
[ Ob Schäfer gern Bier trinkt? Das gute heimische aus Biedenkopf? ]
Welche Ehre! Ein HESSISCHER MINISTER IN SPE (CDU) antwortet mir, dem Geringsten der Geringen. Und so schnell! Nach nur dreieinhalb Wochen. Aus dem
Vorzimmer Staatssekretär Dr. Thomas Schäfer
kam heute die E-Mail mit tiefsinnigstem Inhalt: Schäfer hat meine E-Mail zuständigkeitshalber weiterleiten lassen. Wer hätte das gedacht?
Schäfer hatte sich, als er noch Justizstaatssekretär war, weit für die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität aus dem Fenster gelehnt. Deshalb hatte ich ihn in ähnlicher Weise angeschrieben wie Florian Rentsch (FDP).
Im Kabinett des Volker Bouffier könnte Schäfer Finanzminister werden. Ein Glücksgriff!
Dann doch lieber Guido Westerwelle.
Ulrich Brosa
Nachtrag 30.8.2010
Es scheint vielen Leuten nicht klar zu sein, was die Ernennung Schäfers zum Minister bedeutet. Alles deutet darauf hin, dass er an der äußerst rechten Kante agiert.
- Er ist Zögling des ehemaligen Justizministers Christean Wagner, einheimischer als Roland Koch.
- Er hat in der Justizmörder-Erich-Schwinge-Universität Marburg (JESUM) Jura studiert.
- Er ist volkstümlicher Spross der Stadt Biedenkopf.
Letztes ist besonders unerträglich, weil Biedenkopf alle sieben Jahre den so genannten Grenzgang betreibt. Etwa ein Jahr lang veranstalten Burschenschaften regelmäßige Besäufnisse. Frauen kommen als Häschen hinzu. Beim Höhepunkt des Grenzgangs, der etwa eine Woche dauert, ziehen heimische, schwarz-weiß-rot gekleidete Burschen durch die Gegend und führen mit lautem Peitschenknallen vor, wie Fremde aus Biedenkopf vertrieben werden. Völlig unerträglich ist der Biedenkopfer Grenzgang, da auf ihm die Fremdenvertreibung anhand eines schwarz angemalten Menschen ritualisiert wird. Ein Neger-Auspeitschungsvolkstanz wird aufgeführt. Das traditionelle Volksfest ist eindeutig eine Feier krimineller Perversionen des deutschen Kaiserreichs, als Hottentotten in Deutsch-Südwestafrika tatsächlich ausgepeitscht und ermordet wurden und Mohren teils als gruselige Wilde, teils als possierliche Affen in deutschen Schaubuden und Völkerschauen vorgeführt wurden.
Eine Menge so genannter Honoratioren billigt das, z.B. aus der heimischen Richterschaft, und auch der Finanzminister Dr. Thomas Schäfer ist ein Repräsentant dieser Gesellschaft.
Nachtrag 10.9.2010
auf Anregung des Kommentators harrygambler2009:
Dr. Thomas Schäfer hat in dem Skandal um die hessischen Steuerfahnder Schmenger und KollegInnen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine zentrale Rolle gespielt. Diese Steuerfahnder, Untergebene des Finanzministers, wurden von ihren Vorgesetzten für verrückt erklärt und gefeuert, weil sie dort nach hinterzogenen Steuern fahndeten, wo es welche zu holen gab: bei reichen bis sehr reichen Leuten. Das Personal der Commerzbank – allerdings auch anderer Banken – hat diesen Reichen geholfen ihre Vermögen auf ausländische Konten zu verschieben und sie so steuerfrei zu halten. Schmenger und KollegInnen haben dafür gesorgt, dass einige der hinterzogenen Steuern nachgezahlt und Chefs der Commerzbank gebüßt wurden. Das war 1999. Thomas Schäfer war Syndikus der Commerzbank von 1998 bis 1999. Danach bekam er einen Posten im hessischen Ministerium der Justiz, wurde Finanzstaatssekretär und ist jetzt Finanzminister. Er war immer an der richtigen Stelle.
Schlagwörter: Biedenkopf, Finanzminister Schäfer, Grenzgang, Grenzgang Biedenkopf, Staatsekretär Schäfer, Thomas Schäfer
27 August 2010 um 5:57 nachmittags |
Damit man sich vorstellen kann, was Schäfer tagtäglich tut:
Innovationskraft der METZGER
Frankfurter Neue Presse 26.8.2010
500 Euro sind sehr großzügig. Schäfers Fahrt nach Limburg hat wahrscheinlich viel mehr gekostet, schon wegen der Security.
30 August 2010 um 9:23 vormittags |
Richtig vorhergesagt!
Hessens neues Kabinett steht
Focus 30.08.10
Mehr noch als aus den neuen Ministern ist aus den Rücktritten bisheriger Minister erkennbar, was in den letzten Monaten hinter den Kulissen geschah: Der eigentliche Supermax in der hessischen CDU ist seit etwa 1995 Volker Bouffier. Bouffier jedoch wirkte immer unsympathisch, so dass er Roland Koch den Vortritt lassen musste. Koch wirkte in jungen Jahren wie ein frischer Lausbube, der frischen Wind in die verstunkene hessische Politik bringen konnte, ähnlich wie Jörg Haider in Österreich. Koch ist inzwischen verschlissen. Er ist nicht mehr populärer als Bouffier. Es gab keinen Grund mehr, die wirklichen Machtverhältnisse in der hessischen CDU zu kaschieren. Demgemäß sind alle Koch-Freundinnen und -Freunde aus der hessischen Landesregierung eliminiert worden: Banzer, Weimar, Lautenschläger.
30 August 2010 um 9:37 nachmittags |
Heftiger Kommentar in der Frankfurter Rundschau vom 27.8.2010 zum Abgang des Roland Koch:
Ich stimme zu. Der Kommentar ist wahr. Nicht vergessen werden sollte jedoch, dass SPD und Grüne – besonders die hessische SPD – diese Art der Politik vorbereitet haben. Die Vorteilsnahmen hessisch rotgrüner Genossen waren maßlos-schamlos. Als die CDU 1999 an die Macht kam, meinte die: Wir können das besser-professioneller: die Vorteilsnahmen.
1 September 2010 um 4:28 vormittags |
Herr Schäfer scheint auch im Fall der Finanzbeamten um Rudolf Schmenger seine Dienste als Strippenzieher und Wasserträger zwischen Commerzbank und Politik im Dienste Kohl´s eingesetzt zu haben.
Ziemlich erschütternd was da abgeht und wie tife die Moral in idesem land gefallen ist.
http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/09/01/bouffier-und-schafer-die-kellner-und-strippenzieher-des-systems-mobbing-hessen/
1 September 2010 um 10:34 vormittags |
Ein paar Daten zu Schäfer, der Commerzbank und den Steuerfahndern Schmenger & Co.
1996 Die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt wird von Schmenger und Kollegen durchsucht. In der Folge:
Spiegel 29.3.1999
Aus Thomas Schäfers Lebenslauf:
http://www.christean-wagner.de
Ab 2001 Kaltstellung der Finanzkontrolleure Schmenger und Kollegen
Stern 19.12.2008
Um es höflich zu formulieren: Schäfer war eine zentrale Figur in dem Konflikt um die Steuerfahnder Schmenger und Kollegen. Wegen seiner Funktionen, die er erst bei der Commerzbank und unmittelbar danach im hessischen Staatsapparat hatte, verfügte er über genügend Kenntnisse und Macht um die meines Erachtens kriminellen Maßnahmen gegen die Steuerfahnder zu verhindern. Das steht fest: Schäfer hat das nicht getan.
2 September 2010 um 8:46 vormittags |
Die WELT 02.09.2010 äußert sich abfällig
Jeder blamiert sich, so gut er kann: Volker Bouffier
29 September 2010 um 10:32 nachmittags |
Frankfurter Rundschau 29.09.10
550 neue Polizeischläger für Volker Bouffier. Oder sollen die 550 neuen Kommissare die 500 neuen Lehrer beim Kinderporno-Downloaden überführen?
Im zitierten Artikel betörendes Foto von Schäfer und Bouffier.
27 Oktober 2010 um 8:54 vormittags |
Vielleicht Futter für Bloegi?
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/transparency-international-kochs-wechsel-zu-bilfinger-bedenklich;2680508
Gruß, Dragan
11 November 2010 um 12:22 vormittags |
HR 10.11.10
Bei Millionen-Aufträgen reden die Minister und Staatssekretäre unter Garantie mit. Speziell “beim Bau des Justizzentrums”. Schäfer, der jetzige hessische Finanzminister, war längere Zeit Justizstaatssekretär.
13 Juli 2011 um 7:40 nachmittags |
Thomas Schäfer ist seit fast einem Jahr hessischer Finanzminister. Er muss sich die Kippligkeit der Helaba (Hessische Landesbank) zurechnen lassen.
Financial Times Deutschland 13.7.2011
15 Juli 2011 um 6:44 nachmittags |
FAZ 15.07.11
Das ist eine schlabbrige Formulierung. In Wirklichkeit hat die Helaba der EBA (Europäische Banken-Aufsicht) verboten über die Helaba zu berichten. Finanzminister Thomas Schäfer sitzt im Verwaltungsrat, also in dem Gremium, das in Aktiengesellschaften Aufsichtsrat heißt. (Wenn man die Liste liest, findet man noch andere, unerfreuliche Menschen, die dort einen hoch dotierten Posten besetzen.)