Die Kriegsflagge der konföderierten Staaten von Amerika (confederate battle flag) wird manchmal Kreuz des Südens (southern cross), manchmal Sterne und Balken (stars and bars), in Deutschland aber meistens Südstaatenflagge genannt. Die Südstaatenflagge war nie die Flagge eines Staats, sondern die von Truppen, welche von 1861 bis 1865 für die Fortsetzung der Sklaverei in den USA kämpften.
In Deutschland wird die Südstaatenflagge von Leuten gezeigt, die Rassismus und Reaktion gut finden, sich aber wegen der Strafe fürchten das Hakenkreuz zu nehmen. Die Südstaatenflagge ist die Flagge derjenigen Neonazis, welche Neonazis sind, aber nicht wagen sich dazu zu bekennen.
Dumme Deutsche kennen die Herkunft der Südstaatenflagge vielleicht nicht. Für sie ist dieses Bilderbuch.

Ab 1962 wurde auf der Spitze des Regierungsgebäudes (state house) des USA-Bundesstaats South Carolina die Südstaatenflagge gehisst. Die Provokation für alle amerikanischen Bürgerrechtler, besonders für die schwarzen, war um so ungeheurer, da Südcarolina eine eigene Staatsflagge (Palme mit Mondsichel) hat und die Südstaatenflagge nur den rassistischen Krieg verherrlicht. Am 17. Januar 2000 – dem Martin-Luther-King-Tag – demonstrierten in Columbia, der Hauptstadt von Südcarolina, 50000 Menschen gegen die Südstaatenflagge, bis sie heruntergeholt wurde.
Für die terroristische Vereinigung Ku-Klux-Klan symbolisiert die Südstaatenflagge die rassische Überlegenheit der Weißen. Die vorgeführte Armbewegung wird in den USA „sieg heiling“ genannt.

Das Regierungsgebäude in Südcarolina wurde wegen der dort gehissten Südstaatenflagge zum Wallfahrtsort für USA-Nationalsozialisten (national socialist movement). Die Nazis vergleichen die Südstaatenflagge mit der Reichskriegsflagge des Dritten Reichs.
Der Hass dauert an. Viele amerikanische Schulen untersagen das Vorzeigen der Südstaatenflagge im Unterricht, da sie immer wieder Unruhe und schließlich Schlägereien auslöst. Viele Karikaturisten haben die Ursachen dafür deutlich gemacht:

Der Weiße: „Meine Vorfahren sind wegen dieser Flagge gestorben“.
Der Schwarze: „Meine auch“.

Gefesselte schwarze Hände: die Südstaatenflagge als Symbol der Sklaverei.

Die Südstaatenflagge als Symbol des Ku-Klux-Klan.

Die Hakenkreuzfahne ersetzt die Südstaatenflagge.
Die Apologeten der Südstaatenflagge sagen meistens: „Die Südstaatenflagge ist Symbol unseres Erbes (heritage)“.

Die Karikatur zeigt, worin das Erbe besteht: die Fesseln der Sklaverei, die Peitsche der Sklaverei und die Lynch-Morde des Ku-Klux-Klan.

Stimme aus dem Regierungsgebäude: „Es erinnert uns an unser Erbe. (Du weißt doch … Sklaverei … Lynchen …)“.

Diese Flagge symbolisiert…
A. eine Gesellschaft, die Rechte und Leben einer Minderheit kaputt gemacht hat
B. das Erbe

Links ein Mitglied des weißen amerikanischen Pöbels (redneck) mit der Südstaatenflagge. Rechts ein Mitglied der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) mit der Hakenkreuzflagge: „Es ist so, wie du sagst: Es geht um unser Erbe“.

Links: Stimme aus dem Regierungsgebäude in Süd-Carolina: „Wir müssen die Konföderierten-Flagge woanders hintun, wo sie besser hinpasst“. Rechts: Hakenkreuzfahne und Südstaatenflagge zusammen über dem Parlament in Österreich.
Entwicklung des Bösen in Österreich (EVILUTION) …

Ein Nazi, der nicht zugeben will, dass er Nazi ist, mit Südstaatenschlips: „Ich bin kein Nazi! … Ich bin’s nicht, sehen Sie? … Ich bin Nazi!“ Ist es Haider oder ein Hasser oder Hitler?
Der österreichische Politiker Jörg Haider hat versucht Macht zu gewinnen, indem er sich beim rechtsextremen Pöbel anbiederte.
Zugleich wird hier der typische Polizei- oder Justizbeamte des gegenwärtigen Deutschlands karikiert, der sich tobsüchtig aufregt, wenn man ihn als das identifiziert, was er ist: ein Nazi.
Führende Politiker nutzen die Südstaatenflagge um sich beim Pöbel anzubiedern.

Die Südstaatenflagge über dem Weißen Haus in Washington. Stimme aus dem Weißen Haus: „Präsident Bush, wie hemmungslos waren Sie darauf aus, die Wahlen in Südcarolina zu gewinnen?“
Der Präsidentschaftskanditat John McCain machte es ähnlich: Während er erst richtig feststellte, dass die Konföderierten-Flagge Rassismus und Sklaverei bejaht, faselte er bei anderer Gelegenheit von „Erbe“. In Deutschland haben die Politiker Jürgen Möllemann (FDP), Roland Koch (CDU) und viele andere ähnliche Maschen probiert.
Hier ist die Zielperson der Anbiederei: Der Redneck mit Südstaatenflagge.

Im Hintergrund eine Flagge, die den Sechserpack Bier verbietet. Eine Stimme aus dem Hintergrund: „Das ist das Einzige, was ihn wirklich treffen könnte“.
Anlass für die Schaffung dieses Bilderbuchs ist eine Gerichtsverhandlung am 3.11.2008 in Kirchhain/Hessen, bei welcher der deutsche Richter Joachim Filmer der Öffentlichkeit weismachen wollte, die Südstaatenflagge könne etwas Anderes bedeuten als Rechtsextremismus. Tatsächlich hat sich Richter Filmer auch an anderer Stelle als Unterstützer des Rechtsextremismus hervorgetan.
Das Amtsgericht Kirchhain ist als Neonazi-Stützpunkt verrufen. Vereine wie Berger-88- und TSV 1888 Amöneburg sind in das Register dieses Gerichts eingetragen worden. Lange bevor die Marke THOR STEINAR Kleidung mit dem nationalsozialistischen Wolfsangel-Symbol auf den Markt brachte und daran deftig verdiente, wurde auf einen Giebel in der Nähe des Amtsgerichts eine riesige Wolfsangel gemalt. Sieben Jahre lang störten sich daran die heimischen Justiz- und Polizeiangehörigen nicht. Die Südstaatenflagge, um die es jetzt geht, flattert den Richter-, UrkundsbeamtInnen und Justizwaldmeistern unmittelbar um die Nasen. Daraus ist zu entnehmen, was deutsche Beamte von Appellen hoher Politiker, die deutsche Bevölkerung solle „Zeichen gegen Rechts setzen“, halten.
Nachtrag am 12.12.2009
Da die Kommentare unter diesem Artikel immer mehr zu rechtsextremen Rockern tendieren, wurde das folgende Bild hinzugefügt. Es zeigt ein mit Südstaatenflagge aufgemotztes Bike:


Und nun aufgepasst, Staatsanwalt Zmyj-Köbel! Hier ist die passende Biker Chick, vulgo Motorrad-Schickse:
Schlagworte: Amtsgericht Kirchhain, Joachim Filmer, Kirchhain, Konföderierten-Flagge, Ku-Klux-Klan, Richter Filmer, Südstaatenflagge, Zmyj-Köbel
16 Dezember 2008 um 11:35 |
Ich habe gerade im Focus einen Artikel über den Ku-Klux-Klan gelesen:
Obama wird nicht lange Präsident sein. Auf den Bildern dort viele viele Südstaatenflaggen.
21 Dezember 2008 um 12:01 |
Die zwei verschiedenen deutschen Augen. [...]
Doch was soll dann wieder diese Diskussion um das Verbot der NPD, das schon einmal von den Politikern kläglich versucht wurde und zur Freude der rechten Szene gescheitert ist? Dazu gehört eine saubere und korrekte Arbeitsweise aller, der Herren Richter in vorderster Front, und schon hier knickt der Rechtsstaat ein.[...]
21 Dezember 2008 um 11:01 |
Gerade noch rechtzeitig ein paar Geschenke zum Fest für den kleinen Fascho
1. Boxhandschuhe vorn darauf Südstaatenflaggen
http://www.amazon.de/Mini-Boxhandschuhe-mit-S%C3%BCdstaaten-Flagge/dp/B0010R3V4Y
2. Südstaatenflaggen mit Totenköpfen garniert aus der Biker-Szene
http://www.auvito.de/aufnaeher-patch-suedstaaten-flagge-mit-totenkopf/42504/artnr6928044/details.html
Garantiert nicht aggressiv
20 Januar 2009 um 6:03 |
[...] Bilderbuch über die Südstaatenflagge « bloegi sagt: 15 Dezember 2008 um 11:21 [...]
15 Februar 2009 um 12:06 |
Zwei Links zum Thema Rechtsextremismus und Biker
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,599441,00.html
Rechte Engel
Bei deutschen Hells Angels machen militante Neonazis Karriere.
http://www.klick-nach-rechts.de/ticker/2003/09/vandalen.htm
Neonazis gaben sich als Biker aus
Der „Motorradsportclub Vandalen“ wurde von der Polizei vor einer bevorstehenden Razzia gewarnt.
24 Februar 2009 um 10:56 |
Typische Neonazi-Biker-Site:
http://www.walhalla92berlin.de/index2.php
Thors Hammer rechts oben, schwarz-weiß-rot, pseudogermanisches Getue mit unförmigen Muskelmännern, die auf Ambosse und anderes einschlagen.
21 März 2009 um 10:03 |
Scharfes Video über den Ku-Klux-Klan
http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v6280677GCMzZCZ8#watch%3Dv62670129gMaWsee
17 August 2009 um 5:05 |
Die in diesem Thread als Beispiel aufgeführte Neonazi-Biker-Site walhalla92berlin ist außer Betrieb. Informationen darüber auf Indymedia
http://de.indymedia.org/2009/02/242590.shtml
mit begeisterndem Bild von Uwocaust Menzel.
18 August 2009 um 7:05 |
Die bekannteste Neonazi-Gruppe mit Biker-Outfit sind natürlich die „Vandalen“. Landser-Chef Regener (Lunikoff) gehörte auch dazu.
http://www.red-skins.de/antinl/images/stories/files/vandalenn.pdf
31 August 2009 um 6:06 |
Informatives Video von SPIEGEL-TV aus der Berliner Rocker-Szene
http://www.spiegel.de/video/video-1018174.html
in mehreren Exemplaren bei Youtube gespiegelt
http://www.youtube.com/watch?v=cSh4usk0BhA
Es wird deutlich, dass die MCs (Motorcycle Clubs) sich hauptsächlich aus dem Milieu der Prügel-, Sauf- und Fußball-Nazis rekrutieren. Beispiele:
* Brigade 81 als Abteilung der Höllenengel
* Andre Sommer als „Präsident“ der Nomaden in
* Schwarz-Weiß-Rot, auf seinem Rücken die Aufschrift
* „Berliner Fußball Cafe“
Bandidos unter
* Wehrmachtshelmen oder Imitaten von Wehrmachtshelmen
Die meisten von ihnen sind ältere, fette Männer; viele haben Anabolika
gefuttert um sich aufzuplustern. Was ihre eigenen Kräfte angeht, ist es nicht besonders schwierig sie zurückzuschlagen, aber viele haben Schuss- und Stichwaffen bei sich.
20 September 2009 um 12:07 |
walhalla92berlin.de wieder da, siehe oben. Zum Ekeln ist auf
http://www.walhalla92berlin.de/links/index.html
eine Menge versammelt, was es in und um Berlin an rechtsextremer Bikerei gibt.
Marburg, obwohl viel kleiner, steht dem nicht nach. In Marburg gibt es den MC Gremium.
Die und nicht rechtsextrem: Das ist ein lausiger Witz.
10 Dezember 2009 um 5:34 |
Am Freitagabend, gg. 23.15 Uhr, wurde eine Auseinandersetzung zwischen zwei Rockergruppierungen gemeldet. Je etwa 50 Mitglieder der Hells Angles und der Gruppe Gremium hatten eine Veranstaltung im Raum Singen aufgesucht, bei der Livemusik geboten war, diese aber genutzt um sich auf Kosten des Veranstalters auszutauschen. Die erste Streifenbesatzung traf auf die beiden Gruppen, die mit Latten, Hämmern und Pfeffersprays … mehr …
12 Dezember 2009 um 11:18 |
Kommentar: Wahrscheinlich hat Peter Borchert dem Gericht unter die Nase gerieben, dass er Neonazi ist, und damit das ihm angenehme Urteil erstritten.
Zitate aus dem Spiegel vom 11.12.09
Grundsätzlich scheinen Gerichte am besten geeignet für Machtkämpfe rechtsextremer Gruppen zu sein
Stern 29.08.08
12 Dezember 2009 um 11:07 |
Bilder mit Südstaatenflagge auf Motorrad und Biker Chick an den Artikel angehängt, siehe oben.