Archive for Juli 2009

OBI sperrt Konto der Uni Marburg

31 Juli 2009


(OBI, Bau- und Heimwerkermarkt in Marburg-Wehrda)

Lustige E-Mail von der Uni-Verwaltung
(from UMRZVCE.verwaltung.uni-marburg.de ([137.248.195.154]) by mrelay-out.verwaltung.uni-marburg.de with Microsoft SMTPSVC(6.0.3790.3959); Fri, 31 Jul 2009 10:22:12 +0200)

Sehr geehrte Damen und Herren,

am gestrigen Donnerstag wurde ich durch einen Mitarbeiter darüber unterrichtet, dass Einkäufer der Philipps-Universität wegen „Ausschöpfung des Kreditrahmens“ keine Ware mehr erhalten. Die Sperrung des Kundenkontos durch OBI erfolgte ohne vorhergehende Mitteilung an den Zentralen Einkauf oder die Finanzbuchhaltung der Philipps-Universität.

Nach Rücksprache mit dem Unternehmen wurde das Kundenkonto sofort wieder freigeschaltet.

Ursache für die Sperrung waren Bestellvorgänge, deren Bezahlung dreimal und z.T. noch häufiger von OBI angemahnt werden mussten. Vor Wochen habe ich eindringlich auf die zügige Abwicklung der Rechnungswesenprozesse hingewiesen und die Bestellabwicklung mit OBI explizit im Rundschreiben 04/2009 erläutert. Hier nochmals der Link ( Bestellprozess mit Firma OBI, Bau- und Heimwerkermarkt in Marburg-Wehrda ).

Bitte, halten Sie die Prozesse ein und bearbeiten Sie die Vorgänge schnellstmöglich, damit alles reibungslos abläuft.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Mackowiak
Leiter Materialwirtschaft
VCC MM/SRM Hess.Hochschulen
Philipps-Universität Marburg
Postadresse: 35032 Marburg
Hausadresse: Biegenstr.10, 35037 Marburg
Tel. 0049-6421-28-26125 , Fax -28966
e-mail: mackowiak@verwaltung.uni-marburg.de

Vielleicht ist das Personal der Philipps-Universität zu teuer oder die Feier mit dem heiligen Dalai Lama kostet zu viel Geld.

Dalai Lama wird Ehrendoktor der Marburger Uni

24 Juli 2009

Stink ab Mufti. Zeitgenössisches Graffito im berüchtigten Juristenklo der Marburger Universität

(Graffito im berüchtigten Juristenklo der Marburger Uni – Symbol der dort waltenden Toleranz)

Wieder ist der Philipps-Universität Marburg ein empfindlicher Schlag gegen ihren angeschlagenen Ruf gelungen.

Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso wird am 3.8.2009 nach Marburg kommen um die Ehrendoktorwürde entgegenzunehmen. Vom 30.7. bis zum 2.8. wird der charismatische Botschafter des Friedens in der Commerzbank-Arena Vorträge halten. Tageskarten für die Veranstaltungen gibt es von 29 bis zu 79 Euro, Dauerkarten von 125 bis 230 Euro (MAZ 22.7.2009, S.1).

Schon immer hatte die Marburger Uni mit ihren Preisverleihungen den richtigen Riecher. 2001 hat der Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof.Dr. Steffen Detterbeck, in aufwändigen Vieraugengesprächen die Vergabe des Friedrich-von-Savigny-Preises an den genialen Rechtsgelehrten Dr. Helmut Kohl betrieben. Kohl hatte es geschafft als Mitglied des Bundestags für das Parteispendengesetz zu stimmen und sofort dagegen zu verstoßen. Damals noch wurde die Preisverleihung in Marburg von Querulanten vereitelt. Doch nun wurde Kohl in Stuttgart mit dem Hauptsturmführer-SS-Hanns-Martin-Schleyer-Preis geehrt.

Ulrich Brosa


Nachtrag: Auf Tilmans Anregung hin ein paar Bilder vom charismatischen Botschafter des Friedens.

Dalai Lama solo
(His Holiness the Dalai Lama will give a public talk to the Harvard University Community / Seine Heiligkeit der Dalai Lama wird vor der Havard Universität öffentlich sprechen)

Dalai Lama mit Schoko Asahara
(Seine Heiligkeit mit Schoko Asahara, dem Giftgas-Spezialisten)

Dalai Lama mit Roland Koch
(Seine Heiligkeit mit garantiert ehrlichem Kohland Roch)

Jörg Bergstedt in der Brücker Mühle

8 Juli 2009

Wir bemühen uns die Nachrichten über Bergstedt auf dem Laufenden zu halten. Scrollen Sie, um das Aktuellste zu sehen, an das Ende dieses Thread.

Jörg Bergstedt

Die hessische Justiz hat vor die Projektwerkstättler Patrick Neuhaus (Espi) und Jörg Bergstedt für mindestens 6 Monate einzuknasten. Vorher aber großer Show-Down, zuerst am 10.7.2009 in der Brücker Mühle in Amöbenburg. Vielleicht kommt der Staatsschutz auch. Die Brücker Mühle ist morsch. Wenn alle die Linken drin sitzen, fällt sie womöglich plötzlich zusammen.

Bergstedt war zumindest früher fürs Amüsement wertvoll. 2003 kündigte er im Internet groß an, er werde die Gerichte in Gießen sprengen. Am angekündigten Tag kam er mit einer großen Gießkanne (wer weiß, woher er die hatte; vielleicht vom Friedhof geklaut) und sprengte die Gerichtsgebäude. Danach war die Kanne noch nicht leer. Bergstedt zog mit dem Rest in die Seltersgasse, wo gerade ein Wahlkampf zwecks Besetzung des Gießener Oberbürgermeister-Postens tobte. An den CDU-Stand kam Bergstedt nicht ran. Der war zu dicht von Beamten umstellt. Nach eigener Auskunft trat er an den Stand, an dem die Kandidatin Gülle auf sich aufmerksam machte, und begoss ein Wahlplakat der BündnisGrünen. Angela Gülle (“Angela” bedeutet Engel und “Gülle” Schweine-Pipi) jedoch behauptete, Bergstedt habe ihr die Füße befeuchtet. Dazu habe er erklärt: “Hiermit bepisse ich dich!” Sie, Gülle, habe geglaubt, in der Gießkanne sei etwas anderes als Wasser. Jedenfalls schlug sie dem Jörg so ins Gesicht, dass seine Brille 6 m weit flog und schließlich zerschellte.

Beim Landtagswahlkampf 2003 sollen Agenten der Projektwerkstatt durch hessische Ortschaften gezogen sein und sollen Bildnisse des Ministerpräsidenten Roland Koch und des Innenministers Volker Bouffier mit Affenköpfen überklebt haben.


Aktionen und Veranstaltungen zur Gentechnik in Mittelhessen rund um den Strafprozess gegen Genfeldbefreier!!!

Freitag, 10.7. 20 Uhr in Amöneburg, Brücker Mühle (Am Friedenstein 6) Vortrag “Monsanto auf Deutsch – Seilschaften der deutschen Gentechnik”
Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Wie aber sieht es in Deutschland aus? Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiosen Strukturen und skandalösen Zustände bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. Mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen und seltsamen Biotechnologieparks names Biotechfarm oder Agrobiotechnikum sind entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder erst veruntreut und dann hin- und hergeschoben werden, bis sich ihre Spur auf den Konten der Beteiligten verliert. Es wird Zeit für einen Widerstand an den Orten der Seilschaften.
In der Veranstaltung werden minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen durchleuchtet. Genauere Blicke lohnen auf die Genehmigungsbehörde BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsichergheit und deren Beratungsstellen JKI und ZKBS. Dann sollen beispielhaft zwei Zentren der grünen Gentechnik vorgestellt werden: Das AgroBiotechnikum in Groß Lüsewitz mit seinen Firmengeflechten um biovativ und BioOK und die Biotechfarm in Üplingen mit dem sachsen-anhaltinischen Gentechfilz um InnoPlanta.
Den Abschluss bildet ein Ausblick auf Möglichkeiten des Widerstandes: “Wer nach mehr Forschung ruft oder sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung sich auch zeigen – nicht zwar nicht nur per Stimmzettel, Protestmail oder am Supermarktregal, sondern dort, wo die Gentechnikmafia arbeitet und die Felder angelegt werden!”

Montag, 13.7., 19 Uhr in Wetzlar (Gaststätte “Wöllbacher Tor”, Goethestr. 14)
Vortrag “Monsanto auf Deutsch – Seilschaften der deutschen Gentechnik” (siehe 10.7.)

Mittwoch, 15.7., 8.30 Uhr in Gießen, Landgericht (Ostanlage 15) im Raum 15
Berufung (2. Instanz) des Prozesses gegen die Feldbefreier von 2006 in Gießen
Urteil in der ersten Instanz: Je 6 Monaten Haft ohne Bewährung wegen Sachbeschädigung! … diesmal hat die Staatsanwaltschaft angekündigt, ein Jahr oder mehr an Haftstrafe zu fordern!
Ladungsliste der ZeugInnen: Schon um 10.30 Uhr ist ein Zeuge geladen – und zwar gleich ein Höhepunkt, nämlich Dr. Gregor Langen, der Beauftragte für Biologische Sicherheit beim Versuch. Er hatte in der Instanz einräumen müssen, sich mit Gerste gar nicht auszukennen. Danach verbot der Richter alle Fragen zur Sache. Nach Langen steigert es sich nochmal, denn für 11.00 Uhr ist der Chef persönlich, Versuchsleiter und Uni-Vizepräsident Prof. Karl-Heinz Kogel geladen. Ihm folgt um 12 Uhr die Leiterin der Rechtsabteilung der Uni, Susanne Kraus. Am Nachmittag (ab 13.30 Uhr) sind die ganzen Polizisten geladen, die bei der Festnahme das Feld zertrampelten. Es beginnt dann mit KOK Schöller, falschaussagender Staatsschützer aus Gießen.

Mittwoch, 15.7., 20 Uhr im Kino Traumstern (Kleinkunstbühne im Restaurant) in Lich (Gießener Straße
Vortrag “Monsanto auf Deutsch – Seilschaften der deutschen Gentechnik” (siehe 10.7.)

Montag, 20.7., 20 Uhr im Cafe Amelie in Gießen, Ecke Walltorstraße/Asterweg
Vortrag “Monsanto auf Deutsch – Seilschaften der deutschen Gentechnik” (siehe 10.7.)

Mittwoch, 22.7. ab 8.30 Uhr in Gießen, Landgericht (Ostanlage 15) im Raum 15
Zweiter Verhandlungstag der Berufung des Prozesses gegen die Feldbefreier von 2006 in Gießen

Mittwoch, 29.7. ab 8.30 Uhr in Gießen, Landgericht (Ostanlage 15) im Raum 15
Dritter Verhandlungstag der Berufung des Prozesses gegen die Feldbefreier von 2006 in Gießen


Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax -5, unterwegs 0152-29990199
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen)
http://www.projektwerkstatt.de/saasen

Tagungshaus: http://www.projektwerkstatt.de/seminarhaus
Politische Werkstätten ++ Direct-Action-Plattform
Archive und Bibliotheken: http://www.projektwerkstatt.de/kabrack
Sachspenden gesucht: http://www.projektwerkstatt.de/gesucht
ReferentInnenangebote: http://www.vortragsangebote.de.vu
Materialversand: http://www.aktionsversand.de.vu


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