft hat den Verdacht …” usw.usw.
25 Januar 2012 um 11:41 pm |
Die Landser-CD “Ran an den Feind” galt (wahrscheinlich gilt immer noch) als modernsierte Version von “Mein Kampf” und als Vorbild für Neonazis. Das Cover dieser CD wird auf http://www.althand.de/bumsberg.html gezeigt – etwa in der Mitte.
26 Januar 2012 um 9:16 am |
Wie ernst es Sachsen mit der Zwickauer Zelle ist, kann man an der neuen PR-Initiative des Innenministers Ulbig sehen. Eigentlich eher tragikomisch, interessant das Fazit des Innenministers:
Was tun gegen verbreiteten Neonazismus im Freistaat?
Ulbig wörtlich: “Antifaschismus ist nicht die Antwort.”
26 Januar 2012 um 9:50 am |
“Angaschemang”, “rechtes Gedankengut” und so weiter: Das sind Phrasen, die von derartigen Politikern gebetsmühlenartig vorgekaut werden.
28 Januar 2012 um 7:37 pm |
Die Polizistin Kiesewetter ist wegen der “Fehler” ihrer Kollegen umgekommen.
SPIEGEL 28.01.12
Trotzdem ließen die Beamten Zschäpe laufen. Die sächsischen Polizisten haben unter Garantie zumindest gemerkt, dass sie es mit einer Volksgenossin zu hatten, und gemeint es sei opportun einer solchen keine Scherereien zu machen.
D. bedeutet Dienel,
E. bedeutet Eminger.
28 Januar 2012 um 8:35 pm |
Wie wurde die Vernehmung begründet? Im Text steht zwar “deshalb”, aber “weshalb” nun genau? Wegen des Spitznamens oder wegen der Katzen?
Musste sie sich ausweisen? Wäre es nicht, wenn ein Verdacht falscher Identität vorlag, normal gewesen, die tatsächliche Adresse von Susann E. zu überprüfen? 2007 gab es auch in Zwickau schon Telefon, Fax und Internet.
Wir hörten, Beate Z. habe unter mehreren Namen regelmäßig Bareinzahlungen gemacht. Wie wurde das geregelt? Ohne Legitimationsprüfung, ohne Geldwäscheverdacht?
Ich bin gespannt auf eine Gesamtdarstellung, nachdem im U-Ausschuss auch noch Politiker bei der Aufklärung geholfen haben werden.
28 Januar 2012 um 10:21 pm
Die Geschichten von den “Koordinationsproblemen zwischen den Behörden”, “Pannen” und dergleichen sind Märchen. BRD-Behörden unterstützen Neonazis absichtlich – auch und besonders, wenn sie gewalttätig sind. Die Polizeibeamten, Staatsanwälte und Richter, die das nicht tun, bilden zumindest in den ländlichen Gebieten höchstens eine Minderheit.
Ich habe Bekannten hier in der Umgebung empfohlen, sie mögen, wenn sie vor einem Staatsdiener stehen, zu erkennen geben, dass sie Nazis sind. Das hat sich für die so Beratenen immer gelohnt: Der Polizeibeamte schreibt keine Anzeige, Staatsanwalt und Richter stellen Verfahren ein usw..
Wenn Externe zufällig anwesend sind, ist es vielleicht nicht ratsam gleich mit dem Hitlergruß in die Behörde einzumarschieren. Am besten, man fängt mit Wörtern wie “Heimat”, “(ein)heimisch”, “deutsch”, “Ausländer” “Fremder” und “Zigeunerjude” (hier sehr populär) an.
29 Januar 2012 um 3:45 pm |
@ Blögi
Auch wenn´s letzte ZEIT-Dossier informativ, freilich nicht konseqent ist … ich meine, daß auch der hier dankenwerterweise & beharrlich dokumentierte faschistische Nazidreck nebst diesen deckende/befördernde Staatsdienerei eine alte bürgerrechtliche Forderung aktualisiert und wiederhole, was ich auch nicht erst seit vorgesternmittag öffentlich sage:
GEHEIMDIENSTE SIND UNGEHEUER:
ERSTENS KROPFIG. ZWEITENS TEUER.
Also: GEHEIMDIENSTE ABSCHAFFEN.
Besten Gruß
Richard Albrecht, 290112
http://duckhome.de/tb/archives/8718-ABSCHAFFEN.html
http://www.saarbreaker.com/2010/12/geheimdienste-abschaffen/#more-3671
31 Januar 2012 um 10:36 am |
Der Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags:
Thüringer Allgemeine 25.1.2012
Die Thüringer Allgemeine präsentiert als Zugabe ein Bild von Arndt Peter Koeppen.
http://media201.zgt.de/00578D3F_F7BFB308E8FB7FA9D085A85362403071
Es ist ein typisches CDU-Bild. Die CDU beschäftigt Fotografen, die brechreizerregende Porträts abliefern.
Zudem sollen die Innenminister und -staatssekretäre geladen werden, darunter Manfred Scherer und der in Hessen hinlänglich bekannte Karl-Heinz Gasser, ein Sozius des Volker Bouffier. Außerdem der Ex-Verfassungsschutz-Chef Manfred Roewer und weitere Behördenleiter.
31 Januar 2012 um 3:40 pm |
Der TA-Beitrag klingt vielversprechend. Bisher erscheint auch MPin Lieberknecht insgesamt entschlossen. Interessant wird es, wenn sich die Geladenen im UA gegenseitig beschuldigen. Hoffentlich ist bald Schluss mit dem Versteckspiel.
31 Januar 2012 um 8:08 pm
Die werden weiter verstecken ode einfach sagen: ich mache keine Aussage ohne meinen Anwalt.
Insofern war alles für die Katz’.
2 Februar 2012 um 9:55 am
Andererseits: Für einen gekränkten Narziss wie Helmut Roewer ist es vielleicht die letzte Gelegenheit für die große (Landes-)Bühne inklusive Eigenwerbung für seine rechtslastigen Historienschinken. Er wird uns doch nicht enttäuschen?
1 Februar 2012 um 7:43 pm |
Wer ist Carsten S.?
SPIEGEL 01.02.2012
Carsten Schultze ist nach Erscheinen des Spiegel-Artikel von der “PULS – Lebe offen anders-Seite” kurzfristig gelöscht worden. Übrig blieb nur
Mit
http://www.google.de/search?q=carsten+schultze+puls
findet man immer noch viele Referenzen auf seine Tätigkeit als AIDS- und-Schwulen-Referent. Auch Bilder, die mit seinem Einverständnis im Internet erschienen sind, gibt es zuhauf, z.B.
http://www.youpod.de/fileadmin/user_upload/userpics/82/3647/82_1291286233.jpg
(rechts hinten am Tisch).
Wozu soll das Verwischen von Spuren gut sein? Wenn Carsten Schultze sich wirklich gewandelt hat, wird es genug Leute geben, die ihn an seinem Namen erkennen und verteidigen.
1 Februar 2012 um 8:00 pm |
In
http://duesseldorf.aidshilfe.de/fileadmin/downloads/jahresbericht_ahd_2009.pdf
findet man den merkwürdigen Satz
“Carsten Schultze ist der neue Ansprechpartner für die
Kuckuckseier.”
Ein ebenfalls bemerkenswerter Artikel im Neuen Deutschland vom 2.2.2012
http://www.neues-deutschland.de/artikel/217311.gsg-9-holte-nsu-mitglied-nr-6.html
5 Februar 2012 um 10:22 am |
Unheilbare Dummheit im LKA Sachsen
FOCUS 05.02.11
Selbstverständlich sind die Socken kein Beweis. Die Socken lagen, wie bei den meisten Menschen, in der Wohnung herum. Der/der Brandstifter/in hat möglichst viel von dem, was in der Wohnung lag, mit Benzin übergossen und angezündet.
Es wäre viel wichtiger Beweise dafür zu sammeln, dass Zschäpe zur Zeit der Brandstiftung in der Wohnung war.
Weiter im FOCUS
Was war in der Mailbox gespeichert? Vermutlich: “Es ist soweit.” Manches deutet darauf hin, dass Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe lange vorher verabredet hatten Selbstmord zu verüben, sobald sie enttarnt werden: “Sieg oder Tod!”. Die Brandstiftungen im Wohnmobil und in der Wohnung sollten nicht Beweismittel vernichten, sondern dem ganzen Unternehmen einen melodramatischen Abschluss nach Art der ‘Götterdämmerung’ geben. Zschäpe lief nach der Brandstiftung noch ein paar Tage in Zwickau herum und suchte wahrscheinlich nach einer dekorativen Möglichkeit des Selbstmords, hatte schließlich aber doch keine Lust.
5 Februar 2012 um 11:41 am |
Dass Nazis grundsätzlich fähig und willens sind, “lebensunwerte” Menschen und “Volksschädlinge” brutal zu ermorden, steht für mich außer Frage. Es gibt zahllose Beispiele braunen (bewiesenen) Terrors allein der letzten Jahrzehnte und eine erschreckende Verharmlosung rechtsextremistischer Gewalt durch den Staat.
Im Falle des Zwickauer Trios halte ich aber nach wie vor alles für möglich. Wir kennen die Fotos der abgebrannten Wohnung. Ein Feuerwehrmann vor Ort wunderte sich, was da an Beweismitteln herausgetragen wurde (http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2099781/Feuerwehrmann-wundert-sich-ueber-Einsatz-im-Zschaepe-Haus.html). Harte Beweise für die Morde stehen weiter aus oder werden nicht veröffentlicht.
Wenn nun, wie bereits kurz nach dem Ende des Zwickauer Trios, erneut Listen auftauchen, werde ich stutzig. Einigermaßen gesichert scheinen bisher nur die Sparkassenüberfälle durch Mundlos/Böhnhardt zu sein und selbst da ist unklar, ob es nicht staatliche Mitwisserschaft/Duldung gab.
Es sollte – auch medial – weiter in alle Richtungen ermittelt werden. Auch in Richtung Behörden.
6 Februar 2012 um 9:50 am |
Die benzinhaltigen Socken wären doch ein Beweis, wenn es diejenigen Socken waren, mit welchen Zschäpe bekleidet war, als sie festgenommen wurde. Doch über die Herkunft der Socken (aktuelles Kleidungsstück oder aus dem halb verbrannten Haus geborgen) kann ich in der Presse nichts finden.
6 Februar 2012 um 7:45 pm |
Eine lange Geschichte mit vielen “Fahndungspannen” in der FAZ 03.02.12 vom fehlenden Bolzenschneider über einen falsch gestempelten Umschlag bis zum krankgeschriebenen Staatsanwalt. Am Ende ist niemand schuld.
Das Beste im Artikel: Die Vorbelastung Böhnhardt wird beschrieben. Die war der Staatsanwaltschaft bekannt. Als der Verfassungsschutz meldete, er habe Böhnhardt und Mundlos beim Bunkern von Bombenbau-Material ertappt, warum hat die Staatsanwaltschaft nicht sofort die Fahndung nach Böhnhardt in Gang gesetzt?
12 Februar 2012 um 10:17 am |
Beweismittel-Vernichtung im Bundeskriminalamt zum Vorteil von Neonazis:
BILD 11.02.12
PHK Jens B. hatte Komplizen: Alexandra-Maria F (BKA-KI26)
http://www.bild.de/media/verweis-22594338/Download/3.bild.jpg
Andre E ist Andre Eminger, siehe oben. Auf makabre Weise komisch:
Man kann über BamS so viel Schlechtes schreiben wie man will. Aber besser als bei der ‘zuständigen’ Staatsanwaltschaft ist die Ermittlungsakte jedenfalls bei BamS aufgehoben.
Jetzt fehlt nur noch, dass eine SMS etwa folgenden Inhalts auftaucht:
12 Februar 2012 um 10:40 am |
Eine hübsche Ergänzung ist die voraussehbare rechtsstaatliche Bestrafung einiger Linke-Abgeordnete, weil sie an Anti-Nazi-Protesten teilgenommen haben. Der Bundestag hat die Immunitität der Abgeordneten aufgehoben, ebenso einige Landtage, darunter der hessische.
Focus 11.2.2012
Ich mag Gysi nicht. Aber in dieser Angelegenheit hat er eindeutig Recht. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Dresden sind, selbst wenn sie zuträfen, zu gering, um die Immunität aufzuheben. Außerdem sind die rechtfertigenden Gründe für das Verhalten der Linke-Abgeordneten offensichtlich.
12 Februar 2012 um 11:00 am |
Der Vollständigkeit halber: Brutalstmögliche Aufklärung der Beweismittelvernichtung darf diesmal Bosbach fordern:
http://www.n-tv.de/politik/BKA-soll-Daten-geloescht-haben-article5473331.html
12.02.2012
Tatsächlich darf offenbar nicht einmal der Verdacht entstehen, dass es irgendein Aufklärungsinteresse gibt.
13 Februar 2012 um 12:06 am |
Just for record
ND 13.02.12
13 Februar 2012 um 12:11 am |
Manchmal kommt auch von der ZEIT Erhellendes zum Thema:
http://www.zeit.de/2012/07/Gumbel
12.02.2012
14 Februar 2012 um 1:57 pm |
In Hinsicht auf LOStA Koeppen besagt der neueste Artikel in der Thüringer Allgemeinen vom 14.2.2012, dass Koeppen über die Missstände im Thüringer Verfassungsschutz priviligiert unterrichtet war. Er hatte zumindest eine Teilkopie des geheimen Gasser-Berichts.
Koeppen konnte sich an zwei Finger abzählen, was das für die Strafverfolgung von Neonazis bedeutete. Koeppen fand das alles nicht beunruhigend.
21 Februar 2012 um 11:36 am |
In den Artikel oben eingesetzt: Foto aus dem Spiegel vom 21.2.2012, speziell
http://cdn3.spiegel.de/images/image-318436-galleryV9-vaob.jpg
Polizei, Verfassungsschutz und Justiz unterstützen
den rechtsextremistischen Terror; Justiz am dichtesten an der Mündung.
23 Februar 2012 um 9:19 pm |
NSU-Sympathisanten in Hessen – Neonazis begrüßen Terror
Februar 20th, 2012 by Antifabi
Im sozialen Netzwerk Facebook hat unter dem Label „Wetzlar Krawalltourist“ ein offen rechtsextremes und die Morde der Terrorgruppe „NSU“ feierndes Profil existiert. Als Profilbild wurde Paulchen Panther, das Logo des NSU-Videos mit der Überschrift „Döner schmeckt nicht“ gezeigt. Das Profil ist durch Horst Wessel und die Blutzeugen, das heißt die gefallenen SA-Schläger und Mörder der Weimarer Republik sowie verschiedener neonazistischer Gruppen inspiriert. Unter den über 70 Freunden dieses Profils waren einschlägig bekannte Neonazis der „Freien Kräfte Schwalm Eder“, der „Anti-Antifa“, der „Autonomen Nationalisten“ Wetzlar und der „Freien Nationalisten Rhein Main“ aus Hessen sowie …
http://antifabi.de/?p=1456
23 Februar 2012 um 9:46 pm |
Carsten S. = Carsten Schultze siehe oben
SPIEGEL 23.02.12
Der Gewinn des kriminellen Transfers war eher mager: 2500 DM – 1250 SF = 500 Euro ungefähr.
23 Februar 2012 um 10:06 pm |
Bild der Ceska mit Schalldämpfer:
http://cdn1.spiegel.de/images/image-320214-galleryV9-shvy.jpg
Die fasste Böhnhardt mit der rechten Hand. Er zog einen Plastikbeutel über Waffe und Hand. Die Opfer sahen nicht anderes, als dass ein Kunde mit Einkaufstüte eintrat. Dann hob Böhnhardt die Tüte allmählich immer höher, als wolle er etwas herausholen. Schließlich zog Böhnhardt den Trigger. Koeppen und anderen Staatsdienern sei Dank.
24 Februar 2012 um 8:06 pm |
Carsten Schultze, Uwe Böhnhardt, die Polizei und der Verfassungsschmutz:
taz 23.02.12
Der Titel des taz-Artikels lautet:
“Die Waffe kam von zwei NPDlern”
In Anbetracht der Tatsache, dass die NPD zu einem beträchtlichen Teil aus V-Leuten bestand, kann man schreiben:
“Die Waffe wurde mit Steuermitteln bezahlt”